Viel Staat – viel Macht: Stellen-Ausschreibungen als Farce?

Ira Shanker
„Ich war 25 Jahre in der Politik, und ich kann mich nicht erinnern, dass auch nur ein einziger Posten im öffentlichen, halb-öffentlichen, staatlichen oder vorstaatlichen Bereich mit jemandem besetzt wurde, der nicht schon vor der Ausschreibung oder dem Hearing festgestanden ist. Das wäre auch fährlässig.“ Ehemals klare Worte des Ex-Landesrates Hirschmann zum „profil“.
Hat sich da mittlerweile was geändert? Die Stellenausschreibung für den künftigen Geschäftsführer der Linz Linien lässt vermuten, dass die Gerüchteküche rund um den ehemaligen Landesrat Erich Haider Recht behält. Für vorwiegend betriebswirtschaftliche Schwerpunkte sucht man einen Techniker. Heute endet die Bewerbungsfrist.
Betriebswirte per Ausschreibung ausgeschlossen
Die Linz Linien GmbH managt den öffentlichen Personennahverkehrs, das AST und die Grottenbahn. Laut Jobinserat ist der künftige Geschäftsführer schwerpunktmäßig für folgende sechs Tätigkeiten zuständig:
· Ausbau und Sicherung der Marktführerschaft im Bedienungsgebiet der LINZ LINIEN GmbH
· Planung, Bau und Optimierung der technischen Infrastruktur (Liniennetz, Fahrzeuge, Steuerungssysteme, Informationssysteme, …)
· Personalmanagement
· Benchmarking, Kostenoptimierung, Tarifgestaltung/-verhandlung· Finanzwirtschaftliche Steuerung der Gesellschaft – incl. Budget-, Ergebnis und Umsatzverantwortung
· Reporting an Eigentümervertreter, Vertretung der Gesellschaft gegenüber Kunden, Behörden und der Holding
Auf den ersten Blick überwiegend klar organisatorisch und betriebswirtschaftliche Aufgaben. Da liegt die Vermutung nah, die Linz Linien suchen einen Betriebswirt. Doch falsch – Betriebswirte werden per Ausschreibung ausgeschlossen. Zu lesen ist „Darüber hinaus wird für die Position ein abgeschlossenes Universitätsstudium der Fachrichtung Technik vorausgesetzt.“
Wieso aber braucht´s da einen Techniker?
Durch die Gerüchteküche geistert ein Name: Ex-Landesrat Haider
Für diesen Job geistert seit Wochen ein Name durch die oberösterreichische Gerüchteküche: Wahlverlierer und Ex-Landesrat Haider. Neben einer langen Liste an politischen Funktionen liest sich die berufliche Laufbahn in seinem Lebenslauf mit der knappen Formulierung:
1992 Verkehrsdirektion der Linzer ESG im Bereich “Sonderprojektmanagement”
Jahrelang war der studierte Informatiker (=TECHNIKER) von der Linz AG karrenziert. Nach dem Wahldebakel erfolgt die Rückkehr. Die Spannung steigt: welche Aufgabe wird Erich Haider künftig in der Linz AG übernehmen? Bestätigen sich Hirschmann´s Worte auch für Oberösterreich?

STELLENINSERAT LINZ AG
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Ira Shanker 10.07.2010 09:27
Na, so ein Zufall: der ehemalige SP-Chef von OÖ Erich Haider wird nun Vorstand der Linz AG.
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Die oberösterreichischen Nachrichten schreiben:
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Der frühere oberösterreichische Landeshauptmannstellvertreter und SP-Vorsitzende Erich Haider wird mit 1. Oktober zum Vorstandsdirektor Infrastruktur des städtischen Versorgers Linz AG bestellt.
Dies gab das Unternehmen nach der Aufsichtsratssitzung am Freitag in einer Presseausendung bekannt.
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Haider hatte sich nach einem Debakel bei der Landtagswahl 2009 aus der Politik zurückgezogen und war in die Verkehrsdirektion der Linz AG zurückgekehrt, wo er karenziert war. Walter Rathberger, dem Haider nun nachfolgt, tritt mit 30. September seinen Ruhestand an. Der bisherige Generaldirektor der Linz AG, Alois Froschauer, wurde in der selben Sitzung für weitere fünf Jahre, bis 30. September 2015, wiederbestellt.
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Linzer 02.12.2009 15:53
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&Alias=WZO&cob=453478
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OÖ: Vorwurf des Postenschachers
Stelle extra für Ex-SPÖ-Chef Erich Haider geschaffen?
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Linz/Wien. (zaw) Erich Haider, der nach dem Landtagswahldebakel als oberösterreichischer SPÖ-Chef zurückgetreten ist, ist ab heute, Dienstag, neuer Geschäftsführer der Linzer Linien. Dabei drängt sich der Verdacht auf, dass die Stelle eigens für den Ex-Politiker geschaffen wurde.
Bisher gab es keinen Geschäftsführer der Linzer Linien, die Leitung lag in den Händen von Linz-AG-Vorstand Walter Rathberger. Nun habe man beschlossen, eine Doppelspitze zu bilden, wie in den übrigen Bereichen der Linz AG auch, hieß es in einer Aussendung.
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Haider war aufgrund seines politischen Engagements von der Linz AG karenziert. Für die neue Stelle schien der studierte Informatiker perfekt geeignet, schließlich wurde laut Ausschreibung explizit ein technischer Studienabschluss gefordert – nicht etwa Managementerfahrung.
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Dies legt den Verdacht nahe, dass die Stelle auf Haider zugeschnitten wurde. Das BZÖ ortet einen “unwürdigen Postenschacher”. Davon will man bei der Linz AG freilich nichts wissen. Haider sei aufgrund seiner langjährigen Erfahrung im Bereich des öffentlichen Verkehrs genommen worden.
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Linzer 01.12.2009 18:48
Der Standard, schrieb übrigens im Juli 2009
http://derstandard.at/plink/1246541606192?sap=2&_pid=13450164#pid13450164
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“Für Haider könnte es übrigens die letzte Wahl sein: Sollte es auch 2009 nicht mit dem Landeshauptmann klappen, winkt dem Vernehmen nach bereits der Job des Linz AG-Vorstands.”
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Auch wenn es jetzt nicht der Linz AG-Vorstand wird, ist wohl die Planung von langer Hand erfolgt oder in den Worten eines Standard-Bloggers: “In einem anderen Land würde man da von Korruption sprechen”
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Nikola 01.12.2009 01:21
Wieso brauchen es zwei Geschäftsführer? Warum gründet die SPÖ nicht ihre eigenen Betriebe und führt diese nach sozialistischen Prinzipien. Nun weil es so einfacher funktioniert, die Gelegenheit für einen zweiten Konsum wird es hoffentlich nicht mehr geben! Der Steuerzahler kann die Pleite dann wieder ausbaden. Es ist nicht die Ausschreibung, es ist nicht der Posten, es ist einfach die Tatsache, dass sich hier die sozialistischen Totalversager wieder mal festgesaugt haben, und so lange ihren Blutdurst stillen bis der ganze Laden, wie ein blutlleere Leiche zusammenklappt. Dann setzen die Sozen wieder die traurige Solidaritätsmaske auf und gehn bei Steuerzahler betteln. In besseren Zeiten hetzen die Sozis gegen Amerikaner, gegen Kapitalisten (kleine und mittler Unternehmer), gegen das angebliche jüdische Grosskapital. Sie tarnen, tarnen, täuschen, lügen und betrügen und ziehen dem Steuerzahler das Geld aus der Tasche. Ja ich weiss L.S. das ist wieder nicht sachlich, das ist wieder so furchtbar allgemein, dass verstößt sicher wieder gegen einen Paragraphen. Und ich versteh eh, dass das einer, der selber keinen Betrieb führen muß nicht verstehen kann. Du sitzt am Hügel wie ein Indianerhäuptling und beobachtest das muntere Treiben. Es macht dir ja nix aus, weil du ja keine Verantwortung hast für fünf, sechs oder zehn Arbeiter, du musst dir auch keine Sorgen machen woher die Kohle für ihre Löhen kommt, und genauso wenig interessiert es dich woher die Kohle für einen Haiderposten kommt! Diese Kohle wird durch ein paar tausend Mistkübler, Buskutscher und Straßenbahnfahrer erwirtschaftet. Diese Leute gehen mit 1300 Euro nach Hause und wohnen in einer 600 bis 700 Euro Wohnung. Das ist kein Luxus sondern Standard. Sie haben zwei Kinder und eine Frau, die auf die Kinder aufpasst. Und diese Linz AGler wollen seit einigen Jahren 50 Euro mehr Gehalt. Sie mußten bisher immer zurückstecken, denn es mußten Straßenbahen für den Pöstlingberg, ein UBahn gebaut werden. Ein Müllmann verdient heute das gleich wie 1992, bei gestiegenen Preisen und Euroverteuerung. Nein, nein das ist zu viel. Dieser Sozenbetrieb fuhr durch Fantasiepreise als Monopolist massiv Kohle ein. Die roten Heuchler wettern gegen Manager! Würde am liebsten Scheiterhaufen aufhäufen und einige Kapitlisten brennen sehen. Doch selber streifen diese Pharisäer auf Kosten ihrer Arbeiter Unsummen ihre Taschen. Sie hussen ständig die Arbeiter gegen ihre Arbeitgeber auf, die verhandeln Lohnerhöhungen, die nur zu Preisteigerungen führen, und verkaufen das als erfolgreicher Verhandlungen an ihre Gläubigen. Sie sind ein Horde von Heuchlern, die keine Ahnung von ökonomischen Zusammenhängen haben, und nur dumm daherschwätzen. Nun kommt der Haider daher, dieser unnötige Wahlverlierer und bekommt einen Posten lukriert zwischen 10000 und 20000 Euro. Du kannst noch 1000 Paragraphen zitieren, dich hinter deiner sch..ss SACHLICHTKEIT verstecken, doch das was hier abläuft ist trotz Paragraphen und dicken, fetten Rechtsbüchern UNGERECHT! Du heulst auf wegen dummen Schweiter Minaretten, als ob das das Ende der Welt wäre, heulst auf, weil das so ungerecht ist, bist aber nicht in der Lage das Unrecht gegenüber Menschen zu verstehen und zu begreifen, die jeden Tag 50 kg Mist aus deinem Kellern tragen, und sich dabei das Kreuz brechen. Du begreifst einfach nicht, dass in diesem Betrieb Leute 15 oder 20 Jahre arbeiten, dass diese Leute, den Betrieb kennen wie ihre Westentasche, sie sich vielleicht auf einen Posten Hoffnung gemacht haben, und fleissig darauf hingearbeitet haben, und dann kommt ein roter Fritze daher und wird auf den Sessel gehievt. Das ist ein Schlag ins Gesicht jedes arbeitenden LinzAglers. Nun gut soll es so sein! Ich habe schon einen Brief an die Linz AG geschrieben und Ihnen mitgeteilt, dass ich meinen Strom von jemand anderem beziehen will, und der Grund ist der Postenschacher, der hier betrieben wird.
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Unternehmer 01.12.2009 14:13
Wieso braucht es zwei Geschäftsführer? Weil Erich Haider jetzt einen Job braucht? Weil die SPÖ Erich Haider jetzt nicht mehr braucht? Keine Ahnung.
L.S. 01.12.2009 14:54
“Unternehmer”: Es könnte nicht schaden, das mal nachzulesen …
DI Josef Zehetner – derzeit mit den Tätigkeiten betraut, die Haider übernehmen wird – geht in Kürze in Pension. In den Sparten Energie (Strom, Gas/Wärme) und Service der Linz AG gibt es ebenfalls zwei Geschäftsführer. Und auch dort sind die Stellen entsprechend der Verteilung im Stadtsenat besetzt: die Stadt Linz ist eben Eigentümer der Unternehmensgruppe Linz. Für eine kollektive Vertretungsbefugnis (z.B. damit Haider – auch nach dem Ausscheiden von Zehetner – nicht alleine agieren kann) ist das sogar notwendig. Das könnte übrigens auch eine Überlegung des Eigentümervertreters und Linzer Bürgermeisters gewesen sein. Dieser hat ja klar zu erkennen gegeben, wie er zum Ansinnen Haiders in Richtung Linz AG-Vorstandsdirektor stand. Schon mal überlegt?
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Und wann bitte ist Erich Haider aus der SPÖ ausgeschieden?Erstaunlich, all dieses “Insiderwissen”, aber Du sagtest es ja eh selbst …
Unternehmer 01.12.2009 15:11
@ L.S.
Das wird ja immer besser – woher ist das Dokument: “Und auch dort sind die Stellen entsprechend der Verteilung im Stadtsenat besetzt: die Stadt Linz ist eben Eigentümer der Unternehmensgruppe Linz.”
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Es geht also um eine gleichberechtigte, politische Verteilung und nicht ums Unternehmen!!
L.S. 01.12.2009 16:27
Liebe(r) “Unternehmer”, bitte einfach mal überlegen:
Unternehmen der Stadt Linz sind was? Richtig, kommunale Unternehmen in ebensolcher Verantwortung.
Zuständig und verantwortlich dafür ist wer? Richtig, der Stadtsenat.
Die Verteilung des Stadtsenats ergibt sich woraus? Richtig, aus der Aufteilung im Gemeinderat.
Der Gemeinderat wird von wem gewählt? Richtig, von den Wahlberechtigten der Stadt.
Das Korrektiv der Wähler hat sich bei den letzten Wahlen wie gezeigt? Richtig, die SPÖ hat stark verloren – und damit auch weniger Einflussmöglichkeiten. ÖVP und FPÖ haben hingegen nun mehr, BZÖ und KPÖ sind ebenfalls kontroll- und stimmberechtigt.
Das LIF ist im Gemeindrat vertreten und kann daher bei diesen Angelegenheiten mitstimmen oder Vorschläge einbringen? Richtig, nein.
Ziemlich simpel, nicht? Nur irgendwie scheint das noch nicht so ganz erkannt worden zu sein …
Linzer 01.12.2009 16:57
@ L.S.
Sie wollen also, daß wir Linzer und Linzerinnen unsere Gehirne für die nächsten sechs Jahre einfach an der Garderobe abgeben und den Mund halten. Wer nicht denkt, ist schließlich auch nicht lästig.
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Na, da würde sich der Herr Bürgermeister ja freuen. Sie anscheinend auch. Aber nein, das wird nichts. Es ist unser aller Recht uns eine Meinung zu bilden und diese auch laut zu sagen. Meinungsfreiheit ist angesagt und gerade Liberale werden sich die Freiheit sicher nicht nehmen lassen.
Unternehmer 01.12.2009 17:23
@ Linzer und L.S.
Gehirn an der Garderobe abgeben – das ist sicherlich der fromme Wunsch vieler Politiker an uns. Doch leider, L.S., für freie, mündige Menschen geht das überhaupt nicht, auch wenn sie nicht in irgendwelchen Gremien sitzen, werden Liberale eine Meinung haben und diese auch platzieren.
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Meinungsfreiheit ist im übrigen ein Grundrecht, das allen Österreichern und Österreicherinnen zusteht. Wir alle dürfen Vorschläge einbringen! Laut und auch leise.
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Und gerade auch eine Gruppe von liberal gesinnten Menschen wird sich sicher nicht das Wort verbieten lassen. So würde ich das auch für das LIF als politische Partei sehen.
L.S. 01.12.2009 17:31
“Linzer”: *lach* Also zum Glück ist ja jeder für seine Schlüsse selbst verantwortlich. Offensichtlich hast Du meine Antwort unten nicht gelesen oder mich absichtlich falsch interpretiert. Denn sonst wäre das bereits klar: “Das Recht zu kritisieren steht freilich jedem/r zu und es gibt auch genügend Anlässe dafür. Nur wenn sie sich darin erschöpft, immer nur auf “die Anderen” hin zu hauen oder von “den Anderen” etwas zu fordern, sollte man auch wissen, wo man selbst steht!
Breite Ausschreibung? Transparenz? Vergabeverlauf? Ist ja interessant …”
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Nichts da von Gehirne abgeben und Mund halten. Doch um rechtliche Grundlagen zu ändern braucht es eben MEHRHEITEN. “Und die kann man (zumindest in einer rechtsstaatlichen Demokratie) nicht einfach in fundamentalistisch-absolutistischer Weise “verordnen” sondern muss man sie sich ERARBEITEN. Durch Überzeugen und v.a. eigenes VOR-LEBEN. Einfach zu erwarten, dass “die anderen” das zu tun hätten, was man selbst will, ist nicht nur Realitätsverweigerung (z.B des letzten Wahlergebnisses), sondern auch undemokratisch. Wunschkonzert eben.”
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Nein, ich würde mich nicht freuen. Und über den Bürgermeister kann ich nichts sagen. Das ist nur eine weitere Annahme, die wohl mehr mit Dir selbst als mit irgend jemand anderen zu tun hat.
Bitte, nur zu, verkünde Deine “Meinung” am Besten überall, auf jedem Medium. Aber wenn, dann lass die Leute auch wissen, wem das zuzuordnen ist. Aber wieso bitte sehr, sollte irgendjemand mit Verantwortungsbewusstsein dann gerade LIF wählen??? Es ist leider nicht zu erwarten, dass von selbst ein anderer Weg in OÖ eingeschlagen wird. Anscheindend will man das so wie es ist. OK, dann ist aber auch die Verantwortung dafür zu tragen.
L.S. 01.12.2009 17:45
Sorry, aber das ist jetzt schon so unrund und verbohrt, da bringt selbst die größte Bemühung um eine sachliche Argumentation nichts mehr. Ich nehme zur Kenntnis, man will sie nicht.
Und was die zahlreichen Nicks betrifft, schon alleine daran erkennt man, was jemandem wirklich wichtig ist: Diskurs oder Diktat.
Servus.
Inge B. 30.11.2009 16:38
Diese Ausschreibung verhöhnt 8 Mio Österreicher / Österreicherinnen und diskriminiert alle, die für diesen Posten in Frage kämen.
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L.S. 30.11.2009 22:17
… sagt wer? achja, genau:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20091130_OTS0144/bzoe-widmann-spoe-postenschacher-rund-um-erich-haider
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Super, “Frau Widmann”
Klaus 01.12.2009 10:10
Wenn Inge B. aus dem BZÖ kommt, kommen Sie dann viell. aus der SPÖ, weil Sie diesen Postenschacher hier so vehement verteidigen – ist eh alles ok, oder wie?
Inge B. 01.12.2009 13:40
@ L.S.
Willst Du Meinungsfreiheit mit Schubladisierung und Verurteilung bestrafen? Das nennt man dann diktatorisch.
L.S. 01.12.2009 14:24
Klaus: *lach* ich verteidige keinen “Postenschacher” sondern spreche von rechtlichen Grundlagen wie z.B. Objektivierungs- oder Stellenbesetzungsgesetz. Solange sich keine parlamentarische Mehrheit findet, diese zu ändern, sind sie – zumindest wenn man einigermaßen rechtsstaatlich positioniert ist – einzuhalten. Und genau darauf habe ich Bezug genommen.
Das alles braucht eben MEHRHEITEN. Und die kann man (zumindest in einer rechtsstaatlichen Demokratie) nicht einfach in fundamentalistisch-absolutistischer Weise “verordnen” sondern muss man sie sich ERARBEITEN. Durch Überzeugen und v.a. eigenes VOR-LEBEN. Einfach zu erwarten, dass “die anderen” das zu tun hätten, was man selbst will, ist nicht nur Realitätsverweigerung (z.B des letzten Wahlergebnisses), sondern auch undemokratisch. Wunschkonzert eben.
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Und nein, es ist nicht alles ok. Ich würde mir auch mehr top-qualifizierte Bürgerinnen und Bürger wünschen, weniger Parteien- und mehr Kompetenz-Orientierung, mehr Bemühen um Diskurs und Aufklärung, Grund- und Menschenrechte, Humanismus, Säkularismus, Internationalität, Chancengerechtigkeit, Nachhaltigkeit, usw. Insbesondere aber VERANTWORTUNGSBEWUSSTSEIN.
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Das Recht zu kritisieren steht freilich jedem/r zu und es gibt auch genügend Anlässe dafür. Nur wenn sie sich darin erschöpft, immer nur auf “die Anderen” hin zu hauen oder von “den Anderen” etwas zu fordern, sollte man auch wissen, wo man selbst steht!
Breite Ausschreibung? Transparenz? Vergabeverlauf? Ist ja interessant …
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Und dass gerade in OÖ immer wieder solche Aussagen nicht nur nicht verurteilt sondern selbst geäußert werden, ist leider auch (traurige) Realität. Daher verwundert es auch in diesem Fall nicht.
Linzer 01.12.2009 15:01
So allein stehen wir in Oberösterreich nicht da – siehe Christian Ortner zur objektiven Postenvergabe auf Ortner online: http://www.ortneronline.at/?p=2365
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Erich Haider, von seiner eigenen Partei entsorgter Ex-Obmann der Oberösterreichischen SPÖ, wird nunmehr Geschäftsführer der Linzer Verkehrsbetriebe (”Linz Linien”) in Einflußbereich der Linzer SPÖ. ”Er war derjenige unter den Bewerbern, der den gestellten Anforderung am nächsten kam”, wird Linz-AG-Sprecherin Karin Penn im “Standard” zitiert. Wieviele andere Bewerber es gab und wer diese waren, möchte sie nicht sagen. – Liebe Kinder, ihr seht, wenn ihr eben nur tüchtig und fleißig genug seid, kann auch aus euch etwas werden, ganz ohne parteipolitische Protektion.
L.S. 01.12.2009 15:45
Ja, erstens lässt das unterschiedliche Interpretationen zu und greift niemanden persönlich an. Frei nach Graf Bobby (Peter Alexander): “Man redet ja bloß, man sagt ja nichts”
Und um zweitens ebenso “erzählerisch” zu antworten:
Liebe Kinder, ihr seht, wenn ihr eben freie Journalisten seid, dann tragt Ihr zumindest schon die Verantwortung eines Landes-Parteisprechers …
Linzer 30.11.2009 16:17
Der Standard schreibt:
Haider kam “gestellten Anforderung am nächsten”
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Nötig für den Erhalt des Jobs war ein abgeschlossenes Studium der Richtung Technik, obwohl die ausgeschriebenen Agenden eher organisatorische und betriebswirtschaftliche Aufgaben enthielten. Haider ist jedenfalls studierter Informatiker und damit Techniker. Auch sonst soll der ehemalige Landesparteichef der SPÖ die ideale Besetzung gewesen sein: “Er war derjenige unter den Bewerbern, der den gestellten Anforderung am nächsten kam”, sagt Linz-AG-Sprecherin Karin Penn zu derStandard.at. Wieviele andere Bewerber es gab und wer diese waren, möchte sie nicht sagen. (saju, derStandard.at, 30.11.2009)
Antworten »
Linzer 30.11.2009 16:22
Dieser Standard-Artikel erinnert jetzt aber schon sehr an die Kritik, die hier auf diesem Blog seit langem geäußert wird.
Bernhard S. 30.11.2009 17:26
das waren mehr “bestellte” als “gestellte” Anforderungen : )
Linzer 30.11.2009 12:33
Na so ein Zufall: Haider wird Geschäftsführer der Linz Linien:
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Oberösterreichische NAchrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/landespolitik/art383,302147
–
LINZ. Der ehemalige oberösterreichische SPÖ-Landesparteivorsitzende, Verkehrsreferent und Landeshauptmannstellvertreter Erich Haider wird Geschäftsführer der Linz Linien. Er übernimmt das neu geschaffene Amt mit 1. Dezember. Das gab die Linz AG Montag früh in einer Presseaussendung bekannt.
–
Bisher lag die Leitung der Linz-Linien allein in den Händen von Linz-AG-Vorstand Walter Rathberger. Nun wurde ein zweiter Geschäftsführerposten geschaffen, den Haider bekommt.
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Das Unternehmen begründet diesen Schritt damit, dass die übrigen Geschäftsbereiche bereits seit längerem eine Doppelspitze hätten, die Linz Linien würden nun nachziehen. Da ein Spezialist für für das Management von Großprojekten demnächst in den Ruhestand trete, sei eine Nachbesetzung nötig geworden. Man habe entschieden, diese in Form eines Geschäftsführers vorzunehmen.
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Öffentliche Ausschreibung
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Der Posten sei öffentlich ausgeschrieben worden, heißt es in der Presseaussendung. Haider sei aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen im Bereich des öffentlichen Verkehrs zum Zug gekommen. Vor seinem Wechsel in die Politik war der studierte Informatiker bereits bei der Linz-Linien-Vorgängerin ESG beschäftigt. Er zeichnete damals für das “Linzer Beschleunigungsprogramm” (LIBE) verantwortlich, bei dem die softwaregesteuerten Prozesse im Unternehmen auf Vordermann gebracht wurden. Zu Haiders künftigen Hauptaufgaben zählt die Umsetzung der Straßenbahnverlängerung über Leonding nach Traun sowie die Planung einer zweiten Schienenachse, um künftig die drohende Überlastung im Stadtgebiet abzufangen.
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Haider, der für seine politische Arbeit von der Linz AG karenziert wurde, war seit 1998 Landesvorsitzender der SPÖ Oberösterreich. Bei der Landtagswahl im Herbst musste die Partei einen Verlust von mehr als 13 Prozentpunkten und zwei Landesräten einstecken. Einige Tage später nahm Haider den Hut und übergab an Josef Ackerl. Dieser wurde vorgestern, Samstag, beim Landesparteitag offiziell zum Parteivorsitzenden gekürt.
Antworten »
L.S. 30.11.2009 12:43
Überraschung? Wohl kaum:
“Naja, ich finde es zumindest keinen Fehler für einen technik-orientierten Betrieb wie die Linz Linien GmbH auch etwas von Technik zu verstehen. (…) gar so viele Kandidaten mit “mehrjähriger, einschlägiger Erfahrung im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs” wird es wohl in der Tat nicht geben. Und wohl auch keinen, der auch in seiner Rolle als Verkehrsreferent und nunmehriger Projektveranwortlicher für die Linz Linien GmbH ein ebenso durchgängiges Naheverhältnis dorthin hatte. Es wäre also wirklich eine Überraschung, wenn dafür von der formellen Qualifizierung her jemand anders ausgewählt werden würde.” (24.11.2009)
Bernhard S. 30.11.2009 13:02
Riesen Überraschung : )))
Neu geschaffener Posten, versprochen an einen ausrangierten Politiker. Der im Übrigen alle Budgets aus seinem Verkehrsresort im Land OÖ komplett überzogen als Abschiedsgeschenk hinterlassen hat. So läuft das nunmal in Österreich. War wohl auch Bedingung, um ihn als SPÖ Chef von OÖ loswerden zu können.
Unternehmer 30.11.2009 13:27
Sehr offensichtlich, was da passiert. Die Finanzverantwortung auf Landesebene war ihm zu schwer, aber jetzt soll Haider ein Unternehmen finanztechnisch managen ?!?
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Gerade solche Beispiele verdeutlichen, wieviel Wert ein Parteibuch und ein politisches Netzwerk haben. Ín einer leistungsorientierten Welt sollten aber alle die gleiche Chance haben und nicht manche gleicher sein.
L.S. 30.11.2009 13:44
“Unternehmer”: Nun, dann bin ich ja mal auf das “Insiderwissen” gespannt, wer sich sonst noch beworben hat .. offensichtlich weißt Du das ja bereits, wer da nicht so “gleich” gewesen wäre. Oder doch nicht?
Linzer 30.11.2009 13:49
Mich würde ja nicht einmal wundern, wenn hier nur eine Bewerbung vorliegen würde. Bereits im Vorfeld war ja in informierten Kreisen klar, wer den Posten bekommen sollte. Und wahrscheinlich läuft das ja in ganz Österreich nicht anders.
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Gerade das macht die Sache ja noch trauriger, da sich so manch ebenso oder vielleicht besser Qualifizierter – u.U. aus dem eigenen Unternehmen, aus dem österreichischen oder internationalem Mitbewerb denkt (und das zu guter Recht), daß er trotz gleicher Qualifikation eben keine Chance hat.
L.S. 30.11.2009 15:12
Also nichts Genaues weiß man nicht … tja, es war auch nicht anders zu erwarten.
Linzer 27.11.2009 09:42
Das wird ja immer besser – die SPÖ verteilt alle Posten in der Linz AG unter sich – wozu da überhaupt noch Ausschreibungen? Haider soll also Geschäftsführer der Linz Linien werden – als Vorstand der Linz AG ist nun erstmals Stadtrat Mayer im Gespräch.
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aus den OÖN:
Aufstiegschancen von Haider begrenzt
Mit dem erwarteten Durchmarsch des ehemaligen SP-Landeschefs Erich Haider an die Spitze der Linz AG dürfte es nichts werden. Haider soll zwar Walter Rathberger nächstes Jahr als Chef der Linz Linien im Vorstand nachfolgen. Auf den Sessel von Generaldirektor Alois Froschauer dürfte er aber keine Chance haben. Der Unterstützung durch Bürgermeister und Eigentümervertreter Franz Dobusch soll Haider verlustig gegangen sein. Auch weil Haider im Wahlkampf mit Angriffen auf die Energie AG und deren Cross-Border-Geschäfte auch die Linzer in Erklärungsnotstand brachte. Sollte Froschauer (60) einmal in Pension gehen, hat nach derzeitigem Stand ein Ökonom bessere Chancen, heißt es.
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Das deutet auf Finanzstadtrat Johann Mayr hin, der vor seiner Politfunktion die wesentlichen Akzente in der Gebietskrankenkasse Oberösterreich gesetzt hat. (dm)
Antworten »
L.S. 27.11.2009 11:08
*lach* na genau das wünschte sich doch gerade jemand. Dass es lediglich darum ginge, dass ein “Wirtschafter” das machen solle
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Schon mal überlegt, wer für die Linz AG auch der Stadt Linz gegenüber verantwortlich ist? Vielleicht wird dann ein bisschen klarer, wie die Sache überhaupt gelagert ist. Bitte, ginge es vielleicht ein wenig die u.a. Basics zu berücksichtigen? Danke.
Unternehmer 27.11.2009 12:50
Klingt, als wenn die Linz AG ein Unternehmen der SPÖ wäre. Was mich wundert, ist die Offensichtlichkeit mit der hier über künftige Postenbesetzungen diskutiert wird und wie das die Öffentlichkeit anscheinend als völligen Normalzustand abnickt.
@ Linzer, da haben Sie Recht: Wenn eine Ausschreibung nur mehr dazu dient, interne Entscheidungen nach außen abzusegnen, dann braucht es die Ausschreibung nicht mehr.
Linzer 27.11.2009 14:08
Die Linz AG könnten wir in SPÖ AG umbenennen.
Weiters könnten wir die Ausschreibung in Anzeige umbenennen. Die bräuchte ja dann auch nur mehr erscheinen, wenn die Sache erledigt ist. Im Vorfeld die Öffentlichkeit zu informieren, ist ja auch nur hinderlich. Da könnte ja jemand nicht Vorgesehener auf die Idee kommen, sich zu bewerben – was ja auch nur mehr Arbeit mit sich bringt. Die SPÖ könnte das ja dann sogar als kostensparende und effiziente Vorgehensweise deklarieren.
L.S. 27.11.2009 15:09
Witzig, man könnte schon meinen dass immer die gleiche Person hier unter verschiedenen Namen schreibt. So viele “Wissende” …
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Seit wann sind z.B. folgende Mitglieder des LINZ AG-Aufsichtsrats bei der SPÖ?
* GD Ludwig Scharinger (ÖVP und Raiffeisen-Landeschef)
* Jürgen Himmelbauer (Grüne, ehem. Stadtrat)
* Thomas Stelzer (ÖVP, Landtagsabgeordneter)
* Max Stockinger (ÖVP, übrigens Dkfm.),
* Erich Watzl (ÖVP, Vizebürgermeister)
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Da wird ja wirklich immer “sachlicher” …
Ira Shanker 26.11.2009 17:11
Wie breit sollte man einen Geschäftsführer oder einen Vorstand für ein städtisches Unternehmen suchen.
1. Reicht eine Ausschreibung im Amtsblatt?
2. Ein Inserat in allen bundesländerrelevanten Zeitungen?
2. Ein Inserat in allen österreichweiten, relevanten Zeitungen?
3. Ein Inserat auf online-Jobportalen?
Antworten »
L.S. 27.11.2009 08:37
Ira: Bitte, wenn das für Dich “die” Frage nach liberalen Grundhaltungen ist, von mir aus.
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Für mich allerdings haben SOLCHE Sachen weit mehr Gewicht:
http://orf.at/ticker/349323.html
Was dort gesagt wurde kann man 1:1 auf OÖ umlegen – und auch die Antwort darauf.
Aber bitte, lass Dich nicht abhalten, denn schließlich hat ja “niemand” etwas von dieser Ausschreibung erfahren – wie man sieht …
Hans 27.11.2009 08:57
Gerade zu wirtschaftspolitischen Themen wünsche ich mir vom LIF ein klares Profil und viel mehr Statements. Wirtschaft und Gesellschaft darf man, gerade als Liberale Partei, nicht trennen. Das machen eh alle anderen Parteien …
Unternehmer 27.11.2009 09:27
@ Ira Shanker
Ich unterstütze eine breite Ausschreibung – warum auch nicht über das Internet? Gerade so können wir reich aus dem Europapool der Besten schöpfen. Mitunter könnte das auch zu einem positiven Lerneffekt für staatliche Betriebe führen, die sich so rascher weiterentwickeln können.
L.S. 27.11.2009 09:29
Hans: Stimmt, daher auch meine Replik darauf.
L.S. 27.11.2009 10:23
Unternehmer: ja, da spricht auch gar nichts dagegen.
Im Gegenteil ist das alles bereits im genannten Objektivierungsgesetz enthalten. Für *leitende* Positionen gilt insbesondere auch §21 iVm §8:
“hat nach Maßgabe dieses Abschnitts eine Ausschreibung jedenfalls in der Amtlichen Linzer Zeitung und in anderen Medienwerken, zumindest aber in einer oberösterreichischen Tageszeitung voranzugehen;”
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Und genau dort befand sich auch die im Blog-Beitrag abgebildete Ausschreibung. Also was da die “Farce” ist …
Unternehmer 27.11.2009 14:26
@ L.S.
Eine verpflichtende online-Ausschreibung ist in dem von Ihnen zitierten Objektivierungsgesetz aber nicht vorgesehen. Die Linz AG fällt auch nicht unter das Objektivierungsgesetz, sondern unter das Stellenbesetzungsgesetz. Und auch dort gibt es keine Verpflichtung zu einer breiten Ausschreibung.
Wenn Sie noch immer nicht verstanden haben, was da die “Farce” ist, würde ich mich bei der SPÖ als Kampfposter bewerben.
L.S. 27.11.2009 16:28
“Unternehmer”: Der Hinweis auf das Stellenbesetzungsgesetz ist berechtigt, stimmt. Dieses ist zwar vom Objektivierungsgesetz begründet, aber es ist präziser, darauf Bezug zu nehmen.
Nur: wenn jeder, der sich für Sachlichkeit einsetzt, ein “Kampfposter” ist, dann gilt das ja auch hier – Willkommen im Club
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Für mich ist es ganz gleich, welche Partei das betrifft, wenn – noch dazu auf einem öffentlichen Medium – lediglich “Wunschkonzert” gespielt wird, dann fragt mich sich doch, wozu das Ganze? Da könnte man sich genau so gut auf den Hauptplatz stellen und die LIF-Alleinherrschaft verkünden … ohne je dafür gewählt worden zu sein. Schon ein bisschen seltsam, oder?
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Zuerst ging es darum, dass ein Techniker nicht Geschäftsführer sein dürfe, dann dass es keine zwei davon bräuchte, dann dass ein “erster Schritt” einer Ausschreibung und Vergabeverlauf notwendig wäre, dann dass auch ein Wirtschafter nicht möglich wäre, usw.
Also bitte, wenn man der Meinung ist, man WILL keine SPÖ-Mitglieder in der Linz AG, ok. Dann braucht man aber nicht so lang herum zu tun. Nur, wo ist die Rechtsgrundlage für so eine Position?
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Für mich ist jedenfalls hinreichend klar geworden, dass das “Liberale” in OÖ und das Bundes-LIF offenkundig zwei verschiedene Dinge sind.
L.S. 27.11.2009 16:38
P.S: §2(1) Stellenbesetzungsgesetz: “Die Ausschreibung hat jenes Organ vorzunehmen, das die Stelle zu besetzen hat.”
Ira Shanker 25.11.2009 10:52
Als Liberale stelle ich die Frage, was man gegen Versorgungsposten und Scheinausschreibungen tun kann. Denn wenn ein Unternehmen schon staatlich sein muß, dann braucht es die besten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und nicht die, die voll auf Vitamin B setzen.
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Unternehmer 25.11.2009 16:26
Da ein solches System leistungsfeindlich ist, braucht es hier jedenfalls liberale Antworten.
L.S. 25.11.2009 20:10
Naja, wie wär’s mal mit der Vertragsfreiheit anzufangen
Wenn nun “Liberale” anfangen, Unternehmen vorzuschreiben wen sie einstellen dürfen und wen nicht, ist das schon ein wenig “witzig”.
Und bitte, kennst Du die Bewerber und deren Qualifikationen? Ja? Dann bitte teile doch Dein Wissen.
Wogegen ich auch bin ist, wenn absolut fachfremde Personen irgendwo hinein gesetzt werden und noch dazu ohne Ausschreibungsprozedere. Beides ist aber in diesem Fall nicht gegeben. Ich kann daher die (polemische) Kritik nicht nachvollziehen.
Ira Shanker 26.11.2009 12:26
Ein erster Schritt zur Änderung wäre durch die gesetzliche Verpflichtung (= Zwang) von staatsnahen / stadtnahen Betrieben zur Stellenausschreibung möglich (derzeit gilt das meinen Recherchen nach nur für rechnungshofverpflichtete Unternehmen). Damit einher laufen müßte natürlich ein transparenter Vergabeablauf.
Christian K. 26.11.2009 12:36
@ L.S.
Sprechen Sie von der Freiheit eines staatlichen Unternehmens, Posten nach Parteibuch zu vergeben?
L.S. 26.11.2009 13:20
Christian: dazu äußerte ich mich bereits, bitte nachlesen.
Unternehmer 26.11.2009 14:00
@ L.S.
Damit es für Sie noch ein bißchen witziger wird: gerade wir als Liberale sollten anfangen, einen klaren Ordnungsrahmen für staatliche Unternehmen zu entwickeln, um Situationen wie oben im Beispiel beschrieben werden, künftig zu verhindern.
L.S. 26.11.2009 16:16
Ira: Da die Linz AG und damit auch die Linz Linien GmbH zu 100% städtische Unternehmen sind (die Stadt Linz ist 100% Gesellschafter), würde ich mal im OÖ Objektivierungsgesetz nachlesen. Da steht all das drinnen, das Du jetzt als “ein erster Schritt zur Änderung” bezeichnet hast – seit 1994(!)
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Dort heißt es in § 18 für die Statutargemeinden (also auch die Stadt Linz):
“(1) Der Aufnahme von Personen in den Dienst der Städte mit eigenem Statut für eine befristete oder unbefristete Tätigkeit hat – ausgenommen in den Fällen des § 19 Abs. 1 (Anmerkung: = dringende, kurzfristige Beschäftigungen) – eine Ausschreibung vorauszugehen, die jedenfalls im jeweiligen Amtsblatt kundzumachen ist.”
OK, wurde erfüllt – nicht nur im Amtsblatt sondern auch in anderen Medien.
“(2) Die Ausschreibung hat die Aufnahmeerfordernisse und unter Bedachtnahme auf die vorgesehene Verwendung allenfalls jene besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten zu enthalten, die von den Bewerbern zu erfüllen sind.”
OK, wurde erfüllt – und zwar geschlechtsneutral, wie sich das auch gehört.
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In § 5 zu den objektiven Aufnahmekriterien, heißt es einschlägig:
“(2) Besondere Aufnahmevoraussetzungen ergeben sich aus der beabsichtigten Verwendung und können insbesondere sein:
1. eine Fach- beziehungsweise Spezialausbildung;
2. die bisherige Berufspraxis;
3. sonstige besondere Fähigkeiten beziehungsweise Fertigkeiten.”
Darüber hinaus gibt es einen 10-köpfigen Personalbeirat, usw.
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Wenn Kritik einigermaßen ernst genommen werden will, dann sollte sie auch SACHLICH begründbar sein. Bei anderen wird Un-Fairness gerne als “Schmutzkübel” bezeichnet – aber wenn es auf einen selber zutrifft …?
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P.S: Und selbstverständlich sind ja gerade staatsnahe/stadtnahe Betriebe die rechnungshofverpflichteten, da der RH als unabhängige oberste Finanzkontrolle insbesondere für Bund, Länder und Gemeinden eingerichtet ist. my oh my …
Ira Shanker 26.11.2009 16:42
@ L.S.
Du hast ja die Ausschreibung als besonders couragierte Tat des Herrn Bürgermeisters dargestellt. Die Ausschreibung halte ich für eine Mindestanforderung und für gar nichts außergewöhnliches.
Ira Shanker 26.11.2009 16:53
@ L.S.
Ausschreibung im Amtsblatt: da wäre eine gesetzliche Erweiterung ja dringend notwendig – insbesondere für GF und Vorstand. Mit dem Ziel, die oder den Bestqualifizierte zu finden, kann man den Rahmen im Sinne der Gesellschaft ruhig stark erweitern.
L.S. 26.11.2009 21:37
Ira: *lach* was hab ich? Ich hab gesagt, dass Dobusch dagegen war, dass Haider einfach schnurstracks vom Verkehrslandesrat zum Generaldirektor der Linz AG “gehievt” wird. Das sagte ich.
Und dass das durchaus couragiert wird, gegen seinen eigenen “Landeschef” aufzustehen. Weil der nämlich von Sachlichkeit auch nicht viel gehalten hat und z.B. in der Cross-Border-Thematik genauso nur auf “die anderen” losgegangen ist, ohne Rücksicht darauf, dass diese Form der Veranlagung/Auslagerung auch selbst praktiziert wurde. Ein Messen mit zweierlei Maß eben – und die Rechnung dafür wurde ihm von den Wählern eh auch präsentiert. So geht’s eben nicht.
L.S. 26.11.2009 22:02
Nachzulesen z.B. hier:
http://kurier.at/nachrichten/1942971.php
http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/wirtschaftsraumooe/art467,293854
L.S. 24.11.2009 20:57
Naja, ich finde es zumindest keinen Fehler für einen technik-orientierten Betrieb wie die Linz Linien GmbH auch etwas von Technik zu verstehen. “Strategische, kaufmännische und technische Leitung” sowie “Planung, Bau und Optimierung der technischen Infrastruktur” würden wohl schon auch eine technische Grundlage bedingen, daher geht für mich dieses Erfordernis schon in Ordnung. Es müsste ja nicht unbedingt Erich Haider sein, ich sehe das vorrangig inhaltsbezogen. Nur gar so viele Kandidaten mit “mehrjähriger, einschlägiger Erfahrung im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs” wird es wohl in der Tat nicht geben. Und wohl auch keinen, der auch in seiner Rolle als Verkehrsreferent und nunmehriger Projektveranwortlicher für die Linz Linien GmbH ein ebenso durchgängiges Naheverhältnis dorthin hatte. Es wäre also wirklich eine Überraschung, wenn dafür von der formellen Qualifizierung her jemand anders ausgewählt werden würde. Was allerdings das Auftreten und die Art zu argumentieren betrifft, da fallen mir auf jeden Fall viele, viele ein, die für diese Tätigkeit besser geeignet wären.
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Was ich trotzdem gut finde ist, dass nicht einfach ohne Ausschreibung und Bewerbungsprozedere irgendwer reingesetzt wurde, denn das hatte sich Haider kolportiertermaßen ja erhofft: vom Verkehrsreferenten in OÖ zum Generaldirektor der Linz AG. Es war übrigens der Linzer Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende der Linz AG Dobusch, der sich da verweigert hat. Das war durchaus couragiert.
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Ira Shanker 25.11.2009 11:11
Die Linz-Linien als technik-orientierter Betrieb hat mit Herr DI Rathberger bereits einen Techniker in der Geschäftsführung.
L.S. 25.11.2009 20:05
Super, demnach also käme auch die VÖEST mit nur einem Techniker in der Geschäftsführung aus? *g*
Wie gesagt, mir geht’s nicht um die Person. Und willst Du etwa einem Unternehmen vorschreiben, wie es seine Ausschreibungen zu gestalten hat? Das nenn ich dann aber ganz “liberal” …
Bernhard S. 24.11.2009 17:25
Also ich glaube ja, dass der Geschäftsführer sicher persönlich die Gleiskörper zu kontrollieren, die Weichen im Winter frei zu schaufeln, die Stromleitungen im Falle einer Störung zu reparieren oder ausgefallene Lämpchen zu wechseln hat. Und dabei ist ein Technikstudium natürlich Voraussetzung oder zumindest hilfreich.
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Unternehmer 24.11.2009 17:06
Sehr offensichtlich zugeschnitten. Wenn`s nicht Haider wird, wird es ein anderer Politgünstling!
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Peter 29.11.2009 16:18
Was würden Ex-Politiker nach ihrer Politikerkarriere machen, wenn Staatsbetriebe privatisiert werden würden und es keine Versorgungsposten von SPÖ/ÖVP mehr gäbe? Was würden die Parteien mit ungeliebten Politikern machen? Das macht auch wieder klar, warum SPÖ und ÖVP keine Freunde mit Privatisierungen haben.