Achtung – Liberale Warnung vor grünen Äpfeln

Ira Shanker
Hätten die Grünen mehr mitzureden, würden Sie morgen auf einen sehr teuren Apfel beißen. Denn EU-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek von den Grünen fordert eine „Garantiezusage für den Zugang zu gesunden Lebensmitteln zu fairen Preisen.“ Dahinter stecken kommunistische Überlegungen zu einer gelenkten Marktwirtschaft, wie sie in Staaten wie Nordkorea heute sicher nicht bejubelt werden würden.
Apfel + Verwaltung + Steuersubvention = grüner, teurer Apfel
Die Grünen liebäugeln mit der gelenkten Marktwirtschaft. Politik soll Wirtschaft lenken – schönere Worte für Planwirtschaft, wie sie bei unseren osteuropäischen Nachbarn gescheitert ist.
Wenn Ulrike Lunacek einen „fairen“ Preis fordert, will sie politisch in die Preisgestaltung eingreifen. Eine teure Angelegenheit – denn künstlich niedrig gehaltene Preise sind nur mit Steuersubventionen möglich. Damit zahlen Sie als Steuerzahler oder Steuerzahlerin doppelt. Denn zum Preis des Apfels müssen Sie dann die Kosten für den politischen Eingriff und die Verwaltung hinzurechnen.
Der Eingriff von politischer Seite kann als Subvention beim Erzeuger oder beim Händler erfolgen. Unterm Strich kann so ein Apfel nur sehr teuer werden. Denn die Finanzierung der angeblichen „Fairness“ führt zu Steuererhöhungen, um die Subventionen und Verwaltungskosten finanzieren zu können.
Strafsteuern für Schokolade und Fruchtzwerge?
Die Grünen könnten aber auch ungesunde Lebensmittel mit Strafsteuern belegen. Auch kein schöner Gedanke, wenn Schokolade und Fruchtzwerge, Speck und Schweinsbraten teurer werden.
Allerdings beginnt es ohnehin bereits dort unschön zu werden, wo Politiker oder Politikerinnen über gesund und ungesund entscheiden wollen. Die Methode „wir wissen es besser als der Markt“ bedeutet eine Bevormundung und Entmündigung, der man ohnehin rasch einen Riegel vorschieben muss.
Sollen Einkommensschwache morgen auf Eier verzichten?
Wer faire Preise fordert, unterstellt die Möglichkeit von unfairen Preisen. Als Konsument habe ich die Wahl, den Preis für ein Produkt zu zahlen oder eben nicht. Ich entscheide mich freiwillig für den Kauf eines Bioapfels, obwohl mir bereits das „Bio“ im Wort verdeutlicht, dass dieser Apfel teurer ist.
Auch für das Ei eines freilaufenden Huhnes – das sogenannte Bioei – greifen Konsumenten mitunter tiefer in ihre Geldbörse. Würden Legebatterien mit Strafsteuern belegt oder verboten, steigt der Preis des heute günstigen Eies.
Es ginge aber auch anders: die Grünen legen Maximal- oder Minimalpreise für Eier fest. Gleicher Effekt: der Markt wird außer Kraft gesetzt. Die Erzeugung lohnt sich womöglich nicht mehr – Eier aus Legebatterien verschwinden vom Markt. Oder sie werden teurer. Für viele einkommensschwache Familien würde das das Wegfallen eines heute heiß begehrten Lebensmittels bedeuten.
Liberale: Finger weg von politischer Preisfestlegung
Als Liberale stehen wir zur sozialen Marktwirtschaft und zu Spielregeln für alle Marktteilnehmer. Die Aufgabe der Politik besteht darin, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen für ein Funktionieren des Marktes zu schaffen.
Die Preisbildung für einen liberalen Apfel erfolgt als Zusammenspiel von Verkäufer und Käufer – fern jeden politischen Zurufs. Je größer die Nachfrage, desto günstiger kann auch produziert werden. D.h. je mehr Menschen gesunde Lebensmittel kaufen, desto mehr Anbieter, wie Abhof-Verkäufer, Bioecken in Geschäften, etc. wird es geben.
Der Markt reguliert sich selbst durch Angebot und Nachfrage, er braucht keine teure Lenkung. Das macht den liberalen Apfel im Vergleich zum Apfel unserer staatsgläubigen, grünen Freunde günstiger. Ein vielfältiges Angebot macht das Leben interessanter.
Ira Shanker
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Ira 04.05.2009 04:59
@ Georg
Peter Pilz beschimpft Unternehmer auf seinem Blog vom 10. April 2009:
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In den letzten beiden Jahrzehnten ist der Reichtum gerade in Österreich parasitär geworden. Während früher Unternehmer investierten und selbst einen großen Teil des Risikos trugen, wird seit zwanzig Jahren gespielt und abgezockt. Grasser und Meinl sind die Wappenfiguren der parasitären Oberschicht.
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Sie schreiben: Peter Pilz beschimpft im Übrigen meinem Verständnis nach nicht alle Unternehmer sondern schießt sich eher auf MNKs ein
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@ Georg
obiges Statement von Peter Pilz läßt sich nicht deuteln – auch wenn sie es zu relativieren versuchen. Und wenn Sie undifferenziert alles was nicht pro grün ist, mit rechtem Rand beschimpfen, dann sei es ihrem einseitig grünem Politikverständnis unbenommen!!
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Wirtschaftspolitisch leben Liberale und Grüne auf zwei Planeten. Und das ist gut so!
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Wolfgang 04.05.2009 05:47
@ Georg
Liberale in Abgrenzung zu den Grünen
Mir gefällt die wirtschaftspolitische Ausrichtung des LIF und ich halte es für vernünftig, diese deutlich zu kommunizieren.
Jacky 06.05.2009 16:51
Ich glaube, wir stoßen hier wieder einmal auf ein altes Problem des LIF: den Gegensatz zwischen “Linksliberalen” (die eher den Grünen nahe stehen) und “Wirtschaftsliberalen”. Linksliberale neigen dazu, Wirtschaftsliberale als eiskalte Kapitalisten (oder manchmal sogar als “rechter Rand”) zu verunglimpfen, während Wirtschaftsliberale dazu tendieren, Linksliberale als “Kommunisten” zu beschimpfen. Das mag jetzt etwas überspitzt formuliert sein, lässt sich aber in diesem Thread geradezu idealtypisch beobachten.
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Heide Schmidt war ja immer der Ansicht, dass Wirtschaftsliberalismus und Gesellschaftsliberalismus ohnehin nicht im Gegensatz zueinander stehen, sondern untrennbar zusammengehören. Ich fürchte, dass diese Position etwas zu optimistisch war. Nicht zuletzt deshalb, weil ähnliche Auseinandersetzungen dem LIF schon früher nicht gut getan haben (ich erinnere mich immer noch mit Schaudern an den Machtkampf zwischen Hecht und Bolena und die Folgen…)
Ira 06.05.2009 17:48
@ Jacky
Ich seh auch heute keinen Gegensatz – eine liberale Partei zeichnet sich geradezu durch diesen Zugang aus. Wer den mündigen Menschen in den Mittelpunkt seiner/ihrer Überlegung stellt, wird sowohl sozial-, als auch wirtschaftspolitisch zu liberalen Antworten kommen.
Die Freiheit des Menschen ist nicht rollenabhängig, sondern gilt sowohl für die Privatperson, Arbeitnehmer/Arbeitnehmerin als auch Unternehmer/in. Daher auch für Konsumenten und -innen.
Ex-Grüner 07.05.2009 05:23
@ Jacky
Vielleicht waren die Grünen unter Van der Bellen linksliberal – seit Glawischnig und Lunacek sind sie das sicher nicht mehr. Wer die Freiheit des Einzelnen durch Quotenzwang und staatliche Preisfestlegung beschneiden will, verachtet den mündigen Bürger.
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Daher kann ein Linksliberaler gar nicht (mehr) den Grünen nahe stehen.
Miriam 07.05.2009 08:16
@ Jacky
Sexuelle, finanzielle und wirtschaftliche Freiheiten sind unter einem liberalen Dach vereinbar.
Gleiche Rechte für homosexuelle Paare, die Grundsicherung und eine soziale Marktwirtschaft widersprechen sich nicht.
Miriam 20.04.2009 17:23
Vota communista bei den Grünen nun auch am Wahlplakat. Lunacek hat da wohl Honneckers Werbeagentur engagiert – geht wohl alles in eine Richtung.
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Mike 18.04.2009 09:56
Ich find die Idee der Grünen blöd. Warum wollen die sich da einmischen. Warum glauben die, das die das besser wissen? Ich habe übrigens gelesen, daß die Nationalratsabgeordneten der Grünen nie in der Privatwirtschaft waren, stimmt das?
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@ Pro Marktwirtschaft 19.04.2009 11:10
Gerade weil sie nie in der Privatwirtschaft waren und daher auch keinen blassen Schimmer von Wirtschaft haben, kommen die ja überhaupt auf solche Ideen.
Peter 19.04.2009 16:25
Die Planwirtschaft hat ihre Vorteile – nicht umsonst wünschen sich viele Menschen aus der Ex-DDR das alte System zurück und wählen die deutsche Linke.
Es gibt keine Armut, alle haben gleich viel zur Verfügung – für wohnen und essen ist gesorgt. Alle Menschen sind gleich viel wert, alle haben die gleichen Startbedingungen und ihren Job.
Hayekfan 19.04.2009 18:48
@Peter: In kommunistischen Systemen sind tehoretisch alle gleich (ausgenommen Funktionäre – die sind gleicher), leider aber in der Praxis alle nur gleich arm, wie man nur unschwer am Wohlstandsunterschied zwischen West- und Ostdeutschland oder auch heute noch zwischen Nord- und Südkorea ohne von Wirtschaft eine Ahnung haben zu müssen, nachprüfen kann!
Miriam 20.04.2009 07:24
Tolle Vorteile in der Ex-DDR – Stasi, Reisefreiheit gestrichen, Mauer zwischen Ost- und Westberlin, jeder Freund vielleicht doch ein Feind (Spitzel), Ausbildung nur möglich, wenn auch politisch gewollt … NEIN DANKE
Georg 15.04.2009 12:45
@Pro Marktwirtschaft
Das ist nicht wehleidig, das ist ganz einfach eine Feststellung. Die Grünen als Kommunisten zu verkaufen ist nicht gerade die jüngste Masche der FPÖ, das müsste auch Frau Shanker wissen. Wer sind eigentlich “die” Linken? Und ist es gleich eine Keule, wenn man die freie Marktwirtschaft nicht für ein unumschränktes Allheilmittel hält?
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Ira 15.04.2009 13:24
Peter Pilz beschimpft Unternehmer als Abzocker, Spieler und Parasiten. Frau Lunacek spricht sich gegen internationale Betriebe und gegen EU-Grundsätze wie Waren- und Dienstleistungsfreiheit aus. Gleichzeitig will sie mich als Konsumentin entmündigen und bevormunden(Preisfestlegung durch die Politik). In Kombination mit der Reichensteuer (Gleichmacherei, Stärkung des Staates und Verhindern jeder Privatinitiative) nähern wir uns da asymptotisch einem kommunistischen System an, das ich nicht will.
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Falls Sie all das nicht mittragen können und sich für den mündigen Menschen einsetzen wollen, kann ich das verstehen. Dann sind aber die Grünen die falsche Heimat für sie.
Morten 16.04.2009 06:10
Da sie ja Mitglied der Grünen sind, wäre es interessant, wie sie sich definieren.
Pro Marktwirtschaft 17.04.2009 06:34
@ Georg
Warum haben die Grünen nicht den Mut, offen zum Kommunismus zu stehen?
Jacky 17.04.2009 18:17
@Pro Marktwirtschaft: sehr einfach: weil sie nun einmal keine Kommunisten sind!!! Ehrlich gesagt: die Verunglimpfung der Grünen als Kommunisten oder “Linkslinke” war ich bisher eher von Strache oder Molterer gewöhnt. Das LIF hat für mich bis dato Politik auf einem anderen, deutlich höheren Niveau symbolisiert!
Pro Marktwirtschaft 18.04.2009 07:54
@ Jacky
bis jetzt hat mir noch keiner sagen können, wofür die Grünen stehen – nur wofür sie angeblich nicht stehen. Und leider – die Faktenlage (siehe die laufenden Beiträge) spricht für sich.
Morten 18.04.2009 10:18
@ Pro Marktwirtschaft
mir auch nicht. Die Grünen scheinen das selbst nicht zu wissen.
Georg 03.05.2009 22:05
@Pro Marktwirtschaft
Warum habe Sie nicht den Mut offen zu ihrer offenkundig einfältigen Sicht der Dinge zu stehen?
Peter Pilz beschimpft im Übrigen meinem Verständnis nach nicht alle Unternehmer sondern schießt sich eher auf MNKs ein, die uns zum Teil ja ordentlich in die Scheiße geritten haben und durch ihre Praktiken nicht wenig zur ungerechten Verteilungslage auf dieser Welt beitragen. Offenkundig braucht es auf globaler Ebene Kontrollmechanismen und Initiativen, da der Markt hier eben den Ausgleich nicht automatisch schafft – oft sogar das Gegenteil.
Wie ich das verstanden habe, was Sie als “Preisfestlegung” bezeichnen, hab ich bereits erläutert. Sich nur mit Schlagworten auseinanderzusetzen und mit Schlagworten wie sie normalerweise vom rechten Rand kommen um sich zu werfen, ist in der Tat weit von dem Level entfernt, dass einst die von mir geschätzte Heide Schmidt gehalten hat.
Das Verhalten der Grünen gegenüber dem LIF, diese Panik vor dem Wählerverlust, die maximal in Wien rechtfertigbar war, habe ich oft nicht verstanden, ebenso wie das giften in die “gelbe” Richtung. Schade zu sehen, dass das LIFnun Ähnliches betreibt, nur viel exzessiver und haltloser.
Das ist nicht mehr die sympathische, und in meinem Bekanntenkreis wählbare Partei die sie einmal war, und die ich den Grün-Skeptikern in meinem Umfeld als Alternative empfohlen habe. Das hier scheint nur noch ein rhetorischer Abklatsch des rechten Randes zu sein, dessen einzig erträgliche Politikinhalte der Kampf gegen Intoleranz und für eine offene Gesellschaft zu sein scheint. Diese Ziele teilt man mit den Grünen, sonst gibt es anscheinend kaum noch was – sei es programmatisch oder in Sachen öffentliche Statements – was das jetzige LIF als “Nachfolger” von Heide Schmidts Partei erkennbar macht.
Miriam 15.04.2009 07:50
Was würde passieren, wenn Österreich bzw. die EU alle Subventionen für Unternehmen und Bauern streichen würde?
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Pro Marktwirtschaft 17.04.2009 09:15
Weniger Steuern und weniger Verwaltung, d.h. der Konsument hat mehr Geld zur Verfügung. Gleichzeitig werden die Preise steigen.
Dropton 02.05.2009 08:34
Wenn die USA dann auch mitmachen würde, hätten die dritten Welt Länder am Weltmarkt vielleicht eine Chance…
Grüne Meinung: Unternehmer sind Abzocker 14.04.2009 05:54
Laut Peter Pilz sind alle Unternehmer Spieler und Abzocker, nachzulesen auf http://www.peterpilz.at, Freitag 10. April 2009
xxx
Vermögenssteuer. Es gibt keine Alternative: Entweder zahlen die Reichen mit – oder alle anderen müssen weiter für sie die Kosten für Sozial- und Bildungsstaat tragen.
In den letzten beiden Jahrzehnten ist der Reichtum gerade in Österreich parasitär geworden. Während früher Unternehmer investierten und selbst einen großen Teil des Risikos trugen, wird seit zwanzig Jahren gespielt und abgezockt. Grasser und Meinl sind die Wappenfiguren der parasitären Oberschicht.
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Morten 14.04.2009 06:19
Wen wunderts. Peter Pilz war laut wikipedia während seiner Studienzeit Mitglied der trotzkistischen Gruppe Revolutionäre Marxisten.
Parasit ;-) 14.04.2009 06:25
Lieber Dr. Pilz
Alle Unternehmer in einen Topf mit jenen zu werfen, die sich über Anlagebetrug an “kleinen Sparern” bereichern ist Ihrer akademischen Ausbildung nicht würdig.
Der weitaus größte Teil der Unternehmerinnen und Unternehmer (ca. 300.000 KMU´s mit 1-25 Mitarbeitern) übernimmt nicht nur erhebliches persönliches Risiko bis hin zum nachhaltigen Verlust seiner Existenz, sondern auch einen Arbeitsumfang den kaum ein Grün-Politiker für möglich halten würde.
Gleichzeitig übernehmen diese Unternehmen auch ein Steueraufkommen ungeahnter Höhe. Und sollte es ein Unternehmer trotz allem mit Fleiß und Innovationskraft schaffen sich ein (bereits mehrfach versteuertes!) kleines “Vermögen” aufzubauen kommen die leistungsfeindlichen Umverteiler und nehmen es ihm wieder ab.
Für alle die sich nicht mehr erinnern können: der Kommunismus ist gescheitert.
Mayer B. 14.04.2009 07:11
Ich bin seit 20 Jahren Unternehmer. In meinem Betrieb arbeiten 23 Mitarbeiter. Gerade auch in diesen harten Zeiten der Wirtschaftskrise ist es mir wichtig, jeden meiner Mitarbeiter weiterhin im Unternehmen zu behalten.
Die Worte von Peter Pilz – ich habe sie jetzt auch auf dem Peter Pilz Blog nachgelesen – sind ein Affront gegen alle Unternehmer. An das Liberale Forum: ihr macht gute Arbeit. Weiter so!!
Miriam 14.04.2009 13:35
@ Parasit
Ich glaube nicht, daß Peter Pilz hier ein Fauxpas passiert ist. Es ist Methode, jetzt gegen Reiche und Unternehmer zur Jagd zu blasen. Die Reichensteuer paßt gut ins Bild.
Die Marxisten / Kommunisten haben in der Ära Van der Bellen wenig zu sagen gehabt. Mit Glawischnig ist die Partei ins linkslinke Eck abgerückt und die Wirtschaftsfeindlichkeit der Partei kommt zutage – Quotenzwang, Entmündigung des Marktes = Anbieter und Konsument, Lunacek gegen internationale Betriebe bzw. EU-Grundsätze wie Waren- und Dienstleistungsfreiheit.
Miriam 14.04.2009 14:01
aus Wikipedia:
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde “Wirtsvolk” oder “Parasit” in einen rassistisch fundierten Dualismus zwischen „Ariern“ und „Juden“ eingewoben, wobei das schillernde Bild des „jüdischen Parasiten“ mit der naturhaften Wirklichkeit identifiziert wurde.
Morten 15.04.2009 12:06
eine mögliche Erklärung für die Wirtschaftspolitik der Grünen heue im Standard in einem anderen Zusammenhang:
.. dass von den 20 grünen Nationalratsabgeordneten und den 16 Wiener Gemeinderäten so gut wie keine Person berufliche Erfahrungen in der Privatwirtschaft gesammelt hat oder gar einen halbwegs “normalen” Beruf ausübt …
Werner Becher 10.04.2009 15:24
Markt = Demokratie, Planwirtschaft/gelenkte Wirtschaft = Totalitarismus
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Entscheidet die Politik gemeinsam mit der Bürokratie, was gut und richtig ist für dumme, hilfsbedürftigen Menschen ist ODER treffen viele selbstbestimmte und eigenverantwortliche Menschen tausende Einzelentscheidungen und regel die Preise damit auf Basis von Angebot und Nachfrage?
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Wir brauchen sicher keine bürokratischen Schreibtischattentäter aus der Politik, die keine Ahnung von Wirtschaft haben und diese nur vom Hörensagen kennen – oder will irgendwer, dass die putzigen Laura Rudas, Ulrike Lunacek, Fritz Neugebauer oder gar rechte Lebensmenschen unsere Lebensmittelpreise kontrolliert?
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Was wir allerdings endlich und wirklich dringend brauchen würden, wäre WIRTSCHAFTSPOLITIK = die Politik sorgt für einen fairen Ordnungsrahmen/Spielregeln für alle Marktteilenehmer und kontrolliert diesen dann im Unterschied zu jetzt auch objektiv und streng! Gäbe es diese Spielregeln, ohne die Marktwirtschaften nicht funktionieren können, und würden Sie auch exekutiert, dann hätten wir keine Finanzkrise!
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Von der Politik (=auf Zuruf der Kronen Zeitung, AK, Bauernbund, etc.) subjektiv und täglich neu ohne Bezug zu internationalen Märkten festgelegten Preise erfreuen zwar das Herz unser marxistischen Freunde (KPÖ, Grüne, SPÖ), dieses System führt aber leider wie die Geschichte lückenlos bewiesen hat nur dazu, dass zwar sehr rasch alle Menschen „gleicher“ aber leider dann nur GLEICH ARM werden!
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Was wir brauchen, wenn wir nicht einen Schritt zurück in die Vergangenheit sondern einen Schritt nach vorne machen wollen, ist eine Wirtschafts- und Finanzpolitik, die endlich Spielregeln für die Finanzmärkte schafft und auch in allen anderen Wirtschaftsbereichen nicht nur brav verwaltet sondern einen fairen Ordnungsrahmen für alle Unternehmen schafft und diese auch streng kontrolliert. Leider passiert in dieser Richtung von unserer Regierung rein gar nichts. Oder hat nach nun doch schon einigen Monaten der Krise schon irgend jemand etwas von konkreten neuen Spielregeln für den Finanzsektor gehört, gibt es die bereits vor 2 Jahren angekündigte Universaldienstverordnung für den zukünftig liberalisierten Postmarkt endlich, wird etwas gegen das Oligopol in den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel, Öl/Gas/Benzin, Energieversorgung, etc. unternommen, wird die steinalte und wettbewerbsverhindernde Gewerbeordnung reformiert, wird im Bildungs- und Gesundheitsbereich das Scheitern des Staates endlich eingestanden und auch privaten der Zugang für eine bessere Versorgung der Bürger ermöglicht, … – NEIN!!!!
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Gerade in Zeiten der Krise sind sicher keine putzigen Weltverbesserer gefragt, die ewig gestrige und bereist gescheitertete Wirtschaftsexperimente brav nachplappern können (aber nicht einmal diese verstanden haben) sondern WIRTSCHAFTSPROFIS der neuen Generation!
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Marion 11.04.2009 08:35
Jahrelang haben Glawischnig und Van der Bellen ein böses Spiel zur Wählermaximierung betrieben. Nun endlich werden die Unterschiede zwischen Liberalen und Grünen völlig klar.
NieWiederGrün 11.04.2009 10:01
Wer jemals bei interen Meetings der Grünen dabei war, bei denen es um Wirtschaft ging und kein gestriger Marxist ist, kann nur den Kopf schütteln und dieser Partei den Rücken zu wenden.
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Auf Basis der Argumentation von Attac und Co. wird gegen die Globalisierung mobil gemacht und eine Abschottung der eigenen Märkte vor den bösen Ausländern gefordert, Antiamerikanismus aber auch immer lauter Antisemitismus sind einwesentlicher Teil der Argumentation, die ganz klar nationalistisch ist!
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Der Kreis zwischen Linksextremen und Rechtsextremen schliesst sich bekanntlich beim Thema Nationalismus wieder (siehe auch Begriff und Geschichte des NationalSOZIALISMUS)!
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Weltoffenheit, Modernität, Leistungsorientierung, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung sind defintiv keine Grünen Werte und unterscheiden die Grünen ganz klar von den Liberalen!
Hayekfan 11.04.2009 10:03
Danke Werner Becher, das sind mal klare liberale Ansagen, die ich nur unterstreichen kann!
Morten 13.04.2009 10:50
Danke auch Werner Becher – auch ich habe lange auf diese klaren liberalen Ansagen gewartet. Das Liberale Forum in dieser Ausprägung gefällt mir gut (im Gegensatz zu den populistischen, linksfeministischen und wirtschaftsfeindlichen Grünen)
In Zukunft nur mehr Liberal 13.04.2009 11:14
Die Grünen fahren die Populismus-Schiene, die sie der FPÖ jahrelang vorgeworfen haben. Das ist nicht mehr sachliche, politische Auseinandersetzung, sondern das Ziel ist das Auseinanderdividieren der Gesellschaft.
Inge B. 09.04.2009 21:03
Die Grünen verpacken ihre Forderungen in eine sehr positive Sprache, die marketingtechnisch gesehen viele JAs erzeugt.
Im Satz „Garantiezusage für den Zugang zu gesunden Lebensmitteln zu fairen Preisen.“ werden ausschließlich positiv besetzte Wörter verwendet. Garantie, gesund, fair. Wer will das nicht.
Erst wenn man den Satz näher hinterfragt, erhält er eine politische erschreckende Dimension.
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Jacky 10.04.2009 11:58
Äh… und was ist, bitte sehr, das Erschreckende daran?
Inge B. 10.04.2009 20:25
Erschreckend – ich würde sogar meinen, gefährlich – ist die durchaus gekonnt ausgespielte Kombination von Marketing und Populismus. So werden von den Grünen totalitäre Foderungen auf den Markt gebracht, die in Wirklichkeit grauslich sind, aber keiner merkts. Erst wenn sie umgesetzt werden würden, würde es ziemlich weh tun.
Zum Teil hofft ja sogar noch die grüne Basis, daß das alles nicht stimmt und nicht so gemeint ist.
Mathias 09.04.2009 17:51
@Georg:
“Da ist der Punkt, wo die Fairness hergestellt werden sollte, da sind Subventionen eine Möglichkeit (so versteh ich das jedenfalls). Und die kann man ja wohl dosieren. Dass das Ziel keine Preisgleichheit zwischen Bio-Essen und “normal” produzierter Nahrung sein kann erachte ich da als notwendige Überlegung.”
Die Grünen wollen allerdings nicht direkt die Bio-Bauern entlasten, sondern die Konsumenten, indem sie fordern, dass “gesunde Nahrung für alle leistbar sein muss”. Wie anders, als mit einem Preisangleich an die billigeren Pestizid-Produkte, stellst du dir dieses Vorhaben denn vor? Und genau dann, nämlich wenn jeder Bio-Produkte kauft, stellt sich das von mir beschriebene Szenario ein, denn die jetzigen Nicht-Bio-Großunternehmen werden sich mit Sicherheit etwas einfallen lassen, um auch an den Subventionstopf zu kommen.
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Pro Marktwirtschaft 09.04.2009 14:48
Der gestrige Club 2 zeigte ja deutlich, wie manche linken Kreise bereits von Enteignung und Vergesellschaftung reden. Gestern fielen zwar nicht die Vergleiche zu Nordkorea, aber zur Ex-DDR und die sind ja auch sehr passend.
Sehr weit weg von kommunistischen Ideen können die Grünen nicht sein, wenn sie mit ATTAC gemeinsam auf die Straße gehen.
Antworten »
Ira 09.04.2009 22:14
Diese Wirtschaftskrise verdeutlicht, daß eben verschiedene Ansätze für Wirtschaftssysteme bestehen. Manche politischen Vertreter wollen stärker in Marktmechanismen eingreifen, manche weniger.
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Gerade weil derzeit alle Parteien nach mehr Regulierung und Staatseinfluß rufen, halte ich es für wichtig, die liberale Stimme für Freiheit und Eigenverantwortung zu verstärken. Gerade mündige, leistungsorientierte Menschen haben während und nach dieser Krise eine wichtige Aufgabe. Meiner Ansicht nach eine wichtigere, als die, die Menschen auf der Straße mobilisieren und mit populistischen Parolen (siehe ATTAC-Demonstration gemeinsam mit KPÖ, Grünen und SPÖ) gegeneinander ausspielen.
Pro Marktwirtschaft 09.04.2009 22:36
Idealtypische Marktwirtschaft = Preis wird von Angebot und Nachfrage gesteuert.
Gelenkte Marktwirtschaft = Preis wird von Ulrike Lunacek gesteuert
Jacky 10.04.2009 11:44
Also, sehen wir’s doch mal realistisch: die Preisfindung durch Angebot und Nachfrage, wie man sie in der VWL-Einführungsvorlesung lernt, gibt es in der Realität nicht. Allein schon deshalb, weil sie eine große Zahl an kleinen Marktteilnehmern auf der Angebots- und Nachfrageseite voraussetzt. Heute haben wir es jedoch auf der Angebotsseite der meisten Märkte mit dem Gegenteil zu tun: einer kleinen Zahl an großen Anbietern (Oligopol), die dann natürlich auch Einfluss auf die Preise nehmen können. So gesehen, ist also jede Marktwirtschaft “gelenkt” – der Unterschied ist nur, ob man die Lenkung alleine den Angebotsoligopolisten überlässt (die natürlich vor allem ihre Gewinne maximieren wollen), oder ob man hier durch eine zusätzliche Lenkung vonseiten des Staates korrektiv eingreift. (Das Ganze kann man natürlich auch entsprechend auf Nachfrageoligopole umlegen.)
Ach ja, und der Vergleich von ATTAC und Grünen mit der Ex-DDR ist einfach so lächerlich und unsinnig, dass ich darauf nicht eingehen möchte.
Inge B. 10.04.2009 20:13
@ Pro Marktwirtschaft
Wenn Ulrike Lunacek Angebot und Nachfrage durch politische Intervention ersetzt, sprechen wir nicht mehr von Marktwirtschaft. Preisfestlegung durch die Politik ist ein Eingriff, der durchaus das Wort Planwirtschaft zulässig macht.
Inge B. 10.04.2009 20:44
Raidl, Ortner und die DDR
Erschreckend einseitig auch der Kommentar des angeblich liberalen Standards zur Club 2 Diskussion:
http://derstandard.at/?url=/?id=1237229584370%26_lexikaGroup=1
Jacky 11.04.2009 12:01
Ich finde, der Kommentar im Standard fasst die Club2-Diskussion sehr gut zusammen. Vor allem hat die Diskussion gezeigt, dass “Neoliberale” (wie immer man “neoliberal” definieren will) wie Herr Ortner offenbar nicht willens sind, angesichts des offensichtlichen Versagens der von ihnen vertretenen Wirtschaftspolitik ihre Positionen zu überdenken. Stattdessen wurden sämtliche Argumente, die von Herrn Felber kamen, sofort mit den Worten “Enteignung” und “DDR” niedergemacht.
Inge B. 13.04.2009 10:48
@ Jacky
Herr Felber hat selbst von Enteignung und Vergesellschaft gesprochen. Das sind seine Ideen und Forderungen, die auch ATTAC trägt. Übrigens auch in seinen Büchern nachlesbar.
Sie haben anscheinend das Eingangsstatement von Herrn Ortner im Club 2 nicht bekommen. Er hat noch einmal an den Auslöser der Finanz- und Wirtschaftskrise erinnert: Kleine Häuselbauer, die sich über ihre Verhältnisse verschuldet haben – mithilfe der Banken. Also eine Immobilienblase, die geplatzt ist.
Jacky 09.04.2009 09:25
“Kommunistische Überlegungen”, “in Staaten wie Nordkorea heute sicher nicht bejubelt”, “Planwirtschaft” – jetzt fängt Ira Shanker auch schon damit an, jeden, der es wagt, den hoch heiligen freien Markt zu kritisieren, als hoffnungslosen Kommunisten abzustempeln! Gerade vom LIF hätte ich mir doch eine etwas differenziertere Sichtweise erwartet…
Antworten »
Ex-Grüner 09.04.2009 14:29
Wer die Grünen länger beobachtet kann Frau Shanker nur Recht geben. Der Kreis um Frau Lunacek verfolgt kommunistische / planwirtschaftliche Überlegungen. Im übrigen ist das jener Kreis, der durch die Abwahl von Voggenhuber gestärkt wurde.
Mathias 08.04.2009 23:06
@Georg: Staatliche Rahmenbedingungen – meinetwegen, aber nur dort, wo sie wirklich nötig sind und in geringstmöglicher Anzahl.
Wo beispielsweise bei Bio-Äpfeln eine Notwendigkeit zur Regulierung vorhanden ist, erschließt sich mir nicht wirklich. Noch niemand ist vom Mampfen eines Nicht-Bio-Apfels umgekommen, wahrscheinlich ist sogar ein mit Pestiziden besprühter Apfel um einiges gesünder als das, was die meisten Menschen (und damit meine ich nicht nur “Arme”) täglich in sich reinstopfen (was allerdings ihnen überlassen sein sollte, jeder darf sich so ungesund ernähren wie er will) – ganz abgesehen davon, dass der gesundheitliche Vorteil von “Bio” ohnehin höchst umstritten ist.
Was so falsch an dieser Regulierung ist? Sie kostet Geld, bringt den Markt aus dem Gleichgewicht und schafft die Basis für weitere Eingriffe dieser Art – z.B. eine höhere Besteuerung von “ungesunden” Lebensmitteln, wie sie in Deutschland bereits überdacht wurde, da der Staat, wenn er weiß, was wir Gesundes essen, ja auch bestimmt weiß was wir nicht verzehren sollen.
Zu deiner Frage: “Inwiefern verhindert er als Teil des selbigen ein vielfältiges Angebot?” – Werden auf einmal nur die Bio-Bauern subventioniert, damit diese die Preise ihrer Lebensmittel drücken, kosten Bio- und herkömmliche Äpfel logischerweise gleich oder fast gleich viel. Was machen nun jene Bauern, die auf herkömmlich Art und Weise züchten? Entweder sie gehen pleite, weil die Medien seit Jahren “Bio = besser!” suggerieren (man möchte fast sagen: propagieren) und natürlich jeder zum Bio-Apfel greifen wird – macht preislich ja keinen Unterschied mehr. Oder aber sie bzw. ihre Nachkommen (die Versorgung muss ja weiterhin gedeckt sein) bauen ebenfalls nach Bio-Methoden an, werden also ebenfalls subventioniert. Die Kosten für den Staat explodieren und als logische Konsequenz werden die Subventionen zurück gehen, wodurch mancherlei Bauer wiederum auf Pestizide umsteigt und die jeweiligen Äpfel natürlich billiger als die ohnehin schon billigen Bio-Teile anbietet. Also haben wir entweder Preisverfall (schlecht für die Bauern) oder enorme Staatskosten (schlecht für den Steuerzahler) – und das nur, weil manche sich einbilden, das österreichische Volk wäre zu gut für einen “normalen” Apfel.
Diese Kommunisten- und Planwirtschaftsvergleiche finde allerdings auch ich unangebracht, die “Marxismus”-Attitüde den Grünen bei jeder Gelegenheit anzuheften wird wirklich schon lächerlich. Ansonsten gebe ich Frau Shanker aber umfassend Recht – weder brauchen wir Eingriffe in der Ernährungsmarkt, noch hat irgendjemand das “Recht auf gesundes Essen”.
Antworten »
Georg 09.04.2009 09:07
Bio-Bauern haben trotz des Booms einen immer noch schweren Stand, insbesondere die kleineren, da der Großhandel sehr bemüht ist die Preise zu drücken. Da ist der Punkt, wo die Fairness hergestellt werden sollte, da sind Subventionen eine Möglichkeit (so versteh ich das jedenfalls). Und die kann man ja wohl dosieren. Dass das Ziel keine Preisgleichheit zwischen Bio-Essen und “normal” produzierter Nahrung sein kann erachte ich da als notwendige Überlegung.
Tom Schaffer 08.04.2009 22:41
“Die Preisbildung für einen liberalen Apfel erfolgt als Zusammenspiel von Verkäufer und Käufer – fern jeden politischen Zurufs.”
Denkfehler: Du suggerierst, dass nicht einzugreifen keine Politik wäre. Ist sie aber.
“Der Markt reguliert sich selbst durch Angebot und Nachfrage, er braucht keine teure Lenkung. Das macht den liberalen Apfel im Vergleich zum Apfel unserer staatsgläubigen, grünen Freunde günstiger.”
Vor allem macht es ihn unregulierter. Das kann günstiger bedeuten – oder giftiger.
Was jedenfalls übrig bleibt ist, dass du abermals den Grünen Kommunismus unterstellst. Und das ist nach wie vor eine lächerliche Polemik deren Sinn sich mir nicht erschließt.
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Pro Marktwirtschaft 09.04.2009 19:41
@ Tom Schaffer
Frau Shanker hat sehr ausführlich dokumentiert, warum aus ihrer Sicht der liberale Apfel günstiger wäre als der grüne. Das ist für mich gut nachvollziehbar.
Sie schreiben: .. Vor allem macht es ihn unregulierter. Das kann günstiger bedeuten – oder giftiger. Können Sie dafür irgendwelche Argumentationen und Hintergründe liefern oder ist das einfach eine Feststellung ihrerseits?
Ira 09.04.2009 21:39
@ Tom Schaffer
Ich schicke voraus, daß ich als Liberale grundsätzlich vom mündigen Menschen ausgehe. Dieser ist fähig, als Marktteilnehmer aktiv zu handeln und benötigt keine politische Bevormundung.
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Du schreibst: “Die Preisbildung für einen liberalen Apfel erfolgt als Zusammenspiel von Verkäufer und Käufer – fern jeden politischen Zurufs.”
Denkfehler: Du suggerierst, dass nicht einzugreifen keine Politik wäre. Ist sie aber.
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Falsch. Ich gehe von einer liberalen Politik aus, die sich auf ihre Aufgaben besinnt und nicht in Marktmechanismen eingreift. Die Aufgabe der Politik ist nicht die Preisgestaltung von Lebensmitteln und auch nicht die Feststellung von gesund – ungesund. Ein Eingriff in die Preisgestaltung wäre meiner Ansicht nur in einer extremen Krisensituation – Menschen würden andernfalls verhungern, extreme Inflation, etc. – denkbar.
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Du schreibst: Vor allem macht es ihn unregulierter. Das kann günstiger bedeuten – oder giftiger.
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Es stellt sich hier die Frage, ob der Markt als System eine Preisregulierung durch die Politik benötigt. Auch heute gibt es gespritzte Äpfel und Bioäpfel. Als Konsument habe ich die freie Wahl, ob ich mir den teuren Apfel leisten will – abgesehen davon, ob ich mir den Bioapfel leisten kann. Ähnlich wie bei günstigeren Eiern gibt es auch viele Familie, die zum günstigeren Apfel greifen wollen und müssen.
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Aufgabe des Politikers ist sehr wohl, Rahmenbedingungen zu schaffen, sodaß keine giftigen Äpfel am Markt kommen. Daher ist letzteres eine böse Unterstellung Deinerseits.
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Wirtschaftspolitisch befinden sich Liberale und Grüne auf zwei weit entfernten Planeten. Systemtheoretisch – wo würdest die Grünen wirtschaftspolitisch einordnen?
Georg 08.04.2009 22:33
Die Forderung ist keine totale “Lenkung des freien Marktes”, sondern lediglich die Forderung gewisser Rahmenbedingungen. Und beim garantierten Zugang zu fair gepreister Bio-Nahrung seh ich das Problem schon gar nicht. Was spricht dagegen, eine Verfügbarkeit sicher zu stellen bei gleichzeitiger fairer Entlohnung der Bio-Landwirte? Inwiefern verhindert er als Teil des selbigen ein vielfältiges Angebot?
“Der Markt regelt sich durch Angebot und Nachfrage” stimmt ja prinzipiell, sollte aber nicht als Dogma gesehen werden. Denn in allen Bereichen funktioniert das eben nicht, wenn etwa aus wichtigen Gründen ein Angebot für Minderheiten erhalten bleiben muss oder eine bestimmte Reglementierung erfordert. Manche Problemstellungen – ohne dass dies eine Referenz aufs Bio-Essen wäre – sind zu verschachtelt, zu komplex, als dass sie durch einfache Marktlogik bewältigbar wären.
Freie Marktwirtschaft ist etwas schönes. Der Staat soll ihr gute Rahmenbedingungen schaffen, aber auch Grenzen stecken und fallweise auch Zwänge auferlegen, wo sie schädlichwirken oder versagen würde. Das alles ist weit von Verstaatlichungskonzepten entfernt. Jedoch ist “der Markt regelt alles” angewandt auf alles naiv und fundamentalistisch.
Übrigens Frau Shanker: Die “Grünen = Kommunisten”-Keule haben sie sich von der FPÖ geborgt, stimmts? Geben Sie sie bitte ihren Erfindern zurück, dort ist sie passend aufgehoben. Ihnen steht sie wahrlich nicht zu Gesichte.
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Christoph G. 09.04.2009 08:54
@ Georg: Gebe dir recht!
“Der Markt regelt sich durch Angebot und NAchfrage” – stimmt im Prinzip, die Praxis sieht da anders aus, denn es kommt auch zu Verzerrungen (beispsielsweise Monopole oder Oligopole, aber auch andere) und bei Fortsetzung dieser zu einem MArktversagen! Daher bedarf es gewisser Rahmenbedingungen (in einer gewissen Quantität und Qualität), damit der Markt funktioniert, jedoch keiner Planwirtschaft.
Pro Marktwirtschaft 09.04.2009 16:08
@ Georg
Wundert mich nicht, daß sie als Grüner hier gleich wehleidig die FPÖ-Keule auspacken. Näherliegend wäre für sie sicher der Blick in die eigenen Reihen: vielleicht hat sich Frau Shanker ja ein Beispiel an der Neoliberalismus-Keule der Linken genommen.