Hacklerregelung – Regierung fliegen die eigenen Hackln ins Kreuz!

Angelika Mlinar - Bundessprecherin LiF
“Wenn Sie ein besonders “gelungenes” Beispiel für uneinige, unfähige und unwillige Regierungspolitik suchen, dann empfehle ich Ihnen einen Blick auf die Hacklerregelung.”
Die Kosten für die abschlagsfreie Sonderfrühpension explodieren (2009 bereits 1,6 Milliarden Euro).Dazu kommt noch der rege Anklang der Hacklerpension bei den Beamten im Bundesdienst.
Der Regierung wachsen die Kosten dafür über den Kopf.
Im Vorjahr nützte mehr als jeder zweite Beamte, (rund 1500) die Hacklerregelung.
Bei den ASVG-Versicherten gehen praktisch zwei von drei Versicherten auf Basis der Hacklerpension vorzeitig in den Ruhestand. Es profitieren in der Mehrzahl aber keine „Hackler“ (45.000 Angestellte gegenüber rund 26.000 Arbeitern).
Die Hacklerpension ist im Schnitt mit 1.902 Euro brutto im Monat doppelt so hoch wie die Durchschnittspension in der Pensionsversicherung.
Rund ein Fünftel des gesamten Bundeszuschusses zu den 2,2 Millionen Pensionen im ASVG geht für die Hacklerregelung auf.
Trotzdem wollen Sozialminister Rudolf Hundstorfer und die SPÖ aber bis 2013 keine einschneidenden Änderungen vornehmen.
Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka und die ÖVP drängen auf Reformen. Hacklerregelung schrittweise abschaffen ist ihre Devise.
Eine rasche Einigung scheint unwahrscheinlich. (Gewerkschaft: “Da fehlt uns der Grundkonsens.” Wirtschaftskammer: “Im Augenblick sehen wir keine Bewegung”.)
“Wir fordern eine bereits mehr als notwendige Festlegung, damit sich die Menschen darauf einstellen können und wissen, was sie erwartet.
Der Sozialminister will zwar eine Lösung bis Herbst, er hat nur leider kein Jahr dazugesagt” schloss Mlinar.
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Hans 26.08.2010 19:50
Wer ehrliche 45 Jahre in das Pensionssystem eingezahlt hat
der sollte auch das Recht haben in Pension gehen zu dürfen.
Von allen die in der Hacklerpension sind,sind das aber
nur wenige.
Die Sonderprivilegien sind dabei das Übel.
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Ira Shanker 30.07.2010 20:38
Die Hacklerregelung regt die vor der Pension stehende Generation nicht zu Leistung, sondern zum Arbeitsende an.
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Wolfgang Grabensteiner 31.07.2010 17:58
Ich hätte nichts dagegen, wenn sie für eine Handvoll Bauarbeiter und Fernfahrer mit kaputtem Kreuz gelten würde, aber in der derzeitigen Form ist sie “griechischer als griechisch”.
Was spricht dagegen, dass Menschen, die fit sind und keine grob körperliche Arbeit verrichten, auch noch in der Nähe der 70er-Marke arbeiten – vielleicht stundenmäßig eingeschränkt.
Also ich würde mich freuen, dann zu denen zu gehören, die das als Geschenk und nicht als Belastung empfinden würden!
Werner 30.07.2010 12:41
Die Hacklerregelung traut sich die Regierung einfach nicht abzuschaffen. Der Sozialminister ist ohnehin nicht ernst zu nehmen und wer zahlt drauf: wir als Steuerzahler. Jeden Tag. Und das bei einer Regierung, die bei solchen Budgetlöchern nur eines will: Steuern erhöhen ohne Aufgaben zu überdenken.
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