Sonnenstudio-Verbot, Spielautomaten-Verbot

Ich liebe Verbote. Endlich brauche ich nicht mehr zu denken. Die Guten da oben (= die Politiker) nehmen mir Entscheidungen ab und bewahren mich vor größerem Unheil. Auch Ostdeutsche schwärmen ja von der ehemaligen DDR. Die werden es schon wissen, immerhin haben sie den totalitären Staat ja selbst erlebt.

Kein Risiko. Keine Verantwortung.  Keine Eigenverantwortung. Keine Freiheit. Keine Chance.

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KommentareTop

  1. L.S. 22.06.2010 12:55

    tja …
    “Spielerschutz mit Füßen getreten”
    Durch das neue Gesetz kann man laut Schuller pro Stunde 10.000 statt wie bisher 500 Euro verlieren – die Grünen, die das Gesetz heftig kritisieren, hatten sogar von einem möglichen Verlust von 36.000 Euro in der Stunde gesprochen. Schuller: “Da wird der Spielerschutz mit Füßen getreten.” Außerdem gebe es künftig eine schlechtere Auszahlungsquote.

    Die Kundschaft werde “ausgeraubt” und ins Ausland oder in das “unkontrollierbare Internet” vertrieben, ist er überzeugt.

    http://ooe.orf.at/stories/451294/

    Antworten »

    Walter 22.06.2010 15:01

    Schutz oder Bevormundung?

    Wilfried S. 22.06.2010 20:52

    Wenn jemand innerhalb von einer stunde 10000 Euro in dden Spielautomat schmeißt, muss er dsa auch selbst verantworten. Warum soll man Menschen bevormunden, die das aus Jux und Tollerei so wollen?

    ... 23.06.2010 11:57

    interessante Position, also Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Allgemeinheit sowie der Allgemeinheit gegenüber dem Einzelnen wird von den zwei Ws sohl abgelehnt.
    Nun, dann zitiere ich mal das LIF-Papier: “Freiheit bedeutet nicht nur Recht sondern auch Verantwortung”
    Wer denkt “Was geht mich der/die Andere an?” sollte vielleicht mal in Richtung orange-blau schauen …

    Walter 23.06.2010 14:41

    @ …
    Dein Ansatz entspricht der law & order-Mentalität von Orange-Blau-Grün. Alles verbieten, alles regeln, alle beschützen.
    Im Mittelpunkt des LIF-Programms steht der Mensch, seine Freiheit und seine Verantworutng.

    ... 23.06.2010 16:43

    “Die Firma Schuller Consulting strebt wegen des neuen Glücksspielgesetzes eine Sammelklage gegen die Republik an. Hunderte Betriebe und tausende Arbeitsplätze seien gefährdet, befürchtet Firmenchef Walter Schuller.” – bitte ihm das mitzuteilen ;)

    Wilfried S. 23.06.2010 19:50

    Marktregulierung auf Zuruf eines Produzenten?

  2. L.S. 27.05.2010 23:20

    tja …. “In den heimischen Bräunungsstudios herrscht “Sonnenbrandalarm”. Das zeigt ein aktueller Test der Arbeiterkammer Oberösterreich. Auch die Hygiene lässt laut AK zu wünschen übrig.

    Von den 20 getesteten Sonnenstudios in Linz, Wels und Steyr war nur eines auch für Gäste mit ungebräunter Haut unbedenklich benützbar.

    In vier der Studios war die Bestrahlung dreimal höher als der zulässige Wert, in weiteren vier wurde der Wert sogar um das Vierfache überschritten.

    Mangelnde Hygiene
    Auch die Hygiene lässt laut AK zu wünschen übrig. In zwölf Studios seien Staphylokokken und Keime festgestellt worden.”

    http://ooe.orf.at/stories/445584/

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    L.S. 27.05.2010 23:23

    der Gesamttest zum Download:
    http://www.arbeiterkammer.com/online/solarien-test-55297.html

  3. L.S. 26.05.2010 12:53

    tja … “Zwei Testpersonen, beide 17 Jahre alt, begaben sich für die Konsumentenschützer in 15 Wiener Wettcafes, um dort auf den Ausgang von Fußballspielen zu setzen. In zwölf der Lokale “konnten die Jugendlichen problemlos ihre Wetten abschließen”, so der “Konsument” in seiner Juni-Ausgabe. Eine Ausweiskontrolle gab es nicht.”
    http://wien.orf.at/stories/445319/

    Antworten »

    Ira Shanker 26.05.2010 13:43

    wieder einmal der Beweis, dass staatliche Verbote nicht fruchten.

    L.S. 26.05.2010 15:47

    super Ira, also wenn private Lokale staatliche Verbote nicht einhalten, sind staatliche Verbote umsonst. Zum Zerkugeln … :) )

    Ira Shanker 26.05.2010 16:24

    ehrlich gesagt, versteh ich nicht, was Du uns mit Deinem Kommentar sagen wolltest – möglicherweise wie böse die Unternehmer sind. Ich stehe da mehr auf dem Standpunkt, dass sich der Staat aus solchen Verboten raushalten soll und die Eltern die Erziehungsberechtigten ihrer Kinder sind.

    L.S. 26.05.2010 16:35

    Ira, mit solch pauschalen Schwarz-Weiß-Bildern haben vielleicht andere ihr Auskommen, aber von mir wirst Du solch undifferenziertes “DIE sind blablabla” nicht so schnell vernehmen. Im Gegenteil bin gerade ich quasi auf “Aufklärungstour” und mit allerlei Vorurteilen konfrontiert, was durchaus verantwortungsvolle Unternehmer/n betrifft.
    Aber bitte, was soll man da wirklich noch ernsthaft drauf antworten … die Welt ist eine Scheibe?

    Ira Shanker 26.05.2010 16:40

    also, was wolltest Du uns dann mitteilen?

    L.S. 26.05.2010 16:58

    keine Ahnung was daran schwer zu verstehen wäre.
    Selbst bei *legalen* Einrichtungen funktioniert die Kontrolle nicht. Darum ging’s ja schon von Anfang an. Von illegalen Einrichtungen ganz zu schweigen … es besteht hier ein konkretes Problem, das konkreter, lösungsorientierter (und nicht etwa dogmatischer) Antworten bedarf.

  4. Marie 09.05.2010 15:36

    Hallo,

    könnt ihr mir helfen und diesen Fragenbogen über tschechisch-österreichische Beziehungen auszufüllen? Das ist zur Bachelorarbeit. http://7819.vyplnto.cz/ Danke.

    Antworten »

  5. Ira Shanker 23.04.2010 16:26

    Nachtrag zu meinem Eintrag von 10.4.2010 zum Vorwurf Glückspielautomaten wären Betrug ähnlich Hütchenspielen:

    Alter Eintrag: Natürlich, wenn nicht mehr die Wahrscheinlichkeit, sondern Betrug regiert, dann muß man diesem dann kriminellen Akt etwas entgegensetzen. Aber sicher nicht ein Spieleverbot, sondern wohl eine Kontrolle der Einhaltung des bestehenden Rechts. Und ich bin mir sicher, daß das gerade bei Glücksspielautomaten sehr simpel über die Codierung möglich ist.

    Nachtrag – die OÖN schreiben: Durch die jetzt verpflichtende Vernetzung der Automaten mit dem Bundesrechenzentrum könne jeder Automat im Hinblick auf die Spielerschutzauflagen kontrolliert werden.

    Antworten »

    L.S. 23.04.2010 17:13

    *lol* jeder -angeschlossene … köstlich :)

  6. L.S. 22.04.2010 12:03

    … und jetzt auch noch das Burka-Verbot. Also wirklich, diese Grünen!!
    Achso, waren gar nicht die Grünen? Na dann ist es o.k. :D :D

    Antworten »

    L.S. 22.04.2010 20:47

    huch, auch bei den Spielautomaten sind es andere, die ein Verbot des “kleinen Glücksspiels” (sprich Automaten) festlegen? Na sowas, aber dann ist es o.k. :D :D

    L.S. 22.04.2010 20:47

    sh. http://salzburg.orf.at/stories/437958/

  7. L.S. 15.04.2010 10:55

    nur so nebenbei: http://www.dialogumfrage.at/aktuelles/aktuelles-artikel/article/830/782.html
    LG

    Antworten »

    L.S. 15.04.2010 10:58

    “Die ÖsterreicherInnen wollen einen gesetzlich streng geregelten Glücksspielmarkt mit genauen Kontrollen und hohem Spielerschutz. Das ist eines der Ergebnisse der vom Meinungsforschungsinstitut euroSEARCH dialog im Februar und März unter 500 20-60- jährigen Personen durchgeführten Umfrage zum Thema Glücksspiel.”
    .
    wen interessiert’s?

    Peter 15.04.2010 21:27

    D.h. die Menschen wollen kein Verbot, sondern klare Regeln. Das war ja auch Mehrheitsmeinung hier.

    L.S. 16.04.2010 13:03

    genau, denn Regeln enthalten keine Verbote von Regelverstößen .. es lebe die Beliebigkeit ;)

    Unternehmer 16.04.2010 14:43

    @ L.S.
    Glückspielautomaten zu verbieten würde bedeuten, daß es keine mehr gibt und niemand mehr spielen kann.

    L.S. 16.04.2010 15:29

    Unternehmer: bitte liest hier eigentlich irgendwer irgendwas?
    http://kurier.at/wirtschaft/1990441.php
    http://derstandard.at/1269045655201/Gutachten-Automaten-illegal
    Und nun wird auf Zuruf “der Branche” ganz einfach illegal zu legal gemacht und aus.
    Apropos “Eigenverantwortung”, wenn die so aus sieht dann sollte man sie wohl besser “Enteignete Verantwortung” nennen.

    Unternehmer 16.04.2010 16:22

    @ L.S.
    Ich verstehe Ihr Problem nicht. Es gibt auch Autos oder Mopeds, die illegalerweise auffrisiert sind. Würden Sie deshalb alle Autos und Mopeds verbieten?

    L.S. 16.04.2010 17:27

    Die Parallele ist viel mehr, dass nun die illegal auffrisierten Autos und Mopeds per GESETZ zu legalen erklärt werden. Aber wozu noch viel dazu sagen, wenn Dogmatik vor Auswirkung steht, dann ist in der Tat etwas daneben.
    .
    Und zum “Totalverbot” (auch der erlaubten Geräte): Das gab es nie, denn selbst der “Oberverbieter” Pilz hat einen Unterschied zwischen frei/illegal aufgestellten Automaten und den Casinos gemacht, wo es ganz klare Kontroll-, Haftungs- und Regressvorschriften gibt.
    .
    Aber wer halt nur sich selbst und nicht das Gemeinwohl im Auge hat, der kann sich ja eh gerne in seiner eigenen Welt alles so richten, wie er/sie’s braucht. Nur ob das dann für viele so richtig “attraktiv” erscheint …?

    L.S. 16.04.2010 17:31

    @”Unternehmer”:
    “Aber da müßten wir nun das Präsidium / die Bundessprecherin fragen.” – schon gemacht?

  8. Lisa 14.04.2010 11:44

    Ich hab ein Recht auf meinen Körper. Ich entscheide, was ich mit ihm im Laufe meines Lebens anstelle.

    Antworten »

    Bernhard S. 14.04.2010 11:58

    dazu hat jeder das recht. es ist aber auch das recht der gesellschaft, sich gegen die hohen folgekosten für krebsbehandlung und frühen tod zu wehren.

    Lisa 14.04.2010 12:39

    Ich bin auch bereit, die Folgekosten selbst zu tragen und mich privat für mein Risiko abzusichern.

  9. l. 14.04.2010 07:00

    LIF aufgelöst? Artikel dazu: siehe link

    Antworten »

    Bernhard S. 14.04.2010 08:44

    Wenn ich mir was wünschen dürfte…….

    Dann wäre das eine aktivere Kommunikationspolitik des LIF. Mit Presseaussendungen zu wichtigen, aktuellen Themen, Gastkommentaren von Experten für das LIF, etc.. Ein wenig mehr Sichtbarkeit in der Medienlandschaft. Mittlerweile weiß echt niemand mehr, dass es uns noch gibt, geschweige denn wofür das LIF steht. Liebes Präsidium, liebe Angelika – Themen wie Missbrauch & Kirche, Bundespräsidentenwahl, geplante neue Steuern, Bildungspolitik,… wenn wir nicht endlich sagen, wie wir über diese Dinge denken, dann kann auch niemand verstehen, wofür wir stehen.

  10. l. 14.04.2010 06:55

    Die Tageszeitung “Presse” berichtet in der heutigen (14.4.2010) Ausgabe auf Seite 9 unter dem Titel “die neuen Freunde von Michael Häupl” über die Auflösung des LIF:
    .
    Zitat:
    .
    “Nach der Auflösung des Liberalen Forums wechselten zahlreiche Wiener LIF-Vertreter ebenfalls zur SP – …”
    .
    Ist da was dran?
    Ich dachte, die LIF Chefin, Frau Dr. Mlinar, hätte nur ihren Kärntner Slowenenverein aufgelöst?

    Antworten »

    guy inkognito 14.04.2010 13:10

    Da geht’s wohl um die Zeit nach 2001, als das LIF nicht mehr in den Wiener Gemeinderat kam.
    .
    Aber eines ist wahr: So unsichtbar, wie die LIF-Führung derzeit ist (auch hier im Blog), war sie noch nie. Sogar unter dem jetzt so geschmähten Alexander Zach gab es immer wieder (gut gemachte, nicht allen Regeln zuwiderlaufende) Presseaussendungen zu aktuellen Themen. Wenn da nicht bald etwas auch von Bundesseite passiert, werden auch die Wien-Wahlen nichts.

    Heinrich 26.04.2010 15:17

    Das stimmt. Von Alexander Zach gab es bedeutend mehr aktuelle Themenbezüge als zu Angelika Mlinar.
    Sehr enttäuschend!

  11. Unternehmer 13.04.2010 11:55

    Hat jemand Ideen, wie der Schutz der Spieler gewährleistet werden kann? Diskutiert werden derzeit: kein Ausschank von Alkohol, scharfe Jugendschutzbestimmungen, Ausweiskontrollen.

    Antworten »

    Ira Shanker 13.04.2010 12:37

    @ Unternehmer
    siehe auch Standard Artikel:
    http://derstandard.at/1269449464996/Ministerrat-segnet-Gluecksspielgesetz-ab

  12. Ira Shanker 12.04.2010 11:29

    Und – wollen die Verbotsbefürworter jetzt neben dem Glückspiel auch Casinos, die Börse, das Lotto oder Computerspiele verbieten?

    Ein Verbot bedeutet die Bevormundung von 98% der Gesellschaft, die mit dem Thema Glückspiel eigenverantwortlich umgeht (etwa 2% der Gesellschaft ist spielesüchtig). Warum soll ich als Individuum nicht entscheiden dürfen, 5 Euro am nächsten Automaten für mein Glück einzusetzen? Das spricht nicht gegen ein hohes Niveau an Spielschutz (=Aufgabe der Politik) und nicht gegen Jugendschutzbestimmungen. Das spricht für einen gesetzlichen Rahmen, der einerseits den Unternehmern klare Regeln auferlegt, aber andererseits dem Bürger den kontrollierten und verantwortungsvollen Umgang mit seinen Entfaltungsmöglichkeiten bietet.

    Liberales Programm – Kapitel 1 – weil es gerade gut paßt: „Das Liberale Forum sieht im Menschen den zu freien und verantwortungsbewußten Handeln befähigten Gestalter seiner eigenen Lebensverhältnisse. …. Sein Recht auf Selbstbestimmung und individuelle Entwicklung muss daher stets gegen Bevormundung durch Gesellschaft und Staat verteidigt werden.“

    Antworten »

    Bernhard S. 12.04.2010 14:15

    Also der Vergleich mit den Casinos hinkt aus meiner Sicht ein wenig. Die Casinos haben sehr sehr strenge Richtlinien im Umgang mit dem Thema Spielsucht und die haben auch die notwendigen Instrumentarien und das Know How, mit dem Thema umzugehen – obgleich auch da viele Menschen ihre Existenz am Spieltisch loswerden. Ganz anders ist die Situation in den Beiseln, an den Tankstellen oder in den Cafes. Dem Wirt oder Pächter ist es in der Regel egal oder eher recht, wenn Leute dort möglichst oft und häufig spielen und dabei konsumieren. Tausende Menschen, die entweder spielsüchtig oder alkoholkrank sind, verspielen so jährlich ihre gesamte Existenz. Und natürlich wäre es romantisch, wenn sich alle an unser Kapitel 1 halten würden. Dass es nicht funktioniert, zeigt die Praxis. Ich würde es wesentlich verantwortlicher finden, wenn der Staat dort eingreift, wo die Selbstbestimmung aus welchen Gründen auch immer eben nicht greift. Das heißt ja nicht, dass begleitende Aufklärung und Präventionsarbeit nicht trotzdem sinnvoll sind. Alles mit “liberal” zu beantworten heißt für mich “neoliberal” zu agieren.

    L.S. 12.04.2010 15:53

    Vorschlag: Wie wär’s mal ein bisschen was über Zugangskontrollen bzw. überhaupt -beschränkungen bei derlei “super eigenverantwortlichen” Dingen nachzulesen? Bei *illegalem* Glücksspiel ist das ja ganz besonders “witzig” …
    http://kurier.at/wirtschaft/1990441.php
    und nochmal, denn anscheinend wurde das entweder nicht gelesen oder nicht verstanden: http://derstandard.at/1269045655201/Gutachten-Automaten-illegal

    L.S. 12.04.2010 15:56

    Bernhard: Alles mit “liberal” zu beantworten heißt für mich “neoliberal” zu agieren.
    Andere sagten das schon mal auch noch deutlicher: “Legal, illegal, schei*egal” … das ist ganz sicher nicht das, was man unter einer “aufgeklärten” und “eigenverantwortlichen” Gesellschaft versteht sondern einfach nur Borniertheit und Fahrlässigkeit.

    L.S. 13.04.2010 00:27

    Apropos weil es gerade gut passt: Schon mal was von John Stuart Mill gehört?
    http://de.wikipedia.org/wiki/John_Stuart_Mill
    Die ganze Debatte wäre mal ein wirklich wesentliches Thema für das Liberale Bildungsforum und schlage hiermit vor, es auf dessen Agenda zu setzen.

    Ira Shanker 13.04.2010 11:11

    @ Bernhard S.
    Und was spricht gegen strenge Regeln für Beisln, Tankstellen, etc. – in Deutschland wurde von den Glückspielautomatenbesitzern bereits ein Konzept erarbeitet. Das halte ich auch in Österreich für wichtig. Nämlich, daß die Anbieter UND der Gesetzgeber zu klaren Aussagen kommen, wie der Spielerschutz gewährleistet werden kann.

    L.S. 13.04.2010 11:26

    Das ist doch genau das, was jetzt passiert: Die Betreiber sagen was sie wollen und die Politik macht’s … oioioi

    L.S. 13.04.2010 11:32

    Hahn, Strasser, Laska, Schlögl, Horngacher, … alles wohl gänzlich Unbekannte, nicht.
    Sh. auch http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=592

    Ira Shanker 13.04.2010 11:40

    @ L.S.
    Nicht so vorschnell: da steht, es wird ermittelt. Ermittelt wird nach jeder anonymen Anzeige. Das ist u.a. ein politisches Spiel, um ein politisches Thema skandalöser zu machen. Solange es kein Urteil gibt, sprechen wir hier von Vorverurteilungen.

    Ira Shanker 13.04.2010 12:06

    Heißt im übrigen auch: es gibt Gesetze und es wird überprüft, ob die Novomatic gegen eine Regel verstoßen hat.

    L.S. 13.04.2010 13:14

    ja, da gibt’s wohl nur noch ein Wort, das hier abgeht: sweet ;)

  13. Bernhard S. 12.04.2010 09:26

    Meine Meinung ist, dass mit der Maxime “liberal” nicht alles beantwortet werden kann. Liberal heißt für mich nicht, dass es keine Gebote oder Verbote geben darf. Dort wo “Gefahr im Verzug” ist oder andere Überlegungen, wie zB der Schutz von Minderjährigen oder der Schutz der Gesellschaft besser mit Verboten oder Geboten gewährleistet werden kann, kann es auch Sinn machen. Das ist für mich persönlich beim Nichtraucherschutz so, bei der Ausschank von Alkohol an Minderjährige oder bei Glücksspiel. Einem Gastronom kann man noch so viel Aufklärung über Gesundheit und Verantwortung geben. Wenn er aber vor der Frage steht, ob er in seinem Lokal Rauchen verbietet soll oder er aus Eigenverantwortlichkeit die Ausschank von Alkoholika an Jugendliche unterbinden soll, dann wird er sich wohl eher für das Geschäft entscheiden, spätestens dann, wenn das Lokal daneben voll ist, weil es dem Wirt dort egal, wer was in welchem Alter konsumiert. Vielleicht sollten wir in die liberalen Überlegungen auch den Hausverstand mit einbeziehen oder Experten zu Rate ziehen. Es gibt keinen Lungenfacharzt, der nicht für ein Rauchverbot wäre und es gibt keinen Internisten, der nicht für ein Alkohol-Verbot für Jugendliche wäre und wohl keinen Dermatologen, der das Solarium-Verbot für Jugendliche nicht begrüßen würde. Bei aller Wahlfreiheit und Selbstverantwortung. Ansonsten streichen wir doch einfach im Sinne der Liberalität alle Verkehrsregeln, Drogenverbote oder sonstigen Gesetze die uns in unserer Wahlfreiheit und Eigenverantwortung einschränken?

    Antworten »

    L.S. 12.04.2010 10:02

    Bernhard, ich bin voll bei Dir und wie ich meine, hast Du den Punkt sehr konkret dargestellt. Wenn (dogmatischer) Laissez-faire-ismus wichtiger wird als lösungsorientierte, für das Gemeinwohl zuträgliche Maßnahmen und Orientierungsrahmen, dann ist es wirklich nicht mehr weit zu der oben angeführten polemischen Aussage: “Auch Ostdeutsche schwärmen ja von der ehemaligen DDR.” – Der Thatcherismus ist ja zum Glück auch passé.
    In diesem Sinne, Freiheit IN Verantwortung.

    Unternehmer 12.04.2010 10:22

    Nur wenn das LIF konsequent beginnt, Themen liberal zu beantworten, hat es eine Chance. Einen liberaler Touch ohne Konsequenz wird keiner verstehen. Das ist auch nicht mit Laissez-faire zu verwechseln – Liberale sind für Regeln, kein Liberaler fordert Anarchie! Aber Liberale glauben auch an den mündigen Menschen, der mit Freiheit und Verantwortung umgehen kann.
    Auch das Alkoholverbot wirkt nicht, wie wir jährlich immer wieder erfahren. Warum werden hier die Eltern nicht stärker an ihre Verantwortung gebunden?

    Bastl 12.04.2010 14:29

    Dürfen Jugendliche unter 18 jetzt eigentlich auch keine Bräunungsgeräte beim Saturn mehr kaufen?
    Ich finde man sollte bei den Verboten noch viel weiter gehen, damit letztendlich überhaupt kein Risiko allgemein mehr besteht und somit die Volkswirtschaft geschohnt wird.
    Das schließt mit ein: Generelles Mobilitätsverbot. (Unfalltote!), Krebsverbot, Verbot von Herzerkrankungen, Verbot zu altern (Pensionskassen, Krankenkassen, ….).

    Nein jetzt mal ernsthaft… dieses Verbot ist wirklich lächerlich… Ich mein welcher Dermatologe rät dazu, sich täglich zu Duschen? Oder Parfumes zu verwenden? Oder sonstige Kosmetika die allesamt die Haut austrocknen?
    Was ist mit Soft-Drinks? Es wurden schon mehrere Langzeitstudien veröffentlicht, die belegen dass diese das Krebsrisiko massiv erhöhen.
    Das ist aber alles Erlaubt… sogar für 2 Jährige… Solariumgehen aber nicht mehr… das erklär mir mal einer.

    Bernhard S. 12.04.2010 15:17

    Also mit der Argumentation kann man sich Diskussionen immer leichter machen. Im Umkehrschluss könnte ich fragen, warum brauchen wir denn dann überhaupt Verbote und Gesetze? Wenn alles auf Eigenerantwortung und Verantwortungsbewusstsein und Liberalität hören würde, dann bräuchten wir ja weder Geschwindigkeitsbeschränkungen, Überholverbote, Grenzwerte, Persönlichkeitsrechte, etc. Es geht für mich um die Frage, wann Gesetze Sinn machen, Verbote und Gebote vernünftig sind und wann sie wirklich in die persönliche Freiheit eingreifen. Heroin ist auch nicht legal zu erwerben – mit gutem Grund (möchte ich jetzt natürlich nicht mit Solarien gleichsetzen). Und für mich ist es ein Unterschied, ob jemand etwas privat zu Hause macht oder ob er es, geschützt und gefördert durch Gewerbeordnungen oder weil es eben nicht verboten ist, in öffentlichen Lokalen, Geschäften oder eben Bräunungsstudios erwerben kann. Ansonsten würden wir heute immer noch Alkohol an Kinder ausschenken, die “gsunde Watschen” geben, unangeschnallt und betrunken autofahren, verunreinigte Lebensmittel essen, und und und. Ist immer eine Abwägung des Nutzens. Was wiegt mehr. Die Freiheit des Einzelnen, oder der Nutzen für eine Gesellschaft.

    bastl 12.04.2010 19:56

    und worin liegt denn jetzt der große nutzen des solariumverbotes?!

    ausserdem: vergleiche sind meiner meinung sehr wohl zulässige argumentation… für mich bleibt die frage weiterhin… soft drinks ja, solarium nein… warum?

    Max 13.04.2010 12:27

    @ bastl und Bernhard S.
    Frage ich mich auch: wo liegt der große Nutzen des Solariumverbotes?

  14. L.S. 11.04.2010 18:56

    Bitte einfach mal lesen, bevor man über illegale Praktiken mit allzu viel Pathos von “Liberalität” redet, danke:
    http://derstandard.at/1269045655201/Gutachten-Automaten-illegal
    Übrigens sind über 80% aller Spielsüchtigen Automaten-Spieler und etwa die Hälfte davon hat vor dem 18. Lebensjahr damit begonnen.

    Antworten »

    Peter 11.04.2010 20:00

    Die Grünen sollten sich lieber mit den Ursachen für Suchtverhalten beschäftigen. Ob die Menschen in Problemsituationen beim Automaten spielen, Alkohol trinken, Sekten verfallen oder sonstwas – selbst wenn man alles verbietet, werden sich die Menschen Ventile suchen.

  15. LIFisch 08.04.2010 21:55

    Glücksspielautomaten und auch Fernseh-Gewinnspiele sind Betrug und sollten schon allein deswegen verboten werden (Hütchenspiele sind ja auch verboten). Etwas, bei dem man nur verlieren kann, darf in einer anti-korrupten, aufgeklärten Demokratie keinen Platz haben. Auch Heroin ist verboten sowie das Fahren unter Alkoholeinfluss.

    Antworten »

    L.S. 08.04.2010 22:14

    Offensichtlich gibt es beim Thema Sucht noch sehr viel Aufklärungsbedarf … auch hier.

    Unternehmer 09.04.2010 08:22

    Internet sollte dann wohl auch verboten werden – man denke an die vielen Informationen, die man da bekommen kann. Es wird wohl Menschen geben, die damit nicht umgehen können. Manche, die rund um die Uhr vor dem Computer sitzen. Und andere, die Inhalte kommunizieren, die wir nicht wollen. Auch nicht zu vergessen: die Globalisierung – das ach so große Feindbild – hat mit dem Internet ein unterstützendes Medium gefunden, in dem alles transparenter und einfacher wird.
    Die Anwälte und Gerichte werden sich freuen, wenn hier die Regulierungswut weiter um sich greift. Und der Staat hätte wieder alles fest im Griff. Finanzielle Sanktionen würden die Staatskassa zusätzlich auffüllen.
    GENAU ALL DAS WOLLEN LIBERALE NICHT!!!

    LIFisch 09.04.2010 19:32

    Das Internet ist nur zu einem kleinen Teil schlecht. Hütchenspieler betrügen dagegen, weil sie die Kugel rausnehmen und unter keinem der 3 Hütchen mehr eine ist. Auch die Österreichischen Lotterien müssen sich an Gesetze halten und auszahlen, was im Gesetz steht. Könnte man im Lotto nichts gewinnen und die Öffentlichkeit wüsste davon nichts, würde hier hoffentlich jeder zustimmen, dass es verboten gehört und bei Automaten ist es eben eine reine Betrügerei, weil diese willkürlich gesteuert werden und der Endverbraucher keinerlei Überblick über den Vorgang hat. Es gibt zig Beweisberichte (und da können die Casinos hundertmal das Gegenteil behaupten), dass es Tage gibt, an dem viel mehr Gewinne “passieren” als an anderen und diese oft an gekaufte Lockvögel (Scheinspieler) gehen, um der Umwelt weis zu machen, dass man ja da tatsächlich was gewinnen kann. Bei mechanischen Geräten von früher sieht’s da wieder anders aus, denke ich, aber die modernen Geräte sind – wie Wahlmaschinen in den USA – untragbar, wie ich meine. Da sollte sich der Staat nicht dran bereichern. Und von den TV-Sendungen, wo nach einem 3-buchstäbigen Wort für “Gesetz zur Verbindung von Liebenden” gesucht wird und in der Mitte schon ein “H” angezeigt wird, was den ersten Anrufer nach 30 Minuten (weil vorher angeblich keiner durchkommt, während die einfach nicht durchgelassen werden, um die Telefonrechnung zu erhöhen, weil sie mit denen zusammenarbeiten) nicht daran zweifeln lässt, dass das Wort “UHU” sein muss, wollen wir mal gar nicht reden. Was ein Solariumverbot für Jugendliche mit einer Aufgabe der Freiheit zu tun haben soll, leuchtet mir ebenfalls nicht ein, ausser man hat die Solariumbetreiber im Blickfeld. Falls das euer neuer Begriff von Freiheit sein sollte, entwickelt ihr euch leider zu einer Wirtschaftslobby-Partei à la FDP, wo nur der freie Markt zählt, zu jedem Preis.
    Ich finde zwar, dass es gut ist, das LIF in der Öffentlichkeit von den Grünen unterscheidbar zu machen, jedoch sind die Themen, die ihr in letzter Zeit aufgreift und häufig mit einem Begriff der Freiheit und (falsch verstandenen) Liberalität und Toleranz beschmückt, ein Grund, im Moment die Grünen den Liberalen vorzuziehen.
    Ich zitiere den Gesundheitsminister “Ich lade alle Wirte ein, sich ans Gesetz zu halten, aber mit Law and Order werden wir nichts erreichen”. Na dann ;-)

    LIFisch 09.04.2010 19:39

    Die 14jährigen alkoholkonsumierenden nächtlichen Lokalgeher hab ich vergessen und von Geschwindigkeitsbeschränkungen reden wir mal gar nicht. Überall nur Verbote, schrecklich diese Diktatur. Und alles kommt sicher von der bösen EU. *lol*

    Ira Shanker 10.04.2010 11:32

    Betrug ist im § 52 Glücksspielgesetz definiert: „wer in einer Spielbank technische Hilfsmittel (zB eine entsprechend geeignete Fernbedienung) mit sich führt oder einsetzt, die geeignet sind, sich selbst oder anderen einen Spielvorteil zu verschaffen oder den Spielablauf an Glücksspielapparaten oder an Glücksspielautomaten zu beeinflussen;.. “.

    Wer hier ein Glückspieleautomaten-Verbot fordert, glaubt nicht an den Rechtsstaat und nicht an den mündigen Menschen, sondern an den totalitären Staat und an die Bevormundung. Ist auch durchaus ein Denkansatz, der bei den Grünen ja lange beobachtbar ist. Nur das hat mit Liberalismus nichts zu tun und ist der entscheidende Unterschied zwischen Grün und Liberal. Die Liberalen kämpfen in erster Linie für die Freiheit des Einzelnen, der selbst darüber entscheiden kann, ob er an einem Glücksspielautomaten spielen will.

    Natürlich, wenn nicht mehr die Wahrscheinlichkeit, sondern Betrug regiert, dann muß man diesem dann kriminellen Akt etwas entgegensetzen. Aber sicher nicht ein Spieleverbot, sondern wohl eine Kontrolle der Einhaltung des bestehenden Rechts. Und ich bin mir sicher, daß das gerade bei Glücksspielautomaten sehr simpel über die Codierung möglich ist.

    Ira Shanker 10.04.2010 11:39

    @ LIFisch
    Sie schreiben: Was ein Solariumverbot für Jugendliche mit einer Aufgabe der Freiheit zu tun haben soll, leuchtet mir ebenfalls nicht ein, ausser man hat die Solariumbetreiber im Blickfeld.

    Es ist in erster Linie die Freiheit und die Verantwortung der Eltern, was ihre Kinder dürfen. Es ist die Aufgabe der Eltern, Kinder zu erziehen. Und es ist die Aufgabe des Staates und der Gesellschaft, die Übernahme dieser Eltern-Verantwortung zu fordern – durch Anreize und Sanktionen. Und nicht durch eine entmüdigte Gesellschaft.

    LIFisch 10.04.2010 14:10

    Auch Wählen, der Erwerb von Alkohol, Zigaretten oder Waffen unterliegt bestimmten Altersgrenzen und kann nicht durch Zustimmung der Eltern erlaubt werden. Wenn Eltern ihren 12jährigen Kindern den Besuch eines Solariums erlauben, ist das deren Problem, sollte aber nicht vom Gesetzgeber unterstützt werden.

    Peter 11.04.2010 20:05

    @ LIFisch
    soll der Gesetzgeber nun ihrer Meinung das Solarium nicht unterstützen oder verbieten?

    LIFisch 11.04.2010 20:25

    Unterstützt wird das Solarium vom Gesetzgeber eh nicht, aber es sollte – so wie Autofahren und anderes – erst ab 18 erlaubt sein. Die 15jährigen Krocha rennen in Wien vom Prolotoaster gegrillt tiefbraun rum und glauben, dass das schön ist. Was sie ihrer Haut damit antun, ist ihnen nicht bewusst.

    Wolfgang Grabensteiner 12.04.2010 06:18

    Die Freiheit des Einzelnen geht genauso weit, bis die Freiheit des Anderen beginnt, soweit sind wir uns hoffentlich einig. Der Andere ist in diesem Fall die Allgemeinheit, und die hat sicherlich die Freiheit, nicht die immensen Folgekosten für das Gesundheitssystem übernehmen zu müssen, die durch exzessive Solarienbenutzung in jungen Jahren hervorgerufen werden, und sich aktiv dagegen zu wehren – eben durch ein Verbot. Eine Alternative (oder ggf. auch zusätzliche Maßnahme)wäre eventuell eine darauf bezogene Sondersteuer ähnlich wie bei Zigaretten.
    Und bei Eltern, die ihren 12-jährigen Kindern das Solarium erlauben, darf sich m.E. die Allgemeinheit die Freiheit nehmen, die Erziehungsfähigkeit solcher Eltern zu überprüfen, ähnlich wie bei Alkoholmissbrauch o.ä., um das Recht der Kinder, frei von gesundheitsschädlicher Erziehung aufzuwachsen, zu schützen. Als Pädagoge sehe ich es als ein Grundproblem unserer Gesellschaft an, dass sich Eltern (insbesondere Väter) immer früher von der Erziehungsverantwortung verabschieden, das ist keine Liberalität, sondern Verantwortungslosigkeit.

    Wolfgang Grabensteiner 12.04.2010 06:26

    O.a. Prinzip gilt m.E. analog beim Glücksspielautomatenverbot: Die Allgemeinheit hat die Freiheit, sich gegen die unverhältnismäßigen volkswirtschaftlichen Folgekosten zu wehren, die durch die Verarmung der unschuldig zum Handkuss kommenden Familien, Beschaffungskriminalität und Folgeerkrankungen der Süchtigen (z.B. hohe Selbstmordrate!) usw. entstehen.
    Außerdem (eventuell im Unterschied zu Solarien, denen man u.U. noch positive Wirkungen auf das Selbstbesusstsein o.ä. attestieren könnte): kann mir irgend jemand erklären, was es an Spielautomaten überhaupt positives gibt, dass es wert wäre, die Freiheit der Spielkranken zu schützen ?!

    L.S. 12.04.2010 08:59

    “das ist keine Liberalität, sondern Verantwortungslosigkeit.” – richtig. Das wird leider allzu oft miteinander verwechselt. Manche Menschen meinen, er wäre besonders “ideal” NICHTS zu tun und alle/s gewähren zu lassen.
    Die verwechseln leider dann auch Toleranz mit Gleichgültigkeit und tragen so dazu bei, dass sich ein Klima des jede/r gegen jede/n ausbreiten kann, wo zum Schluss wirklich nur noch gilt: homo homini lupus.
    Das ist kurz gefasst, was viele Menschen so sehr kritisieren und mit dem Begriff “neoliberal” assozieren. Kurz gesagt, solcherlei Verantwortungslosigket wird jedenfalls nicht dazu beitragen, dass man als Einzelne/r geschweige denn als Partei von eben solch Verantwortungsbewussten als “attraktiv” erlebt wird.
    Aber das hatten wir alles schon …

    Ira Shanker 12.04.2010 11:43

    @ LIFisch
    Jugendliche dürfen mit 16 wählen und – soweit ich informiert bin, kann man auch mit 16 schon den Führerschein machen. Sie besitzen also Rechte und gestalten unsere Gesellschaft mit. Sie treffen Entscheidungen für eine Lehrstelle bzw. über ihre weitere Zukunft.

    Wir müssen aufklären. Wenn wir verbieten, fährt der 15-jährige Krocha mit seinen Freunden über die nächste Grenze und läßt sich dort verbrennen.

    L.S. 12.04.2010 17:34

    Jetzt mal alles andere außer Acht gelassen:
    Bei wievielen Personen wurde diese “Aufklärungsarbeit” bisher geleistet? :)

    LIFisch 12.04.2010 22:03

    In Bezug auf Rauchen können sie bald über gar keine Grenze mehr fahren, wo es laschere Gesetze gibt als hier und bei Solarien wird es wohl ähnlich werden (Frankreich, Deutschland, GB haben es schon….).

  16. Lieber Aal 08.04.2010 11:56

    und wieder keine presseaussendung zum thema..

    der reinste debattierclub..

    ..und wenn man sich ansieht wer hier überhaupt noch “artikel” veröffentlicht dann kommt man rasch drauf dass es de facto eine one *ähm räusper*..two woman show ist..

    reality check = keine nennenswerten aussendungen und ein blog der von einer person gefüttert wird. verdammt trauriger zustand.

    Antworten »

    L.S. 08.04.2010 12:14

    Auch hierzu gab es leider gar nichts:
    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100325_OTS0189/wiener-akademikerbund-wiener-oevp-fuer-christen-konservative-liberale-nicht-waehlbar
    .
    Dabei geht es hierbei ganz klar um KERNthemen und -werte des Liberalismus, die so “mir nichts, dir nichts” vom Wiener Akademikerbund vereinnahmt und gedeutet werden …

  17. L.S. 08.04.2010 10:39

    Unternehmer: der “Glaube” allein ist halt oft zu wenig, wie die Realität beweist. Gerade selbst erst hast Du von “unmündigen” Menschen gesprochen. Wie ich bereits von Anfang an nicht müde werde zu sagen: man muss die Menschen dazu BEFÄHIGEN. Sich nur zu erhoffen/-träumen, dass man lediglich ein Postulat verlautbaren müsste und dann wäre es schon so ist leider wie so oft: Wunschkonzert. Und das spielt’s halt nicht.
    .
    Ich denke, dass hier insbesondere jeder auch selbst gefordert ist, durch sein eigenes Beispiel andere davon zu überzeugen, dass es SINN macht (Vorteile bringt), sich auf eine bestimmte Art zu verhalten, bestimmte Grundsätze zu leben, einen “ethisch/moralischen Kompass” zu haben. Und wenn man den hat, dann braucht man nicht ständig auf “die Anderen” hin zu pecken sondern kann darauf verweisen, dass man es selbst besser (=problemlösender) gemacht hat.
    .
    Ich vermute, genau hier liegt das Dilemma auch begraben. Vielleicht sollte mal jemand auf entscheidender Ebene damit anfangen, die POSITIVEN Aspekte (=Vorteile) aufzuzeigen, die der “LIF-Weg” mit sich bringt? Das könnte ja dann auch andere motivieren, es vielleicht auch so oder ähnlich zu machen … nur so ein Denkansatz.

    Antworten »

    Unternehmer 08.04.2010 11:13

    @ LS
    Ich stelle einmal die These in den Raum, daß 25% der österreichischen Bevölkerung ohnehin mündig und eigenverantwortlich sind. Das wäre die Zielgruppe für das LIF und das sind wohl auch die Menschen, die Chancen wahrnehmen und Verantwortung tragen wollen.
    Davon würde ich die Arbeit für die Befähigung der Menschen unterscheiden, die wohl auch als – allerdings langwierige – Aufgabe zu sehen ist.

    L.S. 08.04.2010 12:24

    erm, und was genau bietet man denen an? “Dagegen” sein kann ja wohl jeder auch selber, nicht.

    Unternehmer 08.04.2010 13:22

    Jeder kann selbst “dafür” oder “dagegen” sein – das gilt für jedes Thema.
    Die Grünen sind eben als Partei gegen Spieleautomaten und für ein Verbot. Die Liberalen würde ich sagen, lehnen das Spieleautomatenverbot der Grünen ab. Aber da müßten wir nun das Präsidium / die Bundessprecherin fragen.

    L.S. 08.04.2010 22:12

    Na das nenn ich mal eine Idee ;)

  18. Peter 07.04.2010 20:24

    Der Trend zur Entmündigung schreitet voran. Anstatt an die Ursachenforschung zu gehen (unmündige Menschen, schlechte Ausbildung), verbieten SPÖ, ÖVP und Grüne einfach alles. Ist ja auch einfacher so.

    Antworten »

    L.S. 08.04.2010 00:37

    Wenn Du damit meinst, dass sich das LIF verstärkt der Tradition der Aufklärung widmen sollte, bin ich voll bei Dir. Das kann man dann aber auch so sagen – und v.a. TUN.

    Unternehmer 08.04.2010 08:09

    Der Glaube an den mündigen Menschen und der Kampf für seine Freiheitsrechte hat die liberalen Parteien immer ausgezeichnet. Zum Beispiel das vom grünen Peter Pilz geforderte Spielautomaten-Verbot: gerade in Krisenzeiten haben Menschen immer stärker zum Glückspiel gegriffen.
    Da muß jeder eigenverantwortlich entscheiden, wie er damit umgeht. Menschen mittels Verbot davor zu schützen, wird das Glückspiel in die Hinterzimmer treiben und die Menschen kriminalisieren. Wesentlich wichtiger wäre, die Menschen durch gute Ausbildung soweit zu stärken, daß sie mit Spielen und Glückspielen selbst gut umgehen können und Grenzen ziehen können.

    Martin 08.04.2010 10:19

    Grüne wollen Automatenspiel verbieten – http://www.gruene.at/weitere_themen/artikel/lesen/60819/ : hier zu finden APA-Meldung und Unterlagen Pressekonferenz
    —-
    APA-Meldung: Die Grünen fordern ein bundesweites Verbot des Glücksspiels mit Automaten und begründen dies mit der Beschaffungskriminalität durch Spielsüchtige, die hier mittlerweile bedrohlicher sei als als jene im Drogenbereich. “Es gibt keine Alternative zu einem Verbot”, sagte der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz am Dienstag in einer Pressekonferenz zum geplanten neuen Glücksspielgesetz.

    Das Spiel am Automaten ruiniere die Existenzen ganzer Familien, mit dem neuen Höchsteinsatz von zehn Euro pro Spiel könnten pro Stunde bis zu 36.000 Euro verspielt werden, sagte Pilz. Der Abgeordnete verglich das Glücksspiel am Automaten mit dem Konsum harter Drogen und der Prostitution. Die Bekämpfung der Beschaffungskriminalität koste mehr als die staatlichen Einnahmen durch die Automaten, mutmaßte er.

    Das geplante Glücksspielgesetz habe im Parlament “keine besonders gute Chance” durchzukommen; die Grünen überlegten ein parlamentarisches Hearing mit Personen, deren Existenzen durch das Glücksspiel ruiniert worden seien.

    SPÖ, ÖVP und Freiheitliche forderte Pilz auf, allfällige Parteienfinanzierung durch Glücksspielunternehmen offenzulegen. Für die Grünen schloss Pilz derlei kategorisch aus.

    Nach Darstellung des Grün-Abgeordneten Peter Pilz sind Tausende illegale Glücksspiel-Automaten, die in (bisherigen) Verbotsländern wie Oberösterreich aufgestellt sind, mit Servern in anderen Bundesländern verbunden, in denen das sogenannte “Kleine Glücksspiel” legal ist. Dadurch würden die Verbotsbestimmungen umgangen – nur ein bundesweites Verbot könnte dem einen Riegel vorschieben. Keine feste Meinung hat Pilz noch zu Automaten in “echten Casinos”.

    Das sogenannte “Kleine Glücksspiel” ist derzeit in Wien, Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten legal. Künftig will aber auch Oberösterreich das Automatenspiel legalisieren. Die Regierungskoalition in Wien hat sich wie berichtet weitgehend auf eine Novelle geeinigt, nach denen – von Mindeststandards abgesehen – die Länder weiterhin das Automatenspiel regeln sollen. Die Novelle soll noch im April in den Ministerrat.

    Automatensalons ermöglichten im Gegensatz zu besser kontrollierbaren Casinos “einen niederschwelligeren Zugang zum Kleinen Glücksspiel” speziell für Einkommensschwächere, sagte Pilz: “Man macht damit eine Türe auf. Diese ist aber nicht ‘nur’ der Einstieg (in die Droge, Anm.), das ist bereits die ‘Nadel’”. Er sei sich bewusst, dass die Spielsucht damit nicht gelöst werden könne – das staatliche Verbot sei aber ein “vernünftiger erster Schritt, dann kann man überlegen, wie man mit dem restlichen Problem umgeht”.

    Man könne Verbrechen nicht dadurch beseitigen, dass man sie legalisiere, sagte Pilz, “das geht nicht, speziell im Suchtbereich geht es nicht”. Zur Durchsetzung der Automaten-Prohibition sollten allfällige Gesetzeslücken geschlossen und die Kriminalämter mit spezialisiertem Personal ausgestattet werden, meinte der Grüne Sicherheitssprecher.

    Die Grünen haben sich die Partei- und parteinahen Zeitungen rund um die Einführung des Kleinen Glücksspiels in Niederösterreich im Jahr 2006 angesehen und sind dabei auf zahlreiche Inserate des Gumpoldskirchner Konzerns gestoßen und diese mit späteren Jubelmeldungen über die “Lex Novomatic” (Pilz) in Zusammenhang gebracht. Derlei Einschaltungen seien auch nicht nur in VP-nahen Blättern erschienen, sondern beispielsweise auch in der “Neuen Freien Zeitung” der FPÖ. (APA)

    Peter 08.04.2010 20:48

    Automaten verboten, Casino erlaubt – das ist ja reichlich undurchdacht von Peter Pilz. Ein Verbot geht auf Kosten aller. Und das soll ein vernünftiger Schritt sein?

  19. L.S. 07.04.2010 14:06

    Eins jedenfalls ist an dem Posting wohl richtig:
    “Keine Chance.”
    Die hat das LIF nämlich auch nicht, wenn man (hier v.a. das Bundes-Präsidium samt den Landessprechern) hier nicht endlich etwas mehr Risiko wagt, die Verantwortung in die Hand nimmt, um Eigenverantwortung nicht zu einer Worthülse verkommen zu lassen, sondern sich für mehr gesellschaftliche, politische, kulturelle und ökonomische Freiheit – in einer sozialverträglichen GESAMTHEIT – einsetzt. Und zwar so, dass die Menschen das auch merken. Die da draußen nämlich … vor denen man aber anscheinend geradezu Angst zu haben scheint (Erinnerungen werden wach).

    Antworten »

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