Kreuze in Schulen: Gilt die Achtung der religiösen Gefühle von Minderheiten weniger?

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Alexander Hofmann

In der Diskussion um das EGMR-Urteil, das Kreuze in Schulen mit dem Menschenrecht auf negative Religionsfreiheit für unvereinbar hält, wurde von Kritikern auch geäußert, dass der Richterspruch die religiösen Gefühle der Christen verletze. Hierbei wird übersehen, dass das Urteil nicht die Verletzung, sondern den Schutz religiöser Überzeugungen, jene der Minderheiten bezweckt.

Möge der folgende Auszug aus dem Kapitel “Die Schule” der autobiographischen Fragmente “Begegnung” von Martin Buber dazu beitragen, bei jenen, die dem Urteil skeptisch gegenüberstehen, ein wenig Verständnis für die eigentlichen Gründe der Entscheidung zu wecken:

Vor 8 Uhr morgens mußten alle Schüler versammelt sein. Um 8 Uhr ertönte das Klingelzeichen; einer der Lehrer trat ein und bestieg das Katheder, über dem an der Wand sich ein großes Kruzifix erhob. Im selben Augenblick standen alle Schüler in ihren Bänken auf. Der Lehrer und die polnischen Schüler bekreuzigten sich, er sprach die Dreifaltigkeitsformel und sie sprachen sie ihm nach, dann beteten sie laut mitsammen. Bis man sich wieder setzen durfte, standen wir Juden unbeweglich da, die Augen gesenkt.
Ich habe schon angedeutet, daß es in unserer Schule keinen spürbaren Judenhaß gab; ich kann mich kaum an einen Lehrer erinnern, der nicht, tolerant war oder doch als tolerant gelten wollte. Aber auf mich wirkte das pflichtmäßige tägliche Stehen im tönenden Raum der Fremdandacht schlimmer, als ein Akt der Unduldsamkeit hätte wirken können. Gezwungene Gäste; als Ding teilnehmen müssen an einem sakralen Vorgang, an dem kein Quentchen meiner Person teilnehmen konnte und wollte; und dies acht Jahre lang Morgen um Morgen: das hat sich der Lebenssubstanz
des Knaben eingeprägt.

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KommentareTop

  1. Wolfgang Grabensteiner 02.12.2009 07:47

    Wie ich erst kürzlich in einer Presekonferenz gesagt habe, sollte es ja gar nicht darum gehen, religiöse Symbole im öffentlichen Raum generell zu verbieten, wohl aber haben VERORDNETE religiöse Symbole in einer Demokratie nichts verloren.

    Wenn eine Schulklasse heute ihren Klassenraum gestaltet und dabei auch religiöse Symbole verwendet und bei dieser Gelegenheit die Schüler/innen miteinander ins Gespräch kommen, was ihnen heilig ist, kann das ein sehr fruchtbarer Gruppenprozess sein, wenn der/die Klassenlehrer/in darauf achtet, dass darüber in gegenseitigem Respekt diskutiert wird.

    Ich habe ja jetzt auch in meinen Büros Adventkränze aufgestellt und das mit meinen muslimischen Angestellten besprochen.

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  2. Unternehmer 23.11.2009 14:13

    Interessantes aus dem Standard: Wie Liberalismus und Christentum zusammenpassen – hier der Link zum Interview http://derstandard.at/1256745197406/Wie-Liberalismus-und-Christentum-zusammenpassen

    FDP-Abgeordneter und “Christen in der FDP-Fraktion”-Gründer Patrick Meinhardt über Neoliberalismus und Neofrömmigkeit und warum er sich mit protestierenden Studenten solidarisiert

    “FDP und Christentum – bisher passte das ungefähr so gut zusammen wie Teufel und Weihwasser”, schreibt “Der Spiegel” in seiner aktuellen Ausgabe. Patrick Meinhardt sieht das anders. Meinhardt ist seit 2005 Bundestagsabgeordneter in Berlin und außerdem Gründer der “Christen in der FDP-Bundestagsfraktion”, die inzwischen fast die Hälfte der Fraktion als Mitglieder zählt. Philipp Rösler, liberale Zukunftshoffnung und frisch ins Amt gehievter Gesundheitsminister, ist Mitglied im Zentralkomitee der Katholiken, FDP-Bundestagsneuling Pascal Kobler ist Pfarrer aus Reutlingen und der parlamentarische Geschäftsführer Otto Fricke sagt “Gott ist auch ein Liberaler.” Wann die Annäherung der bisher eher antiklerikalen Liberalen und der Kirche passierte, was das im politischen Alltag für die “nicht ganz unselbstbewussten Liberalen” bedeutet und in welchem Punkt er die protestierenden Studenten versteht, erzählte Patrick Meinhardt im Gespräch mit Anna Giulia Fink.

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    L.S. 23.11.2009 14:51

    Unternehmer, das ist wirklich witzig: “Gott ist auch ein Liberaler.” – Es lebe die Tradition der Vereinnahmung, das ist wirklich “brav” ;)
    -
    “In these days, God would be an American”, “God bless the troops” – George W. Bush

    Unternehmer 23.11.2009 17:08

    L.S., finde ich auch.

    Wolfgang Grabensteiner 02.12.2009 07:38

    Jede Vereinnahmung “Gottes” oder wie man ihn auch immer bezeichnen mag, ist abzulehnen, dassagt ja auch Kollege Meinhardt.

    Aber das Jesus für seine Zeit ganz sicher in vielen Fragen ein Liberaler war, läßt sich nicht bestreiten: gegen jede Vormachtstellung des Klerus, gegen jede Diskriminierung z.B. von Frauen, gegen jede diktatorische Obrigkeit, für Selbstbestimmung und Selbstverantwortung z.B. in weltanschaulichen Fragen, für Geschwisterlichkeit (das griech. Vokabel “Adelphoi”, das Frauen miteinschließt, sollte im Deutschen korrekterweise nicht mit “Brüder”, sondern mit “Geschwister” übersetzt werden – auch in der Franz. Revolution war das noch nicht so bewusst….) und Gleichheit etc.

  3. Viktor Billiani 23.11.2009 13:35

    …und bitte was geschieht mit den Kreuzen in den Grichtssälen und “…so wahr mir Gott helfe”-Sprüche. Darüber hört man überhaupt nichts!

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    Wolfgang Grabensteiner 02.12.2009 07:29

    Vertreter des Ökumenischen Rates der Kirchen und andere kirchliche Stimmen haben schon lange um Entfernung der Kreuze in den Gerichtssälen gebeten, aber die Richterschaft ist angeblich dagegen, weil die Kreuze “Respekt einflößen”. Das dürfte wohl auch in den Schulen ein Hintergedanke sein………..

  4. mag.pammer michael 22.11.2009 20:44

    club 2: macht der kirche-schulkreuze
    danke fr.dr.schmidt, dass sie einer toleranten lieberalen gesellschaft das wort gerdet haben. sie haben wie immer souverän argumentiert und den machtanspruch der bischöfe offengelegt wie sich das sonst in österreich niemand traut.als armes würstchen ohne lobby und öffentlichkeit werde ich ja nirgends gehört, nicht einmal in leserbriefen.das kreuz-ich bin selbst durch meine sozialisation ein christ-ist auch ein zeichen der verfolgung und der ausrottung. die ausrottung der indigenen bevölkerung s-amerikas hat der papst ben16 so kommentiert:”die nachfahren der (übriggebliebenen) indios sollen doch froh sein, dass die spanier ihnen das kreuz gebracht haben!”-soviel zu den aussagen A.khols:”ja, es stimmt, aber wir haben dazugelernt!”-die argumente von prof.huber, es gibt auch andere christen, ist einfach unfair.massgebend sind immer noch die bischöfe.auch der dekan der jur.fakultät hat sehr offen und argumantativ das richtige gesagt.

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    L.S. 22.11.2009 23:35

    Wie es aussieht hat die Entscheidung des EGMR nicht nur das Verdienst, eine klare, religionsneutrale Position des Staates in seinen Schulen und das Recht der Eltern auf eigene weltanschauliche Erziehung bestätigt zu haben. Sondern an den Reaktionen darauf wurde auch ziemlich klar, wie er es mit der Religions- und Gewissensfreiheit des Einzelnen an sich und mit Ansprüchen, die diese Freiheit einschränken, hält.
    Durch diese Reaktionen wurde auch offenbar, dass es mit einer sachbezogenen und aufgeklärten Diskussionskultur hierzulande nicht weit her ist. Da wird von “egal was der EuGH(sic!) entscheidet, wir machen was wir wollen” bis hin zum “generellen Verbot christlicher Religion” fantasiert und nicht nur aus “Angst” sondern sehr bewusst zu einer regelrechten “Schlacht der Kreuz-Verteidiger” aufgerufen.
    Wären diese Vertreter einer derart absolutistischen Position z.B. einer anderen Religion zugetan, würden sie von genau diesen selbst “Fundamentalismus”, “Integrationsunwilligkeit” und “die Empfehlung, doch woanders hin zu gehen, wenn es ihnen hier nicht passt” zu hören bekommen.
    Ja, das ist Verfassungstreue und Redlichkeit, wie man sie sich von gewählten Mandataren vorstellt, vorbildlichst! *lach* :)

    Ira Shanker 23.11.2009 13:51

    @ Mag. Michael Pammer
    Ich weiß nicht, ob Sie sich erinnern können, aber vor vielen Jahren waren Sie mein Religionslehrer im BRG Auhof. Und den Anlaß möchte ich dafür nutzen, mich dafür zu bedanken, daß ich bei Ihnen und anderen katholischen und evangelischen Lehrern den Religionsunterricht als Hinduistin besuchen durfte. Ich möchte diesen Einblick in eine “andere Gedanken- und Wertewelt” nicht missen.

  5. Ira Shanker 22.11.2009 15:55

    Viele Menschen glauben, mit dem Kreuz auch die österreichische Kultur zu verlieren. Nach zwei äußerst emotionalen Diskussionen zu diesem Thema in den letzten Tagen orte ich in Bezug auf das Kreuz Angst um die eigene Identität. Und wieder einmal auch Angst vor Veränderung.

    Doch besteht unsere Kultur bloß aus einem Kreuz, das im Klassenzimmer hängt? Vor nicht allzulanger Zeit war im Standard zu lesen, daß wir Österreicher uns gerade deshalb vor anderen Kulturen fürchten, weil wir unsere eigene Kultur nicht kennen. Die Diskussion zeigt auch, daß wir den Begriff „Kultur“ nur verengt wahrnehmen. Scheint so zu sein, denn zu Kultur gehört wohl alles, was der Mensch gestaltet. Damit also wesentlich mehr als Religion oder das Kreuz.

    Von der Kunst über die Technik bis hin zur Demokratie – alles Elemente der Kultur. Warum hängt also nicht in jedem Klassenzimmer ein moderner österreichischer Maler, das Bild von einem alten Puch oder einem modernen KTM-Motorrad? Ja klar, KTM, das wäre Werbung. Aber was ist mit dem Kreuz – ist das nicht auch Werbung für eine Religionsgemeinschaft?

    Was ist mit Mozart, dem Neujahrskonzert, Architekten aus dem 18./19. Jahrhundert oder auch dem österreichischen Weinbau? Die alte Wiener Kaffeehaustradition oder die Familie Trab, auf die ich im asiatischen Raum bereits mehrfach angesprochen wurde?

    Religion und auch die verschiedenen Kirchen sind Teil der Kultur – aber auch Religions- und Kirchenkritik ist Teil der Kultur. Die Trennung von Kirche und Staat darf nicht nur gesellschaftliche Annahme sein, sondern muß auch gesetzlich vollzogen werden. Doch damit geht hoffentlich oder “gottseidank” weder Religion noch das Kreuz verloren!

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    Ivo 22.11.2009 16:47

    “weil wir unsere eigene Kultur nicht kennen”

    eben – ihr Österreicher seid Deutsche, und das wollt ihr nicht wahrhaben.
    Österreicher sind genauso Deutsche wie Bayern es sind.

    Peter 22.11.2009 22:12

    Ja, wir müssen auch den Ängsten der Menschen begegnen und sie dort abholen, wo sie stehen. Religion ist ein wichtiger Bestandteil vieler Menschen, machen wir Ihnen klar, daß wir nicht gegen Religion, sondern für eine Trennung von Kirche und Staat sind.

    L.S. 22.11.2009 23:15

    Ivo: also von wann und wem genau sprichst Du da? Und was hat das mit “Kultur” zu tun? Wir leben schließlich hier und heute und da gibt und gab es eine beeindruckende Vielfalt unter den Menschen. Lediglich wenig aufgeklärte oder ideologisch einschlägig vorbelastete Menschen würden auf die Idee kommen, dass es historisch nur abgeschlossene Räume ohne Einflüsse gegeben hätte. Das ist ganz einfach eine Negierung der Wirklichkeit.
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    Auf dem Gebiet des heutigen Österreich (auf dem übrigens auch schon vor und auch nach den Babenbergern immer wieder Slawen, Magyaren, Awaren, Hunnen, Kumanen, Skythen usw. lebten und z.B. Karantanien=Kärnten überhaupt ein slawisches Fürstentum war) gab und gibt es die unterschiedlichsten kulturellen Einflüsse sowie Migration aus den unterschiedlichsten Gründen, z.B. umwelt-, nahrungs-, wirtschafts- freiheits-, kriegs- oder eben auch religions-bezogene, usw. Es macht des Weiteren nicht wirklich Sinn, Bevölkerung mit Herrscherhaus gleichzusetzen. Das wäre so als würde man sagen, dass z.B. Ur-Australier oder Ur-Amerikaner Europäer wären ;)
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    Und vor ca. 40.000 Jahren gab es noch überhaupt keine Bevölkerung des modernen Menschen in Europa, die sind nämlich von Zentralasien und davor aus dem Nahen Osten und wiederum davor aus Ostafrika gekommen. Konsequenterweise müsste man also nach Deiner “Logik” sagen: Österreicher sind genauso Afrikaner, wie alle anderen Menschen es sind.
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    Sehr empfehlenswert: “The Journey of Man” http://www.youtube.com/watch?v=OV6A8oGtPc4
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    Um wieder zurück zum Thema zu kommen: Ohne der “Mailänder Vereinbarung” zwischen den westlichen und östlichen Teilen der römischen Gebiete von 313 hätte es gar keine Religionsfreiheit für das Christentum gegeben. Wenn also von “Christlicher Tradition” gesprochen wird, dann hat diese in den Vorbedingungen *weltlicher* Entscheidungen ihren Ursprung. Darin hieß es u.a. “dass sowohl den Christen als auch überhaupt allen Menschen freie Vollmacht, der Religion anzuhängen, die ein jeder für sich wählt” (soferne die öffentliche Ordnung nicht gestört würde). Somit war es also eine *liberale* Position, die den Ausschlag für die freie Ausübung des Christentums ermöglichte. Insoferne müsste also gerade die Kirche am Besten verstehen, wenn Menschen vom Wert der Religions-Freiheit sprechen.
    -
    Aber wenn man sich die weitere Entwicklung ansieht, dann wird auch klar, wozu die neu gewonnene Freiheit ge- und missbraucht wurde:
    Nach dem Konzil von Nicäa wurde ab 380 unter dem römischen Kaiser Theodosius wurde nur noch der katholische Glaube, der sich auf Paulus bezieht gedultet und zur Staatsreligion erklärt. Alles, was davon abwich wurde für häretisch und “wahnsinnig” erklärt und bis zum Tod verfolgt:
    “Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen sollen sich, so ist unser Wille, zu der Religion bekehren,
    die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat, wie es der von ihm kundgemachte Glaube bis zum heutigen Tage dartut, und zu dem sich der Pontifex Damasus klar bekennt wie auch Bischof Petrus von Alexandrien, ein Mann von apostolischer Heiligkeit; das bedeutet, dass wir gemäß apostolischer Weisung und evangelischer Lehre eine Gottheit des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes in gleicher Majestät und heiliger Dreifaltigkeit glauben.
    Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen, so gebieten wir, katholische Christen heißen dürfen; die übrigen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerischer Lehre zu tragen. Auch dürfen ihre Versammlungsstätten nicht als Kirchen bezeichnet werden. Endlich soll sie vorab die göttliche Vergeltung, dann aber auch unsere Strafgerechtigkeit ereilen, die uns durch himmlisches Urteil übertragen worden ist.”
    -
    Genau diese absolutistische Grundlage diente für Inquisition, für Kreuzzüge und für den Rückgriff totalitärer Regime in Europa auf “Römischen Kult”. Bis heute noch wird diese diktatorische Tradition von manchen fortgesetzt und im “Kulturkampf” gegen Menschen anderer Religion oder anderer Weltanschauung eingesetzt. Nicht das Menschenrecht auf Gewissens- und Religionsfreiheit sowie die Trennung des säkularen Staates von einzelnen Religionen steht im Mittelpunkt dieser “Kultur” sondern die Durchsetzung von Hoheitsansprüchen. Und diesen hat der EGMR nun eine Absage erteilt. An der Reaktion und v.a. an den angeführten “Argumenten” der einzelnen Politiker wie auch seitens der Bevölkerung kann man sehr klar erkennen, wie sie es mit den Freiheitsrechten des Einzelnen, insbesondere der Religionsfreiheit halten.

  6. Ivo 22.11.2009 12:08

    Die Kreuze dürfen aus den Schulen nicht verschwinden.

    NIEMALS!

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    Wolfgang Grabensteiner 02.12.2009 07:42

    Auch nach der jetzigen Gesetzeslage sind die Kreuze keine Pflicht, sondern von der Bekenntnismehrheit der Schüler/innen abhängig.

  7. L.S. 22.11.2009 01:40

    Hah! You make my day :)
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    Der letzte Club 2 zu diesem Thema war auch vielsagend. Ich bin völlig einer Meinung mit Heinz Mayer: der EGMR hat sich dazu geäußert, was in Bezug auf Religionsneutralität und religiöse Symbole in staatlichen Schulen in der EMRK in Artikel 9 bzw. im 1. Zusatzprotokoll in Art. 2 steht. Darum geht’s und nicht wie so oft damit zu verbinden versucht wird, um die Abschaffung von Religionen oder deren Symbolen in außer-staatlichen Einrichtungen:
    -
    “The compulsory display of a symbol of a given confession in premises used by the public authorities, and especially in classrooms, thus restricted the right of parents to educate their children in conformity with their convictions, and the right of children to believe or not to believe. The Court concluded, unanimously, that there had been a violation of Article 2 of Protocol No. 1 taken jointly with Article 9 of the Convention.” (Pressemitteilung des EGMR zur Entscheidung)
    -
    P.S: Von Martin Buber bis zu Peter Drucker, das wär auch mal eine interessante Diskussionsrunde ;)

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