Tabakgesetz: Sinnvolle Regelung oder Schall und Rauch?
Seit mehreren Wochen sind die neuen Bestimmungen des Tabakgesetzes in Kraft, die das Rauchen in Gaststätten regeln. Grundsätzlich herrscht nun Rauchverbot, außer es bestehen im Betrieb mehrere Räume, die der Bewirtung der Gäste dienen. In diesem Fall kann ein Raucherzimmer eingerichtet werden, das allerdings nicht mehr als 50% der für den Genuss von Speisen und Getränken genutzten Fläche umfassen darf, bei gleichzeitiger Sicherstellung, dass der Tabakrauch nicht in die übrigen Räume dringt. In Betrieben mit nur einen Gastraum und einer Grundfläche von weniger als 50m 2 kann der Inhaber entscheiden, ob er das Lokal als Raucher oder Nichtraucherlokal führen möchte. Die 50m 2 Grenze erhöht sich auf 80m 2, wenn bauliche Maßnahmen zur Raumteilung aus verwaltungsrechtlichen Gründen unzulässig sind. Für Lokale mit einem Raum oberhalb dieser Grenze gibt es eine Übergangsfrist bis 30.Juni 2010, sofern der zuständigen Behörde unverzüglich Umbaupläne vorgelegt werden. Betriebe sind fortan an der Eingangstür eindeutig als Raucher oder Nichtraucherlokale zu kennzeichnen. Zuwiderhandeln kann für den/die rechtsbeugende/n Raucher/in bis zu 100€, im Wiederholungsfall bis zu 1000€ Kosten, für die Lokalinhaber sind Strafen von bis zu 2000€ und im Wiederholungsfall bis zu 10,000€ vorgesehen.
Routinemäßige Kontrollen von behördlicher Seite sind interessanterweise nicht vorgesehen. Stattdessen finden diese erst statt, wenn Verstöße gemeldet werden, was die Kontrolle der Einhaltung zunächst auf die Bürger/innen umwälzt. Scheinbar erwartet der Gesetzgeber, dass die Mitbürger/innen diesen bürokratischen Paragrafendschungel durchblicken und wie Hilfssheriffs, ausgestattet mit Maßband und Notizblock, für Recht und Ordnung sorgen. Derzeit gingen alleine in Wien bereits über 250 Anzeigen ein. Wie viele davon zu unrecht erstattet wurden verrät die Statistik leider noch nicht.
Freie Wahl des Lokals
Einen Konsens wird man darüber erzielen können, dass ein Rauchverbot dort Sinn macht, wo Personen in Ermangelung anderer Alternativen gezwungen sind bestimmte Räumlichkeiten zu nutzen, wie z.B. in öffentlichen Gebäuden mit Parteienverkehr. Wo aber liegt der Zwang, wenn es um den Besuch einer Gaststätte geht, d.h. jemand sich für oder gegen ein Lokal entscheiden kann? Ist es nicht Sache des/der Unternehmers/in zu entscheiden, wie und unter welchen Umständen er/sie seine/ihre Kundenwünsche befriedigt, wie er/sie seine/ihre unternehmerische Vision aufziehen möchte? Ist den Bürgern, also Kunden/innen und Arbeitnehmer/innen, nicht soviel Mündigkeit zuzutrauen, dass sie sich eigenverantwortlich für oder gegen ein Lokal entscheiden, in dem geraucht wird? Ist die beste Maßnahme gegen Rauchen nicht weiterhin Aufklärung und Prävention, statt den Ort des Rauchens lediglich zu verlagern?
Verbote gefährden Arbeitsplätze
Die Kontroverse ist nicht nur philosophischer Natur, da einzelne Wirte/innen bereits Umsatzrückgänge von bis zu 50% vermelden, da ihnen die Kundschaft fernbleibt, der Umsatz verdunstet. Der Nichtraucherschutz der Arbeitnehmer/innen dieser von erheblichen Umsatzrückgängen betroffenen Unternehmen wäre bald wohl tatsächlich zu 100% garantiert, da diese Lokale vom Zusperren bedroht sind und die Problematik des Passivrauchens sich in diesem Fall nicht mehr stellen würde. Der Verlust von Arbeitsplätzen wird scheinbar entweder als Kollateralschaden in Kauf genommen oder gar nicht bedacht. Das Gesetz berücksichtigt überschießender Weise nicht einmal jene Gaststätten mit Ausnahmeregelungen, in denen keine Angestellten beschäftigt sind. Unter Umständen muss 50% der Fläche für nichtrauchende Kundschaft freigehalten werden die es im konkreten Einzelfall gar nicht gibt, was einem Schildbürgerstreich gleichkommt. Des Weiteren verursacht die Regelung aufgrund der Übergangsbestimmungen auch Wettbewerbsverzerrungen und benachteiligt deshalb Unternehmer/innen untereinander. Fraglich ist auch wie sinnvoll es ist, solch schwerwiegend wirtschaftlich belastende Gesetze zu verabschieden, ohne den gemeinschaftsrechtlichen Kontext zu beachten; denn viele jetzt vorgenommene teure Investitionen könnten in absehbarer Zeit aufgrund einer EG-Richtlinie absolut überflüssig werden. Nutznießer wäre somit höchstens die Regipsindustrie.
Verbotsmentalität vs. Mündigkeit und Eigenverantwortung
Erscheint diese zunehmende Verbotspolitik nicht auch deswegen als ärgerlich, weil man den Eindruck nicht los wird, es handle sich hierbei um einen undurchdachten Schnellschuss? Mit der bloßen Kennzeichnung als Raucher oder Nichtraucherlokal, ohne Verbotsmentalität und Verwaltungsrechtlicher Hexenjagd, könnte der Gast schon vor betreten des Lokals wie ein mündiger Bürger eigenverantwortlich entscheiden, ob er sich dem Rauch aussetzen möchte oder nicht. Dieser pragmatische Ansatz gefährdet weder Unternehmer, Arbeitsplätze noch den Restbestand Mündigkeit, den man Bürgern aus liberaler Sicht zutrauen sollte.
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Josef Düregger 26.07.2010 08:20
Ist das liberale Forum mittlerweile die einzige Partei mit Hirn ?
Jedenfalls ist das was hier oben steht das Sinnvollste, was ich in letzter Zeit von politischer Seite zum Thema Rauchen gelesen habe.
Jeder Mensch kann frei wählen welches Lokal er besucht !!!!!!!
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Morten 06.04.2010 08:17
http://derstandard.at/1269448930628/Rauchverbot-Rechnung-ohne-den-Wirt-gemacht
–
Jetzt ist das verpfuschte Tabakgesetz auch schon verfassungsrechtlich bedenklich
Die Debatte über das Rauchverbot in heimischen Lokalen leidet unter dem Treibsandeffekt: Je mehr man strampelt, desto tiefer versinkt man. Dringend gesucht: die rettende Hand.
–
Versumpert hat Österreich eine sinnvolle Regelung schon vor Jahren, als viele andere Länder den Nichtraucherschutz ziemlich zügig durchgezogen haben. Auch 2008 hätte es eine gute Gelegenheit gegeben, das Tabakgesetz auf internationales Niveau zu bringen, aber die Politik war einfach zu schwach. Etwas wohlwollender könnte man auch sagen, dass die damalige Regierung mit Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau war. Aber die gibt es ja bekanntlich nicht. Man kann es nicht allen Wirten, Ärzten, Rauchern und Nichtrauchern gleichzeitig recht machen.
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Markus 05.04.2010 14:07
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2327491/eu-weites-rauchverbot-steht-vor-tuer.story
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Markus 30.03.2010 18:59
GALLUP: Erstmals Mehrheit der Österreicher für Rauchverbot:
http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Mehrheit-fuer-Totales-Rauchverbot-0676027.ece
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Ronald J Pohoryles 31.03.2010 15:49
ist ja wohl kein echtes Argument. Liberale richten sich nicht nach Mehrheiten, sondern nach Überzeugungen. In Kärnten etwa sind zweisprachige Ortstafeln auch nicht mehrheitsfähig – trotzdem treten wir dafür ein…
Lieber Aal 31.03.2010 16:50
@ronny- was ist denn die offizielle lif-position zu diesem thema? kleiner hinweis: es gab nie eine!
Markus 31.03.2010 17:33
Da hat ‘Lieber Aal’ vollkommen recht.
Die einzige Institution, die hier eine ganz klare Linie fährt, ist die die EU. Deswegen sind Liberale auch begeisterte EUler.
http://derstandard.at/1245820438505/Neue-Vorschlaege-EU-Kommission-will-rauchfreies-Europa-bis-2012
Lieber Aal 01.04.2010 11:35
sehr geehrte auguren des liberalen forums!
was (gott verflucht!) ist die offizielle lif-position zu diesem thema?!
die ewige hirnwichserei im blog ist schön und gut, von einer politischen partei erwarte ich mir aber klare ansagen und dieses thema ist nicht gerade neu, dafür immer wieder aktuell..
Ronald J Pohoryles 02.04.2010 10:32
ad Aal, dem lieben
Brauchen wir dazu eine offizielle Position? Wenn Du willst, schlag’ ich es dem Präsidium vor.
Lieber Aal 02.04.2010 10:49
geschätzter ronald!
ist die frage ernst gemeint?! da das lif den anspruch erhebt eine politische partei zu sein und kein debattierclub, ist es selbstverständlich dass das lif zu möglichst vielen themen die signifikant sind eine meinung haben muss …ist auch die voraussetzung dafür dass man presseaussendungen verschicken kann, denn wenn ich nicht weiss wofür ich stehe kann ich auch nicht nach außen auftreten..
traurig genug dass man sowas dem präsidium “vorschlagen” muss..
Ronald J Pohoryles 02.04.2010 13:44
Liebster Aal
einmaleins der Politik ist es doch, dass ein Parteiprofil einer Kleinpartei nicht durch zahllose Beiträge zu jedem beliebigen Tagesthema ist, sondern anhand von 3-4 kantigen Hauptthemen entsteht. Ich finde nicht, dass die Raucherfrage dazugehört, obwohl ich 1. eine Meinung habe, die übrigens auch die deine ist und 2. selbst Kettenraucher bin.
Lieber Aal 02.04.2010 16:21
das sehe ich leider ganz anders. ziel einer kleinpartei sollte es sein neue wählerinnen zu gewinnen, im falle des lif besonders insb. unternehmerInnen. gerade dieses thema wäre dazu geeignet sich von grünen/spö/övp abzugrenzen und einem bestimmten segment eine alternative zu fpö/bzö zu bieten. die fdp hat das in deutschland (bayern) gut vorgemacht.
es geht aber nicht um dieses thema, ich hänge es daran nicht auf. es kann nicht sein dass eine “partei” alle hundert jahre eine presseaussendung verfasst, man muss den verantwortlichen völliges desinteresse unterstellen. ziel sollte es sein medial möglichst oft in erscheinung zu treten und dazu gehören (kostenlose) presseaussendungen die wiederum voraussetzen dass man sich zusammensetzt um konkrete forderungen zu stellen. dazu ist man scheinbar entweder nicht gewillt oder zu unfähig und desw. ist das lif zu einem reinen debattierclub verkommen.
l. 04.04.2010 08:29
liebe Aale und Pohorylen,
Das Wassertierchen hat recht, irgendwie sollte sich eine Partei schon mal mit einer Meinung outen. Themenspezifischen Input gibts genug, schließlich ist der Tabakgesetz-blog vom Aal noch immer unter den Top3 hier.
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Eine kleine Anmerkung noch zum Pohorylen, schön daß sich die “Partei” auf 3-4 Kernthemen konzentriert.
.
Nur – kann mir mal bitte jemand sagen was das für welche sind?
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Herzliche Grüsse
.
PS: ich persönlich sehe es zwar als denkbare liberale Position an, das Rauchen frei zu geben (auch wenn sich hier die Frage stellt ob die Grundregel “die Freiheit des Einzelnen darf die Freiheit anderer nicht einschränken” nicht massiv verletzt wird) – aber rein pragmatisch gesehen wäre ein komplettes Rauchverbot in der Gastronomie nach italienischem Modell wohl praktischer…
Peter 04.04.2010 17:36
Kann mich da dem lieben Aal mit der Kritik am Präsidium nur anschließen: wer politisch arbeiten will, muss seine Meinung auch öffentlich kundgeben. Und das zu Themen, die medial eben eine Rolle spielen: das wären im Moment z.B. Rauchen, Kirche, Steuererhöhungen.
Markus 05.04.2010 14:00
Roland Kaier: Lungenkrankheit aufgrund Zigarettenrauchens.
Als Autor des im April 2009 erschienenen Ratgebers ATEMPAUSE thematisierte der Pop-Kaiser seine chronische Erkrankung. Die Abkürzung COPD (chronic obstructive pulmonary disease) ist ein Sammelbegriff für die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem, kurz: eine chronische Lungenerkrankung. Hauptursache für die Entstehung und den Verlauf der COPD ist Zigarettenrauchen. Auch Allergien und erblich bedingte Einflüsse spielen eine Rolle. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland bereits etwa 5 Millionen Menschen an COPD erkrankt sind. Roland Kaiser ist einer von ihnen. Seit 32 Jahren steht er erfolgreich als Sänger („Santa Maria“, „Dich zu lieben“) auf der Bühne, seit neun Jahren trotz dieser chronischen Erkrankung. Frühzeitig diagnostiziert, kann COPD als Handicap und einfache gesundheitliche Einschränkung akzeptiert, in den alltäglichen Tagesablauf integriert werden.
Mit einem einfachen Lungenfunktionstest ist es möglich, Lungenkrankheiten frühzeitig zu diagnostizieren. Roland Kaiser ist selbst von COPD betroffen und hat gelernt, mit dieser Einschränkung zu leben, sie in einigen Bereichen seines Lebens sogar als zusätzliche Qualität zu begreifen. Mit dem Buch ATEMPAUSE möchte Roland Kaiser Betroffene wie auch Ärzte für das Thema sensibilisieren und Lebensfreude schenken.
Der Ratgeber mit biografischen Zügen stößt auf erfreulich positive Resonanz. Nur eine Woche nach Veröffentlichung zeigt die Platzierung auf Platz 26 der Spiegelbestsellerliste, wie breit das Thema in der Öffentlichkeit angenommen wird.
Marie 27.03.2010 13:04
Es ist nötig diesen Fragenbogen auszufühlen. Kann mir jemand helfen? Das ist zur Bachelorarbeit.
http://tschechisch-osterreichische-beziehungen.vyplnto.cz/
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dirk 05.12.2009 17:20
Mann geht es mir auf den Sack, dass wir hier als eines der wenigen Länder immer noch glauben, wir machen es besser als alle anderen! KLar, weiterrauchen ist super ihr Volldeppen! Stört ja niemanden.
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Roulette Gewinnen 12.11.2009 21:51
Ich merke gerade das ich diesen Blog deutlich öfter lesen sollte- da kommt man echt auf Ideen.
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Brutus 08.11.2009 15:13
Neueste Studien
http://www.kurier.at/nachrichten/1953215.php
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Nikolaus 06.11.2009 22:22
Super Artikel, jetzt muss ich nur noch jemanden finden der Ahnung davon hat und mir das ganze nochmal im Detail erklären kann.
Nikolaus Köln
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Nichtraucherschutz | Netzhæuter 20.06.2009 11:24
[...] blog.liberale.at ist der Meinung eine Kennzeichnung von Gaststätten als Raucherlokal würde genügen und übersieht dabei, dass es kaum freiwillige Nichtraucherlokale gibt. Allen Nichtrauchern bleibt also die Wahl zwischen giftigem Rauch und Ausschluss aus dem kulturellen Leben. [...]
Julia Daubler 12.06.2009 09:20
Laut dem Gesundheitsminister sterben in Österreich 14.000 Menschen mit dem Rauchen als Ursache.
http://oesterreich.orf.at/stories/368121/
Da fällt es mir sehr schwer, dem Liberalismus zu huldigen und Raucherlokale zu unterstützen (bzw. eine Partei die das macht). In Österreich ist es übrigens nicht Gesetz, daß in Lokalen in der Gegenwart von Babys und Kindern nicht geraucht werden darf. Das halte ich für falsch.
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Ronald Pohoryles 12.06.2009 11:27
Volles Verständnis dafür, dass der Nichtraucherschutz ausgeweitet werden muss. Aber soll der Individualverkehr verboten werden, weil es jedes Wochende Tote gibt? Alkoholverbot, wie in der Prohibition? Lokale müssen natürlich die Verpflichtung haben, wo es technisch möglich ist, getrennte Raucher- und Nichtraucher-Räume zur Verfügung zu stellen. Was den Kinder- und Jugendlichen-Schutz betrifft, so ist dies auch gesetzlich regelbar: Minderjährige dürfen ja auch nicht in Nachtklubs…
Niemand behauptet, dass Rauchen gesundheitsfördernd wäre; Alkohol übrigens auch nicht. Aber darf der Staat tatsächlich so weitgehend in die Individualsphäre eingreifen? Nochmals: Nichtraucher-Schutz ausweiten, absolut. Aber, wo möglich und vomLokalbesitzer gewünscht, Raucherräume, das wäre wohl ein vernünftiger Kompromiss.
Wolfgang 12.06.2009 11:30
Freie Wahl für freie Bürger und Bürgerinnen!
Julia Daubler 13.06.2009 07:04
Der Vergleich Rauchen und Individualverkehr ist wohl nicht statthaft.
Individualverkehr ist keine Sucht. Tote im Straßenverkehr gibt es in erster Linie, weil Regeln nicht eingehalten werden, und weil – hier sind wir wieder beim Thema – Sucht im Spiel ist (Alkohol, Nikotin, Rauschgift) wodurch die Konzentration auf den Verkehr nicht gegeben ist.
Was hat ein Kind davon, wenn Raucherräume in Lokalen (wir reden hier nicht von Nachtklubs) eingerichtet werden und es mit den Eltern in den Raucherraum muß, weil die Eltern verantwortungslos sind? Hier ist der Schutz des Individuums (insbesondere ‘Kind’) eindeutig höher einzustufen als das Recht zu Rauchen.
Selbst Ihr liberaler Gesundheitsökonom Christian Köck sagt zu Ihrer Frage eindeutig: Ja.
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4103&Alias=wzo&cob=380426
In den Medien war in den letzten Wochen über verschärfte Maßnahmen in vielen Ländern zu lesen: in der Türkei, in Kroatien und in den USA.
Das Vermeiden von Rauchen würde viele Milliarden Einsparungen im Gesundheitssystem bringen. Das wiederum ermöglicht ein hohes Steuersenkungspotential, womit die Gastwirte durch wesentlich geringere Steuern profitieren können. Das wäre doch ein Ansatz für eine liberale Partei, wie man durch eine entsprechende Gesundheitspolitik Steuern senken kann.
Ronald J. Pohoryles 13.06.2009 11:27
Tut mir leid: Wenn verantwortungslose Eltern ihren Kindern Alkohol geben ist dies 1. bedauerlich und 2. unverantwortlich, aber kein Grund fuer Alkoholverbot. Im uebrigen kann es Wirten selbstverstaendlich vorgeschrieben werden, Eltern mit Minderjaehrigen nicht in die fuer Raucherinnen und Raucher zugaenglichen Raeume einzulassen. Uebrigens: Wer schuetzt die Kinder dieser verantwortungslosen Eltern dann zu Hause – wollen wir wieder einen Blockwart einfuehren. Das Argument ist echt absurd!
Auch wenn es von anderen Liberalen vertreten wird: Unsinn bleibt Unsinn.
Ronald J. Pohoryles 13.06.2009 11:31
Wieso ist uebrigens Koeck mein Gesundheitsoekonom? Meine Referenzpersonen sind andere; und in Sachfragen nicht ausschliesslich Liberale, uebrigens. Das LIF als solches hat keine Position in dieser Frage, und viele Einzelmeinungen. Gute Freunde und LIFler sind militante Nichtraucherinnen und Nichtraucher. Andere sind differenzierter. Wiederum andere radikale Marktbefuerworter. So soll es auch bleiben; wo kommen wir hin, wenn wir jeder gerade in Mode befindlicher Lobby das Wort sprechen und alles gesetzlich regeln…
Julia Daubler 17.06.2009 13:30
Fein, das heißt also, daß auch das Liberale Forum sich nicht nach dem Populisten-Wind drehen wird und nicht für Raucherlokale auftreten wird. Im Übrigen ist es sehr wohl verboten, daß Kinder zu Alkoholikern werden, auch zu hause in den “privaten Räumen” ihrer Eltern. Es gibt in Bezug auf Kinder keine Unterscheidung zwischen privaten und öffentlichen Räumen, und das soll auch so bleiben. Was der “Markt” bei Gesundheitschäden zu suchen hat ist mir nicht ganz klar.
Mit “ihr” meinte ich das LIF und nicht Herrn Pohoryles – daß er dem Liberalem Forum angehört, dessen Chef war, und Gesundheitsökonom ist.
Miriam 18.06.2009 06:54
@ Julia Daubler
soweit mir bekannt ist, gibt es in jedem Land ein eigens Jugendschutzgesetz und es ist in manchen Ländern sehr wohl erlaubt, Jugendlichen in den eigenen vier Wänden Alkohol zu geben.
Ira 21.04.2009 13:45
Was ist eigentlich mit der künstlichen Zigarette ohne Schadstoff und Nikotin? Ich höre, daß sich die Trafiken und Apotheken hier nicht einigen können, und daher kommen die bei uns nicht am Markt. Das wäre doch für so manchen Raucher eine super Alternative.
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Carolus Magnus 10.06.2009 07:52
Leider wäre das schädlich für die Umsätze der Pharmamafia, die bekanntlich hinter diesen Rauchverboten stehen.
Ronald J Pohoryles 10.06.2009 08:20
Zigaretten ohne Nikotin bringen GAR NICHTS; es gibt aber eine rauchfreie Nikotin-Lösung: Inhalatoren von Nicorette; nützt zwar der Pharma-Industrie, aber auch den Raucherinnen und Rauchern: Nicorette-Kapseln enthalten 10mg Nikotin. Seit wann sind Liberale dagegen, wenn Industrien ein vernünftiges Produkt herstellen und dabie Geld verdienen? Allerdings sollte Nicorette auch in Trafiken abgegeben werden können. Es ist absurd, dass Nicorette als Heilmittel gilt – und Zigaretten frei erhältlich.
Was das generelle Rauchverbot betrifft, so bin ich als Liberaler dagegen und finde eine Lösung wie die österreichische gut. Sie muss aber durchgesetzt werden; und offensichtlich gibt es ja auch Anzeigen gegen Verstösse. Kontrolle der Einhaltungist natürlich wichtig – gilt beispielsweise auch für das handy-Verbot beim Autofahren. Die derzeitige Lösung könnte zwar verschärft werden; das Grundprinzip, das sowohl Nicht-Raucherinnen und Nicht-Raucher vor den schädlichen Auswirkungen des Passiv-Rauchens geschützt werden, ist natürlich richtig.
Aber wer schützt eigentlich Rauchfangkehrer, Textilarbeiter in der Färberei, oder Strassenarbeiter (Asphalt!!!)? Oder: Wer schützt us vor den Abgasen?
Home Sweet Home 13.04.2009 15:48
13.04.2009 Wirtschaft
Tabakgesetz greift nicht
Seit Jahresbeginn ist in Österreich das neue Tabakgesetz in Kraft. Die Umsetzung bereitet noch immer vielen Gastronomen Probleme. Allein in Niederösterreich sind bisher fast 130 Anzeigen eingegangen.
Viele Anzeigen in Einkaufszentren
Spitzenreiter war der Bezirk Mödling, und zwar wegen der SCS. Allein dort gab es seit Jänner 22 Anzeigen.
Denn in Einkaufszentren darf ohne entsprechende räumliche Abtrennung generell nicht geraucht werden – diese Abtrennung ist oft nicht leicht zu bewerkstelligen.
Ein Problem, das man auch in St. Pölten kennt. In der gesamten Landeshauptstadt wurden 20 Betriebe angezeigt, viele von ihnen ebenfalls in Einkaufszentren.
50 bis 60 Prozent Umsatzrückgänge
Dennoch wollen die dortigen Lokalbetreiber meist nicht auf einen Raucherbereich verzichten, sagte der Obmann der St. Pöltner Wirte, Leo Graf: “Bei vielen Betrieben waren die Umsatzrückgänge derart vehment.”
Mehr als die Hälfte weniger Umsatz verzeichneten viele Lokale mit der neuen Raucherregelung, was sich laut Graf auch auf die Mitarbeiteranzahl auswirke.
Deswegen lassen viele Betriebe zumindestens in einem kleinen Teil ihrer Lokale rauchen, um die Umsätze zu halten, erklärt der Obmann der St. Pöltner Wirte.
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Nina 20.04.2009 11:10
Rauchverbot bereits in vielen Ländern. Und: Rauchverbot überall, wo sich Kinder aufhalten! Das sollte auf jeden Fall auch bei uns gelten. Sobald sich in einem Lokal ein Kind befindet: RAUCHVERBOT!
http://www.oeamtc.at/netautor/pages/resshp/anwendg/1113609.html
Rauchverbote gehen um die Welt
Immer mehr Länder sprechen Rauchverbote aus. Um etwas Licht in das Thema Rauchverbote zu bringen, fasst der Club aktuell gültige Bestimmungen nachstehend zusammen und ergänzt diese Übersicht laufend:
Hier sind Rauchverbote bereits in Kraft
Australien
Das Rauchen ist in öffentlichen Gebäuden sowie in öffentlichen Transportmitteln, Einkaufszentren und in fast allen Restaurants verboten.
Belgien
Rauchen ist hier nur noch in Raucherräumen erlaubt, in denen jedoch nur Getränke und keine Speisen serviert werden dürfen. Von dem Rauchverbot nicht betroffen sind Bars und Cafés.
Brasilien
Rauchverbot in Brasiliens öffentlichen Einrichtungen, Restaurants, Bars, Krankenhäusern, Theatern und öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei Nichtbeachtung drohen Strafen.
Dänemark
Seit 15. August 2007 ist in Dänemark der Griff zum Glimmstängel in Restaurants, Kneipen, in öffentlichen Gebäuden und auf Plätzen verboten. Auch in Büros, Erziehungseinrichtungen, im öffentlichen Nahverkehr und in Kantinen darf dann nicht mehr geraucht werden. In Schankräumen mit weniger als 40 Quadratmetern bleibt das Rauchen erlaubt, daher haben einige Lokalitäten diesbezüglich Umbauten vorgenommen.
Deutschland
Rauchverbote in Gaststätten gelten in ganz Deutschland. Als letzte Bundesländer zogen am Dienstag, 1. Juli, Nordrhein-Westfalen und Thüringen nach. Die Regelungen beziehen sich grundsätzlich auf die Innenbereiche aller gastronomischen Betriebe, also Restaurants, Gasthäuser, Cafes, Kneipen, Bars und Diskotheken. Nicht betroffen sind Tische im Freien beziehungsweise Biergärten.
Achtung: Ende Juli 2008 wurde das Rauchverbot für Einraumbetriebe für verfassungswidrig erklärt. So darf in einigen Bundesländern in diesen teilweise wieder geraucht werden. Die Länder müssen bis Ende 2009 eine Neuregelung erlassen.
Seit September 2007 ist auch in sämtlichen Zügen der Deutschen Bahn AG das Rauchen tabu. Eigene Raucherabteile gibt es seitdem nicht mehr. Auch in Taxis darf nicht mehr zur Zigarette gegriffen werden.
Dubai
das bestehende Rauchverbot an öffentlichen Plätzen wurde im September 2007 auf Internetcafes u.ä. Einrichtungen ausgeweitet. Seit November 2007 sind auch Restaurants rauchfreie Zonen.
Estland
In Estland ist seit Juni 2007 in Restaurants, Cafés, Bars, Pubs, Diskos etc. das Rauchen nur noch in abgetrennten Raucherräumen erlaubt, die die Betreiber einrichten können. Die Raucherräume dürfen nicht mit Speisen und Getränken betreten werden. Raucher die sich nicht an die Regeln halten können von der Polizei mit einem Ordnungsgeld von 1200 Kronen (ca 75 EUR) belegt werden. Betreiber die sich nicht an das Nichtrauchergesetz halten werden mit 30.000 Kronen zur Kasse gebeten.
Finnland
Seit Juni 2007 herrscht in den meisten Restaurants und Schankbetrieben ein striktes Rauchverbot. Rauchen ist nur mehr auf offenen Terrassen sowie in Räumen, in denen weder Speisen noch Getränke serviert werden, erlaubt. Auch auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Einrichtungen ist das Qualmen verboten.
Frankreich
Nach einer Übergangsfrist ist es seit 1. Januar 2008 vorbei: Nun darf auch in Restaurants, Brasserien, Cafes und Bars nur noch in speziellen Raucherkabinen mit Dunstabzug gequalmt werden. Wer etwas bestellen will, muss sich selbst zur Theke bemühen – Bedienungen müssen die maximal 35 Quadratmeter großen, hermetisch abgedichteten Raucherzimmer (Fumoirs) erst gar nicht betreten. Auch in Diskotheken und Kasinos ist rauchen verboten. In öffentlichen Gebäuden und auch am Arbeitsplatz muss, wer sich nicht ans Rauchverbot hält, 68 Euro Strafe gezahlt werden. Wer in Zügen und den Verkehrsmitteln des öffentlichen Nahverkehrs zum Glimmstängel greift, riskiert in Frankreich 45 Euro.
Großbritannien
Wales und Nordirland führten im April 2007 Rauchverbote an allen Arbeitsplätzen, inklusive Restaurants, Pubs und Clubs ein und folgen damit dem Beispiel von Irland und Schottland (s.o.), die bereits seit März 2004 beziehungsweise März 2006 rauchfrei sind.
England
Seit Juli 07 darf in allen englischen Restaurants, Pubs und Clubs nicht mehr gequalmt werden. Ausnahmeregelungen für private Clubs und Pubs, die keine Speisen anbieten, gibt es nicht. Nach dem im Februar 2006 beschlossenen Anti-Nikotin-Gesetz drohen uneinsichtigen Gaststättenbesuchern Bußgelder von umgerechnet rund 75 Euro. Gastwirte können mit 300 Euro zur Kasse gebeten werden, wenn sie nicht “No Smoking”-Zeichen aufstellen. Rauchern drohen aber nicht nur in Pubs und anderen Gaststätten hohe Geldstrafen. Bis zu 80 Pfund (120 Euro) kann es kosten, Kippen auf die Straße zu werfen.
Hongkong
In Hongkong ist seit Jänner 2007 ein Rauchverbot in Kraft. Dieses betrifft die meisten Restaurants der asiatischen Metropole, sowie viele öffentliche Plätze, Strände und städtische Parks sowie Karaoke-Bars, Schulen, Behörden, Museen, Sportpaläste und Schwimmbäder.
Indien
Seit 2. Oktober 2008 besteht in öffentlichen Gebäuden Rauchverbot. Restaurants und Bars mit mehr als 30 Sitzplätzen müssen eigene Raucherbereiche haben.
Italien
Ein rigoroses Rauchverbot ist seit Jänner 2005 in ganz Italien gültig. In Gaststätten darf nur noch in Extraräumen mit eigener Lüftung geraucht werden. Gastwirten wird angeraten sich daran zu halten. Denn ihnen droht, wenn sie ein Auge zudrücken, eine erhebliche Strafe. Gäste mit Glimmstängel in der Hand müssen bis zu 250 Euro Strafe zahlen.
Darüber hinaus ist in Neapel, Verona und seit März 08 auch in Bozen das Rauchen im Freien verboten: auf allen öffentlichen Flächen und an Orten, an denen sich Kinder und/oder schwangere Frauen aufhalten. Bei Verstößen drohen Geldstrafen zwischen 50 Euro und 500 Euro.
Eine Besonderheit ist in der Republik San Marino zu beachten: bei Rauchen am Steuer eines Autos droht ein Bußgeld von 100 Euro.
Iran
An öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln darf nicht geraucht werden. Jedwede Reklame für Tabakprodukte, direkte oder indirekte Ermutigung zum Rauchen und jeder Verkauf von Zigaretten an junge Leute unter 18 Jahren ist nach iranischem Gesetz unter Androhung von Geldstrafen von umgerechnet bis zu 1.000 Euro untersagt. In Restaurants und Kaffeehäusern bleibt das Rauchen dagegen vorerst noch erlaubt. Aber das Gesundheitsministerium drängt bereits auf ein Verbot auch in diesen Bereichen.
Irland
In Irland ist es seit März 2004 an fast allen Arbeitsplätzen, in geschlossenen öffentlichen Räumen und öffentlichen Transportmitteln verboten zu rauchen. Bei Nichtbeachtung des Verbotes drohen Geldbußen von bis zu 3.000 Euro.
Kenia
hat im Mai 06 ein landesweit öffentliches Rauchverbot erlassen. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit einer Haftstrafe von sechs Monaten oder 50.000 Schilling (546 Euro) Geldstrafe rechnen.
Kuba
Seit Februar 2005 gilt auf Kuba Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen. Neben Büros gilt dies auch in Bussen, Taxis und Zügen. In allen Restaurants müssen außerdem Nichtraucherbereiche eingerichtet werden.
Lettland
Seit Juli 2006 ist auch hier das Rauchen in Restaurants, Bars, Cafes und Diskotheken nur noch in speziellen, abgetrennten Räumen gestattet, die über eine eigene Belüftungsanlage verfügen. In Lokalen, die nicht entsprechend umgebaut werden, ist das Rauchen dann ganz verboten. Der Griff zum Glimmstängel ist künftig ebenfalls in öffentlichen Einrichtungen wie Kinos, Theater, Banken, Postämter und Sportstätten tabu. Raucher, die sich im Freien aufhalten, müssen einen Mindestabstand von zehn Metern zu öffentlichen Gebäuden einhalten. Ferner wird das Rauchen künftig auch in Treppenhäusern verboten sein.
Luxemburg
Generelles Rauchverbot herrscht in öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln, Schulen, Kinos, Theater, Museen, Bahnhöfen sowie in allen Restaurants. Restaurants dürfen einen separaten Raucherraum ausweisen, der maximal 25% der Gesamtfläche betragen darf. Andere Gaststätten, wie Bars und Cafes, unterliegen in der Zeit von 12 h bis 14 h und von 19 h bis 21 h dem Rauchverbot, wenn hier Speisen angeboten werden.
Malta
Seit Oktober 2004 herrscht auf Malta in allen öffentlichen Einrichtungen, inklusive Kinos, Bars, Restaurants, Diskotheken, und Hotels ein Rauchverbot. Erlaubt ist das Rauchen nur noch in dafür extra gekennzeichneten Bereichen.
Mazedonien
Seit Jänner 2006 ist in allen öffentlichen Gebäuden und Büros sowie in Restaurants und Gaststätten das Rauchen verboten. Auch jede Werbung für Tabakprodukte wird untersagt. In Restaurants müssen für Raucher separate Räume eingerichtet werden, in denen aber weder Essen noch Getränke serviert werden dürfen. Bei Missachtung des Verbots drohen Geldstrafen in einer Höhe bis zu einer Viertel Million Denare (über 4.000 Euro).
Neuseeland
Seit Dezember 2004 besteht in Gaststätten sowie in anderen öffentlichen Einrichtungen der Inselgruppe im Pazifischen Ozean Rauchverbot. Damit Gastwirte ihre rauchenden Kunden nicht verlieren, wurden bereits viele Gaststätten um Terrassen und Balkone erweitert. Gastronomen drohen bei Missachtung empfindliche Strafen.
Niederlande
In den Niederlanden trat am 1. Juli 2008 ein Rauchverbot in Gaststätten und Restaurants in Kraft. Die Regelungen beziehen sich grundsätzlich auf die Innenbereiche der gastronomischen Betriebe, nicht aber auf Tische im Freien beziehungsweise Biergärten. Die niederländische Regierung hat strenge Kontrollen zur Überwachung des Rauchverbots angekündigt. Bei Verstößen drohen Strafen bis zu 2.400 Euro.
Nigeria
Die Regierung der nigerianischen Hauptstadt Abuja und des Hauptstadtbezirks Federal Capital Territory (FCT) hat beschlossen, dass seit 1. Juni 2008 in Abuja sowie im Federal Capital Territory ein absolutes Rauchverbot in der Öffentlichkeit gilt. Bei Zuwiderhandlung droht die Festnahme.
Norwegen
Seit Juni 2004 ist auch in Norwegen in allen Gaststätten, Hotels und öffentlichen Verkehrsmitteln das Rauchen verboten. In Norwegen hat der Raucher selbst zunächst wenig zu befürchten. Bei Missachtung des Verbotes wird nicht der Raucher, sondern beispielsweise der Restaurantbesitzer zur Kasse gebeten. Bei wiederholtem und absichtlichem Verstoß gegen das Anti-Tabak-Gesetz kann das Lokal sogar geschlossen werden.
Österreich
Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden, auch alle Bahnhöfe sind rauchfrei. Bei größeren Stationen gibt es eigene Bereiche für Raucher. Ebenso gilt auf allen Zugverbindungen der ÖBB “Bitte nicht rauchen”.
Ab 1. Jänner 2009 können Lokale bis 50 m² frei entscheiden, ob Rauchen erlaubt ist oder nicht. Bei Lokalen von 50 bis 80 m² hat die Behörde diese Entscheidung über.
Bei mehr als 80 m² muss der Inhaber für eine räumliche Trennung sorgen.
Portugal
Seit 1. Jänner 2008 gilt in Portugal ein Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden (z.B. Krankenhäusern, Schulen, Universitäten, Flughäfen), an Arbeitsplätzen, in Kinos, Theatern, Museen, Einkaufszentren sowie in Restaurants, Bars und Diskotheken. Von dem Rauchverbot ausgenommen sind entsprechend gekennzeichnete Raucherzonen sowie Lokale und Gebäude, die mit einem räumlich abgetrennten Raucherbereich oder einer entsprechenden Entlüftungsanlage ausgestattet sind. Besitzer von Lokalen mit einer Fläche unter 100 m² dürfen selbst entscheiden, ob sie ihr Lokal als Raucher- (mit Entlüftungsanlage) oder Nichtraucherlokal führen wollen. Bei größeren Lokalen muss ein räumlich abgetrennter Raucherbereich zur Verfügung gestellt werden.
Schottland
In Schottland ist Rauchen in vielen öffentlichen Räumen verboten. In Restaurants und Kneipen, Kinos, Theatern und an vielen Arbeitsplätzen sind Zigaretten und ähnliches künftig tabu. Kneipenbesitzer in Schottland, die kein Rauchverbot verhängen, müssen mit Geldstrafen von bis zu 200 Euro rechnen. Rund 300 Gastbetriebe im ganzen Land haben bereits Anträge gestellt, abgetrennte Bereiche für Raucher eröffnen zu dürfen.
Schweiz/Liechtenstein
Auch in der Schweiz müssen immer mehr Raucher in Gaststätten und Kneipen auf den Glimmstängel verzichten. Nachdem entsprechende Bestimmungen bereits in den Kantonen Appenzell-Außerrhoden, Genf, Graubünden, Solothurn, St. Gallen und Tessin gelten, zog nun zum 1. Juli auch Uri nach.
Das Rauchen ist demnach nur noch in räumlich vollkommen abgetrennten und effizient belüfteten Raucherzimmern gestattet. Ob solche eingerichtet werden, entscheidet der Lokalbetreiber.
In den nächsten Monaten und Jahren ist mit weiteren Verboten zu rechnen. In den Kantonen Wallis und Freiburg müssen bereits beschlossene Gesetze im Herbst noch durch Volksabstimmungen gebilligt werden. In den Kantonen Aargau, Basel-Land, Luzern, Neuchatel, Obwalden und Waadt sind entsprechende Vorlagen in Arbeit.
Noch rigoroser als die Schweiz geht Liechtenstein gegen das Rauchen vor. Hier ist das Rauchen in Restaurants und Kneipen seit 1. Juli 2008 komplett verboten. Abgetrennte Raucherräume sind nicht zulässig.
Schweden
Seit Juni 2005 wurde in Schweden ein umfassendes Rauchverbot erlassen. Das Gesetz verbietet seitdem das Rauchen in allen geschlossenen Räumen, in denen Getränke ausgeschenkt oder Speisen serviert werden. Weiterhin erlaubt ist der Griff zur Zigarette im Freiluftbereich der Kneipen, Cafes und Restaurants. Aktuell wird nicht gestraft, sondern die Bedienung weist auf das Rauchverbot hin, wer sich nicht daran hält wird zum Gehen aufgefordert.
Slowenien
In Slowenien ist seit August 07 das Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden, Restaurants, Bars und am Arbeitsplatz verboten. Der Griff zum Glimmstängel ist dann nur mehr in Raucherzimmern mit strengen technischen Auflagen erlaubt. Der Erwerb von Tabakwaren wird erst ab 18 Jahren erlaubt sein.
Spanien
Landesweit tabu ist Rauchen seit Januar 2006 in Bürogebäuden, kulturellen Einrichtungen, Einkaufszentren und öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch Gastronomiebetriebe sind größtenteils Nichtraucherzonen. Die großen Lokale mit mehr als 100 Quadratmetern dürfen ein Eckchen für die Tabaksüchtigen abtrennen – jedoch höchstens ein Drittel ihrer Räume. In den kleinen Kneipen darf der Wirt selbst entscheiden, ob er sein Restaurant als Raucher- oder Nichtraucherlokal deklariert.
In spanischen Eisenbahnzügen gilt bereits seit Februar 2005 ein generelles Rauchverbot. Nur für Züge, die länger als fünf Stunden unterwegs sind, bleiben eigene Waggons für Raucher vorgesehen.
Die Balearen sind bereits seit Juli 05 rauchfrei. Unter den Vergnügungslokalen sind nur solche vom Rauchverbot ausgenommen, die kein Essen zubereiten oder servieren, also Cocktail-Bars und Discotheken.
Thailand
In allen Restaurants, Bars, Clubs und Diskotheken darf ab sofort nicht mehr gequalmt werden. Ausnahmen oder Raucherräume sind nicht vorgesehen.
Damit Gäste und Lokalbesitzer Zeit haben, sich an das neue Gesetz zu gewöhnen, gilt eine Übergangsfrist. Bis Anfang Mai wird auf Kontrollen und Strafen weitgehend verzichtet. Wer danach jedoch das Verbot ignoriert, wird empfindlich zur Kasse gebeten. Gäste, die weiter qualmen, müssen mit einer Strafe von 2.000 Baht (ca. 44 Euro) rechnen. Barbesitzern, die das Rauchen weiterhin gestatten, droht sogar ein Bußgeld von 20.000 Baht (ca. 440 Euro).
Tschechien
Rauchverbot herrscht in öffentlichen Gebäuden, Bahnhöfen und Haltestellen.
Türkei
Seit 19. Mai 08 herrscht in der Türkei ein vollständiges Rauchverbot in der Öffentlichkeit zugänglichen Gebäuden. Für die Gastronomie gilt noch eine Schonfrist bis Ende Juni 2009. Bereits seit längerem ist in der Türkei das Qualmen in Bussen und größeren öffentlichen Einrichtungen tabu. Bei Missachtung des Rauchverbots drohen Geldstrafen in Höhe von umgerechnet 26 Euro für Einzelpersonen und 2900 Euro für private Einrichtungen.
Uganda
Uganda hatte bereits im März 2004 ein Rauchverbot verhängt, das jedoch von der Polizei nicht durchgesetzt wird.
Ungarn
in allen öffentlichen Einrichtungen gilt “Rauchen verboten”.
USA
Rauchen ist in öffentlichen Gebäuden, Büros und fast allen Restaurant gesetzlich verboten.
Zypern
Auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden ist das Rauchen verboten (Kino, Spitäler, Museen, Bibliotheken, Schulen, Flughäfen, Banken…). Rauchen ist natürlich auch in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten, aber auch in privaten Pkws, wenn Kinder unter 16 Jahren mitfahren. Beim Parlament liegt aktuell noch ein Vorschlag zur Begutachtung: das Rauchen beim Fahren grundsätzlich zu verbieten. Dies jedoch weniger aus gesundheitlichen Überlegungen heraus, sondern um die Sicherheit beim Autofahren zu erhöhen.
Strengste Bestimmung am Rande: In Bhutan ist Verkauf von Zigaretten verboten. Wer welche importiert, muss mit 100%iger Importsteuer rechnen.
Sie waren unterwegs und haben ein Rauchverbot entdeckt, das in unserer Liste noch fehlt? Dann freuen wir uns über ihre Nachricht an touristik@oeamtc.at! Vielen Dank!
Newton 06.04.2009 12:16
Kindstod durch Rauchen
derStandard.at | Livingroom | Gesundheit | Vorsorge | Risikofaktoren und Lebensstil
06. April 2009
10:43 MESZ
Links
Gesund durch das erste Lebensjahr
Abstract in “Sleep”
Der plötzliche Kindstod kann während des gesamten ersten Lebensjahres auftreten, Häufungen sind im dritten und siebten Monat zu beobachten
Rauchen ist Hauptursache für Kindstod
Weitere wesentliche Risiko-Faktoren sind Bauchlage des Kindes oder eine Überhitzung im Schlaf
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Melbourne/Graz – Wenn Mütter in der Schwangerschaft oder nach der Geburt rauchen, sind ihre Babys noch eher vom plötzlichen Kindstod (SIDS) bedroht als wenn sie in Bauchlage schlafen. Das berichten australische Forscher vom Ritchie Centre for Baby Health Research der Monash University in der Fachzeitschrift Sleep. Wenn auch die genaue Ursache von SIDS noch unbekannt ist, glauben die Forscher, dass Schädigungen des Weckvorgangs als Antwort auf eine lebensbedrohliche Situation eine wesentliche Rolle spielen. Kinder, die Zigarettenrauch ausgesetzt sind, haben die niedrigsten Raten von kortikaler Erregung, die wesentlichen Einfluss auf Schlaflosigkeit, Muskeltonus, Herzfrequenz und Atmung hat, so das Ergebnis des australischen Experiments.
Rauchen verschlechtert Weckreaktion
Dazu untersuchten die Forscher 25 gesunde Babys jeweils drei, zehn und 22 Wochen nach der Geburt. Die Mütter von zwölf der Kinder rauchten durchschnittlich 15 Zigaretten pro Tag, die anderen waren Kinder von Nichtraucherinnen. “Unsere Forschung zeigt, dass mütterliches Rauchen die Weckreaktionen verschlechtert, was eine mögliche Erklärung für das höhere SIDS-Risiko darstellt”, so Studienleiterin Rosemary Horne.
Plötzlicher Kindstod häufiger in Raucher-Wohnungen
“Dass Rauchen ein wesentlicher Risikofaktor für SIDS ist, bestätigt nur eine schon länger existierende Annahme”, berichtet Jörg Kutschera, Neonataloge an der Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde. In der Praxis könne man beobachten, dass Babys in Wohnungen, in denen geraucht wird, weitaus häufiger vom plötzlichen Kindstod betroffen sind als in Nichtraucher-Wohnungen. “Andere wesentliche Faktoren, die das Risiko steigern, sind die Bauchlage des Kindes, eine Überhitzung im Schlaf, sowie ein schlechter Sozialstatus.” Der plötzliche Kindstod kann während des gesamten ersten Lebensjahres auftreten, wobei laut Kutschera sowohl im dritten als auch im siebten Monat Häufungen der Fälle zu beobachten sind.
Aufklärungsarbeit notwendig
Die Aufklärungarbeit zur Prävention des plötzlichen Kindstods konzentriert sich schon länger auf die Vermeidung des Rauchens in der Umgebung von Säuglingen. “In der Steiermark erhalten die Eltern nach jeder Geburt eine entsprechende Information, Risikofamilien mit Rauchern werden speziell angesprochen”, so Kutschera. Es sei wesentlich, dass Väter zumindest in der Wohnung auf die Zigarette verzichten. Bei rauchenden werdenden Müttern sei eine Verhaltensänderung hingegen schwierig. “Hören sie in der Schwangerschaft nicht zum Rauchen auf, tun sie es oft auch danach nicht”, so der Grazer Kinderarzt abschließend. (pte)
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Home Sweet Home 06.04.2009 12:42
Lieber Newton! Das Tabakgesetz ist nicht geeignet Rauchern das Rauchen abgzugewöhnen, diesen Anspruch erhebt das Gesetz auch nicht. Wo meinst du werden rauchende Väter rauchen wenn sie es in Bars (wo sich keine Kinder aufhalten) nicht mehr tun dürfen? Richtig, Zuhause bei den Kindern..
Bittersweet me 31.03.2009 06:42
Für viele eine Randthema und dennoch spaltet das Thema Rauchverbot seit Jahren (!!!) die Bevölkerung (auch, weil die Politik untätig ist bzw “Nicht-Lösungen” beschließt)!
Glaubt die heimische Politik in einem generellen Rauchverbot (so wie in 3/4 von Europa längst Realität) eine Gefahr für die heimische Gastronomie? Wenn ja, wieso? In keinem europäischen Land mit generellem Rauchverbot ist die Gastronomie den Bach hinuter gegangen, eher das Gegenteil ist Fall: sie blüht auf!
Oder soll tatächlich die EU die Verabsäumnisse des Gesetzgebers “ausbügeln” und ein Rauchverbot verordnen (im Lissabon-Vertrag wird der EU ja explizit die Kompetenz hierzu eingeräumt) und ist dies dann nicht eine “Bankrotterklärung” für die heimische Politik??
Letzte Frage muss eindeutig mit JA beantwortet werden!
Zum Abschluss: Darf/kann ein liberaler Staat ein Rauchverbot in der Gastronomie einführen?
Um diese Frage zu beantworten erlaube ich mir John Stuart Mill – “Über die Freiheit” zu zitieren und um persönliche Anmerkungen zu ergänzen: “Für Handlungen (Anm.: Rauchen in Lokalen), die den Interessen anderer (Anm.: keine Gesundheitschädigung, Beschränkung der persönlichen Freiheit) zuwiderlaufen, das Individuum (Anm.: der Raucher) verantwortlich ist und die Gesellschaft ihm eine soziale oder gesetzliche Strafe (Anm.: Rauchverbot, Geldstrafen) auferlegen kann, wenn sie der Meinung ist, dass die eine oder andere zu ihrem Schutz nötig sei.”
Darüber hinaus gehört berücksichtigt, dass diverse Gesetze (selbst das ABGB,…) Einschränkungen beim Eigentums vorsiehen wenn dies der Allgemeinheit dient (RV ein erlaubter Eingriff in das Eigentum von Wirten)!
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Ronald J. Pohoryles 13.06.2009 11:42
Missbrauchen Sie doch bitte den guten John Stuart Mill nicht; es gibt jenseits des Verbots geuegend Moeglichkeiten, Nichtraucherinnen, Nichtraucher und deren Kinder zu schuetzen.
Volles Verständnis dafür, dass der Nichtraucherschutz ausgeweitet werden muss. Aber soll der Individualverkehr verboten werden, weil es jedes Wochende Tote gibt? Alkoholverbot, wie in der Prohibition? Lokale müssen natürlich die Verpflichtung haben, wo es technisch möglich ist, getrennte Raucher- und Nichtraucher-Räume zur Verfügung zu stellen. Was den Kinder- und Jugendlichen-Schutz betrifft, so ist dies auch gesetzlich regelbar: Minderjährige dürfen ja auch nicht in Nachtklubs…
Der Ruf nach Verboten (was kommt als naechstes? Alkohol? aussereherlicher Sex – kann gefaehrlich sein? Fussball – kann zu Krawallen fuehren. Alkoholverbot in oeffentlichen Raeumen – ah ja, das war sogar im MQ wirklich geplant, duerfte aber agewehrt worden sein, mit einer vernuenftigen Regelung: Niedersaufen nein, ein Bier oder zwei durchaus statthaft).
Ich warne vor den Einschraenkungen von Individualrechten, wenn es die Moeglichkeit gibt, schaedliche Auswirkungen auf andere zu verhindern – wie eben im gegenstaendlichen Fall.
Newton 20.03.2009 08:50
derStandard.at | Newsroom | Panorama | Chronik | (Nicht-)rauchen
19. März 2009
17:26 MEZ
Mehrheit der EU-Bürger für Rauchverbote
Auch viele Raucher befürworten Einschränkungen
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Brüssel – Die meisten EU-Bürger sind mit Rauchverboten im öffentlichen Leben zufrieden. Zwangsweise rauchfreie Restaurants werden von 79 Prozent der Bürger geschätzt, Büros sogar von 84 Prozent, wie die EU-Kommission unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Demnach sind auch die Hälfte der Raucher für Einschränkungen des Tabakkonsums in Bars, unter den Nichtrauchern sind es rund 70 Prozent.
Nicht so überzeugt zeigten sich die Befragten von der Wirksamkeit der Warnhinweise auf Zigarettenschachteln und anderen Tabakerzeugnissen. Nur drei von zehn Bürgern meinten, dass die Warnungen effektiv über die Gesundheitsrisiken von Tabak aufklären. Unter den Rauchern gaben zwei von zehn an, dass die Warnungen sie vom Rauchen abbringen helfen. Mehr als die Hälfte aller Befragten sagten, dass zu den Warnhinweisen hinzugefügte Farbfotos wirksam oder sogar sehr wirksam vom Tabakkonsum abschrecken würden. (APA/AFP)
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FDP wieder im Bayrischen Landtag 20.03.2009 09:01
6.8.2008:
Hallo FDP, ich möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist M.O. Ich bin 50 Jahre alt, Nichtraucher und war (!) bis jetzt CSU-Wähler. Da ich aber die CSU nicht mehr für wählbar halte, habe ich mich aus verschiedenen Gründen für die FDP entschieden. Meine Angst besteht aber darin, dass die Fehler und die tatsächlichen Absichten der CSU in Vergessenheit geraten. (…) Warum wird ein Finanzminister, der die Verantwotung für die Landesbank hat und wegen angeblicher fehlender Kommunikation, nicht merkt, dass diese ca. 4 Milliarden verspekuliert, nicht stärker unter Druck gesetzt und zum Rücktritt gezwungen? Die Kernfrage ist aber, weil Sie mich persönlich am meisten betrifft: Was passiert mit dem Rauchverbot? Meine Frau und ich arbeiten beide nebenberuflich in einer Discothek, sind beide Nichtraucher, arbeiten dort aber schon seit Jahren und arbeiten vor allem gerne dort. Wenn aber die CSU die strikte Lösung in Bayern durchsetzt, und ich bin der festen Überzeugung, dass die CSU nach alter Wahlkampftaktik dieses Thema herunterspielen wird und nach einer gewonnenen Wahl erst mal richtig anzieht, dann sind meine Frau und ich unseren Nebenjob, den wir beide lieben und auch finanziell brauchen, über kurz oder lang los. Ich hoffe die FDP setzt die CSU unter Druck, damit sich diese klar positioniert was das Rauchverbot anbelangt. Ich möchte übrigens noch ein Argument liefern, falls einer sagt, wenn nirgends geraucht werden darf, dann wird niemand benachteiligt. Ein ehemaliger Mitarbeiter von mir lebt mittlerweile in Irland (Dublin) und er rief mich im Frühjahr an und erzählte mir vom strkten Rauchverbot in Irland. Das Endergebnis in Irland ist: 13000 geschlossene Pubs, Guiness hat einen speziellen Heimservice eingerichtet (und ist somit den Gastronomen in den Rücken gefallen) und das berühmteste Pub in Dublin, welches pro Abend bis zu 1000 Gäste zählte, hat heute kaum mehr als 200 Gäste und ist kurz vor dem Schliessen. Ich bin mir sicher, dass die FDP mit Martin Zeil, den ich auf mehreren Veranstaltungen als grossartigen Redner erlebt habe, einen Mann ins Rennen schickt, der jedem CSU-Politiker nicht nur das Wasser reichen kann, sondern alle mit seinem Auftreten und seiner Fachkompetenz in den Schatten stellt. Ich würde mich über eine Veröffentlichung dieses eMails freuen, da ich denke, man kann die Leute nicht oft genug auf alles hinweisen und jedes Argument kann einen weiteren Wähler von der FDP überzeugen. Ich hoffe, die FDP Bayern kann der Bundes FDP für nächstes Jahr eine Steilvorlage liefern und die CSU landet nicht bei 50-x sondern bei 40-x!!! mfg euer neuer Wähler M.O.
29.7.2008:
Webseiten-Besucher Tim C. meint “Ludwig Erhard würde FDP wählen” und verweist uns auf seinen Blogeintrag zum überzogenen Rauchverbot.
17.03.2008:
Zuerst holten sie die Raucher.
Ich schwieg, denn ich rauchte ja nicht.
Dann holten sie die Fettleibigen.
Ich schwieg, denn ich war ja schlank.
Dann holten sie die Trinker.
Ich schwieg, denn ich trank ja nicht.
Dann holten sie mich …
nur da war niemand mehr da, der protestieren konnte.
(Frei nach Martin Niemöller)
K.E.
11.03.2008:
Ich bin seit 22 Jahren selbständiger Erlebnisgastronom. Am 12.12.07 um ca. 15 Uhr wurde uns bei der BHG Sitzung (Szene u Musik) der verabschiedete Gesetzentwurf der CSU in den Sitzungssaal gefaxt. Nun war es unumgänglich. Ab dem 01.01.08 wird dem Berufszweig Gastronomie an der Lebensgrundlage gerüttelt. Bis zu diesem Tag war ich CSU – Wähler. Dann habe ich mich mit den Themen der FDP auseinandergesetzt. Nach der Neujahres-Auftaktveranstaltung (10.01.)in Mchn. hatte die FDP einen neuen Wähler u. Empfehler. Ich selbst bin Mitbegründer des VEBWK und aktives Mitglied. Sprecher beim München- und Erlangen-Protest, auch war ich in Passau bei der Demo vor der Dreiländerhalle dabei. “Kein Raucher wählt die CSU”. Dies ist unsere Botschaft. Auch ich habe diesen Slogan in meinem Betrieb in meine große Laufschrift eingespeichert. Aber nicht nur wegen dem GSG ! Sondern wer nur einmal Herrn Westerwelle wie ich ihn in Mchn. am Dienstag den 26.02.im Hotel Meridien, (wo er der FDP Wahlunterstützung gab) gehört habe, “Weiß”, dass die FDP den Slogan “Näher am Menschen” verdient und nicht die CSU. Die Erfolge bei der Kommunalwahl war erst der Worm up. Bei der Landtags- wahl im Herbst wird der Gongschlag für politische Veränderungen erklingen und wir werden nach über 10 Jahren wieder in den Landtag kommen. Ich habe meinen Betrieb in einen liberalen Club umgewandelt. Im Bistro ist Rauchverbot, und im Tanzlokal ist Rauchen erlaubt. Wobei auch im Tanzlokal ein Bereich für Nichtraucher reserviert ist. Mein Betrieb verfügt über eine gute leistungsstarke Lüftung und so kann ich den Ansprüchen meiner Gäste gerecht werden. Ich freue mich darüber, dass die CSU so angezählt und Dank dem Schüttel-Schorsch so durschgeschüttelt wurde.
m. f. G. M.S.
07.03.2008:
Habe zeit meines Lebens CSU gewählt, aber die Entmündigung meinerseits durch Rauchverbot in Bayerns Gaststätten hält mich davon ab. In Hessen redet man vom Stimmenverlust durch Herrn Koch!!! Man traut sich wohl nicht zu sagen, dass mindestens 7% auf die Kappe der Raucher gehen. Werde mein Geschäft wohl ins Ausland verlegen bevor ich hier Sozialhilfeempfänger werde. Übrigens: 80% meiner Gäste sind der gleichen Meinung – und ich habe NOCH ein paar Gäste. „Pfui, Pfui, Pfui“ der CSU, das ich handzettelmässig verteilen lasse und bei mir an der Gaststätte so deklarieren werde. Bis zur Landtagswahl ist ja noch ein bisschen Zeit. Aus meinem Bereich 0,00 Stimmen der PFUI-Partei CSU. Franz-Josef Strauss ist sogar im Himmel verärgert!! Bin übrigens Nichtraucher, aber Verfechter der Demokratie und der Mündigkeit eines jeden einzelnen Menschen. (…) Ein zorniger u. engagierter Gastronom.
R.N.
04.03.2008:
Hallo Herr ….,
obschon ich seit nahezu 50 Jahren als liberal-konservativer “Mann von der Strasse” eher der CDU/CSU nahe stand, werde ich zukünftig der FDP meine Stimmen geben; insbesondere haben mich die politischen Inhalte und ihre
selbstherrliche Durchsetzung überflüssiger, ja zum Teil absurder Gesetze, Vorschriften, Verordnungen usw. der CSU maßlos enttäuscht. Bürokratieabbau ….. ?? Das Gegenteil ist der Fall!! Ich hoffe, dass sich die FDP in allen Landes- wie auch Kommunalparlamenten zukünftig durchsetzen wird! Dazu mein kleines Stimmlein und viel, viel
Glück !
J.Z.
03.03.2008:
Ich habe heute durchgehend FDP gewählt. Die FDP-Position gegen das totale Rauchverbot war dabei ein sehr wichtiger Grund. Ich hoffe, dass sich die FDP in Zukunft für ein liberales, vernünftiges und marktgerechtes Konzept entschlossen einsetzen wird. Die vielen und gut besuchten Raucher-Clubs (Tendenz steigend) sprechen eine klare Sprache: der Bedarf ist da, die Leute wollen das. So weit man den Prognosen schon Glauben schenken kann, hat die FDP heute eindeutig Stimmen dazu gewonnen. Meine Meinung: Es hätten es noch mehrere sein können, wenn man sich früher und deutlicher gegen das totale Rauchverbot ausgesprochen hätte.
Mit freundlichen Grüßen,
I.G.
03.03.2008:
Wir, meine Familie, ich und mein ganzer Bekanntenkreis sind seit Jahren treue FDP Wähler. Auch wir sind für eine liberale und Antiverbotsgesellschaft und werden auch in der kommenden Landtagswahl die Stimme der FDP geben. Wir hoffen alle sehr, dass die CSU einen bleibenden Denkzettel bekommt und von ihrem sehr hohen Ross herunter kommt. Nur eine liberale Gesellschaftspolitik garantiert unsere Demokratie und unseren Wohlstand. In diesem Sinne verbleibe ich mit,
mit freundlichen Grüßen
B.S.
02.03.2008:
Guten Abend die Damen und Herren,
weiter so, meine Stimme ist der FDP in Zukunft sicher !!! Vormals war ich CSU-Wähler, danach ging ich aus Frust gar nicht mehr zur Wahl, morgen aber werde ich mich wieder aufraffen und die FDP unterstützen. Gerne können Sie mir per e-mail auch einen Aufnahmeantrag zukommen lassen.
Mit freundlichen Grüßen
B.H.
23.02.2008:
Ich bin selbst Nichtraucher, aber der Stammtisch ist zerstört. Und hat man mal ein Thema, ist die Hälfte beim Rauchen weg. Genauso im Bierzelt: Rauchverbot ist ein Hohn,als nächstes wird Ochsenbraten verboten.
Edwin K.
14.02.2008:
Hallo Frau ……! Vielen Dank für die Übersendung der Ausschnitte! Das hört sich ja gut an…ich hoffe daß es die FDP im Landtagswahlkampf klar dem Wähler rüberbringen kann daß sich…bei entsprechenden Mehrheiten…sich durchaus noch eine vernünftige Lösung im Nichtraucherschutz finden lässt! (…) Die CSU hat mehrere Steilvorlagen geliefert…und der Wähler wartet händeringend auf eine Alternative für einen Denkzettel…was liegt näher als die FDP?
Mit freundlichen Grüßen
Willi R.
14.02.2008:
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin seit Jahren überzeugter FDP-Wähler und versuche fast täglich meine Fahrgäste im Taxigeschäft für ein freies Leben in unserem Land zu überzeugen. Durch das neue “Raucherdiskriminierungsgesetz” das mich selbst und meine Fahrgäste zum 1.September 2007 getroffen hat und zum 1.Januar 2008 die Gastronomie und wieder indirekt mich kann ich gute Überzeugungsarbeit für Ihre Partei leisten. Ich würde mir wünschen das die FDP vor den kommenden Wahlen dieses Thema verstärkt heraushebt, nicht nur im Internet sondern auch in örtlichen Tageszeitungen und Werbeplakaten. Mit freundlichen Grüßen
Michael J.
14.02.2008:
Guten Tag, seit geraumer Zeit unterstützen wir (die Redaktion) euch in der Anti-Bevormundungskampagne gegen das restriktive Anti-Raucher Gesetz in unserem “Freistaat”. In unserer Redaktion von http://www.—.de sind Raucher UND Nichtraucher. Bei uns funktioniert das alltägliche Zusammenarbeiten wunderbar. Warum? Weil wir ALLE mündige Bürger sind und aufeinander Rücksicht nehmen – so einfach ist das!! Was diese ungeheuerliche Bevormundung betrifft, sind wir uns alle einig: So kann und darf es nicht weiter gehen!!! Wir sind uns einig: Wir wählen dieses Mal die FDP. Mit freundlichen Grüßen In Vertretung für uns alle
J.Z.
30.01.2008:
Hallo Bayern-FDP !!! Sehr lobenswerte Einstellung habt ihr zum Thema “Nichtraucherschutz und Eigenverantwortung der Wirte und Gäste” !!! Bei der Landtagswahl im Herbst könnt ihr auf alle Fälle auf meine Stimme zählen, denn die CSU ist ja in dieser Thematik (ebenso wie SPD und Grüne) von allen Guten Geistern verlassen. Nichts hasse ich mehr, als bis ins letzte Detail bevormundet zu werden vom Staat; und vor allem an so sinnloser Stelle !!! Nehmt diese Chance wahr und macht ordentlich Wahlkampf damit, denn so eine Gelegenheit ergibt sich wohl so schnell nicht wieder !!!
mfg
B. H.
17.01.2008:
Ich war bis zum 31.12.2007 Mitglied der CSU. Ich bin aktiver Raucher und habe nach 32 Jahren meine Mitgliedschaft in der CSU gekündigt,weil ich mich von meinen Abgeordneten nicht mehr vertreten fühle. Schuld daran ist natürlich das Nichtrauchergesetz, welches nicht nur meiner Meinung nach,sondern auch vieler meiner rauchenden und nichtrauchenden Freunde und Bekannten einen tiefen eingriff in die persönliche Freiheit jedes einzelnen Bürgers bedeutet.
(…) Ich könnte mir vorstellen, dass jede Partei, die die Raucher hinter sich bringt, zwangsläufig Erfolg haben muß, 30-40 Prozent der Wähler sind doch nicht zu unterschätzen. Ich glaube, ein Anstoss in diese Richtung müßte doch bayernweit erfolgreich sein.Viele von uns Rauchern werden der CSU bei den nächsten Wahlen keine Stimme mehr geben.
Gruß
Harald B.
17.01.2008:
Ich will keine schoene neue Welt (Aldous Huxley) mit A- B- und C-Menschen… Ich will kein 150% Superroboter werden, sondern Mensch bleiben! Daher kann ich dieses Rauchverbot und vor allem die daraus resultierende Beschimpfung militanter Nichtraucher nicht fuer gut heissen! 60 Jahre haben wir gegen sowas gekaempft, jetzt sind wir wieder am Anfang – bei Denunzierung und Diskriminierung! Die FDP war mir immer sympathischer, doch man hatte in Bayern Angst die Stimme zu verschenken – jetzt habt Ihr meine Stimme garantiert!
Sandra A.
15.01.2008:
Sehr geehrte Damen und Herren, Ganz kurz: Wir Bürger sind verärgert.
1. Ausschluss aller Raucher aus dem Gemeinschaftsleben. Die Schwarzen wähle ich deshalb nicht mehr. Eine Ungezogenheit und Bevormundung – Unvorstellbar.
2. Alle Freiheiten, auf die wir stolz sind, werden mit Füßen getreten. Es sind Hans-Kasperln an der Regierung, mir ist weh um Deutschland.
3. Nur um Geld einzunehmen, werden Entscheidungen der höchsten Gerichte mißachtet. Schon längst hat des BVerfG entschieden, dass Private wie Unternehmer gleich zu behandeln sind, was die Pendlerpauschale anbetrifft.
4.Ich bin sauer, wie noch nie in meinem Leben. Ich bitte Sie, mehr auf diese allgemeine Unhzufriedenheit, die entstanden ist, einhzugehen. Es wird Ihnen mehr als nur 5 % in Bayern bringen. So eine Regierung habe ich noch nie gesehen. Unmöglich. Ihr
Hans A.
15.01.2008:
Liebe FDP, ich kann nur dringend anraten, dieses Thema – wie z.T. schon geschehen – sowohl bei der Kommunalwahl wie bei der Landtagswahl ausdrücklich zu betonen und in den Vordergrund zu stellen. In diversen Internetforen häufen sich die Stimmen alter CSU-Stammwähler (auch ich war bisher einer), die von dieser Willkür zutiefst enttäuscht sind. Und SPD oder gar so selbsternannte Gutmenschen wie Frau Rütting von den Grünen sind ja noch viel schlimmer. Wer die Entscheidungsposse im Bayerischen Landtag erlebt hat, kann nur Ihre Partei, die FDP wählen. Deshalb: NUTZT DIE GUNST DER STUNDE und hängt das Thema hoch auf.
Gruß
Rolf E.
15.01.2008:
Hallo, sehr gehrte Damen und Herrn der FDP, wenn ich auch kein Partei – Mitglied der FDP bin und auch in der Vergangenheit meine Wählerstimme bisher nicht der FDP zur Verfügung stellte, hat sich dies in vergangener Zeit auf Grund meiner gemachten Erfahrung geändert, nachdem sich die CSU sehr volksfremd benommen hatte und demzufolge auch zu rechnen ist, dass sie sich auch weiterhin auf Grund der Arroganz der CSU in dieser Hinsicht sich auch sobald nichts ändert. Die CSU braucht einen Denkzettel für ihre Bevormundung dem bayerischen Volk gegenüber und dies ist nur möglich, wenn die FDP bei der nächsten bayerischen Landtagswahl die 5% – Hürde schafft und somit die CSU mit 50 –X abgestraft werden kann bzw. wird.
Alfons D.
09.01.2008:
Positionieren sie sich klar zum Raucherpogrom und Sie haben viele Stimmen auf ihrer Seite, die der CSU einen Denkzettel verpassen werden. Binden Sie den Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur ein (> 37.000 aktive Mitglieder) und sie werden sehen, das wird nicht erfolglos bleiben. Bei klarem Statement haben sie auch unsere Stimme (als Ex-CSU Wähler)….
Jörg K.
19.12.2007:
Sehr geehrte Damen und Herren, ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass ich Ihre Kampagne gegen das totale Raucherverbot in Bayern sehr begrüße. Das nächste mal werde ich und einige meiner Freunde geschlossen für die FDP stimmen. Ich hoffe, dass sie in dieser Hinsicht nicht nachlassen und die Raucher und toleranten Nichtraucher mobilisieren können. Ich war selbst im Frühjahr in Barcelona und konnte sehen, dass ein Raucherschutz auch ohne strikte Regelungen durchaus möglich ist. Weiterhin viel Erfolg wünscht Ihnen
Paul M.
17.12.2007:
Sehr geehrter Herr …..,
Danke für die kurzfristige Übermittlung der gewünschten Informationen. Ich habe soeben online meine Mitgliedschaft in der FDP beantragt und möchte mit dazu beitragen, dass dass möglichst viele Gastronomen, Raucher, Nichtraucher und alle freiheitsliebenden Menschen der CSU bei den nächsten Wahlen den Rücken kehren und ihre Stimme der FDP geben. Von der CSU habe ich mich mit der unten angefügten Nachricht verabschiedet. Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest.
Christoph S.
15.12.2007:
Sehr geehrte Damen und Herren, anscheinend ist die FDP die einzige ernstzunehmende Partei in Bayern, die gegen die totale Bevormundung der Bevölkerung kämpft, welche uns der bayerische Landtag in Form des in keinster Weise mehr zu ertragenden totalen Rauchverbots beschert hat. Nachdem ich mein Leben lang CSU gewählt habe, die jetzt leider von jeglicher politischer Vernunft verlassen ist, denke ich über eine Mitgliedschaft in der FDP nach.
Christoph S.
14.12.2007:
Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Gegenoffensive zum gestern beschlossenen radikalen und äußerst undemokratichen Rauchverbot. Machen Sie Ihre Offensive großflächig bekannt. Sie werden mit Sicherheit bei den nächsten Wahlen viele Stimmen hinzugewinnen. Ich jedenfalls werde in Zukunft FDP
wählen. Fest versprochen !!!
Klaus W.
Carolus Magnus 13.06.2009 10:30
Es ist bekannt, daß sich der Standard für solche Artikel fürstlich bezahlen läßt. Ich glaube schon seit Jahren dem einst angesehen Blatt kein Wort mehr.
Früher wurde klar vom redaktionellen Teil die Werbung getrennt. Dem ist heute nicht mehr so, obwohl die Gesetze in dieser Sache eine eindeutige Sprache sprechen: Was der Standard tut, ist illegal.
Thomas 03.03.2009 14:41
Die Raucherlobby hat das Forum hier (das selbe Trauerspiel auf derstandard.at, diepresse.com) ordentlich unterwandert und postet hemmungslos Unsinn!
SPAM vs Fakten? Denke, die Fakten werden über kurz oder lang die Oberhand gewinnen und dann wird auch Österreich das GENERELLE RAUCHVERBOT verwirklichen müssen (im Notfall auf Druck der EU)! Eine Empfehlung wird ja noch für heuer erwartet, eine RL/VO wird aber noch etwas länger dauern! Spätestens wenn Lissabon-Vertrag in Kraft ist, wird aber auch dies der Fall sein!
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VerBOTSSTAAT666 20.02.2009 10:48
++Breaking News++: als nächstes kommt der Passivtrinkerschutz!!++Breaking news++
Im Januar dieses Jahres erklärte die World Health Organisation (WHO) eine neue Initiative zur Bekämpfung der mit Alkoholkonsum verbundenen Gefahren. Geplant ist eine zweijährige globale Strategie [Framework on alcohol policy], die Sensibilisierungskampagnen in der Bevölkerung, Richtlinien und Empfehlungen für Nationen sowie die Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz beinhalten. Nur wenige Monate nach dieser Erklärung konnte man in London bereits ein Trinkverbot in öffentlichen Verkehrmitteln ausmachen, Berichte in Magdeburg über ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen lesen, Empfehlungen des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit (BAG) über ein Verkaufsverbot nach 21 Uhr (Verkauf über die Gasse) in der Tagesschau vernehmen und viele weitere kuriose Meldungen in dieser Richtung aus den instrumentalisierten Medien herauspicken.
Bei näherer Betrachtung der Medienberichte über diese WHO-Initiative fällt auf, daß das Hauptmerkmal dieser Kampagne sich auf alkoholbedingte Schäden und Gefahren von ausschließlich Drittpersonen konzentriert. Es sieht so aus als wolle die WHO versuchen, ein neues Konzept wie «Passivtrinken» auf die Beine stellen. Die ganze Geschichte ist dem Aufbau des Rauchverbotes zu ähnlich – und zu ernst um einfach ignoriert zu werden.
Die Medien selbst hüllen sich über die Details, Ziele oder Gründe dieser WHO-Initiative in lautes Schweigen. Will einer mehr über dieses Thema herausfinden, so muß er sich auf der WHO-Webseite umsehen. Das Hauptdokument, welches es zu finden gilt, dasjenige mit der treibenden Kraft hinter dieser Initiative ist der »WHO Expert Committee on Problems Related to Alcohol Consumption – Second Report«, welcher im Oktober 2006 erstmals präsentiert wurde. Aufmerksamen Lesern dieses Reportes verrät er vieles über die dahinterstehende Gesinnung und bereitet uns vor, was wir in den nächsten Monaten und Jahren zu erwarten haben.
Bier oder Wein nur noch auf Rezept? Ethanol = Methadon?
Es ist von vitaler Wichtigkeit zu erkennen, daß der gesamte Report sich nicht über den Alkoholmißbrauch äußert, sondern einzig über den Alkoholkonsum! Nirgends im Report werden irgendwelche Empfehlungen oder Angaben über das Maß gemacht, wo denn nun die Grenze zwischen Alkoholmißbrauch und gewöhnlichem Alkoholkonsum zu ziehen ist. Analog ging man auch beim Rauchverbot vor: »Es gibt kein sicheres Maß bei Passivrauch« – so hieß der Slogan um das Rauchverbot gegen den gesunden Menschenverstand durchzuzwängen. Es sieht also so aus, daß dieselbe erfolgreiche Strategie auch beim Alkohol angewandt werden soll.
Die WHO-Definition der Schädlichkeit
Die WHO hat eine lange Geschichte hinter sich, indem sie sich aus Prinzip stur gegen die möglichen positiven Auswirkungen von Alkohol auf das Herz stellen. Der Report erklärt, daß dieser Sachverhalt kontrovers und der Schaden größer als der mögliche Nutzen sei.
Auch enthält diese Krankheitsliste keine Schätzungen, inwiefern und in welchem Maß Alkohol daran beteiligt sein könnte. Es stehen nur wieder so dehnbare böse Sachen wie »wiederholter« oder »chronischer« Alkoholgebrauch »könne zu … führen« oder »kann die Leber zu … exponieren« – Kann-Formeln also, die jeder Jurist oder seriöse Wissenschaftler sofort in der Luft zerreißen würde. Es sind darin auch keine Schätzungen enthalten, wie schlimm diese bösen Sachen denn tatsächlich sind, wie oft diese vorkommen oder welche Altersgruppe davon am meisten betroffen ist. Sicherlich sind aber solche tendenziöse »Studien« bereits in Vorbereitung.
Alkoholkonsum löst, gemäß diesem Report, nicht etwa nur Krankheiten aus, sondern führt auch zu sozialen Schäden. Autounfälle, Gewalt und Kriminalität sind die Offensichtlichsten, aber es sind noch mehr aufgeführt: Obdachlosigkeit, soziale Ausgrenzung, Familienprobleme und sogar »minderwertige Arbeitsleistung«! Es ist allgemein bekannt, daß die WHO extra breite »Definitionen« der Gesundheit gezielt nebulös zu setzen weiß, doch hier zeigt sich das tatsächliche Ausmaß dieser Breite: Sogar »Faulheit am Arbeitsplatz« ist zu einer Krankheit geworden.
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Österreichiches Volksbegehren 19.02.2009 21:40
VOLKSBEGEHREN FÜR REINE LUFT
Unterstützen Sie das Volksbegehren für reine Luft in Gaststätten.
Schützen Sie Ihre Kinder und geben Sie Ihre Unterstützung ab!
Für das Recht auf reine Luft. Initiative Reine Luft.
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VOLKSBEGEHREN GEGEN BESCHNEIDUNG VON EIGENTÜMERRECHTEN 20.02.2009 03:03
VOLKSBEGEHREN GEGEN BESCHNEIDUNG UND AUSHÖHLUNG VON EIGENTÜMERRECHTEN UND DER GEWERBEFREIHEIT
SCHÜTZEN SIE DIE WIRTSCHAFT, DIE MÜNDIGKEIT DER BÜRGER UND KINDER, DIE DURCH EIN RAUCHVERBOT VERSTÄRKT PASSIVRAUCHEN AUSGESETZT WERDEN.
VERBOTE GEFÄHRDEN DIE GESUNDHEIT DER WIRTSCHAFT.
Thomas 03.03.2009 14:43
Mal ne Frage: WAS beschränkt die freie Berufswahl mehr: Die Gewerbeordnung oder ein Rauchverbot?
Die eindeutige Antwort wird Gewerbeordnung lauten!
Also nur weil sie ihr Posting in Großbuchstaben verfassen, wird es nicht klüger oder sinnvoller!
Österreichische Raucherbewegung 02.04.2009 15:46
Besonders pikant ist das Faktum, dass “Reine Luft” der Namen einer der der Antiraucherzeitungen im 3. Reich war.
Aggressive Aufklärungskampagnen – öffentliche Vorlesungen, Plakate, eigene Zeitschriften wie “Reine Luft” und “Auf der Wacht” -, rauchfreie Zonen in Postämtern oder Parteibüros sowie sehr hohe Tabaksteuern sollten dem “deutschen” Menschen das Rauchen austreiben.
Die Erfolge der NS-Antiraucherpropaganda waren freilich begrenzt. Der Anteil der rauchenden Männer stieg aufgrund des Kriegsstresses sogar. Nur widerwillig ließ sich Hitler überreden, den Soldaten das Rauchen zu erlauben. Nach dem “Endsieg” sollte aber Schluss sein mit dem Gequalme.
Anders bei den Frauen, die, da für die “Reproduktion” zuständig, das Hauptziel der Kampagnen waren: “Die deutsche Frau raucht nicht!”.
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/460362
Und woher kommt die Parole “passivrauchen her”?
http://www.wispofsmoke.net/SHSETS.html
Deutschland: Ohne Rauch gehts auch 19.02.2009 21:36
DEUTSCHLAND:
2/3 Mehrheit für Rauchverbot in Gaststätten!
65 % der FDP-Wähler für Rauchverbot in Gaststätten!
Somit sprechen sich 2/3 der Deutschen und 65 % der Wähler der FDP für ein Rauchverbot in Gaststätten aus. Ein beeindruckendes Votum.
http://www.focus.de/politik/deutschland/umfrage_aid_51246.html
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Lieber Aal 20.02.2009 02:53
gähn..
Links zum Thema:
»Webseite arbeiten.de
D
Bild klicken zum Vergrößern
Fast zwei Drittel wollen kein Rauchverbot am Arbeitsplatz
ie überwiegende Mehrheit der Beschäftigten ist gegen ein generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz. Dies ergab eine repräsentative Umfrage der Online-Jobbörse “arbeiten.de” (siehe obiger Link).
Nur knapp über einem Drittel der 1.000 befragten Menschen (36,9 Prozent) waren dabei der Meinung, dass das Rauchen am Arbeitsplatz grundsätzlich verboten sein sollte. 36,2 Prozent der bei dieser deutschlandweiten Umfrage befragten Personen sind der Meinung, dass die Entscheidung ob geraucht wird oder nicht dem Betrieb überlassen sein sollte. 26,9 Prozent der Befragten halten die Forderung nach einem Rauchverbot in Betrieben für überzogen.
——
abendblatt.de
Mehrheit gegen Rauchverbot in Kneipen
Von Klaus-Peter Schöppner
BERLIN -
Der Kampf gegen den Dampf wird in Deutschlands Kneipen immer heftiger. Raucher und Nichtraucher stehen sich im Krieg um das Nichtrauchergesetz, um “Toleranz” oder “Vor die Tür” immer unerbittlicher gegenüber, folgt man Interessengruppen, Politikern, Medien.
Doch dieses Bild stimmt nach einer neuen TNS-Emnid Studie nicht: Es gibt keine Mehrheiten in der deutschen Bevölkerung gegen das Rauchen: 38 Prozent sind für ein generelles Rauchverbot in Restaurants; selbst unter den Nichtrauchern nur jeder zweite. 70 Prozent wollen dagegen den Gastronom selbst entscheiden lassen, ob und wo bei ihm geraucht wird. Auch die 40 Millionen Nichtraucher in Deutschland sind überwiegend tolerant: 62 Prozent wollen den Betreibern die Entscheidung überlassen.
Problematisch ist viel eher das scheinbare Fehlen der geforderten rauchfreien Zonen: Gerade mal 38 Prozent suchen diese oft vergebens: Die Selbstverpflichtung der Wirte, schrittweise immer rauchfreier zu werden, ist bisher offensichtlich erfolglos.
Die Zeiten, in denen Rauchen nach dem Motto: “Drei Wochen war der Fritze krank, nun raucht er wieder, Gott sei Dank” akzaptiert war und Raucher sich im Smoking ihren Genüssen hingaben, sind vorbei. Dennoch wollen die Deutschen keine neuen gesetzlichen Reglementierungen: In Cafés und guten Restaurants sind 40 bzw. 38 Prozent gegen ein generelles Rauchverbot, in Kneipe, Bar, Disco dagegen nur 33 Prozent.
—
http://www.news.at
NEWS-market-Umfrage ergibt: Mehrheit der
Österreicher gegen Rauchverbot durch EU
Nach Einführung des neuen Nichtraucher-Gesetzes
Toleranz ja, aber gegen “Nullregelung” für Raucher
mehr zur Story
·UMFRAGE: Sind Sie für ein Rauchverbot?
Lokale ab Jänner 2009 mit rauchfreien Zonen
Google-Anzeigen
·Rauchverbot in Österreich
Bevormundung oder gutes Recht? Sag Deine Meinung!
http://www.deine-meinung.at
·Stoppt Schnarchen
Somnolis-Schnarchschiene, ruhiger Schlaf ohne Schnarchen € 29,95
http://www.schlaf-laden.de
Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, spricht sich eine satte Mehrheit von 58 Prozent der durch das “market”-Institut befragten ÖsterreicherInnen gegen ein wie in vielen EU-Staaten bereits praktiziertes totales Rauchverbot in Lokalen aus. Im Gegenzug halten es lediglich 40 Prozent für richtig, die Raucher vor die Türen der Lokale zu setzen.
Wesentlich moderater zeigen sich die Befragten in Bezug auf ihre Rauch-Toleranz: Gleich 69 Prozent der Raucher und Gelegenheitsraucher gaben in der Umfrage an, zum Schutz der Nichtraucher “ihr persönliches Rauchverhalten” ändern zu wollen.
Die Probleme der Wirte und Gastronomen mit dem neuen Gesetz sind offensichtlich. So geben in der Umfrage gleich 76 Prozent an, dass sich die ihnen bekannten Lokalbetreiber ernsthafte Gedanken über die Umsetzung des Nichtraucherschutzes machen
Lieber Aal 20.02.2009 03:38
nachtrag: gfk-umfrage:
“Die größte Zustimmung erfährt die rauchfreie Gastronomie mit 61,6 % unter den Wählern der CDU/ CSU. Die einzige im Bundestag vertretene Partei, bei der die Gegner einer gesetzlichen Regelung in der Mehrheit sind, ist die FDP. ”
süddeutsche.de:
“FDP stellt Bedingungen an CSU
Abstrafen zum Beispiel für das absolute Rauchverbot, ein in Bayern höchst umstrittenes Unterfangen. Der FDP könnte zugute kommen, dass sie für eine liberale Lösung wirbt.”
Deutschland: Ohne Rauch gehts auch 20.02.2009 06:13
HESSEN: 72 % der Hessen befürworten dreieinhalb Monate nach ihrer Einführung das Rauchverbot in Gaststätten.
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=15662&key=standard_document_33707530
Lieber Aal 20.02.2009 07:55
nach urteil aus karlsruhe: 50%- ja das verbot bringt nichts, 35%- ja wir brauchen ein bundesweites rauchverbot
http://www.bild.de/BILD/news/politik/2008/07/31/rauchverbot-bundesweit/oder-ganz-weg-nach-karlsruhe-urteil.html
wir können uns ewig gegenseitig umfragen um die ohren knallen. die richtigkleit einer maßnahme macht sich ber nicht an umfragen fest. machen wir z.b minderheitenrechte von umfragen abhängig?
Deutschland: Ohne Rauch gehts auch 20.02.2009 13:00
Sorry, aber “Raucher” sind keine schützenswerte Minderheit.
VERBOTSSTAAT666 19.02.2009 11:41
Vorsicht – hier ist Küssen ab sofort verboten!
VON JASMIN AMEND18. Februar 2009, 17:02 Uhr
Küssen in der Öffentlichkeit ist nun offiziell verboten – zumindest auf einem Bahnhof in Großbritannien. Paare in Warrington müssen dort “Kuss-Zonen” aufsuchen, wenn sie Zärtlichkeiten austauschen wollen. Und das ist im Gegensatz zu anderen Ländern noch liberal, denn andererorts drohen harte Strafen.
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Aalglatter pseudoliberaler 19.02.2009 14:44
Wemma keine Argumente mehr ham, damma blödeln.
Häferl 19.02.2009 17:43
… aber vom Passiv-Küssen hat noch niemand Krebs bekommen und meines Wissen ist daran auch noch keiner gestorben – Spanner mal ausgenommen)
Lieber Aal 19.02.2009 17:47
das ist wahr häferl, nur lässt es erkennen wohin die reise hingeht, de rprozess ist ein schleichender. das ist keine liberale gesellschaft; handyverbot in der ubahn, kussverbot, rauchverbot ..was kommt als nächstes?
Häferl 19.02.2009 20:37
@Lieber Aal: Da gebe ich Dir vollkommen recht und auch ich habe mit Verboten und damit gesetzlichen Eingriffen in die Freiheit der Individuen wirklich absolut keine Freude, aber wie schon Adam Smith sagte, ist Gewaltausübung gegenüber anderen der einzig vertretbare Grund für die Einschränkung von Freiheitsrechten und eine wohl unbestrittene Gesundheitsbeeinträchtigung wie das Passivrauchen ist definitv als Gewaltanwendung einzustufen.
+++
Adam Smith stellt damit aber bspw. auch vollkommen klar, was vielen Gesellschaftsliberalen wieder weniger gernbe hören, dass bspw. Quoten und dgl. für die Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen oder anderen benachteiligten Gruppen, Obergrenzen für Managergehälter und dgl. absolut kein Instrument für Liberale sein können, da damit zwar ein gesellschaftlich absolut sinnvolles und eventuell auch anzustrebendes Ziel erreicht werden soll, aber nicht wirklich von Gewaltanwendung gesprochen werden kann = in all diesen Fällen ist keine Einschränkung der Freiheit sinnvoll sondern bestenfalls die Schaffung von Anreizen die zum Handeln motivieren sollen.
Lieber Aal 20.02.2009 03:00
@häferl- so kann man das in keinster weise stehen lassen. es ist wohl ein unterschied ob ich jemanden aufsuche und ins gesicht paffe oder ob sich jemand bewusst passivrauch aussetzt. wenn jemand das recht hat sich bewusst fürs aktive rauchen zu entscheiden, so muss er erst recht das recht haben sich für passivrauchen zu entscheiden. wenn jemand in ein raucherlokal geht entscheidet setzt er sich dem bewusst aus, die mündigkeit kann ich ihm nicht abnehmen genauso absurd wenn man von illegaler gewaltanwendung spräche wenn ein masochist eine domina aufsucht und sich nachträglich über blaue flecken beschweren würde.
davon abgesehen möchte ich festhalten dass selbst das bewusste anpaffen einer person in öffentlichen räumen keine körperverletzung darstellt, dass würde vor keinem gericht stand halten. aus toxikologischer sicht erreicht der die luft (beim passivrauchen) nicht einmal den grenzwert von 2. eine signifikante gefährdung kann durch gelegentliche besuche/aussetzung nicht erfolgen und ich weise abermals darauf hin dass sich niemand wundern braucht dass er passiv raucht wenn er ein raucherlokal betritt.
Nina 21.04.2009 11:20
Wenn nur 10 % der Lokale Nichtraucherlokale sind (lt. Zeitungsmeldungen), dann kann man wohl nicht von “liberaler Wahlfreiheit” für die Nichtrauchenden sprechen. Das ist einseitige Klientelpolitik und von einer umsichtigen Politik für die Gesellschaft inklusive Gesundheitspolitik kann man hier wohl nicht reden.
Alexander Hofmann 19.02.2009 09:35
Wie Wener Becher zutreffend ausführt, bringt der Beitrag nicht eine offizielle LIF-Position, sondern – als bewusst kontroversiell gefasster Diskussionsanstoss – nur die persönliche Meinung des Autors zum Ausdruck:
Ich selbst bin Partner des LIF, habe auch schon Beiträge für dieses Forum verfasst, und habe mich hier klar für ein generelles Rauchverbot ausgesprochen. In einem Kommentar von Otto Handle: “Wollt ihr den totalen Markt?” habe ich dazu Folgendes geschrieben:
“Nein, wir wollen ihn natürlich nicht, den totalen Markt. …
Und nicht jeder staatliche Eingriff ist schlecht. Rauchverbote zB schützen die Nichtraucher, weil Passivrauchen das Lungenkrebsrisiko auch bei Nichtrauchern um 20 % erhöht (siehe die letzte WHO Studie dazu), der Gesellschaft dadurch enorme Gesundheitskosten erspart bleiben und der Nichtraucher nicht sagen kann, ich nehme am Geschäftsessen nicht teil, ich gehe mit Freunden nicht mehr oder nur noch unter der Bedingung weg, dass keiner von ihnen raucht, oder ich bleibe der Weihnachtsfeier mit dem Chef einfach fern oder bitte dort Chef und Kollegen nicht zu rauchen etc etc.
Ich denke, wir wollen auch nicht im Namen der Eigenverantwortung und der freien Marktwirtschaft Konsum oder Handel mit Drogen oder Kinderpornografie straffrei stellen.
Das Verhältnis liberaler Politik zur Marktwirtschaft lässt sich nach meiner persönlichen Meinung wie folgt charakterisieren:
Der Markt ist die Institution, die bei Wahrung des größtmöglichen Maßes an gewünschter Entscheidungsfreiheit am effizientesten für die Befriedigung der Bedürfnisse sorgt. Rationales Handeln am Markt ist aber auch unverrückbar mit den Anforderungen einer strengen Ethik (Respekt vor dem anderen) verbunden. Lais-sez-faire Theorien lehne ich als Liberaler daher ab.
Der Staat soll in unser Leben und das Marktgeschehen nach Möglichkeit aber nur dann eingreifen, soweit dies unbedingt notwendig ist, um (i) Grundrechte jedes Einzelnen (Freiheit, Leib, Leben und Gesundheit, Selbstwert, freie Meinung, Respekt vor Minderheiten, Bildung, Demokratie, freie Religionsausübung etc) zu schützen, (ii) die Funktionsfähigkeit des Marktes zu sichern oder (iii) Marktversagen auszugleichen (dh um die Befriedigung von dringenden Bedürfnissen, die der Markt nicht ausreichend bedient, sicherzustellen; zB in der Daseinsvorsorge oder in der Gesundheitsversorgung). Wo man steuern muss, sollte nach Möglichkeit mit marktbasierten Lenkungsinstrumenten das Auslangen gefunden werden (zB Handel von Emissionszertifikaten für den Umweltschutz). Aber auch das ist nicht immer möglich (Stichworte Kinderpornografie, Suchtgiftverbot oder Alkohol am Steuer). …
Im Ergebnis wird man immer diskutieren können und müssen, ob etwas liberal ist oder nicht. In diesem Zusammenhang zeichnen sich Liberale vielleicht dadurch aus, dass sie sich durch faires Abwägen aller pro und contra Argumente ein möglichst unparteiisches Urteil bilden wollen. Sie sollten keine Glaubenssätze aufstellen, die sie als gegeben hinnehmen und nicht hinterfragen (Kampf dem Dogmatismus!); und sie müssen versuchen, zu einer Lösung zu kommen, der sie in jeder Situation und unabhängig von ihrer konkreten Interessenlage als vernünftig zustimmen können. Ein Wirt, der zB durch ein Rauchverbot Umsatzeinbußen erleiden könnte, muss in sich gehen und sich fragen: „Hand aufs Herz. Wäre ich gegen ein Rauchverbot auch dann, wenn ich Nichtraucher oder gar Asthmatiker wäre und kein Gasthaus hätte? Was wäre meine Meinung unter diesen Umständen?“
Solche Diskussionsbedingungen setzen natürlich ein hohes Maß an Toleranzbereitschaft und die Freiheit, seine Meinung ungehindert äußern zu können, voraus. Ein unter solchen Umständen erzielter Konsens wird dann in der Regel auch ein vernünftiger sein. Und so könnten sich Liberale das rechte Augenmaß für die Lösung aller Fragen bewahren, wo es um die gegenseitige und faire Abgrenzung der gegenläufigen Freiheitsansprüche aller Marktteilnehmer und Mitglieder der Gesellschaft geht.”
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Lieber Aal 19.02.2009 09:45
hierbei wird leider übersehen dass es überall soziale zwänge gibt. ein geschäftsessen muss nicht in einem restaurant stattfinden, sondern z.b auch direkt beim rauchenden arbeitgeber. konsequenterweise müsste man das rauchen in anwesenheit von nichtrauchern verbieten, wo das stattfindet ist hierbei völlig egal. herr hofmann sollte sich vielleicht damit ausseinandersetzen warum z.b betriebsfeiern nicht vom verbot erfasst sind. desweiteren wird hier die who studie zitiert. dazu sollte man wissen dass die diese studien wissenschaftlichen standards in keinster weise stand halten können, da hier unter verletzung einfachster wissenschaftlicher regeln hypothesen aufgestellt werden die aber nicht bewiesen werden können, mit solchen tricks kann man einen zusammenhang zw. dem rückgang der storchpopulation und geburtenrückgang herstellen. wahr ist das passivrauchen die krebsgefahr insignifikant erhöht. davon abgesehen sind autoabgase um ein vielfaches schädlicher. vielleicht sollte man sich damit beschäftigen statt eine hysterie zu entfachen.
Netter Uul 19.02.2009 21:24
Natürlich sind alle Studien, die kontra Rauchen sind, manipuliert, unwissenschaftlich, betrügerisch, verfälschend. Nur die Studien, die der Tabakindustrie nützlich sind, sind wahr, wissenschaftlich und aufrichtig.
Ich frage mich, ob hier ein Lobbyiist der Tabakindustrie schreibt. Und mit Lobbyisten haben wir ja bekanntermassen keine guten Erfahrungen gemacht.
Daß Rauchen nicht schädlich ist, wird, auch wenn “Lieber Aal” es 1000 mal hier wiederholt, nicht richtiger.
Es gibt im übrigen auch Punkto Alkohol in anderen Ländern wesentliche strengere Gesetze als hierzulande. Ist die Sucht Alkohol auch unschädlich? Alkohol tötet Leber und Hirn, Rauch tötet die Lunge.
Lieber Aal 20.02.2009 03:07
wo genau hab ich geschrieben das rauchen nicht gesundheitschädlich sei? danke für den nachweis
wer lesen kann ist klar im vorteil. die erwähnte who studie wurde von mehreren verbänden als unwissenschaftlich eingestuft, da sie haltlose thesen aufstellt die im übrigen durch wissenschaftliche beweise falsifiziert wurden. ich kann das gerne nächer ausführen wenn sie möchten. gelegentliches passivrauchen in gaststätten erhöht sämtliche risiken insignifikanterweise. und zum 20ten mal: wer ins wasser springt wird nass, wer ins raucherlokal geht setzt sich bewusst passivrauchen aus. so einfach ist das.
Netter Uul 20.02.2009 06:46
Es existieren zahlreiche andere Studien, die die gesundheitlichen Schäden des Rauchens untermauern, ich denke über die Schädlichkeit des Rauchens müssen wir hoffentlich nicht diskutieren.
Rauchen schädigt die Gesundheit und schädigt somit die österreichischen Volkswirtschaft, da die Behandlung von Lungenkrebskranken und Herzinfarktpatienten von allen Steuer- und Sozialversicherungszahlern getragen wird. Schon aus diesem Grunde ist der Sucht “Rauchen” (ebenso wie dem Alkohol) keine Unterstützung zu geben, schon gar nicht von einer liberalen Partei, die sich für die Steuerzahler einsetzt.
Lieber Aal 20.02.2009 08:02
lieber uul..bitte aktivrauchen und passivrauchen ausseinanderhalten und die intensität bei beiden beachten. davon abgesehen: aktives rauche n ist legal, tabak ist ein legales genussmittel. wenn sich jemand für aktivrauchen entscheiden kann, muss er sich auch für passivrauch entscheiden können. wenn jemand eine raucherlokal betritt muss er den passivrauch in kauf nehmen, alles andere ist völlig absurd. der eigentümer entscheidet welche legale genussmittel er anbietet, sonst niemand. sofern sie kein völliges rauchverbot fordern geraten sie in argumentationsnotstand. mit dem ganzen absurden krankenversicherungsblabla müssten sie eig. das verbot des aktivrauchens befürworten, sonst wirds unlogisch. dann sollt ma aber bitte auch fettige speiesen usw. verbieten weil übergewicht ein weit schlimmeres problem (herzerkrankungen) darstellt. das stehen auf einer straße und das einaten von abgasen ist nachweislich viel ungesünder als passivrauchen, nur hat hier keiner eine wahlfreiheit und es handelt sich im gegensatz zu den gaststätten um einen öffentlichen raum, verbotsvorschläge von ihrer seite werden gerne angenommen!
Lieber Uul 20.02.2009 10:42
In der Tat kosten diese Krankheiten der Volkswirtschaft unnötige Milliaren Euros. Das sollte man dem aktiven (sic!) Eintreten für Aktiv- und Passivrauchen gegenüber stellen. Daher sollte der Staat für eine Reduzierung dieser Sucht eintreten, weil sie dem Sozialsystem ganz einfach sehr sehr viel Geld kostet. Mir ist lieber, der Staat gibt Geld für echte Minderheiten aus (z.B. für Bildungsmaßnahmen in zugewanderte Bevölkerungsgruppen), als daß er sich für Raucher-Rechte einsetzt und diese hohen Kosten für die Folgekrankheiten einfach so hinnimmt.
Wie wäre es, wenn die Liberalen sich für gesünderes Leben einsetzen (durch die Forderung von Kampagnen gegen das Rauchen, für Sport, gegen zuviel fetthaltiges Essen, usw.), anstatt das Rauchen zu fördern.
Für mich ist das ein falsches Verständnis von Förderung der Freiheit.
Auch wenn eine Droge legal ist (so wie der Alkhohol das auch ist), verhindert das nicht die grauenhaften Folgen und der Kosten.
Lieber Aal 20.02.2009 10:54
der staat soll sich massiv durch anreize und präventionskampagnen für verbesserungen einsetzen. richtig. nur solange aktives rauchen zulässig ist ist es aus argumentativer sich unhaltbar gaststättenbetreibern vorzuschreiben welche genussmittel sie in ihren eigenen vier wänden anbieten, noch dazu wo sie wie ein verein, oder eine privatperson aussuchen wer kunde/mitglied sein darf und wer nicht. wer auf die straße geht (keine alternative + öffentlicher raum) atmet feinstaub ein und setzt sich dem bewusst aus, wer sich in eine geststätte begibt (freiwillig + kein anspruch)die eindeutig als raucherlokal deklariert ist nimmt passiv rauch in kauf. so einfach ist das.
Lieber Uul 20.02.2009 11:22
Politische Parteien, das wären auch die Liberalen, sofern sie wieder einmal in Gesetzungskörperschaften vertreten sein werden bzw. sich darum bewerben, sollten sich daher NICHT für das Rauchen einsetzen, auch wenn das manchen Lokalbetreibern nicht gefällt. Hier ist das Wohl der Volkswirtschaft höher einzustufen. Es kann daher durchaus sein, daß aufgrund der hohen Kosten durch die Gesundheitsschäden der Staat zur Schlußfolgerung kommen kann, daß er diese Sucht möglichst unterbindet. Wie kommen die gesundheitsbewußten Bürger dazu, durch Ihre Steuern und Sozialversicherungsbeiträge die Bürger die sich nicht um ihre Gesundheit scheren (ich rede natürlich von selber beeinflußbaren Faktoren, und da gehören Rauchen und Alkohol eindeutig dazu) für deren Behandlung zu zahlen? Die die ihre Gesundheit gefährden, zahlen ja nicht mehr in den Topf ein, im Gegenteil, sie geraten durch die Folgeschäden potentiell zu Nicht-Zahlern zu werden, da sie beruflich ausfallen (Herzinfarkte, Krebs, udgl.) und keine Beiträge mehr leisten. Das soll eine liberale Partei fördern ???
Daher sage ich, daß es sich hier nicht um eine schützenswerte Minderheit handelt, auch aus liberaler Sicht.
Lieber Aal 20.02.2009 11:34
herzlichen dank! wir haben endlich die ebene des passivrauchens verlassen, denn das ist nur ein aufhänger für eine völlig andere agenda. dann bitte auch leute zur kasse bitten die fettiges essen konsumieren, keinen sport betreiben, sich gefährlichen hobbys hingeben, bestimmte sexualpraktiken ausüben, eine bestimmte orientierung haben (erhöhte ansteckungsgefahr) etc., fettleibigkeit verursacht enormere kosten als aktives rauchen. schlagen sie mir bitte neue diesbez. verbote vor!! kleiner tipp am rande: schauen sie sich die parteien der eldr an und machen sie ein hakerl neben jeder europäischen liberalen partei die ein rauchverbot befürwortet…viel spass dabei!
lieber uul, es ist ganz einfach: solange tabak legal ist, ist es hirnverbrannt und nahezu faschistoid einem unternehmer zu verbieten ein lokal namen “raucherstube ” zu eröffnen und dieses legale genussmittel gezielt einer bestimmten zielgruppe zu gestatten/anzubieten.
beenden wir bitte dieses scheingefecht rund ums “passivrauchen” und reden wir um die eigentliche zielsetzung die scheinbar nur in einem tabakverbot münden kann (sofern man mit geradem gesicht weiter diskutieren möchte).
vielleicht geht mal in einer ruhigen minute und weniger emotionalisierung ein licht auf.
Lieber Uul 20.02.2009 12:31
Das ist gar nicht emotional.
Außerdem habe ich Ihnen (wieso Ihnen? Sind Sie der zuständige Minister?) keine neuen Verbote vorgeschlagen. Ich trete nur dagegen auf, daß man sich politisch für die Förderung der Sucht Rauchen bzw. von Lokalen, die Rauchen unterstützen, einsetzen. Folglich trete ich auch nicht für Lockerung von Rauchverboten ein.
Wenn das Rauchen schädlich für die Volkswirtschaft ist und das den Bürgern viele Milliarden kostet, dann soll man das Rauchen nicht fördern, indem man eine Lockerung von Rauchverboten will. Ein Tabakverbot ist damit nicht gemeint, sondern das Gegenteil von Fördern. Ist das so schwer zu verstehen? Ich denke, Sie werden ganz sicher noch andere Punkte finden, wie Sie Wirtschaftstreibende unterstützen können, das muß wohl nicht unbedingt mit einem Thema sein, das der Volkwirtschaft viele Milliarden kostet (leider gehen Sie darauf nicht ein, sondern verweisen nur darauf, daß auch andere Dinge Geld kosten. Nur dann dürfte man nie Verbesserungen anstreben, wenn nicht zugleich alle andere Dinge besser werden).
Was sagen Sie dazu: Raucher und Alkhol-Trinkende zahlen bei privaten Versicherungen höhere Prämien. Warum sollen diese nicht auch höhere Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen? Und warum sollen Raucherlokale nicht höhere Steuern zahlen? Die Privatwirtschaft würde das tun (Versicherungen: höheres Risiko => höhere Prämien).
omoro 20.02.2009 13:03
Lieber Aal,
wenn die Lokalbetreiber entscheiden dürfen sollen ob in ihrem Lokal geraucht werden darf oder nicht, da hätte ich eine Frage:
Wenn die öffentlichen Verkehrsmitteln mal privatisiert werden sollten (was für liberale Menschen wohl nicht inakzeptabel sein sollte), wird man (wenn nach Ihrer Meinung geht) in der U-Bahn rauchen dürfen? Wird das die betreibende (Privat)firma entscheiden dürfen? Werden Sie dann sagen “wer nicht Passivrauchen will soll halt nicht U-Bahn fahren”?
Lieber Aal 20.02.2009 13:39
@omoro- eine u-bahn hat eine andere zielsetzung als eine gaststätte, der staat ist im gegensatz zum ausschank und betrieb von konsumbetrieben, verpflichtet transport zu ermöglichen. daher wäre ein verbot gerechtfertigt, sofern es nicht ausreichende alternativen gäbe, dies wäre aber natürlich eine rein theoretische überlegung da dies prsaktisch nicht umsetzbar ist.
Lieber Aal 20.02.2009 13:45
@uul- also befürworten sie konsequenterweise das verbot besonders fettiger speisen usw? das alles ist humbug. es gibt raucher die nie mit gesundheitsbeschwerden ans tageslicht treten, genauso wie es 100% nichtraucher mit lungenkrebs gibt, eine variable wie “rauchen” oder “konsumieren von fettigen essen” reicht nicht aus um bestimmen zu können wie gesund jemand ist, da spielen viele faktoren zusammen und verallgemeinerungen sind wissenschaftlicher schwachsinn. zu ende gedacht müsste man auch homosexuellen höhere krankenkassenbeiträgen vorschreiben (= höhere hiv-gefährdung, geschlechtskrankheiten etc.), ist das in ihrem sinne? warum die eine gruppe und nicht die andere? statt verbote zu schaffen die bestimmte bereiche der wirtschaft in den ruin treiben und arbeitsplätze kosten kann man kostensparende effekte durch aufklärungskampagnen auf allen gebieten fördern, die zahl von rauchern ist besipielsweise rückläufig. andere wege unternehmen zu unterstützen werde ich leider nicht finden, wenn es diese unternehmen nicht mehr gibt weil sie in konkurs gegangen sind, diesen aspekt der leider akut ist haben sie scheinbar immer noch nicht begriffen.
Netter Uul 20.02.2009 19:35
@Lieber Aal:
Das heißt, für den Lieben Aal gibt es nur Raucherlokale als zu vertretende Wirtschaftstreibende? Alle anderen sind es nicht würdig, weil Sie keinen Rauch anbieten? Definieren Sie Ihre Wirtschaftspolitk nur nach Suchtmitteln? Überleben Betriebe nur mit Tabakrauch? Ich glaube das wäre ein sehr eingeengtes Weltbild, sich so zu definieren.
Eine Gaststätte ist zum Konsum von Essen da. Das ist richtig. Aber warum muß das automatisch zum Rauchen legitimieren? Diese zwangshafte Verknüpfung sehe ich nicht. Das Essen schmeckt doch ohne nicht Rauch nicht weniger gut, oder vielleicht sogar besser?
Was die homosexuelle Anspielung betrifft: In mehreren Medien habe ich gelesen, daß es aktuell eben nicht mehr die homosexuellen Menschen sind, die am Gefährdesten in Bezug auf HIV usw. sind, sondern die Heterosexuellen, weil das Bewußtsein und die Schutzmaßnahmen bei Homosexuellen höher ist und die Hetereosexuellen glauben, sie sind keine gefährdete Gruppe für Ansteckung. Anscheinend ist das nicht Ihr Thema
.
Lieber Aal 20.02.2009 20:08
nein, das ist eine blöde unterstellung. ich bin lediglich für die einhaltung des gewerbe- und eigentumsrechts und finde dass es regelrecht faschistoide züge hat wenn man einem unternehmer verbieten möchte ein lokal zu eröffnen dass ein legales genussmittel anbieten soll. ergibt auch keinerlei logischen sinn. scheinbar fühlen sie sich so einer art planwirtschaft verpflichtet in der der staat festlegt was unternehmer anzubieten haben und an welche personengruppe. das macht das wirtschaften in österreich richtig attraktiv
anstatt soviel im blog herumzuhängen sollten sie dass aktive gespräch mit wirtschaftstreibenden suchen und dort können sie sich auch auslachen lassen.
sich zu informieren ist scheinbar nicht ihr thema. leider haben sie sich gerade lächerlich gemacht.
Risikogruppen für AIDS in den USA und Europa
Homosexuelle Männer: 62%
Drogensüchtige: 32% (75% der Konsumenten von harten Drogen sind Männer)
Bluttransfusions-Patienten: 2%
Bluter (die Bluterkrankheit betrifft hauptsächlich Männer): 1%
Tuberkulose-Patienten im fortgeschrittenen Stadium: <1%
bei heterosexuellen ist die rate um 7,5% angestiegen, bei homosexuellen um 12%.
ergo: die gefahr sich anzustecken ist selbstverständlich bei homosexuellen weit aus höher als bei heterosexuellen, da es mehr homosexuelle träger des hiv-virus gibt. no-na!
bitte informieren, dann posten. danke. aber danke für die erheiterung
Netter Uul 20.02.2009 20:28
Es tut mir leider, aber es liegt mir fern, Sie zu erheitern. Wie die “Presse” berichtete, handelte es sich 2007 bei den Neuansteckungen an HIV in Österreich bei 40 % um heterosexuelle Neukontakte, bei 30 % um homosexuelle Kontakte und 20 % über verunreinigte Drogenspritzen.
Daher verbitte ich mir Ihre Aussage, daß ich mich nicht informiert hätte.
Also was ist hier lächerlich? Eher Ihre Wortwahl.
Neuinfektionen in Österreich
30.11.2007 | 07:13 | (DiePresse.com)
Bis Jahresende werden sich mehr als 500 Österreicher mit dem Aids-Virus HIV neu angesteckt haben. Das sind so viele wie zuletzt 1993.
Von Jänner bis September 2007 haben sich 385 Menschen mit dem AIDS-Virus HIV angesteckt. Das sind um 60 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, berichtet das Ö1-Morgenjournal. Diese Zahlen wurden anlässlich des morgigen 20. Welt-AIDS-Tages bekannt.
Wenn sich der Trend fortsetzt, wird es bis Jahresende mehr als 500 HIV-Neuinfektionen in Österreich geben. Das wären rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr, also eine klare Trendumkehr. Zuletzt waren die Neuansteckungen im Jahr 1993 ähnlich hoch. Zuletzt sank die Ansteckungsrate stetig.
Rund 40 Prozent der Neuinfektionen erfolgen über heterosexuelle Kontakte – vor zehn Jahren waren es weniger als 30 Prozent, berichtet das Ö1-Morgenjournal. Auf homosexuelle Kontakte entfallen demnach 30 Prozent, auf verunreinigte Drogenspritzen 20 Prozent. Bei den übrigen Infizierten ist der Infektionsweg meist nicht bekannt.
Quelle:
http://diepresse.com/home/panorama/welt/346592/index.do
Lieber Aal 20.02.2009 21:04
quelle: österreichische aidshilfe:
“Obwohl sich das Risiko, sich mit HIV zu infizieren tendenziell in Richtung heterosexuelle Frauen verlagert, sind nach wie vor zwei Drittel der in Österreich mit HIV infizierten Menschen Männer. Bei den Personen, die bereits an AIDS erkrankt sind, beträgt der Männer-Anteil sogar mehr als 80% (48% davon haben sich über homosexuelle Kontakte infiziert, 7% über heterosexuelle und 22% bei iv-Drogengebrauch)”
denken sie mal scharf nach. ungef. jeder hundertste heterosexuelle hat hiv, bei homosexuellen kann von jedem 10ten-20ten ausgehen. entsprechende aufklärungskampagnen hat es bei der schweizer und berliner aidshilfe gegeben.da spielt die erhöhte rate der neuinfektionen keine rolle da die gruppe der hiv-infizierten homosexuellen sich immer noch signifikant von jener der heterosexuellen unterscheidet, so daß diese erhöhung nicht ins gewicht fällt. damit auch sie das begreifen: wenn wir eine gruppe mit 100 haben und eine mit 1, spielt eine 20% erhöhung bei der zweiten gruppe keine rolle, wenn man beide vergleicht.
was wird nun gefährlicher sein wenn es um die wahrscheinlichkeit einer ansteckung geht, der heterosexuelle oder der homosexuelle sexualkontakt? danke. man muss kein mathegenie sein um zur lösung zu gelangen, das erledigt bereits der hausverstand.
Netter Uul 20.02.2009 21:09
Ich spreche nicht von den AIDS-Krankenausbrüchen, sondern von Neuinfektionen. Können wir das bitte auseinanderhalten?
Wenn 40 % der Neuinfektionen bei heterosexuellen Kontakten erfolgt, OBWOHL nur jeder 100. den HIV Virus hat, dann können Sie ja sehr schön erkennen, wer hier wesentlich risikoreicher, d.h. ungeschützt, unterwegs ist: Die Heterosexellen. Danke für die Aufmerkssamkeit.
Lieber Aal 20.02.2009 21:15
lol
zitat schweizer aidshilfe:
“IV-Infektionen bei Schwulen bleiben auf hohem Niveau –
Zürich, 30. April 2007. Die Zahl der HIV-Neudiagnosen bei schwulen und bisexuellen Männern im ersten Quartal ist weniger gross als im Vorjahr. Nach drei Monaten von einer Trendwende zu sprechen ist aber zu früh. Die Aids-Hilfe Schweiz warnt vor einer Vernachlässigung der Safer-Sex-Regeln und fordert Männer, die Sex mit Männern haben, dazu auf, die Verantwortung für ihre Gesundheit und die ihrer Partner wahrzunehmen. Nur so ist der Trend definitiv umzukehren. Seit 2004 haben in dieser Bevölkerungsgruppe die HIV-Infektionen kontinuierlich zugenommen, eine Tendenz, die sich auch in den meisten anderen westlichen Ländern beobachten liess. Es kann keine Entwarnung gegeben werden
Im ersten Quartal dieses Jahres wurden 58 neue HIV-Infektionen bei schwulen und bisexuellen Männern festgestellt. Das sind weniger als in der Vergleichsperiode 2006. Von einer Trendwende kann nach 3 Monaten aber noch nicht gesprochen werden.
>>>Experten gehen davon aus, dass in der Schweiz jeder zehnte Schwule HIV positiv ist. <<<
Nach über 20 Jahren des Engagements gegen Aids scheint sich ein Teil der Homosexuellen weniger vorsichtig zu verhalten als früher.
———–
als heterosexueller ist die wahrscheinlichkeit an einen hiv+ sexualpartner zu geraten eher gering, bei homosexuellen ist sie sehr hoch, da jeder 10te hiv positiv ist.
dämmerts?
Netter Uul 20.02.2009 21:30
Faktum ist, daß sich mehr Heterosexuelle neu infizieren als Homosexuelle. Das war viele Jahre lang nicht so, also hat sich das Risiko signifikant zu den Heterosexuellen verlagert.
Somit ist meine Aussage, daß es mehr heterosexuelle HIV-Neuinfektionen gibt als homosexuelle, und darum ging es in unserer Diskussion (siehe oben), richtig.
Lieber Aal 20.02.2009 21:40
sorry, sie kommen aus dieser nummer nima raus und mit jedem posting wird es peinlicher wie sie sich winden.
zitat: “was die homosexuelle Anspielung betrifft: In mehreren Medien habe ich gelesen, daß es aktuell eben nicht mehr die homosexuellen Menschen sind, die am Gefährdesten in Bezug auf HIV usw. sind, sondern die Heterosexuellen”
sie haben also ganz klar gesagt dass heterosexuelle gefährdeter wären als homosexuelle.
aktuelle daten aus deutschland, zur neuerlichen unterstreichung, quelle:
http://www.weltaidstag.com/AidsZahlen.pdf
38.700 homosexuelle männer mit hiv leben mit hiv
8.700 heterosexuelle leben mit hiv
nämen wir an sie wären bisexuell und müssten entweder mit einem homosexuellen mann oder einer fraue ungeschützen geschlechtsverkehr haben. sie werden sich für die frau entscheiden da die wahrscheinlichkeit über den heterosexuellen sexualkontakt hiv zu bekommen aufgrund der weitaus geringeren zahl hiv-kranker in dieser gruppe viel unwahrscheinlich ist, die gefährdung ist bei homosexuellen signifikant höher.
hörens auf mit dem herumwurschteln, sie haben schwachsinn verzapft. get over it..
Netter Uul 20.02.2009 21:51
Es geht nicht nur darum, ob die handelnden Personen HIV-positiv sind, sondern wieviele jeweils Kondome verwenden. Das ist in Ihrer Darstellung nicht berücksichtigt. In absoluten und relativen Zahlen stecken sich mehr hetereosexuelle als homosexuelle Kontakte neu an.
Lieber Aal 20.02.2009 22:01
haha..
schwachsinn..
ins gewicht fällt in erster linie wieviele potentielle personen mit hiv infiziert sind mit denen ich mich überhaupt anstecken kann. selbst wenn wir unterstellen dass heterosexuelle verstärkt aufs gummi verzichten ist das risiko bei homosexuellen größer da die anzahl hiv+ signifikant höher ist. die zahl der neuinfektionen gibt nur einen ausblick darauf wie sich die relationen zw. der zahl der hiv infizierten verändert. wie bereits erwähnt: bei so einem großen unterschied wirkt sich eine höhere rate an neuinfektionen nicht wesentlich aus. es bedürfte sehr viele jahre mit dieser rate (die höjer uns konstant bleiben müsste) an neuinfektionen bis die zahl sich auch nur annähernd angleichen würde.
somit sind homosexuelle sexualkontakte gefährlicher als hetereosexuelle. schreibens doch der aidshilfe einen brief
Netter Uul 20.02.2009 22:22
sorry, aber die tatsachen gehen nicht weg.
in österreich sind 40 % der neu-infektionen heterosexuell und 30 % homosexuell, d.h. es infizieren sich derzeit mehr Heterosexuelle neu als Homosexuelle. Daß es mehr bestehende HIV-Infektionen unter Homosexuellen gibt als unter Heterosexuellen, ist deswegen ja nicht falsch.
Lieber Aal 20.02.2009 22:30
logisches denken ist eindeutig nicht ihre stärke. selbst wenn es mehr neuinfektionen bei heterosexuellen als bei heterosexuellen gibt, sag das nichts über die aktuelle gefährdung aus, da die zahlen der neuinfektion nur belegen wie sich die neuinfektionen in einem jahr verteilt sind. wenn die jährliche neuinfektion im jahre 2008 derzeit um 10%punkte stärker bei heterosexuellen ist, wird sich die relation 38700 zu 8700 geringfügig verändern. es bräuchte entweder x-jahre dieses trends oder eine faktisch unmögliche bzw. horrende anzahl an neuinfektionen in einem jahr, bis diese ziffern auch nur annähernd gleich wären. bis dahin ist die gefahr sich anzustecken bei homosexuellen sexualkontakt um ein vielfaches höher, da es 38700 homosexuelle hiv infizierte gibt, die 8700 hetereosexuellen hiv erkrankten gegenüberstehen
Lieber Aal 20.02.2009 22:56
nachtrag: die aktuellen zahlen 2008-deutschland:
neuinfektionen = 3000
homosexueller infektionsweg = 72% (!)
hetereosexuelle kontakte = 20%
drogengebrauch 8%
ein weiteres zitat:
“Wer ist gefährdet:
Gefährdet ist jeder, der mit einem Infizierten (auch wenn diese/r mit Medikamenten optimal behandelt wird) ungeschützte sexuelle Kontakte hat oder Spritzen tauscht.
Überdurchschnittlich häufig gibt es Infektionen:
bei Männern die mit Männern ungeschützten Sex haben oder hatten;
bei Einwohner von Ländern, in denen sich HIV besonders stark verbreitet hat (heute vor allem Afrika, die Karibik, Süd,- Ostasien)
danke. es hat mich gefreut!
Netter Uul 20.02.2009 23:51
Österreich: 40 % heterosexuelle 30 % homosexuelle Kontakte.
siehe presse-meldung. I am from Austria.
Lieber Aal 21.02.2009 00:18
äääähm:
INFEKTIONEN
Welt-AIDS-Tag 2008 [5.12.2008]
Anlässlich des Welt-AIDS- Tages 2008 präsentierte die AIDS Hilfe Wien
folgende Zahlen:
AIDS- Erkrankungen in Österreich:
Von 1983 bis 30. Oktober 2008 erkrankten 2.658 Patienten an AIDS, 1.479 sind daran verstorben.
34,2% Homo/bisexuell (909)
24,1% iv-Drogen (641)
20,1% Heterosexuell (533)
1,0% Mutter-Kind (26)
9,1% Männer (21,3% Drogen, 13% Hetero, 43,2% Homo)
Lieber Aal 21.02.2009 00:28
eines sollte ich erwähnen: das sind die zahlen der aids-erkrankungen, die von ihnen angegeben zahlen (hiv-infektionen) sind vom jahr 2007 und nicht 2008. die aidshilfe wien hat die verteilung der infektionen 2008 interessanterweise nicht erwähnt. die zahl der neuinfektionen sagt nur aus welche gruppe sich tatsächlich am stärksten angesteckt hat, die gefährdung betrifft hingegen das potenzial. vom potenzial ist homosexueller sexualkontakt aber gefährlicher da es mehr homosesuelle hiv-infizierte gibt. die zahl der neuinfektionen ergibt sich sich daraus wie sich die gruppen dieser gefährdung gegenüber verhalten bzw. was für ein sexualverhalten sie an den tag leben. somit ist das unsafe sexualverhalten heterosexueller 2007 höher gewesen als bei homosexuellen, die gefährdung/das potenzial ist aber für homosexuelle höher.
Statistiker 21.02.2009 01:54
5-10% der Bevölkerung sind homosexuell. Wenn die Anzahl homosexueller Neuinfizierte ähnlich hoch ist wie jene der heterosexuellen Neuinfizierten, bedeutet das natürich eine weit erhöhte Gefährdung bei homosexuellen Sexualverhalten.
Konkursverwalter 19.02.2009 02:53
Rauchverbot bedroht Jobs in der Gastronomie
23. April 2008, 15:40 Uhr
Einer Erhebung unter Gastwirten zeigt, dass jeder zweite von ihnen befürchtet, Mitarbeiter entlassen zu müssen. Denn in vielen Kneipen, Restaurants und Bars ist der Umsatz seit Inkrafttreten des Rauchverbots um bis zu 45 Prozent gesunken. Der Widerstand formiert sich. Seit in Hamburg das Rauchverbot gilt, ist in vielen Kneipen, Restaurants und Bars der Umsatz um 20 bis 45 Prozent gesunken. Jeder zweite Wirt befürchtet, dass er deswegen Mitarbeiter entlassen muss. Diese beiden Trends leitet der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) aus einer Umfrage ab, die er vor einer Woche in seiner Mitgliederzeitschrift „Das Gasthaus“ gestartet hat. Bisher hätten 50 Wirte die Fragen nach Umsatzeinbußen oder Reaktionen der Kunden beantwortet, sagt Gregor Maihöfer, Landesgeschäftsführer der Dehoga. Komplett ausgewertet sei die Umfrage zwar erst Anfang Mai. Dennoch deckten sich die bisherigen Angaben mit Erfahrungen aus anderen Bundesländern. „Unterm Strich zeigt sich, dass selbst die Gäste – Raucher wie Nichtraucher – gegen das neue Gesetz sind“, sagt Maihöfer. (welt)
Neue CHD Expert-Studie über Gastro-Rauchverbot: Immer mehr Gastronomen erleiden hohe Verluste 58 Prozent vermelden Umsatzrückgang – Über 40 Prozent haben Gästeschwund von mehr als zehn Prozent – Erneute Befragung von 620 Gastronomen in Niedersachsen und Baden-Württemberg Hamburg, 26. Februar 2008 Die Verluste weiten sich aus. Sechs Monate nach Einführung des Rauchverbotes in der Gastronomie in den ersten Bundesländern wird deutlich: der Rückgang an Gästen, deren Verweildauer und Getränkekonsum fällt stärker als erwartet aus. 58 Prozent der Gastronomiebetriebe in Niedersachsen und Baden-Württemberg – hier gilt das Gastro-Rauchverbot seit Anfang August 2007 – haben einen Umsatzverlust erlitten. Über 40 Prozent der Betriebe verzeichneten sogar einen Umsatzrückgang von mindestens zehn Prozent, in vielen Fällen sogar weit darüber. Dies geht aus einer aktuellen Studie* des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert / Marktplatz Hotel hervor. Im Februar wurden 628 Entscheider der speisen- und getränkeorientierten Gastronomie in Niedersachsen und Baden-Württemberg telefonisch befragt. Die Quotierung nach Marktsegmenten erfolgte entsprechend den Gesamtmarktanteilen: Befragt wurden 289 Restaurantbetreiber und 296 Kneipenwirte sowie 43 Bar- und Lounge-Betreiber. Die vorliegende Studie ergänzt die gleichartige Untersuchung von November 2007.„Das Rauchverbot wirkt sich unterschiedlich auf die verschiedenen Gastronomieformen aus: speiseorientierte Betriebe sind am geringsten betroffen“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert. „Bei den Bars sind es allerdings bereits zwei Drittel, die nach einem halben Jahr des Nichtraucherschutzgesetzes teilweise erhebliche Einbußen bei der Gästezahl zu verkraften hatten.“ Insgesamt gilt: Es wird weniger ausgegangen und die Gäste verweilen kürzer. „Die meisten rauchenden Stammgäste haben keine Lust darauf, wie Schuljungen vor die Tür geschickt zu werden, um miteinander eine Zigarette zu genießen“, resümiert Lambracht. Die soziale Funktion vieler Kneipen und Bars geht damit ein Stück weit verloren.
Der Getränkeabsatz stottert stark: Beim Bier- und Spirituosenkonsum sind die Einbußen mit 47 bzw. 43 Prozent in allen Gastronomieformen eklatant. Kneipen sind davon besonders betroffen, während Restaurants mit alkoholfreien Getränken noch etwas ausgleichen können. „Kurzum: Den Gästen schmeckt das Bier nicht mehr so wie früher – eine Zigarette und Pils waren bisher für viele eine Einheit“, kommentiert Lambracht.Der Getränkeabsatz stottert stark: Beim Bier- und Spirituosenkonsum sind die Einbußen mit 47 bzw. 43 Prozent in allen Gastronomieformen eklatant. Kneipen sind davon besonders betroffen, während Restaurants mit alkoholfreien Getränken noch etwas ausgleichen können. „Kurzum: Den Gästen schmeckt das Bier nicht mehr so wie früher – eine Zigarette und Pils waren bisher für viele eine Einheit“, kommentiert Lambracht. Untersuchungsergebnisse (Auswahl) im Detail:
Auswirkungen des Gesetzes auf die Verweildauer der Gäste Gravierend macht sich das Nichtraucherschutzgesetz bei der Verweildauer der Gäste bemerkbar. Nicht nur bei den Stammgästen sondern bei allen Gästegruppen verkürzt sich der Aufenthalt im gastronomischen Betrieb deutlich bis eklatant. Nur etwa die Hälfte der Betriebe hat keine Veränderungen festgestellt. Positive Signale bewegen sich im Promillebereich. Besonders Ein-Raum-Betriebe stellen verkürztes Verweilen fest. Selbst bei den Familien wird dies berichtet, wenn auch auf niedrigerem Niveau als bei den anderen Gästegruppen.
Auswirkungen des Gesetzes auf den Getränkekonsum der Gäste Weniger Gäste und geringere Verweildauer müssen konsequenterweise Auswirkungen auf den Getränkekonsum haben. Mittlerweile berichten in allen Betriebstypen ca. 40 bis 50 Prozent von erheblichen Einbußen in den Getränkekategorien und das nicht nur bei den Alkoholika. Aus den Kneipen wird der stärkste Rückgang beim Konsum von Fass-oder Flaschenbier berichtet. Knapp 40 Prozent aller Betriebe stellen eine Verringerung fest und allein 34 Prozent einen deutlich niedrigeren Absatz von Fassbier, der „Brotmarke“ der meisten Kneipen. Aber auch bei allen anderen Getränkekategorien gibt es erhebliche Einbußen. Da Kneipen naturgemäß praktisch ausschließlich vom Getränkeverkauf leben, sind mit diesen Einbußen auch erhebliche und im Einzelfall existenzbedrohende Umsatzveränderungen verbunden.
Gäste bleiben weg
Kneipen-Umsätze brechen ein
VON WOLFGANG BERNEY -
zuletzt aktualisiert: 30.10.2008 – 08:24
Düsseldorf (RP) Der Hotel- und Gaststättenverband hat die Düsseldorfer Wirte befragt – und pessimistische Antworten bekommen: Die Gäste bleiben aus. Nicht ganz so trübe sind die Perspektiven für die heimische Hotellerie.
Bei den Gastronomen in Düsseldorf beginnt das Zittern. Die Gäste bleiben aus, die Umsätze brechen weg. Das sagte gestern Rainer Spenke, Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) bei der Jahreshauptversammlung im neuen Domizil in Neuss.
Während die Wirte im ersten halben Jahr noch gerade eben zufrieden waren, auch wegen des guten Messejahrs, sehen sie jetzt schwarz für die Zukunft.
Schon vor acht Monaten verzeichnete mehr als ein Drittel der Restaurants und Kneipen in der Region einen Umsatzrückgang. Ein weiteres Drittel lag auf Vorjahrshöhe. Sinkende Erträge meldeten sogar 57 Prozent. Nach den Sommerferien sind die Umsätze weiter gesunken.
KNEIPENSTERBEN!
Jeder zehnte Hamburger Pinte hat dichtgemacht
MATHIS NEUBURGER
Seit 40 Jahren wird in der Haifisch-Bar (Große Elbstraße) Bier gezapft. Doch zuletzt immer weniger. Wirt René Schlufter kämpft um seine Existenz. “Wir machen 40 Prozent weniger Umsatz! Das geht an die Substanz, der Betrieb ist gefährdet.” Schlufter ist nicht allein: In Hamburg grassiert das Kneipensterben! Zwischen dem ersten Quartal 2007 und dem ersten Quartal 2008 hat jede zehnte Kneipe dicht gemacht. Das belegen Zahlen der Finanzbehörde. Sie erfasst, wie viele Betriebe Umsatzsteuern anmelden. Waren es im vergangenen Jahr noch 928 “reine Schankbetriebe”, sind es ein Jahr später 832. Also 96 oder 10,3 Prozent weniger. Für den Gaststättenverband Dehoga ist klar: “Das zeigt, dass die klassischen Kneipen als Folge des Rauchverbots dicht machen müssen”, so Geschäftsführer Gregor Maihöfer. Denn seit Januar ist Rauchen in Einraumkneipen verboten. Und im März ging die Kneipenzahl besonders rapide zurück. “Die Zahlen bestätigen den erwarteten Trend.”
19. Juni 2008, 17:32
Franzosen trinken weniger Bier
Seitdem in Frankreich das Rauchverbot in Restaurants und Gaststätten gilt, konsumieren die Franzosen deutlich weniger Gerstensaft
APA
Rettung für die Szenekneipe
Von Dietmar Hipp
2. Teil: Wie das Rauchverbot Diskotheken zusetzt
Dass Neus Problem kein Einzelfall ist, belegt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband mit Zahlen aus Mitgliederbefragungen: Bundesweit beklagt ein Fünftel aller Gastronomen, dass ihre Umsätze seit Einführung der Rauchverbote um 20 Prozent oder mehr zurückgegangen sind. In Hessen etwa erlitten die Einraumlokale Einbußen von durchschnittlich 31 Prozent, jedes fünfte sogar von mindestens 50 Prozent; in Baden-Württemberg fürchtet weit mehr als die Hälfte aller Wirte solcher kleinen Kneipen um ihr Dasein. Das Statistische Bundesamt hat auf Anfrage des Verfassungsgerichts festgestellt, dass die “getränkegeprägte Gastronomie” Ende 2007 Umsatzeinbußen zwar auch in Bundesländern hinnehmen musste, die damals noch kein Rauchverbot hatten, diese aber nicht so groß waren wie in den Ländern mit Verbotsgesetzen.
RAUCHVERBOT
Schon seit 23 Jahren betreibt Neu die bei Studenten und alteingesessenen Tübingern beliebte Kneipe. Sieben Tage die Woche hat der Pfauen geöffnet, 60 Stunden steht Neu selbst am Tresen oder in der Küche, wo er Eintöpfe und Flammkuchen anrichtet – als “bierflankierende Maßnahmen”. Früher hatte der Wirt jeden Tag studentische Aushilfen beschäftigt, inzwischen hat er deren Einsatz von 80 auf 40 Stunden halbiert; von Sonntag bis Mittwoch macht er jetzt alles allein.
Smoking ban ‘has closed 100 pubs’
More than 100 bars in Northern Ireland have closed since the introduction of the smoking ban, it has been claimed.
The Federation of Retail Licensed Trade said that 7% of Northern Ireland’s pubs and bars had gone out of business since the ban’s introduction a year ago.
Its chief executive Stephen Kelly said: “The much-promoted view that non-smokers would be rushing to premises has not materialised.
“We expect another 100 to close next year.”
The Federation of Retail Licensed Trade represents about 1,100 pubs, hotels and restaurants. (BBC)
Smoking ban has hit trade, says LVA
by Darren Devine, Western Mail
SIX months after the introduction of the smoking ban in Wales pubs have lost up to 20% of their trade, according to the Licensed Victuallers Association (LVA).
The group, which represents pub operators across Wales, says some businesses are on the brink of closure, while others have already gone to the wall following the ban’s introduction.
And the LVA say there is little optimism that trade will eventually return to its pre-ban levels as pubs are now regarded as hostile territory by smokers.But Action on Smoking and Health (ASH) in Wales said there is more to consider than the pub trade’s prosperity as the main reason for introducing the ban was to protect the public’s well-being.
John Price, secretary of the LVA in Wales, says his pub, the Bush Hotel, in Clydach Vale in the Rhondda, said, “I have lost 17% of my takings. I was in a meeting of the LVA for Wales and some of the pubs have dropped by 22%. There are four on the brink. There are a lot of elderly people who won’t come out now because they don’t want to stand in the rain.” Mr Price said those pubs that are struggling need to invest in shelters, but because of the weakness of their trade cannot find the cash to spend the several thousand pounds needed.
At a meeting for the LVA in Pendarren this week, he said 12 regional secretaries from around Wales reported their takings had fallen by around 20% since the ban was introduced on April 2.
Neil Rafferty, the spokesman for pro-smoking group Forest, said as a result of the Irish smoking ban around 7,500 people lost their jobs.
Irish Smoking Ban Cost Pubs $153 Mln in 7 Months, Study Says
Feb. 23 (Bloomberg) — A smoking ban in Ireland cost pubs 117 million euros ($153 million) in lost revenue during the seven months after the restrictions were introduced, according to a study sponsored by a Scottish drinks industry group.
The ban, which came into force on March 29, 2004, reduced sales in bars by 7.3 percent, the Center for Economics and Business Research said in a study released today. A group called Against an Outright Ban, which represents bars and brewers in Scotland, sponsored the study, which used Irish government statistics.
“Smoking bans can seriously damage the health of the pub and restaurant sector,” wrote Dominic Walley, an economist at the London-based Center for Economics and Business Research.
European countries such as Norway and Italy have followed Ireland in banning smoking in public places. The U.K. may implement a national ban in restaurants and bars that serve food in 2008, while Scotland is considering whether to take similar steps. Against an Outright Ban estimates Scotland may lose 2,300 jobs if Scotland prohibits smoking in bars.
Tobacco companies have raised prices in Ireland to make up for a decline in volumes caused by the ban and by an increase in tobacco taxes. Gallaher Group Plc, which makes Benson & Hedges cigarettes, said Sept. 8 it more than compensated for a drop in volumes in Ireland by raising prices and cutting costs, after closing a plant in Dublin in 2003.
The Weybridge, Surrey-based company said Dec. 14 it plans to raise prices in the U.K. to help “mitigate” the effects of a possible ban on smoking in public places.
Ireland’s ban led to a 5.9 percent drop in employment at bars and nightclubs during the five months through August 2004, the Center for Economics and Business Research study said.
Some U.K. bar owners are trying to gain market share by making their premises less smoky. J.D. Wetherspoon Plc, the owner of 643 British pubs, plans to ban smoking in all its bars by the middle of 2006 to entice a growing number of non-smoking Briton
Pub Closures Now Running At One A Day
Irish bars are calling last orders and closing for business at the staggering rate of one a day. Almost 600 hundred have now closed for good outside the Dublin area since the imposition of the smoking ban over two years ago.It was almost unheard of prior to 2004 and the introduction of the smoking ban for an Irish pub to shut up shop and cease trading. However, bars are now closing at the rate of one a day with a record number of closures predicted over the coming 12 months. Almost 10% of bars operating outside the Dublin metropolitan area have called last orders for the final time. This has had a particularly devastating impact in rural areas where the pub was the focal point of the community.
Smoking ban has business fuming
Sales at Montgomery County bars and restaurants have slipped by as much as 50 percent since a smoking ban went into effect less than three weeks ago, owners said yesterday.
If the downward trend continues, they said they may cut back on the number of hours or days their establishments are open, or lay off workers. Ira Levy, owner of Buffalo Wings and Beer in Gaithersburg, said his sales are down 40 percent to 50 percent since the county ban went into effect Oct. 9.”It’s devastating, absolutely devastating,” Mr. Levy said. Marcia Urbany said sales at her restaurant, Middlebrook, in Germantown are down by 50 percent. She said if the slowdown deepens, she may have to close the eatery once a week or lay people off. “My customers are going down the street so they can smoke,” Mrs. Urbany said.
Selby Scaggs, owner of the Anchor Inn and Blue Marlin Sports Grill in Wheaton, said during last Monday night’s football game, his restaurants made $250 in sales, down from $1,200 the establishments earned on a game night before the ban was put into place.
“I’ve lost a strong regular base of people who aren’t staying as long,” he said. “I spent $350,000 on the sports bar and it’s going down the tubes because a politician believes he can tell me how to run my business. … [Politicians] have no idea what it’s like to run a restaurant.”
Cafe business up in smoke
By Mary Bulkot / Staff Writer
SAVANNAH – A ban on smoking has snuffed the life out of their D&S Diner, Susan and Doug Devall say. The owners of the village’s only diner, one of the few businesses on Main Street, say they will close for good Dec. 29. They blame Wayne County’s no-smoking law, which passed in January.
The couple opened the diner in August 2000, after a string of businesses failed at the same location. Although the diner didn’t turn a profit in its first year, the two expected to operate in the black the second year. Then the no-smoking law sent that goal go up in smoke. Nearby Cayuga County has no ban on smoking in restaurants, so the Devalls figure much of their business went to light up elsewhere. That took 30 percent of the customers right out of here, Doug Devall said.
Sales were down $3,000 in July 2002 compared to July 2001. Hardest hit were on Friday nights and Sunday mornings.
The couple had the option of converting an extra room into a smoking room, but the cost of installing ventilation, sealing doors and other measures was too much. Meanwhile, the two sympathized with their smoking customers and let them indulge under the counter, so to speak.
If it’s not busy in here, I will let people smoke. I’m not going to lose my business, Susan Devall said soon after the law went into effect.
The decision to allow smoking or not should be left up to the individual business owner, Doug Devall said. Restaurant owners should be able to choose whether their establishment will be smoking or non-smoking.
The bottom line
Most of them are crying their eyes out because we’re closing, but I can’t keep robbing Peter to pay Paul, he said. The bottom line: He needs around $800 a day to survive, said the couple. It’s the days when less than $100 comes in and then the propane truck pulls in and there’s a $400 bill to pay, those are the days that hurt, he said.
This stuff is going to backfire on politicians, come back and bite them on the ass, Doug said, referring not only to the smoking laws but to the high taxes and other regulations that New York state imposes on small businesses. Workman’s compensation, disability, unemployment, liability — the cost of insurance is extremely high for a small business that employs two full-time and three part-time people.
Absolutely, said Sandy Brownell, when asked whether the new smoking laws have hurt many small restaurants like the D & S Diner.
Brownell is a saleswoman for Palmer Distributing, which is based in Newark. It’s hard for them to make it in New York state because of the insurance regulations and the taxes as well, she said. I see it a lot, more than I wish to, she said about the closing.
Brownell is a smoker herself, and said whether she could light up or not weighed into her decision on where to eat.
Not just customers
It’s the customers Susan will miss the most, especially the regulars. In a small place like this, though — one of the few places for people to gather in Savannah — most of the customers are regulars. In fact, several people sitting at the counter Thursday afternoon, after the lunch rush, had the look of regulars about them.
Antworten »
Alexander Hofmann 19.02.2009 09:43
Politische Parteien haben sich nicht an Einzelinteressen zu orienetieren, sondern Vorstellungen vom öffentlichen Wohl zu formulieren und durchzusetzen. Sonst würden die Parteien zum Konkursverwalter der Demokratie verkommen.
Für die Vertretung von Einzelinteressen gibts Gewerkschaften, Arbeitnehmer-, Unternehmens- und Wirtschaftsverbände.
Lieber Aal 19.02.2009 09:51
die unternehmer und die betroffenen arbeitnehmer haben mit anderen worten also pech gehabt und das gebot der verhältnismäßigkeit wird auf dem altar einer verbotsmentalität geopfert. dem ist nichts hinzuzufügen..
Alexander Hofmann 19.02.2009 10:10
“Verbotsmentalität” ist undifferenzierte Kampfrhetorik, die sich von selbst richtet. Aber ich räume ein, dass man im politischen Wettbewerb mit solchen nichtssagenden Worthülsen eher punkten kann als mit Sachargumenten.
Jene, die gegen das Rauchverbot sind, weil sie ein wirtschaftliches Interesse an dessen Aufhebung haben, können und sollen dagegen agitieren. Aber bitte unter Offenlegung ihrer Interessenposition und mit fairen Mitteln; nicht etwa so wie die Tabakindustrie, die Unmengen von Geld in versteckt operierende Lobbyisten und gekaufte Wissenschaftler investiert hat, um die WHO zu diskreditieren. Das ist ihr aber Gott sei dank am Ende des Tages nicht geglückt.
Wenn du mir verrätst, wie man so einen herzigen Smilie in den Text zaubert, würde ich dir auch einen setzten, Lieber Aal.
Lieber Aal 19.02.2009 10:15
selbstverständlich ist es keine kampfrhetorik wenn man in diesem zusammenhang die tabaklobby und “gekaufte” wissenschaftler erwähnt
die unternehmer des landes stecken mit denen also unter einer decke..so so…
erklären sie mir bitte in wie fern sie sich persönlich mit der toxikologischen und epidemiologischen argumentation befasst haben. ihre ergüße sind von emotionalität geprägt, rationale argumentation ist leider nicht zu erkennen..
Alexander Hofmann 19.02.2009 11:09
http://de.wikipedia.org/wiki/Rauchverbot
Lieber Aal 19.02.2009 11:21
schön. was genau wollen sie mir damit mitteilen?
Neongray 18.02.2009 23:54
Das Gefährlichste am Geist des Verbietens, wenn er einmal aus der Flasche ist, dass er sich wie eine Infektion ausbreitet, der als Erstes die Toleranz zum Opfer fällt. Wo viel verboten ist, wird leicht noch mehr verboten, weil das Unverbotene so stark auffällt und am Ende nur noch in Form des ausdrübklich Erlaubten geduldet wird. Diese Verbote führen zu verstärkten Rauchverhalten in Wohnungen, somit sind Kinder viel stärker Passivrauch ausgesetzt. Hier ist zu beachten dass die Intensität der Aussetzung ein sehr starker Faktor ist. Gelegentliche Gaststättenbesuche bewirken nach sämtlichen Studien keine signifikante Risikoerhöhung. Die Gewerbefreiheit wird hier ausgehöhlt.
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Tom Schaffer 18.02.2009 03:34
ist das jetzt eine LIF-Position, dass man ein Rauchverbot ablehnt? Vor der Wahl konnte ich dazu ja noch keinen definitiven Standpunkt erfahren.
Und um dem Autor zu antworten:
Wir könnten den Konsumenten und Unternehmern die Entscheidung völlig lassen – freilich. Allerdings nur dann, wenn wir Nichtrauchern das Leben versauen und Wirte von Nichtraucherlokalen benachteiligen wollen.
Warum? Zuallererst hat die Vergangenheit zunehmend bewiesen, dass das nunmal das Ergebnis eines nicht vorhandenen Rauchverbots ist.
Aber es gibt auch eine Erklärung dafür.
Ein freier Markt kann nur unter Zuständen von weitgehender Gleichheit funktionieren, andernfalls braucht er Regeln.
Ein Nichtraucher ist einfach nur ein Nichtraucher.
Raucher sind zu einem großen Teil süchtig.
Die Gruppen sind nicht gleich. Da ein großer Teil einem Zwang unterliegt (der real ist, auch wenn er nicht gesetzlich festgeschrieben ist), ist der Markt gestört.
Nichtraucherlokale sind deshalb wegen deutlich kleinerer potentieller Kundschaft ökonomisch benachteiligt. Aus diesem Grund entsteht für Nichtraucher kein adäquates Angebot. Selbst wenn sie ihre inhomogenen Freundeskreise trennen wollen würden, müssten sie den Nachteil der deutlich kleineren und schlechteren Auswahl in Kauf nehmen.
Ohne Rauchverbot erlauben wir also, dass eine gesundheitsgefährdente, fremdschädigende Sucht die Gesellschaft dominiert.
Ein freier Markt führt durch Erfahrung erwiesenermaßen und theoretisch begründbar zwangsläufig zu diesem Ergebnis.
Man darf natürlich ungeachtet dessen auf die Selbstbestimmung der Unternehmer und Konsumenten pochen und einem absoluten öffentliches Rauchverbot entgegenstehen. Man sollte sich dabei aber im Klaren sein, dass man damit diesen Zustand goutiert und festsetzt.
Und marktwirtschaftliche Prinzipien hin oder her: mir fehlt da irgendwo die Erkenntnis, warum man das wollen könnte? (Außer man ist Teil der süchtigen Gruppe, logischerweise)
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Dr.Miao Miao 18.02.2009 04:07
Ich verstehe ihr Problem nicht. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen die ich kenne, bieten aus freien Stücken Nichtraucherbereiche an, da man beiden Seiten ein Angebot machen möchte. Ich halte ein Eingreifen des Staates nicht nur deswegen für unangebracht, sondern auch aus Sicht der unternehmerischen Freiheit, die durch ein solches Verbot massiv beschnitten wird. Es ist alleine schon deswegen unangebracht weil das Angebot und auch die Annahme auf Freiwilligkeit basiert. Dagegen sind Autoemissionen viel problematischer da man sich ihnen im Gegensatz zum Restaurant nicht entziehen kann. Wer mit faktischen/sozialen Zwängen argumentiert, muss das Verbot auf sämtliche Situationen ausdehnen, in denen sich ein Nichtraucher Passivrauchen aussetzt weil irgendein Druck besteht. Dann sind wir aber schon beim Verbot im Wohnungen, Vereinen und Betriebsfeiern im Keller.
Werner Becher 18.02.2009 12:28
@Tom: Im Blog werden unterschiedliche Themen möglichst pluralistisch diskutiert um eine größtmögliche Qualität von pro- und contra-Argumenten sammeln zu können – mit neuen Positionen der Liberalen hat das gar nichts zu tun, egal wer von uns etwas psotet. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass Autoren eines entsprechenden Beitrages mit ihrem Posting einfach nur eine Diskussion lostreten wollten, aber nicht unbedingt auch voll hinter der Botschaft ihres Artikels stehen
+++
NEUE Positionen legt bei den Liberalen grundsätzlich die PartnerInnen-Versammlung (entspricht Bundesparteitag) nach einer entsprechenden demokratischen Abstimmung fest – sonst niemand!
Tom Schaffer 18.02.2009 16:46
@werner, danke für die info
@miao miao: wohnungen, vereine und keller sind privaträume, keine gewerblichen oder öffentlichen. daraus ergibt sich der unterschied. es ist auch nicht nötig, überall mit verboten zu reagieren. in bereichen des öffentlichen lebens und sozialer räume die mit gutem recht allen offen stehen sollten, sollte aber meiner ansicht nach ein barrierefreier zugang geschaffen werden. ein raucher wird durch nichtraucherlokale nicht im zugang gestört. ein nichtraucher im raucherlokal schon.
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ich halte es für hysterisch, gleich von einer “massiven” beschneidung der unternehmerischen freiheit zu sprechen. es geht nur darum, ob man gefärliche schadstoffe erlauben sollte oder nicht.
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es ist cool, wenn du so viele lokale mit wirksamen nichtraucherbereichen kennst. aber zum einen löst es das problem inhomogener freundeskreise nicht, zum anderen halte ich das für ein gerücht. die meisten dieser bereiche die ich kenne sind ein mieserabler witz. insbesondere in ländlichen und kleinstädtischen bereichen.
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einem restaurant/lokal/pub/cafe kann ich mich entgegen populärer annahme nicht entziehen, wenn ich ein soziales leben haben will (was ich für ein grundrecht halte). “bleib zuhause” kann ich nicht akzeptieren.
Dr. Miao Miao 18.02.2009 17:36
@Schaffer: “Privaträume”..so so…komischer Zufall dass Gaststätten im Tabakgesetz ganz ausdrücklich getrennt von “öffentlichen Räumen” behandelt werden , wie ein Vorposter weiter unten feststellte. Ob es ein Gewerbe ist oder nicht kann ja keine Rolle spielen. Im Verein als auch beim Restaurant nehme ich lediglich ein Angebot an dass der Inhaber einer bestimmten Kundschaft stellt. Er entscheidet autonom ob und unter welchen Umständen jemand das Angebot wahrnehmen darf. Auch bei Vereinen gibt es öffentlichen Druck und so weiter. , warum also kein Verbot für Vereine? Es geht doch darum dass Menschen angeblich de facto keine andere Wahl hätten als sich Rauch auszusetzen, warum also nur bei Restaurants, Bars etc . halt machen? Der Gesetzgeber könnte ja viel weitergehen. +++Die von Ihnen angesprochene “Hysterie” macht sich dadurch bemerkbar dass Inhaber teilweise um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen. Wann haben Sie sich das letzte Mal mit Inhabern unterhalten? Komisch dass Unternehmer wie Schwerstkriminelle behandelt werden. Scheinbar entstehen Jobs durch Vater Staat und nicht durch die Wirtschaft. Also Hauptsache so lange intervenieren bis es keinen mehr interessiert ein Unternehmen zu gründen und Arbeitsplätze zu schaffen bzw. Hauptsache bestehende Unternehmen werden zerstört. Aber Hauptsache man kreidet dann in weiterer Folge fehlende Arbeitsplätze an. Das ist regelrecht pervers.+++ Wenn wir bei den “inhomogenen Freundeskreisen” sind: warum wird das Rauchen in Privaträumlichkeiten nicht Verboten wenn Nichtraucher anwesend sind? Ob Geld fließt kann hier keine Rolle spielen.+++ Was ihr soziales Leben anbelangt: a)es gibt ausreichend Lokale mit Nichtraucher Bereiche und b) kein Restaurant der Welt ist verpflichtet sich um ihr Sozialleben zu scheren, noch hat der Staat zu gewährleisten dass es ausreichend Restaurants etc. gibt damit Leute nicht Kochen müssen. Das wird alleine durch Angebot und Nachfrage bestimmt und nicht durch kommunistische Planwirtschaft.
VERBOTSSTAAT666 17.02.2009 14:45
>>>Absolutes Rauchverbot! Überall!
>>> Passivrauchen ist ja eine “Körperverletzung” = Wenn Nichtraucher Rauch ausgesetzt werden muss eine Strafe her => Aufnahme einer entsprechenden Bestimmung ins Strafgesetzbuch.
>>> Höhere Versicherungsbeiträge für Raucher!!!
Verbotsstaat now!!!
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Barb Jones 17.02.2009 18:41
Apropos Verbotsstaat, ich bin für das Verbot und die strafgesetzliche Verfolgung von Geistlosigkeit und Grössenwahn! Ausserdem bin auch dafür, dass das Ausschalten des Gehirns beim Verfassen öffentlich zugänglicher Wortspenden unter Höchststrafe gestellt wird.
VERBOTSSTAAT666 17.02.2009 18:48
Was spricht gegen ein Rauchverbot in Gaststätten? Passivrauchen ist doch Körperverletzung! Der Staat muss überall eingreifen, Menschen können die Kosequenzen ihres Handelns nicht absehen! Das Gilt auch für Vereine, Autonomie und Freiheit sind nur Deckmäntel. Sind Sie Vertreter der Tabaklobby?
Christoph G. 16.02.2009 23:23
Jemand, der als Nichtraucher in einer Gaststätte arbeitet, in der geraucht wird, tut mir leid, dass er sich dem gesundheitsschädlichen Qualm, dem ich mir als bekennender Raucher bewusst bin, unfreiwillig aussetzen muss. Ebenso tun mir diejenigen leid, die als Nichtraucher zu Gast an einem Rauchertisch sitzen.
Mündigkeit und Eigenverantwortung schlagen hierbei fehl, da es als eine unbedeutende Nebensächlichkeit gesehen wird nach dem Motto “des bisserl Rauch hat no kaan umbrocht” – dennoch ist es Tatsache, dass gerade passiver Rauch ebenso gesundheitsschädlich, wenn nicht sogar gesundheitsschädlicher als aktives Rauchen ist.
Ich respektiere und akzeptiere daher das Rauchverbot, wenn es jemanden stört, dann qualme ich halt nicht oder rauche einfach wo anders. Und wenn ich mir den “Markt” an rauchenden und nicht-rauchenden Gasstätten ansehe, dann kommt es momentan gerade zu einer Verschiebung der Kunden, die Raucher zu den Rauchern, die Nicht-Raucher zu den Nicht-Rauchern. Diese wird in einem halben Jahr abgeschlossen sein.
Das ist ein Grund der Umsatzeinbußen der Gaststätten. Ein zweiter ist, dass sich eine Gaststätte, die über Umsatzeinbußen klagt, vielleicht das Gros ihres Kundenpotentials vielleicht falsch eingeschätzt hat. Man nahm an, es kämen nur Raucher und deklarierte sich als Raucherlokal. Schwups, die Kunden bleiben es aus, da es sich bei den meisten der regulären Gäste um Nichtraucher hielt. Und die Gaststätte ums Eck hat sich als Nichtraucherlokal etabliert, wohin die Nichtrauchergäste gerade hin wandern. Nun, ich wüßte nicht, dass sich Gaststätten für immer und ewig darauf festgelegt haben, (Nicht.)Raucherlokale bleiben zu müssen.
Last, but not least: Nicht alle Gaststätten können daher unisono aufschreien, dass sie Umsatzeinbußen haben. Man bedenke, wir befinden uns gerade in einer Wirtschaftskrise. Wo kann man gut sparen? Beim Essen in Gaststätten, wenn man einfach mal wieder zu Hause ißt. Wäre daher interessant zu wissen, ob nicht gerade die aktuelle Rezession etwas mit den Umsatzeinbußen zu tun hat. Da müßte man sich Vergleiche in der Vergangenheit ansehen. Tja, nicht immer muß das naheliegenste des Pudels Kern sein
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Lieber Aal 17.02.2009 00:15
“unfreiwillig aussetzen muss”. nein, niemand “muss” irgendwas. wenn der betreiber das rauchen gestattet kann ich das lokal verlassen, ich wiederhole abermals: es gibt kein anrecht ein bestimmtes lokal aufzusuchen. desweiteren kann es kein argument sein dass die leute nicht abschätzen können was sie sich da aussetzen. wer allen ernstes so argumentiert kann genauso gut fordern dass rauchen an sich verboten werden sollte, da raucher ihr rauchen nicht abschätzen können. nein, der mensch ist mündig genug zu wissen ob er sich passivrauchen, feinstaub, etc. aussetzt. das passivrauchen bei gelegentlichen gaststättenbesuchen weit aus harmloser ist als gedacht ist durch x-studien belegt. die nächste argumentationskette geht völlig ins leere da es nicht ein abwandern zu anderen betreibern ist welches die umsatzrückgänge verursacht. raucher bleiben verstärkt zuhause weil sie zuhause nicht bevormundet werden oder treffen sich in gemütlicher runde in einer wohnung. sämtliche länder mit absoluten rauchverbot in gaststätten verbuchen eine welle an unternehmenskonkursen, wie der poster prof. pohoryles weiter unten angemerkt hat.
Bastl 17.02.2009 08:53
die argumentationen bringt uns befürchte ich zu einem grundsätzlichen liberalen dilemma -> reicht die nachfrage als reglementirung des marktes aus oder nicht.
meiner meinung ist die nachfrage nur ein aspekt unter mehreren.
grundsätzlich gehe ich sehr gerne von der mündigkeit und selbstverantwortung aller bürger aus. würde sie diese auch im gewünschten maße geben, würden wir kaum reglementierungen oder versicherungen benötigen.
immer dort wo jemand durch sein handeln nicht nur sich selbst sondern auch andere personen gefährdet, sind gesetzliche regelungen besonders wichtig. eine gesellschaft lebt nicht nur von ihren starken gliedern sondern auch von ihren schwachen.
tatsache im moment ist, dass raucher und nichtraucher gerne gemeinsam lokale besuchen. das ein raucher sich jederzeit selbst gefährden darf, steht für mich ausser frage. im moment werden jedoch in den diversen gaststätten auch nichtraucher verqualmt. dagegen muss etwas getan werden.
wenn ich heute in wien einen stammtisch organisieren möchte, wüsste ich nicht wo ich ein nichtraucherlokal in meinem bezirk finden kann, dass auch die entsprechende infrastruktur und kapazität anbietet.
ich für meinen teil bin für ein grundsätzliches rauchverbot in lokalen in denen der zutritt für unter 16 jährige erlaubt ist.
weiters soll die konkurrenz zwischen den lokalen weiters gestärkt werden, dass man eine ECHTE wahl zwischen den restlichen nichtraucher und raucher gastronomiebetriebe, bars discotheken… hat.
im moment wirkt diese landschaft ja eher wie ein rauchermonopol…
Lieber Aal 17.02.2009 09:13
@bastl-
fast jeder unternehmer möchte raucher und nichtraucher ansprechen da er ein möglichst großes publikum möchte. fast jedes lokal hat einen nichtraucherbereich, daher kann ich das letzte posting nicht nachvollziehen. selbst wenn es keine nichtraucher bereicher gäbe möchte ich zum x-ten mal in erinnerung rufen dass es keinen anspruch auf ein lokalbesuch gibt. ein lokal ist eine möglichkeit, ein option. mehr nicht. take it or leave it.
Christoph G. 17.02.2009 09:45
@ Lieber Aal:
Ich habe nicht von einem Recht gesprochen, ein bestimmtes Lokal zu besuchen. Es geht auch nicht darum, dass die Leute nicht abschätzen können, was sie sich da aussetzen. Dennoch respektiere ich jeden, der sich dem Passiv-Rauch nicht aussetzen will. Bitte meine Beiträge etwas genauer lesen!
Der Mensch ist mündig genug, das Risiko für sich einzuschätzen, auch wenn er es zugleich für sich verdrängt (mir wird schon nichts passieren). Aber er ist zumeist nicht mündig genug, es für andere einzuschätzen, die sich dem Qualm nicht aussetzen wollen. Da tritt oft der persönliche Egoismus zutage. Hier und jetzt will man rauchen.
Warum “die nächste Argumentationskette ins Leere geht”, verstehe ich nicht, lieber Aal! Wo ist belegt, dass Raucher verstärkt zu Hause bleiben?
Raucher gehen genauso gerne wie Nichtraucher Kaffee oder Bier trinken. Sie gehen dann einfach in ein Raucherlokal und Nichtraucher ins Nichtraucherlokal. Raucher bleiben doch nicht zu Hause und meiden Gaststätten! Sie gehen statt ins Nichtraucher- in das nächste Raucherlokal! Für das Argument, dass diese zu HAuse bleiben, müßte Befragungen durchgeführt werden.
Ein gewisser empirischer Zusammenhang mit Unternehmenskonkursen und einem absoluten Rauchverbot mag bestehen. Daher finde ich die österreichische Kompromisslösung insofern eine gute, weil Raucher nicht verbannt wurden, sondern mit Nichtrauchern in friedvoller Koexistenz die Gaststätten beuchen können.
Übrigens, den Beitrag von Prof. Pohoryles können Sie nicht als Beispiel einsetzen. Zitat: “In Frankreich mußte übrigens ein nicht geringer Anteil der ‘buralistes’ (Beisl-Besitzer nach hiesigem Jargon) aufgrund des Rauchverbots zusperren.” – Sie reden von sämtlichen Ländern mit Rauchverbot und einer Welle von Unternehmenskonkursen. ISt Frankreich mehrere Länder? Ist ein nicht geringer Anteil gleich eine Welle? Wie hoch ist dieser nicht geringe Anteil? Gab es eine signifikante Steigerung der Schließungen, die auf das Rauchverbot zu schließen sind? Bitte bauen Sie ihre Argumentation besser auf, lieber Aal!
Lieber Aal 17.02.2009 10:37
@lieber christoph g.-
wenn es kein recht gibt ein bestimmtes lokal zu besuchen, dann gibt es auch kein recht den inhaber zu zwingen gewisse legale genussmittel zu untersagen. schön dass sie erkannt haben dass der mensch mündig genug ist zu rauchen. zu behaupten der mensch sei mündig genug sich für oder gegen rauchen auszusprechen, sei aber nicht mündig genug sich für oder gegen passivrauchen auszusprechen ist regelrecht absurd und widerspricht jedem größenschluss (argumentum a maiori ad minus). nicht der raucher hat zu entscheiden was er dem nichtraucher zumutet, sondern der nichtraucher muss sich überlegen was er sich zumutet, da lokale wie bereits tausend mal angeführt keine öffentlichen orte sind. ihrer logik zu folge müsste man dann genauso rauchverbote in wohnungen oder autos bei anwesenheit von nichtrauchern aussprechen. natürlich bleiben raucher zuhause, sämtliche erfahrungen mit ländern mit absoluten rauchverboten in gaststätten belegen das. die berühmtesten fälle waren frankreich und irland, ich bin für ihr informationsdefizit leider nicht verantwortlich. scheinbar haben sie sich auch nicht mit dem “österreichischen kompromiß ” befasst da viele unternehmen nicht die finanziellen ressourcen haben entsprechende änderungen vorzunehmen. einig sind sich selbst wirte dass ein generelles verbot besser wäre als diese lösung da es derzeit zu einer ungleichbehandlung kommt. bitte informieren, dann posten.
Bastl 17.02.2009 10:52
das eine gaststätte kein öffentlicher ort ist wage ich nach wie vor zu bestreiten -> da scheint es ja mehrere definitionen im zusammenhang mit verschiedenen gesetzten zu geben (ich bringe wieder das bsp. akm
)
ich muss gestehen, ich kenne die genauen regelungen in der gastronomie nicht, aber die des einzelahndels:
wenn ich ein angebot mache, muss ich dieses grundsätzlich einhalten ausser es gibt grobe verfehlungen des kunden.
ein angebot ist auch eine preisliste die an einer eingangstür hängt oder eine werbeaussendung.
ich folgere also: ein gasthaus das also eine speisekarte öffentlich aushängt muss diesem angebot soweit ich informiert bin auch nachkommen und somit habe ich das grundsätzliche recht ein dementsprechendes lokal aufzusuchen und dort entsprechend zu konsumieren.
lieber aal -> ich würde mich sehr über eine stellungnahme ihrerseits zu meiner idee über das rauchverbot in gastronomiebetrieben die den zutritt für unter 16 jährige gewähren freuen! Vielen Dank.
Lieber Aal 17.02.2009 11:06
@bastl-
eine gaststätte ist selbstverständlich kein öffentlicher ort, wäre sie das wäre sie schon vom alten tabakgesetz erfasst gewesen und die neue regelung wäre nicht erforderlich. im neuen tabakgesetz sind öffentliche orte und gaststätten getrennt geregelt, hab das aktuelle tabakgesetz gegoogelt. ich würde den umgekehrten weg wählen und unter 16jährigen den zutritt zu gaststätten untersagen die keinen getrennten nichtraucher bereich haben, zumindest könnte man ein solche lösung andenken.
Bastl 17.02.2009 13:50
Ja so eine Lösung wäre andenkbar, sofern der Nichtraucherbereich auch wirklich vor dem qualm geschützt ist. Wir sollten diesen Vorschlag an die aktuelle Gestzgebung weiterleiten
Dr.Ursula Weitgasser 16.02.2009 22:05
Im Sinne der Meinungsvielfalt im Lif :
Nichtraucherschutz und Schutz der Arbeitskräfte vor nachweislich gesundheitsschädlichem Qualm stehen immer vor Profit und Geldgier.
Wir würden einen freiwilligen Nichtraucherschutz der Wirte sehr begrüßen,
ebenso aber auch an die Eigenverantwortung der Konsumenten, Gaststätten in denen geraucht wird intensiv zu hinterfragen.
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Lieber Aal 16.02.2009 22:38
@dr.weitgasser- welche arbeitsplätze werden da eigentlich geschützt? sobald die unternehmen zusperren, gibt es keine arbeitsplätze die man schützen könnte. folglich sollte ihr satz vervollständigt werden: “Nichtraucherschutz und Schutz der Arbeitskräfte vor nachweislich gesundheitsschädlichem Qualm stehen immer vor Profit und Geldgier UND arbeitsplätze”.
schon mal mit dem nichtrauchenden personal gesprochen? oder ist die meinung des personals genauso irrelevant wie jene der unternehmer? wer ein rauchverbot in lokale fordert, muss auch ein totalverbot befürworten, sonst kommts zum völligen argumentationsnotstand.
schön ist es auch dass man rauchendes personal vor rauch schützen möchte!
Häferl 17.02.2009 13:59
@Lieber Aal: Meines Wissen haben sich nach Einführung des Rauchverbots in den USA, Italien, etc. keine langen Schlangen vor den Arbeitsämtern gebildet, weil plötzlich tausende Kellner ihren Job wegen dieses Verbots verloren hätten.
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Nach einer Transformationsphase von einigen Wochen, an denen tatsächlich Raucher als Gäste ausblieben, sind die Lokale jetzt wieder genau so voll wie vorher, da auch die Raucherern nicht ewig nur zu Hause sitzen wollen und jetzt auch mehr Nichtraucher wieder Lokale besuchen (Asthamitker, …).
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Wenn Deine ganze Argumentation darauf aufbaut, sorry, aber dann ist die Sache jetzt vorbei
Lieber Aal 17.02.2009 14:12
@häferl- gerade die länder mit einem generellen rauchverbot in gaststätten zeigen auf dass es sich nicht um eine “transformationsphase ” handelt. die unternehmen die pleite gegangen sind sind endgültig weg, der anrreiz im gastgewerbe tätig zu sein ist dahin. ich würde die diskussion ja gerne vertiefen da es mir in erster linie um gerechtigkeit geht, aber sobald fragen wie z.b “rauchverbot in vereinen?”, “rauchverbot bei anwesenheit von nichtrauchern” aufgeworfen werden (irgendjemand weiter unten) herrscht schweigen im wald…
omoro 17.02.2009 15:02
Also ich wäre für einen Rauchverbot in Vereinen – wobei man für Vereine deren Zweck mit Rauchen zu tun haben eine Ausnahme machen sollte.
Prinzip ist eigentlich einfach: Wenn ich Mitglied in einem Schachverein bin, gehe ich zum Schachspielen und möchte nicht dass durch Zigarettenqualm belästigt werden. Es sollte aber möglich sein ein Zigarrenclub (oder ähnliche Vereine) zu gründen. Wichtig ist natürlich dass man keine Schlupflöcher bietet: Ein Schach&Shisha-Verein zB sollte nicht möglich sein…
Zum “Rauchverbot bei Anwesenheit von Nichtrauchern”:
Rauchen sollte erlaubt sein:
a) zu Hause
b) in Räumlichkeiten die ausschließlich für diesen Zweck (also zum Rauchen) errichtet sind wo auch nichts anderes angeboten wird.
Und ganz allgemein zum Thema “Existenzgefährdung der Gastwirte”: Jede Änderung verbirgt Gefahren und Nebenwirkungen. Das heisst aber nicht dass sie nicht gut sind. Ich hoffe vor allem wir Liberale können den Mut zeigen die Gesellschaft zu verbessern. Wenn Menschen von diesem Änderungsprozess negativ betroffen sind, gilt es ihnen zu helfen, damit sie (eigenverantwortlich!) eine gesicherte Existenz aufbauen können. Wenn sich der Markt für die Gastwirtschaft ändert und die Kundschaft ausbleibt, dann müssen Gastwirte eben etwas anderes anbieten – wie gesagt, die Politik die diese Änderungen steuert muss hier gezielt helfen und lenken. Aber sich an die alten Strukturen festzuklammern und gesellschaftlich positive Änderungen als Problem darzustellen nur weil sie einigen nicht in den Kramm passt, das ist reines Beamtentum und dem LIF nicht würdig.
Lydistan 17.02.2009 17:42
Omoro: Was für einen Sinn macht es dass Rauchen in Rauchervereinen zu gestatten, während das Rauchen in einen Schachverein verboten sein soll? Was ist der Unterschied zwischen einem Verein und einem Wohnzimmer wo sich Freunde treffen um gemeinsam etwas zu unternehmen (meinetwegen mit der Variante das am hauseigenen Pin-Up Board eine Einladung zum mitmachen angebracht wird)? Wollen Sie allen ernstes einer Vereinigung von Personen untersagen zu bestimmen wie sie ihre Freizeitaktivitäten ausleben dürfen? Beim durchlesen einiger Postings hier wird mir ganz anders.
omoro 17.02.2009 18:57
Lydistan,
das einzige was ich verbieten will ist dass Menschen andere vergiften, die dies nicht wollen undzwar so dass diese ihr Sozialleben nicht einschränken müssen. Das ist der Sinn warum es möglich sein sollte Rauchervereine zu gründen; da können sich gleichgesinnte treffen und sich dem Rauchen widmen. Ich kann mir sogar vorstellen einem solchen Verein beizutreten um mal eine Zigarre oder eine Shisha zu rauchen. Da kann ich als eigenverantwortlicher Mensch entscheiden ob ich dies tun will oder nicht. Wenn ich aber unbedingt in einem Schachverein Mitglied sein möchte und die Möglichkeiten in meinem Umfeld begrenzt sind, sollte ich nicht vor der Wahl stehen “Hobby/Sozialleben einschränken” oder Passivrauchen in Kauf nehmen.
Der Unterschied zwischen einem Verein und eines Wohnzimmers sollte klar sein; diese gleichzusetzen ist billige Polemik. Ich bin kein Jurist und auch kein Experte im Gebiet aber der Prozess einer Vereinsgründung ist gesetzlich geregelt und es gibt zumindest theoretisch die Möglichkeit dass ein Verein durch Steuergelder “gesponsort” wird. Wenn eine Person begabt im Schachspielen ist und um die Ecke einen Schachverein hat sollte dort diesem Hobby nachgehen können ohne sich vergiften lassen zu müssen.
Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ich verfolge ganz gerne die türkische Fussballliga und bin Mitglied bei einem Fanclub: Dort treffen sich Fussballfans und schauen sich die Spiele an; das ist der Zweck des Vereins: Dafür zahle ich auch meinen Vereinsbeitrag und möchte dort nicht durch das Rauchen anderer Mitglieder belästigt werden. Sollen sich Menschen die sich nicht dem Passivrauchen aussetzen wollen vom Sozialleben ausklinken oder das ganze über sich ergehen lassen?
Lydistan 17.02.2009 22:35
Omoro: ein Verein besteht aus Menschen die einen gemeinsamen Zweck verfolgen und Spielregeln aufstellen und somit eine Vereinsstatut schaffen um diese Regeln sichtbar zu machen. Ich hab keinerlei Ahnung welche “steuerlichen Vorteile” sie da anschneiden, aber in Wahrheit besteht wenig Unterschied zur erwähnten Analogie des Wohnzimmers. Wie Pervers ist es eigentlich wenn man Menschen nicht einmal das Recht geben möchte selbständig Regeln für ihr gemeinschaftliches Tun zu erstellen, besonders wenn es um nichts illegales geht? Auch hier scheint der Irrglaube durch man hätte als Privatperson irgendein Recht darauf Mitglied zu sein, bzw. als Aussenstehender dieses aufgestellte gemeinschaftliche Netzwerk durch eigene Umstände, wie z.B Rauchverhalten zu kippen/ zu beeinflussen. Nicht Böse sein, aber für mich hat das fast schon faschistoide Züge.
omoro 18.02.2009 13:54
Ich finde es eher faschistisch dass man andere Menschen durch sein Suchtverhalten vergiftet, aber gut..
Ich habe nicht von “steuerlichen Vorteilen” gesprochen sondern von Förderungen (die ja wohl durch Steuergelder finanziert werden). Und wenn ich durch meine Steuergelder einen Verein fördere, sollte das auch einem Nichtraucher zu gute kommen, ohne dass er die Rauchbelästigung in Kauf nehmen muss. Und genau da akzeptiere ich nicht dass der Nichtraucher vor die Wahl gestellt wird “daheim bleiben oder sich vergiften lassen”. Unterschied zu ihrem Wohnzimmer nun klar?
Ich möchte nichts als Aussenstehender kippen: Habe auch ein Beispiel gegeben von einem Verein wo ich selber Mitglied bin. Es ist nicht so dass alle (wahrscheinlich nicht einmal die Mehrheit!) dort sich es wünscht dass im Lokal geraucht werden darf. Aber einige schaffen es halt nicht ein Fussballspiel ohne Nikotin zu geniessen und andere Mitglieder werden dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Das Thema wurde schon öfters besprochen und da der Verein finanziell auf beide Gruppen angewiesen ist wurde eine nutzlose Lösung (Raucher sitzen ganz hinten, also nicht räumlich getrennt) gefunden. Natürlich kann ich deshalb auf diese für mich wichtige Komponente meines sozialen Lebens verzichten; ich hab dort gute Freunde und verbringe gern Zeit mit ihnen. Ein Verein mit zB 100 Mitgliedern (wo ich nicht ein mal alle persönlich kenne) ist ja nicht das gleiche wie 3-4 Freunde die sich zu Hause treffen!!
Lydistan 18.02.2009 16:26
omoro: Sie haben es leider immer noch nicht begriffen. Wenn es faschistisch ist anderen Passivrauch auszusetzen, müssten sie ein totales Verbot fordern, wenn es darum geht dass Nichtrauchern Oassivrauchen ausgesetzt sind. Ob das nun in einem Verein, in einer Gaststätte oder in einer privatwohnung stattfindet spielt ja diesbezüglich keine Rolle. Ich erwähne es gerne nochmal: niemand ist gezwungen sich vergiften zu lassen. Im öffentlichen Raum gibt es bereits ein Rauchverbot und bei Gaststätten hat kein Mensch ein Recht auf Konsum. Was den Verein anbelangt: er soll sich aussuchen können wer als Mithlied aufgenommen wird und stellt die Regeln auf, dazu gehört ob in den Räumlichkeiten geraucht wird. Ihr komisches “Argument” mit den Förderungen (welche denn überhaupt?) zieht nicht, da ich statt des Vereins auch Betriebsfeiern als Argument anführen könnte, die im Gesetz ausdrücklich rausgenommen wurden (hab mich dank eines Mitdiskutanten informiert). Jetzt überlegen Sie scharf warum das so ist…
Hannes Heissl 18.02.2009 21:43
Ich denke mal, daß dieses Thema kein Bestandteil des liberalen Grundsatzprogrammes sein wird.
Danke Werner für den Hinweis, daß hier keine offiziellen Positionen des Liberalen Forums vertreten werden, auch wenn es manchmal so klingt, sondern nur Meinungen ausgetauscht werden.
Häferl 16.02.2009 17:21
Warum nicht auch ein Rauchverbot für KFZ – Rauchen schädigt nicht nur MitfahrerInnen sondern lenkt auch vom Strassenverkehr ab (bspw. anzünden).
Antworten »
Liane S. 16.02.2009 17:48
Das wird sicherlich noch kommen und ist eine nachhaltige Forderung.
Das Anzünden von Mitfahrerinnen gehört untersagt.
Werner Becher 16.02.2009 17:55
Gegen das Anzünden von Mitfahrerinnen bin ich auch, so weit wage ich mich jetzt mal vor, ohne dass wir schon ein neues Programm und damit auch eine offizielle Parteilinie zum Thema Rauchverbote hätten
Liane S. 16.02.2009 20:40
Nunja, Ihre allgemeine Linie ist ja schon relativ klar: Der Staat soll möglichst wenig zu sagen haben, die Individiuen und die unsichtbare Hand des Marktes machen sich das untereinander aus.
Bastl 16.02.2009 22:34
Gibts eigentlich ein grundsätzliches Rauchverbot in Taxis?
Lieber Aal 16.02.2009 22:38
@bastl-
nein gibt es nicht. lediglich die 3 bundesländer voralrlberg, stmk und oö waren so unvernünftig ein solches durchzusetzen.
Bastl 16.02.2009 22:53
hier sehe ich auch nicht eine notwendigkeit…. aber es hat mich interessiert
vielen dank für die antwort
Lieber Aal 16.02.2009 23:01
@bastl- echt? warum nicht? müssen die fahrer nicht vom rauch geschützt werden? wer schützt den nachfolgenden rauchenden kunden vhrm rauchenden fahrgast, der den fahrdienst zuvor in anspruch nahm?
Bastl 20.02.2009 11:19
@ Lieber Aal
Ich kenne die rechtliche Stellung eines Taxifahrers nicht und kann hier nur schlecht antworten.
Sind Taxifahrer Freiberufler?
Dieter Schrammel 16.02.2009 14:20
Der Artikel spricht mir aus der Seele! Man könnte Verbote beliebig erweitern, warum nicht auch ein Rauchverbot für Vereine?
Antworten »
Thomas Ritter 16.02.2009 07:56
Zu der in Österreich seit Jahren stets populistisch geführten Diskussion rund um Rauchverbote in der Gastronomie erlaube ich mir, John Stuart Mill, einen der einflussreichsten liberalen (Vor-)Denker des 19. Jahrhunderts, aus seinem Werk “On Liberty” – ergänzt um Anmerkungen – zu zitieren, um einen kleinen Beitrag zur “Versachlichung” der Diskussion zu leisten:
“… für Handlungen (Anm.: Rauchen in Lokalen), die den Interessen anderer (Anm.: keine Gesundheitsschädigung, Beschränkung der persönlichen Freiheit) zuwiderlaufen, das Individuum (Anm.: der Raucher) verantwortlich ist, und die Gesellschaft ihm eine soziale oder gesetzliche Strafe (Anm.: Untersagung des Rauchens in Lokalen, Geldstrafen bei Zuwiderhandeln) auferlegen kann, wenn sie der Meinung ist, dass die eine oder andere zu ihrem Schutz (Anm.: Gesundheitsschutz der Angestellten, Nichtraucher, keine Wettbewerbsverzerrung) nötig sei.”
Dieser Aussage folgend und unter Berücksichtigung aller Fakten (ökonomsiche, gesundheitspolisiche, verfassungsrechtliche) werden die Entscheidungsträger zu dem Schluss kommen müssen, dass ein Rauchverbot (”irisches Modell”) die einzig anzustrebende Regelung darstellt und einer liberalen Welt nicht entgegensteht.
Und der Versuch von Herrn Amir Ahmed, Argumente gegen ein Rauchverbot zu finden, geht für mich völlig ins Leere, weil schlichtweg nicht richtig! Eine freie Wahl des Lokals für alle Bürger des Landes existiert nur bei einem generellen Rauchverbot! Oder dürfen Raucher bei einem Rauchverbot weniger als Nichtraucher? Die eindeutige Antwort lautet: NEIN!
Das LIF würde sich als wohltuend von der Populismusdebatte, die auf Kosten der Angestellten und Nichtraucher geführt wird, von den anderen Parteien unterscheiden und könnten einen wichtigen Beitrag zu einer rauchfreien Gastronomie leisten. Leider hat sich das LIF auch in dieser Angelegenheit für den populischten Weg entschieden! Ein Drama!
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Bastl 16.02.2009 08:19
Dem kann ich nur voll und ganz Beiflichten – dem Zitat als auch ihrer Meinung
omoro 16.02.2009 10:14
Danke. Dem ist (fast) nichts hinzuzufügen.
Lieber Aal 16.02.2009 13:00
@ritter – völlig absurd. leider unterliegen sie dem irrtum zu glauben sie hätten den anspruch bzw. das recht zu haben in einem lokal verweilen zu dürfen. der lokalbetreiber hat aber bereits das recht sie wegen ihrer nase des lokals zu verweisen. und erst recht hat er das recht wähölen zu dürfen welche legale genussmittel in seinen vier wänden konsumiert werden. wenn wir von wahlfreiheit reden, dann richtigerweise davon dass keiner gezwungen ist ein lokal aufzusuchen bzw. zu betreten.
Bastl 16.02.2009 14:28
Lieber lieber Aal,
wie bereits weiter unten schon erwähnt, ist ihre Argumentation ebenfalls nicht Richtig – ein lokal Besitzer darf zB nicht wahlweise seine Mitarbeiter beliebigen gefahren aussetzten.
Ausserdem gibt es nur eine scheinbare Wahlmöglichkeit. Verschiedenste Menschen sind Aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeiten mehr oder weniger gezwungen “Raucher”-Lokale aufzusuchen (siehe weiter unten)
Lieber Aal 16.02.2009 14:45
@bastl – ein gastwirt entscheidet frei was er auf die speisekarte draufsetzt und was für legale genussmittel er im lokal zulässt. jeder angestellte muss im gastgewerbe damit rechnen dass er in kontakt mit rauch kommt und entscheidet frei ob er sich dem rauch aussetzen möchte oder nicht. auf andere berufe mit weit aus höhren gefahren (andere emissionen) wurde bereits hingewiesen. jaben sie sich mit den angestallten unterhalten die jetzt um ihre jobs bangen? was die gäste anbelangt: es gibt kein anrecht darauf ein bestimmtes lokal betreten zu dürfen. davon abgesehen gibt es genügend lokale die nichtraucher zonen anbieten (=angebot und nachfrage). aber selbst wenn jedes lokal ein reines raucherlokal wäre hätte kein mensch ein anrecht darauf diese lokale in nichtraucherlokale umwandeln zu lassen da diese gaststätten nicht staatlich betrieben werden.
Lokalbesitzer 16.02.2009 17:51
“Law in book” und “Law in action” sind nicht deckungsgleich.
Bastl 16.02.2009 22:42
Werter Lieber Aal,
Ihre Argumentation ist aber schon sehr weit weg von jeder Belegbarkeit.
Menschlich gesehen fehlt mir hier auch jeder Funke von sozialem Gewissen.
1.) Ihrer Ansicht nach können wir ja dann eh gleich auf jegliche Arbeitnehmerschutzgesetzte pfeiffen.
Jeder Maurer muss damit Rechnen, dass ihm ein Ziegel auf den Kopf fällt, wozu also Zulagen? Warum soll der Arbeitgeber Helme und sonstige Schutkleidung anbieten müsse?!
Warum soll man gestzliche Bildschirmpausen vorschreiben? Jeder Büroangestellte muss mal damit rechnen, dass er viel Zeit vor dem Bildschrim verbringen muss und dementsprechend Augenschäden bekommt….?!?!?!
2.) Wer soll um Jobs bangen wenn es ein grundsätzliches Rauchverbot für alle Gaststätten gäbe?
3.) “aber selbst wenn jedes lokal ein reines raucherlokal wäre hätte kein mensch ein anrecht darauf diese lokale in nichtraucherlokale umwandeln zu lassen da diese gaststätten nicht staatlich betrieben werden.” soll das Ihr Ernst sein? Sprich erlassene Gesetze sollen nur für verstaatliche Betriebe Gelten?
Also wenn das Liberal ist, wird es Zeit meine Gesinnung zu überdenken.
Lieber Aal 16.02.2009 22:46
@bastl-
die frage ist wo soll der staat eingreifen und wie weit soll er eingreifen. und hier hört für mich, im gegensatz zu sinnvollen regeln des arbeitnehmerschutzes, der spaß auf.
2) schon mal daran gedacht dass raucher gaststätten dann verstärkt meiden und ihr bier lieber daheim oder bei freunden konsumieren? auch in ländern mit völligen rauchverbot in gaststätten hat die konkurswelle nicht halt gemacht.
3) gegenfrage: sollte man ein solches rauchverbot auch für vereine fordern?
Bastl 16.02.2009 23:06
1.) warum ist ein rauchverbot keine sinnvolle maßnahme zum arbeitnehmerschutz? wie könnte man im bezug auf zigaretten rauch die arbeitnehmer sinnvoller schützen?
2.) ich bin überzeugt, dass man zum beispiel auch durch aufhebung des alkoholverobtes für unter 18 jährige (brände, schnäpse,…) arbeitsplätze sichern könnte. Gesundheitlich gesehen würde ich diese Aufhebung nie befürworten.
3.) Dazu habe ich aufgrund von mangelder Recherchren und Informationen keine Meinung. – ich werde eine entsprechende Meinungsbildung nachholen.
Christoph G. 16.02.2009 23:31
@ Lieber Aal:
1.) Wo gibt es Belege dafür, dass Gaststätten in Ländern mit völligem Rauchverbot gerade aufgrund des Rauchverbotes in Konkurs gegangen sind? Die Zahl derer dürfte marginal sein.
2.) In welchen Ländern gibt es so ein absolutes Rauchverbot?
3.) Jedes Gut hat seinen Markt. Märkte sind, was eine meiner Meinung nach nie durchdachte Tatsache ist, nicht automatisch homogen zu einander. Arbeitnehmerschutz und Verbot in Gaststätten sind zwei paar Schuhe.
Lieber Aal 17.02.2009 00:19
@christoph g-
wer in diesem zusammenhang von “marginalen” zahlen spricht sollte seine energien andwrweitig einsetzen. besuchen sie mehrer lokalbetreiber und reden sie mit ihnen über umsatzrückgänge die rein zufällig mit in kraft treten spürbar wurden. die zahl der konkurse ist gerade in frankreich und irland mehr als bekannt da die zahlen x-fach durch die medien schwirrten. diejenigen die überlebten kämpfen mit erheblichen rückgängen.
2) irland, frankreich, island, skandinavische länder, italien, usw.
Lieber Aal 17.02.2009 00:21
@bastl- weil sie überschießend ist. wer sich für einen betrieb entscheidet in dem geraucht wird muss in kauf nehmen dass man sich dort passivrauchen aussetzt. beim erwähnten alkverbot geht es um die frage: ab wann ist jemand mündig genug sich für bestimmte genussmittel zu entscheiden = themenverfahlung.
Bastl 17.02.2009 08:32
Dieser Frage könnte man sich auch im Zusammenhang mit dem Zigaretten Qualm stellen: Ab wann ist jemand Mündig genug zu entscheiden ob er ein Raucherlokal aufsucht?
Eigentlich sollte dann in Raucherlokalen der Eintritt für unter 16-Jährige verboten werden.
und nein das thema ist nicht verfehlt: es ging ursprünglich darum, dass man durch entsprechende gesetzliche nichtregelungen den absatz ankurbeln und somit arbeitsplätze sichern kann. das war der gern unserer beider aussagen und nicht der inhalt des entsprechenden gesetztes.
Christoph G. 17.02.2009 09:59
@ Lieber Aal:
Danke für die Info mit den Ländern des absoluten Rauchverbotes! Zum Glück haben wir in Österreich kein absolutes Rauchverbot, sondern ein Entscheiden für Raucher- oder Nichtraucher-Lokal oder beides in einem. Beide können nebeneinander koexistieren.
Ich sprach von marginalen Zahlen in den Ländern, welche ein totales Rauchverbot haben. Da kann ich schwer Ihrem Vorschlag folgen, diese Lokalbesitzer zu besuchen und zu befragen. Daher bleiben Sie bitte realistisch, wenn Sie vorschlagen, Energien andersweitig einzusetzen! Oder waren Sie im Ausland und haben eine Umfrage mit einer repräsentativen Stichprobe bei Lokalbesitzern durchgeführt?
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass bezüglich die Zahlen der Konkurse aus anderen Ländern durch unsere Medien gewandert sind bzw. scheinen sie diese Zahlen ja sehr gut zu kennen. Ich würde mich freuen, diese zu sehen und gemeinsam mit ihnen zu analysieren, inwiefern das Rauchverbot für einen Anstieg der Konkurse verantwortlich war.
Lieber Aal 17.02.2009 10:40
@christoph g- wie bereits weiter oben angeführt haben sie (scheinbar)keinen tau über die derzeitigen bedürfnisse der wirtschaft, denn gastwirten wäre alles andere lieber als diese regelung. zwecks informationsdefitits und der wirkungen in anderen ländern, empfehle ich ihnen die lektüre folgender zeitschriften: handelsblatt, wall street journal, financial times..
Christoph G. 17.02.2009 11:05
@ Lieber Aal:
Wenn Sie mir aufgrund des Nicht-Studierens von gewisser Lektüre eine wirtschaftliche Kompetenz absprechen, dann muß ich ihre Kompetenz hinsichtlich Ihrer Indikatoren, wann jemand befähigt ist, dazu Äußerungen zu machen, stark in Zweifel ziehen. Ebenso verhält es sich mit ihrer Kenntnis von gesellschaftlichen und volkwirtschaftlichen Modellen, geschweige denn in Kombination dazu.
Ich kenne die Beiträge dieser Blätter nicht, ich kann sie daher weder für richtig noch für falsch bewerten. Wenn diese richtig empirisch analysiert sind, dann gebe ich Ihnen auch recht. Journalismus ist jedoch zumeist nicht recheriert, wenn man dann weiter bohrt. Das trifft auch auf renommierte Medien zu.
Auf der einen Seite wird von Ihnen argumentiert, Gastwirten wäre alles andere lieber als diese Regelung. Auf der anderen Seite wird aber das absolute Rauchverbot von Ihnen als desaströs für die Gastwirte dargestellt. Somit ziehe ich daraus den Schluß, dass Gastwirte sich wohl kaum für ein absolutes Rauchverbot aussprechen würden, wenn dies noch schlimmere Folgen für sie haben könnte, wie sie anführen.
Lieber Aal 17.02.2009 11:22
@christoph g-
wie sinnvoll ist diese diskussion wenn sie weder die forderungen der heimischen wirtschaft noch die auswirkungen ähnlicher regelungen in anderen ländern kennen?
nochmal: der heimischen wirtschaft wäre ein absolutes verbot lieber als diese regelung da es derzeit zu einer ungleichbehandlung kommt und unternehmen unter 50m2 einen vorteil haben, auch die im artikel erwähnten übergangsbestimmungen tragen zu verzerrungen bei. bei diesem gesetz wird nicht einmal darauf geachtet ob es überhaupt angestellte gibt (stichwort: ein-mann-kneipe). aber auch bei einem absoluten verbot würden manche raucher lieber daheimbleiben, daher bleibt die forderung nach abschaffung des verbots seitens der wirtschaft weiterhin aufrecht, das generelle verbot ist die forderung zweiter wahl.
Bastl 15.02.2009 19:47
Lieber Amir,
im Falle Nichtraucherschutz geht für mich die Rechnung der Mündigkeit nicht auf. Nicht weil ich die Menschen in Österreich für zu Unmündig halte, sondern weil für mich aus den gegebenen Umständen klar ist, dass hier die Nachfrage verzerrt ist und das Angebot nicht ohne gesetzliche Regelung entsprechend gemacht wird.
Wie komme ich auf diese These?
Durch eine logische Annahme: mein Lieblingslokal in dem regelmäßig meine Lieblingsbands auftreten (als einziges in meiner “näheren” Umgebung) ist ein Raucherlokal. Die Nachfrage der Raucher ist genug hoch, damit sich das Lokal weiterhin erhalten kann. Ich, der seine Gesundheit nicht durch Tabakqualm gefährden möchte, kann das Lokal in Zukunft nicht mehr besuchen.
Oder: von 10 Kunden von mir sind 6 Raucher, die nur Raucherlokale besuchen wollen. Wie kann ich den Wünschen meiner Kunden und ev. sogar meines Chefs nachkommen, ohne dass ich mich der gesundheitlichen Gefährdung aussetze?
Was uns weiter zum Arbeitnehmerschutz führt.
Gibt es Risikozulagen für Kellner die in Raucherlokalen arbeiten müssen?
Sollen wirklich gesetzliche Nichtregelungen dafür sorgen, dass unter anderem in der Gastronomie (die onehin bereits ein schwieriges Kapitel ist -> siehe Schwarzarbeit, Arbeitsbedingungen usw.) die Arbeitnehmer aufgrund von Möglichkeitenlosigkeit noch zusätlichem Risiko ausgesetzt werden?
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Kramer 14.02.2009 19:04
Guter Artikel! Gratuliere dem LIF, vielleicht wird das ja doch noch was…
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Lungenkrebs 14.02.2009 19:36
Wir begrüßen den neuen Kampfposter der Wirtschaftskammer Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft.
Hans 16.02.2009 07:59
Ein Artikel, der eine Ansammlung von Argumenten der Tabaklobby ist! Einer liberalen Partei absolut unwürdig!
Lungenkrebs 14.02.2009 17:10
Auszug aus:
http://www.who.int/features/qa/60/en/index.html
Online Q&A
31 May 2007
Why is smoking an issue for non-smokers?
Question and answer archives
Submit a question
Q: Why is smoking an issue for non-smokers?
A: There are some 4000 known chemicals in tobacco smoke; more than 50 of them are known to cause cancer in humans. Tobacco smoke in enclosed spaces is breathed in by everyone, exposing smokers and non-smokers alike to its harmful effects.
According to the International Labour Organization, 200 000 workers die every year due to exposure to second-hand tobacco smoke at work. WHO estimates that around 700 million children, or almost half of the world’s children, breathe air polluted by tobacco smoke.
Neither ventilation nor filtration, even in combination, can reduce tobacco smoke exposure indoors to levels that are considered acceptable. Only 100% smoke-free environments provide effective protection. Contrary to common belief, smoke-free environments are widely supported by both smokers and non-smokers.
Having a smoke-free environment often saves money for bars and restaurant owners, reducing their risks of fire and consequently their insurance costs. It often results in lower renovation, cleaning and maintenance costs too.
Article 8 of the WHO Framework Convention on Tobacco Control, recognizes that exposure to tobacco smoke causes death, disease and disability, and asks countries to adopt and implement legislation that provides protection from second-hand smoke.
Many countries around the world have already introduced laws to protect people from exposure to tobacco smoke in public places. Celebrations around the globe on World No Tobacco Day (31 May) encourage more people and more countries to go smoke-free.
Join the trend by claiming your right to public places that are 100% smoke-free inside.
Related links
World No Tobacco Day
Tobacco Free Initiative (TFI)
WHO Framework Convention on Tobacco Control (WHO FCTC)
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Lieber Aal 16.02.2009 13:04
@lungenkrebs – richten wir ein verbot ein essen aus tankanlagen zu essen (krebserregend)? richten wir ein verbot ein über längere zeit neben einer straße oder straßenbaustelle zu stehen?
was spricht eigentlich gegen ein gänzliches verbot, wenn nicht mal der wirt und seine gäste aussuchen dürfen welchen emissionen sie sich aussetzen dürfen?
Lungenkrebs 14.02.2009 16:25
Auszug aus:
http://en.wikipedia.org/wiki/Passive_smoking#World_Health_Organization_controversy
“World Health Organization controversy
A 1998 report by the International Agency for Research on Cancer (IARC) on environmental tobacco smoke (ETS) found “weak evidence of a dose-response relationship between risk of lung cancer and exposure to spousal and workplace ETS.”[60]
In March 1998, before the study was published, reports appeared in the media alleging that the IARC and the World Health Organization (WHO) were suppressing information. The reports, appearing in the British Sunday Telegraph[93] and The Economist,[94] among other sources,[95][96][97] alleged that the WHO withheld from publication its own report that supposedly failed to prove an association between passive smoking and a number of other diseases (lung cancer in particular).
In response, the WHO issued a press release stating that the results of the study had been “completely misrepresented” in the popular press and were in fact very much in line with similar studies demonstrating the harms of passive smoking.[98] The study was published in the Journal of the National Cancer Institute in October of the same year. An accompanying editorial summarized:
When all the evidence, including the important new data reported in this issue of the Journal, is assessed, the inescapable scientific conclusion is that ETS is a low-level lung carcinogen.[99]
With the release of formerly classified tobacco industry documents through the Tobacco Master Settlement Agreement, it was found that the controversy over the WHO’s alleged suppression of data had been engineered by Philip Morris, British American Tobacco, and other tobacco companies in an effort to discredit scientific findings which would harm their business interests.[83] A WHO inquiry, conducted after the release of the tobacco-industry documents, found that this controversy was generated by the tobacco industry as part of its larger campaign to cut the WHO’s budget, distort the results of scientific studies on passive smoking, and discredit the WHO as an institution. This campaign was carried out using a network of ostensibly independent front organizations and international and scientific experts with hidden financial ties to the industry.[100]
[edit] EPA lawsuit
In 1993, the United States Environmental Protection Agency (EPA) issued a report estimating that 3,000 lung cancer related deaths in the United States were caused by passive smoking annually.[11]
Philip Morris, R.J. Reynolds Tobacco Company, and groups representing growers, distributors and marketers of tobacco took legal action, claiming that the EPA had manipulated this study and ignored accepted scientific and statistical practices.
The United States District Court for the Middle District of North Carolina ruled in favor of the tobacco industry in 1998, finding that the EPA had failed to follow proper scientific and epidemiologic practices and had “cherry picked” evidence to support conclusions which they had committed to in advance.[101] The court stated in part, ““EPA publicly committed to a conclusion before research had begun…adjusted established procedure and scientific norms to validate the Agency’s public conclusion… In conducting the ETS Risk Assessment, disregarded information and made findings on selective information; did not disseminate significant epidemiologic information; deviated from its Risk Assessment Guidelines; failed to disclose important findings and reasoning…”
In 2002, the EPA successfully appealed this decision to the United States Court of Appeals for the Fourth Circuit. The EPA’s appeal was upheld on the preliminary grounds that their report had no regulatory weight, and the earlier finding was vacated.[102]
In 1998 the U.S. Department of Health and Human Services, through the publication by its National Toxicology Program of the 9th Report on Carcinogens, listed environmental tobacco smoke among the known carcinogens, observing of the EPA assessment that “The individual studies were carefully summarized and evaluated.”[103]p. 24″
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Häferl 14.02.2009 13:46
Wenn Passivrauchen Körperverletzung ist, was ist dann mit den Abgasen und der Feinstaubbelastung des Verkehrs? Sollte man den gesamten Verkehr deshalb nicht auch sofort abschaffen? In ein Lokal, dass kein 100%iges Nichtraucherlokal ist, muss ich nicht gehen, aber an die frische Luft sollte ich ja doch ab und zu mal = gegen die Körperverletzung durch den Verkehr kann ich mich nicht einmal wehren!
+++
Welche Auswirkungen auf das Klima haben Windräder (verändern Luftströme) oder Solaranlagen (Absorbieren Energie), etc. und sollte man nicht auch gleich Energie generell verbieten?
+++
Welchen Schaden richtet Dummheit an – sollte man alle Dummen nicht auch sofort einsperren?
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ST 14.02.2009 15:36
Aber das Autofahren IN Lokalen ist doch schon LÄNGST verboten.
Lungenkrebs 14.02.2009 15:51
Das ist ja der Skandal!
Netter Uul 15.02.2009 11:27
Was die Abgase des Verkehrs betrifft, sind sicherlich auch Schritte notwendig. Hier ist die Frage, wieviel Innovation gibt es bereits und wird – vielleicht – nur noch nicht eingesetzt. Man sollte die verschiedenen Interessenslobbys (z,B. Erdölproduzenten) nicht unterschätzen. Es geht also nicht um die Abschaffung des Verkehrs, sondern darum, daß auf nachhaltigere Energie umgestellt wird. Den Katalysator haben wir ja auch eingeführt, auch das war staatlich angeordnet. War das dann auch “unliberal” ? Hätte der “Markt” den Katalysator gebracht?
Häferl 15.02.2009 19:26
@Netter Uul: Der Staat hat für eine Rahmenordnung zu sorgen und genau das hat er vollkommen richtig bei Katalysatoren gemacht. Der Verkehr bewegt sich aber in der Öffentlichkeit und die Gastronomie sind private “Örtlichkeiten” – das ist ein wesentlicher Unterschied.
Netter Uul 15.02.2009 22:26
@Häferl: Das mit dem Verkehr war ja Ihr Vergleich, somit werde ich diesen jetzt nicht verteidigen
Bastl 16.02.2009 08:16
??? Seit wann sind den Gastronomische Betriebe keine öffentlichen Gebäude mehr ??? Es fängt ja schon bei der AKM an – die müssen Gastronomiebetriebe auch zahln usw. usw.
Der Arbeitgeber muss für die gesundheitliche Sicherheit seiner Mitarbeiter sorgen oder entsprechende Zulagen zahlen… Das soll auch für das Thema rauchen gelten!
Lieber Aal 16.02.2009 12:57
@bastl -selbstverständlich sind solche betriebe keine öffentlichen orte
Bastl 16.02.2009 14:29
warum zahln sie dan zB akm?!?
Netter Uul 13.02.2009 23:50
Diese Studie empfehle ich Ihnen, die auch eindeutig ist.
http://www.help-eu.com/help-admin/metasite/sites/1-1001/images/mo_documents/Hohe_Konzentrationen_578.pdf
http://www.help-eu.com: Eine Initiative der Europäischen Union
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Markus Dexl 13.02.2009 21:08
Bevor mein Name zu oft für eine etwaige falsche Behauptung angeführt wird: ich kenne die Statistiken über Umsatzrückgänge nicht. Meine Äußerungen über volle Lokale in Italien, England und Irland beruhen auf eigene Erfahrungen bzw. die Aussagen einer Freundin, die sich regelmäßig in Großbrittanien aufhält. Itlalienische Lokale, zumindest in denen ich mich aufhalte, sind voll. Auch beschweren sich die Wirte über keinen Umsatzrückgang. Natürlich gibt es auch dort Kunden, denen das Rauchverbot nicht passt – und ins Gespräch komme ich vor allem vor dem Lokal, weil ich ja nur dort gelegentlich selbst eine Zigarette rauchen kann. Mit England verhält es sich ähnlich – mit dem Unterschied, dass die Freundin strikte Nichtraucherin ist.
—
Grundsätzlich wollte ich nur darauf hinweisen, dass ein Wirt in dieser Hinsicht mit momentanem Gesetzesstand keine Entscheidungsfreiheit hat. Er kann kein Nichtraucherlokal führen – solange die Gäste in Raucherlokale strömen. Gut. An der Stelle könnte man antworten: wenn es der Markt so will, dann sollen die Nichtraucher daheim bleiben, oder wer will, zu den Rauchern in die Lokale gehen. Nur: dann stelle ich die Schutzfunktion des Staates über die größtmögliche Freiheit jedes einzelnen und die Gesundheit jedes einzelnen schon in Frage…
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omoro 13.02.2009 11:50
Es ist für mich unverständlich dass manche unter dem Deckmantel der “unternehmerischen Freiheit” Körperverletzung erlauben wollen.
Kann ich ein Lokal eröffnen wo ich meinen Gästen erlaube, andere mit Messern zu verletzen? Dürfen die Gäste in meinem Lokal Andere mit ätzenden Säuren besprühen weil sie damit eine Sucht befriedigen würden?
Was ist beim Rauchen anders? Die Tatsache dass die Verletzungen nicht sichtbar am Gesicht sind sondern unsichtbar (u.a.) in der Lunge?
Kann ich mich dann hinter einer “unternehmerischen Freiheit” verstecken und der Tatsache dass das Verletzen anderer Menschen für viele eine Entspannung darstellt und dann meinen “naja die müssen ja mein Lokal nicht besuchen”?
Vor kurzem war ich in einem Wiener Spital (stationär) und dort war es sogar in der Eingangshalle verraucht weil das Cafe dort nicht abgeschottet ist. Aber klar, ich muss(!) ja meine Besucher (u.a. mein Neffe der gerade mal 3 Monate alt ist!) nicht dort empfangen sondern im Krankenzimmer was für ein Säugling sicherlich eine Nette Abwechslung in Sachen “neue Bakterien! wäre.. Damit es wirklich ankommt: Ich war nicht im Cafe, sondern in der Eingangshalle eines Krankenhauses!
Nein. Das DARF nicht sein. Ich muss mich nicht einschränken müssen nur damit Andere ihre Sucht befriedigen können. Ich bin durchaus für eine liberale Drogenpolitik, aber nicht für geduldete Massenkörperverletzung!
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Lieber Aal 13.02.2009 12:34
die hysterie über das passivrauchen kann ich selbst als nichtraucher nicht mehr hören. hier wird etwas anchgeplappert was nicht einmal stimmt. wenn ich hier etwas von “massenkörperverletzung” lese hört der spaß für mich auf.
hier mal ein paar studien als vertiefende lektüre:
http://www.bmj.com/cgi/content/full/326/7398/1057
http://praevention.portal.bgn.de/files/8804/BGN_Aussagen_zur_Passivrauchproblematik301107.pdf
und nochmal: ein lokal ist kein öffentlicher ort (wollens ihrem nachbarn das rauchen in seinen vier wänden auch verbieten?) und schon gar nicht mit einem krankenhaus vergleichbar.
Ludwig Paischer 13.02.2009 13:54
Studie des deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg:
Hohe Konzentration von giftigen und krebserregenden Stoffen durch Tabakrauchbelastung in deutschen Gastronomiebetrieben:
http://www.help-eu.com/help-admin/metasite/sites/1-1001/images/mo_documents/Hohe_Konzentrationen_578.pdf
Rauchverbot in Lokalen zeigt positive Wirkung:
http://de.help-eu.com/pages/fic-actu-3-1-14-17-LEGISLATION_AND_LAW.html
Rauchverbote retten Leben: “Die Beweise sind überwältigend”:
http://de.help-eu.com/pages/fic-actu-3-3-14-17-LEGISLATION_AND_LAW.html
http://de.help-eu.com/pages/index-3.html
Eine Initiative der Europäischen Union.
omoro 13.02.2009 14:41
Dann schauen wir uns mal an was so in diesen “Lekturen” drinnen steht:
“Conclusions The results do not support a causal relation between environmental tobacco smoke and tobacco related mortality, although they do not rule out a small effect. The association between exposure to environmental tobacco smoke and coronary heart disease and lung cancer may be considerably weaker than generally believed.”
Das heisst:
1) Man konnte keinen Zusammenhang zwischen Passivrauchen und “durch Tabak verursachtem Todesfällen” herstellen; ausschliessen kann man den Effekt nicht.
Nur weil ich an den direkten Folgen des Passivrauchens nicht sterbe heißt es dass ich mich dem aussetzen muss oder wie? Durch ein Faustschlag stirbt man i.d.R. auch nicht.
2) Der Zusammenhang vom Passivrauchen und Herzkrankheiten/Lungenkrebs könnte wesentlich geringer sein als angenommen
Diese Aussage impliziert dass es einen prinzipiellen Zusammenhang zwischen Passivrauchen und den angegebenen Krankheiten gibt. Dass dieser “kleiner ist als angenommen” ist ein kleiner Trost für die die davon betroffen sind.
Dass Lokale “kein öffentlicher Raum” sind haben Sie schon mehrmals erwähnt, wir haben es verstanden. Das sind Büros von Privatunternehmen wohl auch nicht. Ist es Ihnen Recht wenn Ihr Büronachbar den ganzen Tag eine Zigarette nach dem anderen anzündet? Mir nicht. Aussuchen kann ich mir den Job auch nur bis zu einem gewissen Grad.
Der Vergleich mit der Privatwohnung des Nachbarn hinkt doch sehr deutlich; Unterschied zwischen Privatperson und Kaufmann ist Ihnen hoffentlich bekannt. Oder bietet Ihr Nachbar etwa in seiner Privatwohnung gewisse Dienstleistungen an??
Zum Krankenhaus: Teil der Eingangshalle wird als Cafe verwendet wo geraucht werden darf. Das heisst der Betreiber des Cafes kann entscheiden ob dort geraucht wird oder nicht! Da das Cafe aber vollkommen offen ist, ist die komplette Eingangshalle des Spitals verraucht. Das IST die derzeitige Gesetzeslage!
Ich bin selber Gelegenheitsraucher und müsste im Fall eines Totalverbots zB auf den Genuss des Schischarauchens in Lokalen verzichten, aber das ist für mich selbstverständlich.
Denn ja, es werden Massen jeden Tag dem Passivrauch ausgesetzt und ja es ist eine Körperverletzung.
Barb Jones 13.02.2009 20:48
Lieber Omoro,
es steht wohl außer Zweifel, dass das Rauchen nicht gerade eine “gesunde” Angewohnheit darstellt. Das effektive Ausmaß der realen Bedrohung durch Passivrauchen steht allerdings insofern in Zweifel, da sowohl die Pro- wie auch die Kontra-Argumente unsachgemäß bis polemisch anmuten wie es sich nachgewiesenermaßen auf bewusst verschönerte bzw. verschlechterte Statistiken stützt.
(Ich mache hier wohl auch keine Ausnahme. …) Aber so wie zB. der Genuß einer Torte, eines Melanges oder eines Wiener Schnitzels auch nicht gerade als “gesunde” Angewohnheit zu bezeichnen ist, ebenso wenig läßt sich dies mit der “gesetzlichen Abschaffung des persönlichen Lasters” verbieten.
Denn wenn ich also kein fettes Schnitzel will und schon durch den Geruch belästigt werde, gehe ich sicher nicht in ein Schnitzelhaus. Wieso sollen NichtraucherInnen und RaucherInnen (wie auch die BetreiberInnen von Gastronomiestätten, Bars und Kaffeehäusern) nicht dieselbe Wahlfreiheit haben?
Vielleicht deshalb, weil ein Gesetz, das vollkommen unausgegoren ist, endlich zu aggressiven Vorgehensweisen berechtigt? … Oder weil neuerdings die positive Eigenschaften einer Gesellschaft – wie stasiartiges Denunziantentum – fördert? …
Deshalb ja, ich bin dafür, dass Nichtraucherinnen ausreichend geschützt werden und auch rauchfreie Lokale haben! Ich bin aber auch dafür, dass Tortenesser weiterhin ihre Torten, Schnitzelesser weiter ihre Schnitzel und Raucher weiter ihre Zigaretten in dementsprechenden Lokalen genießen können!
Eine Regierung sollte folglich dazu in der Lage sein, ein Gesetz zu entwerfen, das 1. nicht polarisiert (weil es persönlich wie wirtschaftlich gerecht ist) und 2. nicht strategischen Auftakt darstellt, eine Gesellschaft langsam aber doch, an ihre zukünftige “gesetzliche” Entmündigung zu gewöhnen (denn hier hat der politische Slogan der “Terrorbekämpfung” ohnehin schon genug angerichtet).
Denn solange politische Kampagnen – wie die derzeitige “Nichtraucherkampagne” – dazu dienen, medial aufbereitete “Schuldige” zu finden, um von weitaus brisanteren Themen abzulenken, ebenso lange werden sich derartige Gesetze – mit deren Hilfe der Staat nur noch mehr Zugriff in die Privatspähre des Einzelnen verschafft – als unzulänglich erweisen (und für lange Blogs sorgen).
Doch um brisante Themen – wie der Schadstoffoutput von internat. Groß- und Automobilindustrie (der Ozonlöcher und globale Klimawechsel hervorbringt und die Zukunft unserer Kinder “tatsächlich” bedroht) – nicht anzusprechen, steht ja gottseidank schon ein anderer Slogan bereit. Oh “Wirtschaftskrise”-Headline, was sind wir froh, dass wir dank deiner unnennbare Summen an Steuergeldern in Industriezweige pumpen können, die unsere Zukunft und die unserer Kinder wirklich gesundheitlich ruinieren. … Und damit dabei niemand langweilig wird, gibts sicher noch mehr mediale Schuldfinger, mit denen je nach Belieben auf irgendwenn gezeigt werden kann. Obs ein Raucher, Torten- und Kaffeegenießer, Schnitzelesser oder ein gutangezogener Schwarzafrikaner (laut FPÖ mit Sicherheit ein Drogenhändler) ist, is eigentlich wurscht!
Mh, … der Science Fiction wird nachgesagt, die Zukunft negativ zu inspirieren. Wenn man sich das so ansieht, so stimmt das nicht. Die Realität von politischer & wirtschaftlicher Intervention und der dazugehörigen gesellschaftlichen Geisteshaltung ist schlimmer als die Fiktion.
omoro 15.02.2009 10:49
Barb,
Walter Krämer schreibt in seinem Buch “Wie lügt man mit Statistik (sinngemäß) “wir benutzen die Statistik wie ein Betrunkener einen Laternenpfahl; nicht zum Leuchten eines Sachverhaltes sondern eher zum Stützen unseres Standpunktes”. (Das genaue Zitat habe ich nicht zur Hand, aber die message sollte klar sein). Ich habe keine Studien in die Diskussion hineingebracht, von denen gibts wie Sand im Meer und die interessieren mich auch nicht wirklich. Ich weiss dass es mir nach einem Aufenthalt in einem verrauchten Lokal nicht gut geht: Mir brennen die Augen und meine Lunge ist dann auch rehct froh wenn sie wieder Sauerstoff bekommt. Aber wenn mir jemand mit Studien kommt wo drin steht dass das Passivrauchen mich nicht umbringen wird und mein Herzinfarkrisiko eniger erhöht als allgemein angenommen (aber doch erhöht) dann kann ich da auch nicht so stehen lassen.
Deine Torten- und Schnitzelbeispiele kann man doch nicht mir dem Rauch vergleichen: Wenn ich die esse schade ich mir und niemand anderem! Und der Geruch von Schnitzelfett ist auch nicht schädlich, erhöht auch nicht das Lungenkrebsrisiko.
Sollen deiner Meinung nach alle Wirte selbst entscheiden dürfen ob sie das Klo in ihrem Lokal regelmäßig reinigen? Wenn dich der Geruch stört musst du ja nicht hin, oder? Nein, Hygienestandards muss es geben und dazu gehört (für mich zumindest) eine entsprechend saubere Luft. Ich kann sicher auch Studien finden (oder in Auftrag geben) die nachweisen dass niemand an den direkten Folgen des Besuchs an einem verdreckten Lokalklos gestorben ist.
Dass wir Menschen nicht alles durch den Staat geregelt haben müssen ist mir schon klar und auch wünschenswert. Ich sag ja nicht dass das Rauchen per se verboten werden soll: Wer rauchen will soll das auch tun dürfen. Hier gehts aber darum dass das Rauchen einer Person die Gesundheit anderer gefährdet und beeinträchtigt. Und hier muss man als Staat
a) den Geschädigten schützen und
b) die makroekonomischen Einflüsse (durch Rauchen verursachte Kosten an das Gesundheitswesen) über die mikroekonomischen Interessen einzelner Wirte stellen. Viele Bauern würden vieeel mehr Geld verdienen wenn sie “Narrenfreiheit” in Sachen Gentechnik und ähnlichem hätten: Bist du dafür dass wir ihnen auch alles erlauben?
Dass wir auch andere Probleme (Umwelt, Finanzkrise) stimmt schon, aber sollen wir deshalb andere Probleme ignorieren?
Die Nichrraucherkampagne hat nichts damit zu tun dass die Medien das Thema so aufpushen sondern eher mit der Tatsache dass Menschen die sich durch den Raum belästigt und geschädigt fühlen dies nicht mehr akzeptieren wollen; vor allem auch weil sie gesehen haben dass andere Länder es geschafft haben, ihre Bürger zu schützen. Das gibt allen den Mut dafür zu kämpfen – bis jetzt hatte man das aufgegeben weil es wie ein Kampf gegen die Windmühlen schien.
Barb Jones 17.02.2009 18:35
Lieber Omoro,
ich möchte den Nichtraucherschutz keinesfalls infrage stellen, allerdings sehe ich in der Form der Umsetzung jenes Problem, dass die Diskussion darob so geführt wird, dass theoretisch eigentlich gar nicht mehr geraucht werden sollte. Wenn ich also eine 50jährige Besitzerin einer kleinen 19-bis-4h-früh-Bar über 51qm wäre und keinen amtstechnischen Grund vorweisen könnte, warum ich keine Mauer quer durchs Lokal aufstellen kann, dann würde ich mich jetzt schon am AMS melden, wissend, dass ich – noch dazu in meinem Alter – keine Aussicht auf’n Job oder ne Zukunft habe. … Und das obschon viele Gastrounbeleckte NichtraucherInnen hier zu wissen scheinen, wie gut es doch der Gastronomie in Österreich geht und wie einfach sich doch dies Nichtrauchergesetz umsetzen lässt. Denn wenn doch alles so locker und einfach ist, frage ich mich, warum ist bisher noch nicht mehr Nichtraucherlokale gab und gibt, sodaß dies breitenwirkend gastroterminierende Gesetz wahrscheinlich gar nicht notwendig wäre?
Von der beginnenden Entmündigung rede ich schon gar nicht mehr, denn in England wird ohnehin schon die Kennzeichnung von alkohlischen Getränken (wie auf den Zigarettenpackungen) diskutiert und lange wird’s auch nicht mehr dauern, bis auch jene Nichtraucher, die ab und an mal ein Glässchen Rotwein trinken, davon betroffen sind, dass durchaus auch mit gesetzlichen Trinkverboten gerechnet werden kann. Dann sind wir der allgemeinen Zwangsgesundheit auch wieder einen Schritt näher … Juhu!!
Ludwig Paischer 13.02.2009 07:32
Besuchen Sie das “va piano” in der Mariahilfer Straße. Ein innovatives Lokal mit tollem Konzept. Es gab eine Zeit Lang eine Raucherecke, nun ist das gesamte Lokal ein Nichtraucherlokal und es ist immer noch randvoll. Ein kreativer Unternehmer wird wegen des Nicht-Rauchens nicht pleite gehen, da gibt es noch viele andere Faktoren für den Erfolg eines Lokals. Was derzeit schon passiert, ist, daß teure Lokale Rückgänge verzeichnen, was aber mit der allgemeinen Lage zu tun hat.
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Wenn weniger Einkommen und Erträge vorhanden sind, wird kostenbewußter gespeist. Manche schränken sich auch beim Rauchen ein
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Lieber Aal 13.02.2009 11:24
@paischer- dieser kommentar ist der reinste hohn. anderen unternehmern auszurichten ihre misere hätte mit mangelnder kreativität zu tun ist ein beispiel dafür dass leute an der diskussion beteiligt sind die niemals einen eigenen betrieb führen mussten oder sich mit der problematik tiefergehend haben. der umsatzrückgang hat selbstverständlich einen zusammenhang mit dem rauchverbot da das gleiche muster sich quer durch europa nach einer entsprechenden einführung bemerkbar gemacht hat und ausreichend dokumentiert ist. wirte reden übrigens mit ihren gästen, nur so am rande.
Ludwig Paischer 13.02.2009 11:47
Wie schon geschrieben, es gibt viele bummvolle Nichtraucherlokale.
Und nur reine Klientelpolitik zu machen, ist ohnehin kein politisches Rezept. Übrigens hat der Autoverkehr nicht wegen der Gurtpflicht abgenommen. Hier könnte ein Liberale auch argumentieren, das fällt in die Eigenverantwortung eines Menschen, ob er sich angurtet. Im übrigen wurde durch die Gurtpflicht dem Steuerzahler viel Geld erspart (weniger Verletzte, weniger Tote).
Lieber Aal 13.02.2009 12:30
viele wirte haben aber keine “bummvollen lokale” mehr, ganz im gegenteil, die sind in ihrer existenz bedroht. die telefone in der wirtschaftskammer laufen heiß. der verglich mit den gurten hinkt, da durch die angurtpflicht menschen nicht in den finanziellen ruin gestürzt werden. und nochmal: ein lokal ist kein öffentlicher raum, wie es bereits der gesunde der menschenverstand und ein blick ins gesetz verrät.
Ludwig Paischer 13.02.2009 12:38
Andere Arbeitsplätze (z.B. Büros) sind auch nicht öffentlicher Raum und hier gilt Rauchverbot. Verlassen Arbeitskräfte die Unternehmen in Scharen, weil sie nicht rauchen dürfen? Nein.
Lieber Aal 13.02.2009 13:00
@paischer- den unterschied zw. büro und gastgewerbe habe ich ihnen bereits an anderer stelle erklärt…
Ludwig Paischer 13.02.2009 13:08
Natürlich werden in Büros Kunden empfangen, wie realitätsfern ist denn diese aussage, daß in Büros keine Bewirtungen stattfinden?
Beim Vergleich Büro – Lokal geht es um die Bediensteten. Hier werden sie vor gesundheitschädigendem Rauch geschützt, dort nicht.
Herr Dexel hat schon unten geschrieben, daß in Italen, England usw. die Lokale trotz Rauchverbot voll sind.
Es wurde mit öffentlichem Raum argumentiert. Büros sind das nicht und Lokale sind das auch nicht. Was nun mit dem öffentlichen Raum ?
Lieber Aal 13.02.2009 13:15
@paischer – nochmal: 1) in einem büro arbeiten mehrer personen zusammen. das ist schon die einzige gemeinsamkeit mit einer gaststätte. bevor ich weiter antworte, beantworten sie mir bitte zwei fragen: a) stellen sie sich vor ihr nachbar würde auf seinem grundstück grillfeiern organisieren und nach und nach würde sich seine kochkunst herumsprechen und die anzahl der besucher steigern. um das organisatorisch zu bewältigen verlangt er eintrittsgeld. er erlaubt das rauchen auf seinem grundstück. wäre hier ein rauchverbot angebracht? b) dürfen vereine bestimmen ob in ihren vereinslokalitäten geraucht wird oder nicht?
2) die behauptung dass das rauchverbot keine massiven umsatzeinbrüche und zu schliessungen in england/utalien usw. geführt hätte ist unfug. schauen sie sich die statistiken an.
Ludwig Paischer 13.02.2009 13:26
wer sagt, daß es mehr gemeinsamkeiten braucht? büro ist nicht öffentlch, lokal ist nicht öffentlich. wenn ich Ihren Auführungen folge, wollen Sie das Rauchverbot in den Büros wieder aufheben?
Ist das so?
Natürlich kann der Rauch des Grillers eine Emission darstellen, sodaß dieser Rauch den Nachbarn – je nach Windlage – beeinträchtigen kann. Da nützt auch das Eintrittsgeld nichts.
Lieber Aal 13.02.2009 13:32
@paischer – hier legegen mehrere mißverständnisse vor: 1) ich stimme dem artikel zu dass ein rauchverbot an öffentlichen orten sinn macht. weder büro noch gaststätte sind öffentliche orte. innerhalb dieser nicht öffentlichen orte muss man weiter unterscheiden: ein gastgewerbe ist anders gelagert als ein büro da es hier um den konsum von konsummittel geht und hier dritte personen über einen längeren zeitraum konsumieren. was und wann sie konsumieren entscheidet alleinig der gastwirt. 2) stellen sie sich in meinem beispiel einen abgeschlossenen raum am grundstück vor, betroffen sind also nur die anwesenden.
Barb Jones 12.02.2009 12:31
Ich bin Raucherin und habe viele Bekannte, die in der Gastronomie tätig sind. Fazit: Seit Inkrafttreten des Gesetzes ringen jene, deren Lokalegröße die 50qm-Marke überschreitet, ums Überleben. Einst gutgehenden Kaffeehäusern bleiben, insofern, sie das Gesetz umsetzen, die Gäste fern, womit ihre Existenz in absehbarer Zeit wohl endet. Die Wiener Kaffeehauskultur steht somit am Rande des Abgrunds.
Obschon ich mich nun für einen grundsätzlichen Nichtraucherschutz aussprechen möchte, so stellt das vorliegende Tabakgesetz für mich keine Lösung dar. Dies vor allem deshalb, da es auf Kosten der “Mündigkeit” einer Gesellschaft geht.
Denn so legt dies Gesetz durchaus auch den Grundstein dazu, mittels Entmündigung des/der Einzelnen Zwangsgenesungsmaßnahmen umzusetzen. Wird wird dies von der Gesellschaft (wie auch von den neuerdings “selbsternannten” Rauchsheriffs) unhinterfragt angenommen, so erscheint es interessant, welche “Süchte” (oder persönlichen Rechte) auf den politischen Abschußlisten der Zukunft stehen werden … Alkoholverbote, Bewegungszwang und das Verbot des Genusses von Kaffee, Schokolade oder fettem Fleisch würden dann, so absurd dies hier auch klingen mag, plötzlich in greifbare Nähe rücken …
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fight discrimination 12.02.2009 12:14
nach dem gleichbehandlungsgesetz darf der lokalbesitzer nicht nach geschlecht und rasse diskriminieren. das verbot der diskriminierung wiegt da mehr als unternehmerische entscheidungsfreiheit. männer und/oder frauen muss er reinlassen, auch wenn er ihn oder sie nicht mag. die gay-rights aktivisten kämpfen dafür, dass dieses diskriminierungsverbot bei gütern und dienstleistungen in eu und österreich auch für die sexuelle orientierung gelten soll. ist auch voll ok so. bin ich auch dafür. freiheit endet aber nicht nur dort, wo diskriminierung anfängt. freiheit endet auch dort, wo andere vergiftet werden. da darf man auch nicht sagen, gehts halt woanders hin.
amerika ist viel unternehmerfreundlicher als österreich. aber tavernkeepers haften für den verkehrsunfall, wenn sie dem unfalllenker alkohol ausgeschenkt haben (dramshop acts). und an jugendliche unter 21 darf kein alkohhol ausgeschenkt werden. ist wahrscheinlich auch bevormundung oder was?
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Lieber Aal 12.02.2009 12:34
hier wird einiges durcheinander gewürfelt. natürlich gibt es staatliche eingriffe wie z.b brandschutzbestimmungen und die erwähnten diskriminierungsverbote. der staat will nicht dass leute aufgrund ihrer hautfarbe oder sexuellen orientierung diskriminiert werden. genauso wenig wie ich als privatperson eine andere privatperson beleidigen darf, auch hier ist meine freiheit auf freie meinungsäusserung beeinträchtigt. beim rauchverbot ist der eingriff aber überschiessend da er massiv in die unternehmerische freiheit eingreift bestimmen zu können unter welchen umständen man sein angebot gestaltet und somit zu umsatzrückgängen führt. beim diskriminierungsverbot gibt es keine wirtschaftliche folgen. der gastwirt kann sich seine kundschaft weiterhin aussuchen, er kann gäste mangels krawatte, schiefer nase etc , also allgemeiner kritierien die auf alle gruppen zutreffen könnten,. rausfiltern. nur eben nicht aufgrund bestimmter eigenschaften (hautfarbe, sexuelle orientierung etc.). beim der diskriminierung aufgrund der hautfarbe wird jemand daran gehindert die gaststätte zu betreten, bei der problematik rund um das racuhverbot, hindert niemand den nichtraucher daran dass lokal zu betreten, es wird lediglich vorausgesetzt dass er eigenverantwortlich entscheidet ob er den rauch in kauf nimmt.
fight discrimination 12.02.2009 12:56
na is aber total dasselbe.
kontrahierungszwang zum schutz vor kränkung durch diskriminierung im einen fall
zwang zur führung als (teilweises) nichtraucherlokal zum schutz vor vergiftung
vor der kränkung willst du schützen, vor der vergiftung nicht
ich würd beide in schutz nehmen
Lieber Aal 12.02.2009 13:03
@fughtdiscrimination- das ist völlig anders gelagert. bei der rauchproblematik wird niemand daran gehindert das lokal zu betreten, niemand wird aufgrund seiner eigenschaft als nichtraucher daran gehindert zu konsumieren. der nichtraucher hat die freie entscheidung ob er sich den umständen aussetzt. somit ist das nicht zu vergleichen, auch auf die unterschiedlichen wirtschaftlichen folgen hab ich hingewiesen.
ich möchte auch anführen dass es gewichtige gründe gegen einen solchen diskriminierungsschutz bei dienstleistungen gibt. in ländern wo derartige einklagbare verbote eingeführt wurden, ist es auch zu unerwünschten effekten gekommen. wenn sie schon die gayrights erwähnen: hat ein erkennbar heterosexueller mann bzw eine frau wirklich ein anrecht darauf wie in einem streichelzoo in einer gaysauna herumzuwandern? wenn man diese auschliessen möchte, wäre das eine diskriminierung aufgrund der sexuellen orientierung bzw. aufgrund des geschlechts und wurde in den betroffenen ländern bereits erfolgreich eingeklagt, was gewisse absurditäten aufzeigt. im zweifelfall sollte der staat sich raushalten.
Sandra Ettenauer 11.02.2009 22:03
Ich bin seit 17 Jahren im Gastgewerbe tätig (Nichtraucherin). Bei uns geht der Umsatz zurück weil unsere rauchende Stammkundschaft nicht mehr ausreichend Platz im Raucherbereich hat und nicht aufs Rauchen verzichten möchte. Dass unsere Kundschaft vergrault wird, kann nicht mal im Interesse der ausbleibenden Nichtrauchern sein. Es macht sich nur noch Wut breit.
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LIFisch 11.02.2009 23:05
Das Gesetz in der jetzigen Form wird wohl eh bald als verfassungswidrig aufgehoben werden. Ihr seid das beste Beispielt, das es ungerecht ist. Eure Stammkundschaft sitzt jetzt in unter 50 Quadratmeter Lokalen und raucht genüsslich, während ihr für 100 Prozent der Lokalfläche Miete zahlt, obwohl ihr nur noch einen kleinen Teil wirklich mit Menschen füllen könnt.
Dan Berger 11.02.2009 21:14
Gerade für einen lLberalen ist es gefährlich, von „normalem“ und „abweichendem“ Verhalten zu sprechen. Dennoch ein paar Gedanken dazu:
o Wenn jemand 20 Zigaretten raucht und dafür im Schnitt drei Minuten braucht, verbringt er die restlichen 23 Stunden als Nichtraucher – immerhin mehr als 95 Prozent seines Lebens.
o Eine Zigarette ist für einen Nichtraucher wie ein schwarzer Fleck auf einem blütenweissen Hemd.
o Wenn ich ein Flatulenz (vulgo: Schas) habe, bin ich peinlich darauf bedacht, dass meine Mitmenschen darunter nicht leiden müssen. Dabei stinkt so ein Puh nur und verursacht bei anderen keine dauerhaften Gesundheitsschäden.
Daher sollten die Raucher erkennen, dass ihr Verhalten gegenüber Nichtrauchern von Natur aus ein „abweichendes“ ist und schon allein aus Rücksicht ganz von sich aus ALLES unternehmen oder unterlassen, was die Freiheit „normaler“ (=Nichtraucher) einschränken könnte.
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Jan 11.02.2009 21:26
>Dan Berger
Ein paar Fragen dazu:
-kommt es nicht darauf an wo jemand raucht?
-wie ist es gelagert wenn der Raucher bei sich raucht und von Nichtrauchern umgeben ist? Muss er sich den Nichtrauchern beugen obwohl er sich in den eigenen vier Wänden befindet?
- Warum müssen sich Raucher und der Lokalbesitzer Nichtrauchern beugen müssen wenn sie ein Übereinkommen haben dass im Betrieb geraucht werden soll?
-Gibt es ein Anrecht darauf Gast in einem Pub oder Restaurant zu sein?
Was in der Diskussion nicht berücksichtigt wird, ist dass es eine gravierende Rolle spielt WO geraucht wird. Zw. UBahn und dem Wirtshaus ums Eck besteht ein riesiger Unterschied.
LIFisch 11.02.2009 20:59
In einem anderen Forum hab ich von einem Asthmatiker gelesen:
“Was für einen Rollstuhlfahrer Stufen sind, ist für mich der Rauch”. Viele Menschen können gar nicht in Lokale gehen, weil sie eine Krankheit dieser Art haben und einen Anfall bekommen Das LIF setzt sich ja für Barrierefreiheit ein und kritisiert, dass nicht überall Rampen etc. sind. Hier sagt man auch nicht einfach “Jeder Lokalbetreiber sucht sich seine Gäste aus und wenn er Rollstuhlfahrer will, wird er schon eine Rampe bauen”, sondern man pocht auf generelle Barrierefreiheit. Viele Lungenkranke müssen vom gesellschaftlichen Leben weitestgehend fern bleiben. Ein Raucher hat zwar Unannehmlichkeiten, weil er zwischendurch hinaus muss, aber wird nicht am Lokalbesuch gehindert wie derzeit viele Nichtraucher, die den Rauch nicht vertragen. Und wenn es generell Rauchverbot in Lokalen gibt, wird es nach einiger Zeit auch akzeptiert. Immerhin wurde vor Jahrzehnten diskutiert, ob man in Kinosäälen das Rauchen verbieten soll und ob da nicht die Gäste ausbleiben etc. Heute erscheint uns diese Diskussion bizarr. Im Gasthaus gibt es nicht mal einen Film, den man verpasst, wenn man raus geht. Allerdings sollte das Gesetz im Hochsommer in Kraft treten, um die Umstellung für alle zu erleichtern.
BITTE AN DAS LIF:
Lasst bei diesem Thema jedes Mitglied bei einer allfälligen Abstimmung individuell abstimmen, denn dies ist ein Thema, das in allen Parteien solche und solche Meinungen hervorbringt, die sich aber solidarisch unterordnen. Das einzige, was ihr einheitlich im Programm festlegen solltet ist, dass es aus Gleichheitsgründen entweder ein komplettes Rauchverbot in Lokalen geben kann oder eben gar keines. Alles, was dazwischen ist, wird von der Mehrheit der Lokalbesitzer, die umbauen müss(t)en, abgelehnt:
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/rauchen/451790/index.do
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Peter Lenzhofer 11.02.2009 21:15
Barrierefreiheit wird in Amtshäusern, Ubahnstationen udgl. gefordert. Ich bin aber der Meinung dass der Asthmatiker keinen Anspruch darauf hat dass sich Gastwirte seinen Vorstellungen unterwerfen müssen. Es ist ihnen überlassen ob sie ihn als Gast wollen oder nicht und die Umstände derart ändern dass er sich wohl fühlt.
——–
Jemand hat bereits unten angemerkt: der Gastwirt erschafft dass Angebot dass eben angenommen oder abgelehnt wird. Von einer Forderung nach einem Rauchverbot lese ich im Artikel nichts, ganz im Gegenteil.
———-
Auch im Kino sollte der Betreiber entscheiden was für ein Angebot er seiner Kundschaft macht.
LIFisch 11.02.2009 23:01
Wollte das LIF die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer wirklich nur für Amtsgebäude und ähnliches? Von Lokalen war nie die Rede? Ich glaube schon. Aber vielleicht irre ich mich ja.
Im Kino soll man das Rauchen von gesetzlicher Seite her wieder erlauben? Verstehe ich das richtig?
Lieber Aal 11.02.2009 23:46
das behindertengleichstellungsgesetz regelt soweit ich weiss nur die öffentliche verwaltung, es gab lediglich den finanziellen anreiz für unternehmer barrierefreiheit zu schaffen.
das tabakgesetz regelt kinos nicht, ich glaub das verbot besteht aufgrund von brandschutzbestimmungen.
höha 12.02.2009 09:26
Solange das Rauchen im privaten Bereich wie ind Kinderzimmern und Wohnzimmern wo es zwar keine Lüftungsanlage aber eventuell Kinder gibt erlaubt ist, solange kann der Gesetzgeber in einem anderen Privat Raum nicht etwas verbieten wenn man von der Gleichheit vor dem Gesetz ausgeht. Wenn ein Gatwirt die Polizei zu Hilfe ruft, weil ein Gast oder ein Pasant der nichts konsumiert randaliert, wird Ihm gesagt: regeln Sie das selbst denn das ist ein privater Raum bedingter öffentlicher Ordnung.
Ich als ehemaliger Raucher (ca 100 Zig. am Tag) der durch einen Staatsbetrieb ( Tabakregie) zum Raucher gemacht wurde bin jetzt schwer Herzkrank, habe allergisches Asthma und bin froh wenn es in den Lokalen eine gute Lüftung gibt. (welche auch eingeschaltet sein soll)
Ich würde für ein generelles Rauchverbot in der geamten EU sofort unterschreiben, wehre mich aber gegen die Tendenz die Gastwirte zu den Prügelknaben unserer feigen Politiker zu machen. Niemand zwingt einen Nichtraucher in ein verrauchtes Lokal zu gehen. Aber man will Raucher bei minus 20 Grad ins Freie jagen, damit die Anrainer über die Fenster mitrauchen können. Mich würde nur interressieren ob eine Fast Food Kette hinter der ganzen Aktion steckt und ob unsere Politiker wirklich glauben dass Sie mit dieser Anti Rauch Kampagne von Ihrem absoluten Unvermögen ablenken können.
Werner Becher 11.02.2009 12:41
Rufe nach Verboten und Zwang sind natürlich speziell für uns Liberale grundsätzlich immer sehr schwierig – gilt bspw. auch für Frauen-Quoten, Videoüberwachung vor Schulen zur Abschreckung/Verlagerung von Drogenkriminalität, etc.)
+++
Eine nachgewiesene Gesundheitsbeeinträchtigung (durch Passivrauchen) würde ich grundsätzlich als eines der stärksten möglichen Argumente für die Schaffung einer entsprechenden Rahmenordnung sehen, die man sich als Ordoliberaler vorstellen kann!
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Zu klären wäre deshalb, welche Wahlmöglichkeiten auf Basis freier Willensentscheidungen Individuen (Wirte, Kellner, Teilnehmer von Geschäftsessen, Feste, …) tatsächlich in der Praxis (und nicht nur in der Theorie) haben, um dieser Gesundheitsbeeinträchtigung entgehen zu können.
+++
Könnte ich mich bspw. auch in ein Lokal setzen und alle anderen zwingen, dass sie auch Alkohol trinken nur weil ich einen trinken möchte und warum soll das beim Rauchen möglich sein?
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Reicht die Argumentation, alle anderen haben ja die Möglichkeit das Lokal zu verlassen bzw. die Kellner können ja kündigen, wenn sie mein Rauch stört?
+++
Was darf man auf Basis dieser Argumente dann noch alles in öffentlichen Räumen, wenn die anderen ja ohnehin die Wahl haben, zu fliehen?
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Ludwig Paischer 11.02.2009 14:26
Herr Becher, Sie sprechen tatsächlich die Realität an.
Bei einem Geschäftsessen haben sie fast keine Möglichkeit, zu fliehen.
Den Lokalvorschlag des Geschäftspartners entscheidend zu beeinflussen ist auch nicht so einfach und gefährdet vielleicht den Zweck des Treffens. Den Geschäftspartner auf Gesundheitsgefährdung hinzuweisen ist in der Realität auch sehr schwierig.
Bedienstete haben hier die allerwenigste Wahlmöglichkeit, weil sie sonst womöglich ohne Job dastehen. Der Arbeitnehmerschutz ist für mich hier ein sehr wesentliches Faktum. Hier einfach zu sagen, die können ja kündigen, da gehört für mich die liberale Einstellung auf.
Der Vergleich mit dem Verkehr und dem Feinstaub eines andern Posters hier ist für mich reiner Populismus. Man sollte nicht immer die Dinge mit einander verknüpfen, sondern diese Fragestellung für sich behandeln.
Lieber Aal 11.02.2009 14:34
danke für dein posting! es spricht einen springenden punkt an: nur weil ich mich außerhalb meiner vier wände befinde, bin ich noch lang nicht im “öffentlichen raum”. ein von privatpersonen betriebenes lokal ist KEIN öffentlicher raum. es ist höchstens eine räumlichkeit an der die öffentlichkeit, mit gewissen regeln, teilnehmen kann. so wie ich als mieter/wohnungseigentümer über ein hausrecht verfüge, hat der unternehmer in seinem betrieb ein hausrecht. der unternehmer erstellt ein regime dem sich die gäste unterwerfen sofern sie das angebot nutzen möchten (krawattenpflicht etc.). man sollte sich von gedanken verabschieden zu denken dass ein lokal für jedermann da sein muss, es gibt kein anrecht zu einer gewissen uhrzeit od. unter eigenen vorstellungen den betrieb in anspruch zu nehmen. der unternehmer macht das angeboit, take it or leave it. gleiches gilt für den/die arbeitnehmerIn die bereits vor der anstellung weiss worauf sie sich einläßt.
hier wird munter und ohne hemmungen darüber diskutiert wie man unternehmer in ihrer freiheit beschneidet und kastriert, wenn es aber darum geht die umsatzrückgänge zu kommentieren und die tatsache dass manche wirte ums überleben straucheln wirds plötzlich äußerst still. was sagt man denen eigentlich? pech? mehr glück beim nächsten mal? liberalismus hat mit staatsinterventionismus nichts zu tun..
Lieber Aal 11.02.2009 14:41
@ludwig paischer-
stellen sie sich vor der geschäftsmann/arbeitgeber lädt zu sich zu hause zu essen ein. er ist raucher und raucht zuhause. in dieser situation steht es den gästen frei zu bleiben od. zu gehen. der “soziale” zwang zu bleiben und den rauch in kauf zu nehmen ist exakt 1:1 derselbe. sie müssten nun konsequenterweise ein rauchverbot bei anwesenheit von nicht rauchern fordern, den sozialen zwang gibt es überall. besonders kauzig ist es wenn damit argumentiert wird dass die arbeitnehmer die krot quasi schlucken müssten. ja richtig, jeder sollte wissen worauf er sich einlässt. arbeitsplatzsichernd ist es jedenfalls nicht wenn die arbeitgeber ums überleben kämpfen.
dass man das problem des feinstaubs einfach vom tisch wegwischt ist für die diskussion symptomatisch: natürlich ist es einleuchtender privatpersonen in ihren privaten betrieben zu terrorisieren als im öffentlichen raum für gesundheit zu sorgen. die reinste heuchelei.
Ronald J Pohoryles 11.02.2009 14:46
Die Debatte halte ich für äußerst wichtig, und Amirs Fragen sind gut gewählt. Nicht nur als Raucher, sondern auch als Liberaler halte ich eine Richtlinie für den Bann des Rauchens für unheimlich gefährlich. Dazu einige Argumente:
1. Gesundheitsargument: Kein Mensch raucht, weil er es für gesund hält (eh klar!). Die Anti-Raucher-Kampagne, die derzeit weltweit Fuss faßt, ist aber eine klassische ideologische Kampagne, die von generellen Themen ablenkt: Gesundheitsvorsorge. Besonders perfid ist das Argument, wenn es auf den Arbeitnehmerschutz bezogen wird: In den 1970er jahren hat man Gesundheit am Arbeitsplatz als wesentliches Thema betrachtet. Wer diskutiert aber heute noch die Gesundheitsgefährdung von Textilarbeiterinnen (gefährliche Chemikalien), Strassen- und Bauarbeitern (Asbest), stressbedingten Herz-Kreislauferkrankungen (Angestellte), etc., etc. Mit den Anti-Raucherkampagnen kann man davon ablenken.
2. Die Trennung von Nicht-Rauchern und Rauchern in Restaurants ist absolut sinnvoll – freilich ist Amir zuzustimmen, dass diese auch durchgesetzt werden muss. Dann aber… Ich selbst, leidenschaftlicher Raucher, sitze in Restaurants und Cafés meist im Nicht-Raucher-Bereich, da ich öfter mit Nicht-Raucher(inne)n unterwegs bin. Das ist eine selbstverständliche Höflichkeit. Mit Raucherinnen und Rauchern bin ich aber im Raucherbereich, und das sehr gerne.
3. Die masive Kampagne gegen Rauchen, das übrigens Raucherinnen und Rauchern genussvoll erscheint (mir auch), nimmt schon faschistoide Züge an. Ich bin schon VOR einem Hotel angepflaumt worden, und Herr schwarzenegger möchte bis 2012 80% der WOHNUNGEN (der privaten Wohnungen!) rauchfrei machen…
4. Wenn es in der Gesellschaft so viele gibt, die Nichtraucher-Lokale bevorzigen: Warum regelt man das dann nicht über den Markt; wäre doch eine liberale Selbstverständlichkeit…
Amir Ahmed 11.02.2009 14:56
Lieber Ronald! Kurze Klarstellung des Autors: ich setze mich nicht für eine Trennung von Rauchern/ Nichtrauchern, noch deren vollziehung ein. Mir erscheint es lediglich als wichtig bei der Eingangstür zu deklarieren ob es sich um ein reines Nichtraucherlokal, Raucherlokal oder ein gemischtes Lokal handelt damit jeder eigenverantwortlich seine Entscheidung treffen kann.
Werner Becher 11.02.2009 15:12
… nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass alle meine Punkte mit einem Fragezeichen enden = keine Positionsfestlegung meinerseits darstellen sondern dem Sammeln von sachlichen Argumenten dienen sollen!
Nightstallion 11.02.2009 10:42
Schließe mich den Kritikern an. In diesem Punkt versagt der freie Markt offensichtlich, und sich mit verbissenem Festhalten an theoretischen, aber in der Praxis widerlegten Ansichten dagegen zu wehren, weil man als Liberaler anscheinend nicht für ein sinnvolles Rauchverbot sein darf, erscheint mir kontraproduktiv. Verhinderer gibt es in Österreich schon genug, danke.
Die unerklärliche Verweigerung eines sinnvollen Nichtraucherschutzes ist immer noch der Punkt, der meine grundsätzlich positive Einstellung zum LIF am meisten trübt.
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Thomas Fischer 11.02.2009 16:27
Liebe Nightsllion.
Ich denke das ich auch als Liberaler für ein Rauchverbot sein darf. Zudem möchte ich auf das “Parteibuch” des LIF hinweisen in dem auch dieses Thema behandelt wird. Ich versuche den Sinn aus dem Gedächnis wiederzugeben: Jder Mensch ist frei über seinen Körper zu entscheiden. Daher hat jeder auch das Recht seinen Körper zu schädigen z.B. durch Alkohol, Drogen, usw. JEDOCH endet dieses Recht wenn anderen Menschen dadurch Schaden zugeführt wird z.B. Passivrauchen.
Ich denke das dies eine gesunde Einstellung ist und daher auch ein Rauchverbot in Lokalen möglich sein soll um Angestellte und andere Kunden zu schützen. Raucher sollen das Recht haben im Raucherbereich zu rauchen und Nichtraucher sollen das Recht haben im Nichtraucherbereich frische Luft atmen zu können.
Leider haben freiwillige Selbstverpflichtungen nicht funktioniert und so sehr ich gegen Zwang bin es geht leider in diesem Fall nicht anders. Das das Gesetz welches seit Anfang des Jahres gilt Mist ist und weder den Bedürfnissen der Raucher, Nichtraucher oder Wirten hilft ist ein anderes Thema.
Lieber Aal 11.02.2009 16:40
@thomas fischer -
ich zitiere aus dem programm:
“Sein Recht auf Selbstbestimmung und individuelle Entwicklung muß daher stets gegen Bevormundung durch Gesellschaft und Staat verteidigt werden. ”
dem ist nichts hinzuzufügen, lokale gehören nicht zum “öffentlichen raum”.
Ludwig Paischer 11.02.2009 19:38
Der Arbeitsplatz ist auch kein öffentlicher Raum, sondern in der Regel in Räumlichkeiten von privaten Unternehmen. Ich mußte vor vielen Jahren mit einem Raucher ein Büro teilen und das möchte ich nicht mehr erleben müssen. Darf ich dann liberalerweise kündigen, wenn mir das nicht gefällt, Herr “Lieber Aal”? Was ist, wenn der Raucher nach mir in den Betrieb kommt?
Daher stimme ich dem Posting von Thomas Fischer zu. Ein Verweis auf ein (vermutlich LIF-) Programm nützt da wenig. Und das wurde ja auch von 98 % der Wähler nicht gewählt.
Rauchen ist eine Sucht und wird von der Europäische Union bekämpft. Eine pro-europäische Partei sollte dies unterstützen:
http://ec.europa.eu/health/ph_determinants/life_style/Tobacco/tobacco_de.htm
Lieber Aal 11.02.2009 20:17
@ludwig paischer-
wollen sie ihr büro mit einer gaststätte vergleichen? nein, ich denke nicht. der verweis auf die 2% ist mikrig da die fdp derzeit bei 18% steht und die bayrische fdp mit einer erfolgreichen anti-rauchverbotkampagne in den landtag einzog. der richtigkeithalber: soweit ich mich erinnere war das lif “mit diesem programm” in den 90ern noch vor den grünen.
Thomas Fischer 12.02.2009 19:57
@Lieber Aal
In einem Büro und in einer Gaststätte befinden sich Mitarbeiter (diese können Raucher und Nichtraucher sein). Diese sind vor dem Passiv-Rauchen zu schützen. Das Argument mit der Wahlfreiheit hinkt doch ein wenig da auf die Arbeitskräfte doch ein wirtschaftlicher Druck einwirkt da diese den Arbeitsplatz verlieren können.
Um auf das Zitat zurück zu kommen:
“Sein Recht auf Selbstbestimmung und individuelle Entwicklung muß daher stets gegen Bevormundung durch Gesellschaft und Staat verteidigt werden. ”
Selbstbestimmung heist nicht nur das Recht zu rauchen, sondern auch das Recht NICHT durch Giftstoffe (wie Nikotin) in meiner Gesundheitlichen Entwicklung beeintrechtigt zu werden. Passivrauchen ist letztendlich auch eine Form von Bevormundung.
Lieber Aal 12.02.2009 22:18
@thomas fischer-
ein büro zielt nicht auf die bewirtung von dritten, also kundschaft ab. das arbeitnehmerschutzgesetz zielt desw. lediglich darauf ab mitarbeiter untereinander zu schützen. bei einer gaststätte ist die situation anders gelagert da hier mehrere personen ein bestimmtes angebot in anspruch nehmen und der unternehmer die rahmenbedingungen dazu erschafft. wer im gastgewerbe arbeitet weiss dass manche lokale rauchen zulassen. wer sich dem nicht aussetzen möchte, hat in sich für dieses lokal nicht zu bewerben. so einfach ist das. sonst wedelt der schwanz mit dem hund.
Besserwisser 11.02.2009 10:02
Der Beitrag stellt ja nur eine Frage und noch keine These auf. Anhand dieser Frage kann man aber sehr schön demonstrieren, wie die vulgärliberale Spreu vom Weizen der richtigen liberalen Lehre zu trennen ist. Wo der Markt versagt und Leib und Leben in Gefahr sind, hat der liberale Wächterstaat zu intervenieren (siehe das sehr schöne J.S.Mill Zitat im Blog von Herrn Lindinger). Weil dieser Ansatz durch vulgärliberale Irrlehren in Vergessenheit geraten ist, wurde der Liberalismus zu Unrecht insgesamt in Mißkredit gebracht.
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Lieber Aal 11.02.2009 10:32
genau! es ist ein versagen des marktes wenn unternehmer bestimmen welche spielregeln sie im betrieb aufstellen! welch skandal! bitte sofort autos verbieten, es gibt viele leute ohne auto/führerschein die beim verlassen der wohnung feinstaub ausgesetzt sind… im gegensatz zur gaststätte ist die straße tatsächlich ein öffentlicher ort wo ein eingriff des staates anders gelagert wäre! gaststätten sind keine staatlichen betriebe..
wie der verlust an einkommen kompensiert wird hätte ich gerne gewusst. unternehmen die seit generationen rauchende stammkundschaft hat muss in gewissen fällen nun einen aufnahmestopp ausrufen sobald die raucherfläche belegt ist. es ist ziemlich einfach: das recht des unternehmers zu bestimmen ob in seinem lokal geraucht wird ist höher einzustufen als die gefahr durch passivrauchen, da es keinen zwang gibt ein raucher-lokal zu betreten. wer keinen rauch haben möchte sollte lokale meiden in denen der unternehmer das rauchen gestattet. so einfach ist das. unternehmerische freiheit ist ein gut das in österreich mit füßen getreten wird.
Besserwisser 11.02.2009 11:05
@Lieber Aasl: Ich teile deine Meinung, dass die österreichische Überganslösung bis zur Umsetzung der EU Richtlinie ein Unfug ist. Man hätte gleich ein generelles Rauchverbot schaffen solle; dadurch hätte man auch eine Wettbewerbsgleichheit geschaffen.
Autoemissionen kann man marktbasiert (Förderung von Kats oder abgasarmen Autos) lenken, ohne in die Entscheidungsfreiheit direkt eingreifen zu müssen. Wo das geht, ist das natürlich vorzuziehen.
In der Gastronomie funktioniert das aufgrund sozialer Zwänge aber nicht. Wenn im freien Markt NIchtraucherlokale entstanden wären, gäbe es die Diskussion nicht. Der freie Markt hat das aber nicht geleistet; ebensowenig wie die Abschaffung der Kinderarbeit im Frühkapitalismus.
Unternehmer müssen auch für Brandschutz und Feuerlöscher, Entlüftung von Küchen und Urlaub von Angestellten zahlen.
Es ist immer eine Abwägungsfrage, ob die Einschränkung der unternehmerischen Freiheit das richtige und schonendste Mittel zur Erreichung eines gerechtfertigten Zieles ist. Das Rauchverbot hält meines Erachtens diesem liberalem Lackmus-Test stand.
Lieber Aal 11.02.2009 11:13
@besserwisser -
durch die abgase atme ich den feinstaub nach wie vor ein, das mit dem lenkungseffekt kann nicht ernst gemeint sein. wenn ich dieses argument aufs rauchen umlege müsste die lösung darin bestehen die zigaretten zu verteuern oder die inhaltlichen manufakturerfordernisse der zigaretten zu ändern, nicht aber ein rauchverbot.
man hätte gar keine übergangslösung schaffen sollen da nicht absehbar ist was für eine richtlinie kommt, ein generelles rauchverbot ist laut jüngsten medienberichten vom tisch.
was die “sozialen zwänge” angeblangt: dann müsste man das rauchen auch in privatwohnungen verbieten. denn es wird öfters vorkommen dass raucher nicht raucher zu sich einladen und dort rauch ausgesetzt sind. genau wie bei der gaststätte muss sich der gast entscheiden ob er das in kauf nimmt oder nicht, wenn du ihm die mündighkeit beim lokal absprichst, müsstest du das folglich auch bei der privatwohnung tun. was nun? totales tauchverbot?
dieses verbot hält dem liberalen lackmus test in keinster weise stand da es in überschiessender weise bevormundet und reglemtiert und in bereiche vordringt wo der staat nicht in den markt eingreifen sollte.
Besserwisser 11.02.2009 11:20
Kannst du mir bitte ein einziges Lokal in Wien nennen, das vor dem neuen Gesetz als bekannter Nichtraucher-Treff gegolten hat?
Lieber Aal 11.02.2009 12:23
wenn es eine nachfrage danach gibt ein reines nicht raucher lokal zu betreiben, dann wird es ein solches auch geben. wenn nicht, dann nicht. so funktioniert angebot und nachfrage. die meisten gastwirte wollen nicht raucher als auch raucher als gäste und würden selbstständig, im einzelfall erforderlichen ausmaß, nicht raucher bereiche schaffen. ich zitiere ein posting einer betroffenen (vor in kraft treten des gesetzes):
“Betreibe ein Abendbeisl – Schlupfwinkel, 1040 Wien, Kleine Neugasse 10 – und sehe meine wirtschaftliche Existenz durch ein Anti-Raucher-Gesetz massiv gefährdet. Mit meinem Nichtraucher-Zimmer, das rund ein Viertel der Sitzplätze beherbergt, kann ich gerade noch leben, obwohl dieser einst besonders beliebter Raum jetzt meist gähnend leer ist. Doch schon der Kdolsky-Plan wäre das Ende meines Beisls, ganz zu schweigen von den irrwitzigen Vorstellungen der SPÖ.”
man sollte menschen nicht zu ihrem glück zwingen und so tun als ob sie nicht eigenverantwortlich für sich handeln könnten, dadurch stellt man sie auf die stufe eines marienkäfers. “soziale zwänge” gibt es überall, wenn man diese im privatbetrieb von privatmenschen untersagen möchte, dann müsste man das konsequenterweise gänzlich tun weil diese gefahr überall lauert. die eldr kämpft erfreulicherweise gegen diesen verbots- und bevormundungswahn an.
Besserwisser 11.02.2009 14:04
In ganz großen Restaurants gabs bisher schon Nichtraucherbereiche. Das bestätigt die Nachfrage. Aber man will nicht immer nur in Hotelrestaurants essen.
Kleine können sich das nur dann leisten, wenn man sie durch ein gesetzliches Verbot von der Nachfragemacht der Raucher befreit. Aber dieser Effekt (Herstellung der Wettbewerbsgleichheit) wäre freilich, da hast du schon recht, konsequenter Weise nur durch ein generelles Verbot zu erreichen. Raucher haben ja die erstaunliche Gewohnheit, sich am liebsten in unverrauchte Räume zu setzen. Die mögen nämlich den Rauch selber nicht, den sie verbreiten. Sie werden daher auch weiterhin in Lokale gehen. Da bin ich unbesorgt.
Frankreich und Italien haben die besten Restaurants der Welt. Was die Beisl-Wirte dort können, muss auch unseren Beisl- Wirten zuzumuten sein. Wirte haben wegen befürchteter Geschäftseinbußen ja auch schon gegen die Absenkung der Promillegrenze für Autofahrer protestiert. Die Politik darf sich nicht von Einzelinteressen leiten lassen (keine Klientelpolitik!), sondern muss sich am öffentlichen Wohl orientieren.
Ich darf mich jetzt aus diesem Forum verabschieden. Alle Argumente, die zu berücksichtigen sind, habe ich deponiert.
Lieber Aal 11.02.2009 14:48
@besserwisser -viele der raucher bleiben zuhause. man befreit die unternehmer höchstens von der kundschaft. von allgemeininteresse zu sprechen wenn es um einen nicht öffentlichen bereich geht der auf freiwilligkeit basiert, ist schwer zu schlucken.
Ronald J Pohoryles 11.02.2009 14:53
Ich darf übrigens daran erinnern, dass WEIN&CO die Nichtraucherpolitik schon aufgegeben hat; andere haben sie eingeführt. So funktioniert eben der Markt. “Nachfragemacht” der raucher; und was ist die “Nachfrage-Macht” der Nicht-Raucher? Ich habe einmal irgendwo gehört, dass der Markt doch auch einiges zuregulieren im Standeist, und Nicht-Raucher sind wohl keine Minderheit. Da fielen mir einige kleinere Minderheiten ein, die schützenswert sind, und die sich nicht aussuchen können, wo sie sitzen…
In Frankreich mußte übrigens ein nicht geringer Anteil der ‘buralistes’ (Beisl-Besitzer nach hiesigem Jargon) aufgrund des Rauchverbots zusperren. So viel zu Markt-Eingriffen und ihrer Sinnhaftigkeit.
Ludwig Paischer 11.02.2009 20:42
@lieberaal
doch, eine gaststätte gehört nicht dem staat, und ein büro auch nicht.
beides ist kein öffentlicher raum. also wollen sie folglich auch das rauchverbot in büros wieder aufheben?
Und eine Frage an Herrn Aal: Bitte zeigen Sie mir das österreichische Gesetz, wo “öffentlicher Raum” in diesem Zusammenhang definiert ist.
ad bayern: das hat vielmehr mit der miserablen situation der CSU zu tun. Und im übrigen lagen die Freien Wähler mit 10 % vor der FDP.
Ad 90er Jahre: Da war das Rauchen kein LIF-Thema.
Lieber Aal 13.02.2009 11:26
@paischer – ein blick ins gesetz verrät es. öffentlicher rau ist getrennt von gaststätten geregelt. mfg
TK 11.02.2009 07:28
Dass das LiF sich gegen Bevormundung ausspricht ist sehr zu begrüßen!
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Miriam 11.02.2009 07:12
Hier wird der Blogbeitrag auch heiß diskutiert: http://www.andreaslindinger.at/?p=169&cpage=1#comment-27
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Besserwisser 11.02.2009 08:26
Lesenswert!
Häferl 11.02.2009 06:26
Für Liberale steht die Freiheit des einzelnen über allem, ABER nur so lange, bis die Freiheit anderer eingeschränkt wird – so weit so bekannt.
+++
Rechtfertigt die nachgewiesene Beeinträchtigung der Gesundheit auch von Passivrauchern solche Verbote ODER kann man sich auf den freien Willen der selbstbestimmten Individuen zurückziehen, da ja niemand gezwungen wird, Lokale mit “Raucherlaubnis” zu betreten?
+++
Warum gibt es nicht längst einen freien Markt = viele Lokale die damit werben, dass sie rauchfrei sind, wenn es dafür eine Nachfrage gibt? Diese Nachfrage gibt es sicher, möchte ich auch gleich festhalten, aber (fast) kein Angebot am Markt.
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Ludwig Paischer 11.02.2009 07:00
Anscheinend ist es hier so, daß sich eben nicht alles durch den Markt von selbst erledigt. Daß man sich in Nichtraucherbereich zurückziehen kann, ist oftmals nicht gegeben. Ein freier Wille ist hier meistens nicht zumsetzbar, daher ist meiner Meinung nach der Schutz der Gesundheit hier wesentlich höher einzuschätzen als die Freiheit von Rauchern. Wenn Raucher rauchen wollen, können sie sich für kurze Zeit selbstbestimmt ins Freie begeben, in “Freiheit” im Wahrsten Sinne des Wortes rauchen, und dann wieder an den Tisch zurückkehren.
Lieber Aal 11.02.2009 07:03
@häferl – da wird ein sehr guter punkt aufgeworfen: in wie fern kann man davon in diesem zusammenhang davon sprechen dass die freiheit des einen dort endet wo die freiheit des anderen beginnt? zunächst besteht einmal die freiheit des unternehmers spielregeln für sein unternehmen aufzustellen, was preise, öffnungszeiten und die frage umfasst ob geraucht werden darf oder nicht. in manchen lokalen herrscht krawattenpflicht. der gast hat sich somit gewissen spielregeln zu unterwerfen. wenn ein unternehmer sich nun dafür entscheidet das rauchen zu gestatten wäre es eine verletzung der freiheit des unternehmers und der raucherinnen die sich an diese spielregeln halten, wenn ein nichtraucher ein rauchverbot fordert; die freiheit des nichtrauchers kann nicht tangiert sein da er sich ohne zwang in diesem betrieb aufhält und es ihm freisteht anderweitig zu konsumieren. andersgelagert wäre der fall im öffentlichen/staatlichen sektor.
“nichtraucher” lokale rentieren sich nicht, da man automatisch einen grossen anteil an kundschaft verschreckt. der unternehmer und nur der unternehmer weiss wann und wie er seine kundenwünsche befriedigt, staatliches intervenieren ist unangebracht und wie man dieser tage liest auch gift fürs geschäft.
Besserwisser 11.02.2009 08:05
@Häferl Deine Frage, waum sich am Markt nie ein Angebot für NIchtraucherlokale entwicklet hat, ist einfach zu beantworten. Weil Raucher und Nichtraucher nicht getrennt voneinander, sondern als gemischte Gruppe Nachfragemacht haben. Und weil es auch andere Kriterien gibt, nach denen man sich ein Lokal ausucht (Qualität der Küche, Trends etc). Unter diesen Umständen würde sich die Nische “Nichtraucherlokal” nicht rechnen. Ansonsten hätte sich ein solches Angebot schon längst von selbst etabliert, weil der freie Markt nicht dumm ist.
Mathias 10.02.2009 21:05
Ich stimme vielmehr nicht den hier getätigten Beiträgen, sondern dem guten Blogeintrag zu, der einen erfrischend anderen Standpunkt zu dem von allen Parteien in irgendeiner Form geforderten Rauchverbot bietet.
An der fehlenden Rechtfertigung für ein derartiges Verbot ändert nämlich nichts, von irgendeiner konstruierten “sozialen Abhängigkeit” zu sprechen, die den mündigen Bürger quasi dazu zwingt, Raucherlokale zu betreten. Ich stimme darin zu, dass das Angebot für Nichtraucher klarerweise äußerst klein ist, doch dann muss jeder für sich entscheiden: Nehme ich den Rauch in Kauf und besuche daher mit meinen (rauchenden) Freunden einen Pub? Oder ist mir meine Gesundheit wichtiger, weswegen ich das Treffen lieber zu mir nach Hause verlege?
Wenn hier vom Ende der Freiheit bei der gesundheitlichen Gefährdung des Bürgers gesprochen wird, muss man sich schon nach dem Ausmaß letzterer fragen. Immerhin finden in entsprechenden Lokalen keine Gefechte mit Schusswaffen statt, es wird lediglich geraucht. Mit demselben Argument könnte man auch Rock-Konzerte verbieten, da die dort übliche Lautstärke sicher auch nicht so ganz gesund ist. Bloß holen sich die wenigsten Besucher solcher Events zwangsläufig einen Hörschaden, noch würde kaum jemand auf die Idee kommen, der Besuch sei nicht freiwillig.
Wieso dann also bei Gastgewerben? Und wie sähe die Situation aus, wenn nun jeder Lokalbesitzer einen Türsteher anstellen würde, der nur die Leute hineinlässt die dem Besitzer gefallen? Würde dies dann auch untersagt, mit Bezug auf den sozialen Aspekt? Und wieso sind dennoch Türsteher vor einigen Lokalen Gang und Gäbe, ohne dass der Gesetzgeber eingreift?
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dieter 10.02.2009 20:41
Ich bin erstaunt über die Reaktionen hier. Als nichtparanoider Nichtraucher und Liberaler bin ich gegen jegliche Verbote.
++++
Hier wurde die Debatte schon geführt: http://zurpolitik.com/?p=1354
++++
Letzlich steht hinter jedem Verbot das staatliche Gewaltmonopol. Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass eine freie Zusammenkunft von Rauchern und nichtparanoiden Nichtrauchern im äußersten Fall von der WEGA aufgelöst wird.
++++
Das Rauchverbot öffnet auch Tür und Tor für weitere Unsinnigkeiten und staatliche Eingriffe. Wer glaubt, dass die paar Rauchpartikel bei einem Lokalbesuch gefährlich sein können, müsste sich auch über die gesundheitlichen Folgen, die beim Grillen oder bei Lagerfeuern entstehen, Gedanken machen. Als nächstes werden Sonnwendfeiern verboten und in der Küche von Lokalen dürften nur mehr unter klinischen Bedingungen hergestellte Fertiggerichte per Mikrowelle aufgewärmt werden.
++++
Ich hätte eigentlich gedacht, das LIF wäre ein Fels in der Brandung einer inflationären Verbotsschwemme in einer Welt zunehmend paranoider.Vollkaskomentalität.
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Thomas Kaar 10.02.2009 20:14
Schön dass das LiF dieses Thema anpackt, diese Regelung ist eine Sauerei,es ist zum verzweifeln.
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Tabakgesetz - Eine kurze Replik | Andreas Lindinger 10.02.2009 19:48
[...] gleich die Gunst der Stunde für eine kurze Replik nützen möchte. Eine kurze Replik auf die im Liberalen Blog gestellte Forderung nach freier Wahl zwischen Raucher- und Nichtraucherlokalen anstatt jeglicher [...]
Alexander Hofmann 10.02.2009 19:20
Ich schließe mich den bisherigen Antworten an.
Hier von Eigenverantwortung zu sprechen, ist schale Schüssel Rhetorik. Der Besuch eines Lokals findet in der Regel in sozialen Netzwerken statt, die die Entscheidungsfreiheit verdünnen, wenn nicht überhaupt ausschließen. Wer wird einem Geschäftspartner schon das Rauchen verleiden wollen? Wer hat schon jemals die schon beim Servieren der Suppe gestellte Frage “Stört es Sie, wenn ich rauche?” jemals mit Nein beantwortet. Dem Gruppendruck widersetzt man sich eben nur ungern. Ich kenne auch keinen Gastronom, der mit dem Etikett “Nichtraucherlokal” für sein Etablissement geworben hätte.
Das ist sehr gut, dass es dieses Verbot endlich gibt. War schon die längste Zeit fällig. Der Schutz der Gesundheit rechtfertigt den ornungspolitischen Eingriff. Die Freiheit der Raucher endet dort, wo Nichtraucher gefährdet werden. Dass Passivrauchen schädlich ist, ist Fakt. Der liberale Gesundheitsökonom Christian Köck ist auch für das Verbot.
Dass die Investitionen der Gastwirte durch die EU-Richtlinie frustriert werden, geschieht ihnen schon recht. Sie hätten ja der EU konformen sofortigen Einführung des generellen Rauchverbotes zustimmen können.
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Netter Aal 10.02.2009 19:46
Leider kein überzeugendes Argument!
Sie sprechen Menschen ab entscheiden zu können ob sie sie sich Rauch aussetzen möchten oder nicht, Wenn man dieses absurde Argument weiter denkt müsste man das Rauchen in der Wohnung ebenso verbieten, denn Raucher werden auch Nichtraucher auf der Gästeliste haben, wo ist der Unterschied? Wenn ein Nichtraucher sich dem Rauch nicht aussetzen möchte gibt es eine einfache Lösung: er betritt das Lokal nicht. Ein Anrecht auf einen Lokalbesuch gibt es nicht. Scheinbar besitzen sie eine schadhafte Kristallkugel, denn gerade heute wurde vermeldet dass das EU weite Rauchverbot (also das gänzliche Rauchverbot) vom Tisch ist.
Sie erwähnen Christian Köck, ich erwähne das LSF und Die JULIS und die FDP die sich alle für die unternehmerische Freiheit einsetzen,so wie es sich für eine liberale Partei gehört.
http://lv.fdp-bayern.de/index.php/Aktuell/Kampagne+Rauchverbot
http://www.fdp.de/webcom/show_article.php/_c-567/_nr-900/i.html
http://www.lsf.at/joomla/index.php?option=com_content&task=view&id=80&Itemid=34
Karl Fankhauser 10.02.2009 21:06
Der Satz, dass die Investitionen frustriert werden und es den Unternehmern “recht geschehe” ist ein starkes Stück. Das ist regelrecht unternehmerfeindlich. Tatsache ist, dass man Lokale frei wählen kann. Die Tatsache, dass man im Leben öfter mit Rauchern konfrontiert ist, entbindet niemanden von seiner Eigenverantwortung entsprechend zu handeln. Setzen wir doch ein Totalverbot um, es könnte sein, dass der Geschäftspartner eine Einladung bei sich zu Hause ausspricht. Die armen Nichtraucher sind ja dumme Lemminge, die nicht nein dagen können. Wo ist da der Unterschied zu Betrieben, die von Privatleuten betrieben werden? Ich bin froh dass das LIF sich für Unternehmer stark macht und Selbstbestimmung und Eigenverantwortung in den Vordergrund rückt. Die bayrische FDP hat mit dieser Position einen erfolgreichen Landtagswahlkampf bestritten.
blaugelb 10.02.2009 18:54
Das einzig zulässige Argument für ein Verbot, ist der Schutz der Gesundheit der Angestellten. Leider gibt es keine empirischen Daten darüber wie das von dieser Personengruppe gesehen wird.
Ansonsten sind die Lokalbetreiber und die Gäste sicher mündig genug selbst zu entscheiden. In meiner unmittelbaren Nähe gibt es 8 Lokale verschiedenster Art – alle Betreiber suchen nach Wegen, das Rauchen weiterhin möglich zu machen, keiner sieht Chancen bei einem generellen Rauchverbot ohne Umsatzeinbrüchen davonzukommen.
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Markus Dexl 10.02.2009 18:32
Warum gibt es denn Umsatzrückgänge? Nur deshalb weil es die Wahlmöglichkeit der Lokalbesitzer gibt ein Raucher- oder Nichtraucherlokal zu führen. Ein Besitzer eines Nichtraucherlokales wird aus Langeweile in ein voll besetztes drei Meter weiter liegendes Raucherlokal blicken und seine Entscheidung bald revidieren.
Außerdem ist es nicht fair, dass ein 81m2 großes Lokal Nichtraucherlokal sein muss, wenn finanzielle Mittel für einen Umbau nicht vorhanden sind.
Die Grundfrage jedoch betrifft: welche Freiheit wiegt schwerer? Jene des Lokalbesitzers frei zu entscheiden ob er ein Nichtraucherlokal führt oder nicht? Oder die Freiheit des Nichtrauchers ein Lokal seiner Wahl zu besuchen? Aus o.a. Gründen gibt es bald keine Nichtraucherlokale, und seine Freiheit ist aufs massivste eingeschränkt.
Dass eis generelles Rauchverbot für keine leeren Lokale und Umsatzrückgänge sorgt, beweißen wohl Italien, England, Irland….
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Marc S 10.02.2009 18:40
die schlußfolgerung ist eine falsche, denn wo lokalbetreiber raucherräume schaffen können werden sie das auch tun. nur wird sie das nicht vor umsatzeinbrüchen bewahren da diese raucherzimmer vom platz limitiert sind (max.50%) und uU die hintersten winkel eines lokals sind. das macht das angebot nicht attraktiv. in den erwähnten ländern ist es sehr wohl zu umsatzrückgängen gekommen, nicht grundlos protestieren die betreiber nach wie vor. ist ja logisch dass ein raucher dann lieber zuhause essen konsumiert weil er da in ruhe rauchen darf, auf kosten der unternehmer die dann weniger umsatz machen (gilt auch fürs nachtleben).
guy inkognito 10.02.2009 18:29
Kein Schnellschuss, sondern eine typisch österreichische Lösung: Jede/r kann sich’s richten. Es gibt ein Verbot mit hunderten Ausnahmen (ich übertreibe bewusst), und die Lokale, die doch zum Handkuss kommen, erleiden Umsatzeinbrüche. Wenn ich die Gesundheit hoch einschätze (und auch die Einschränkung der Freiheit zu rauchen dafür in Kauf nehme), dann muss ich gleiche Bedingungen für alle Marktteilnehmer schaffen. Das heißt in dem Fall: Absolutes Rauchverbot in allen Lokalen. Aber Österreich und seine Regierenden sind dazu nicht fähig …
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Delors 10.02.2009 16:57
Die Behauptung dass es keine Umsatzrückgänge gäbe ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Unternehmers der davon betroffen ist. Vielleicht sollten sie das Gespräch suchen statt Behauptungen in den Raum zu stellen die offenkundig nicht stimmen. Selbiges gilt für die Lobhudelei für die italienische Lösung.Wie kann man vom “Schutz” der Nichtraucher sprechen wenn es sich nicht um den öffentlichen Raum handelt und jeder für sich entscheiden kann wo er konsumiert? Wenn ein Lokal das rauchen gestattet ist man nicht gezwungen dort zu konsumieren, es sind auch keine staatlichen Betriebe. Die Selbstverständlichkeit mit der in unternehmerisches Handeln gepfuscht und in den Markt eingegriffen wird ist für Österreich symptomatisch und alarmierend.
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Delors 10.02.2009 16:59
das war eine Antwort auf “Netter Uuls” Beitrag
Netter Uul 12.02.2009 20:19
Dann werde ich einmal folgendes entgegenhalten: Die Öffentlichkeit muss für die gesundheitlichen Schäden sowohl der Raucher als auch der Nichtraucher aufkommen, und das sind viele viele Euros. Alleine aus diesem Grunde kann ich aus liberaler Sicht dieses Thema nicht in die Sphäre “Eigenverantwortung” abschieben. Die Raucher können im “öffentlichen sprich nicht geschlossenen Raum” rauchen. In der Tat ist das derzeitige Gesetz ein Pfusch. Ein allgemeines Rauchverbot in Lokalen wird dieses Problem wieder beseitigen, da es dann keine Unterschiede gibt, wie groß ein Lokal ist usw.
Die unternehmerische Freiheit steht nicht immer an erster Stelle, die Gesundheit hat Vorrang, und bei einem generellen Rauchverbot gibt es auch keine Diskriminerung von einzelnen Unternehmern.
Lieber Aal 12.02.2009 22:23
@netter uul-
wenn ich so argumentiere müsste ich weit aus gefährlichere tätigkeiten verbieten (asbest = arbeit auf der straße, arbeit mit chemikalien, strahlen etc.). auch schnitzel, süssigkeiten und mangelnde bewegung wirken sich nachteilig auf die gesundheit aus. wir sollten alles verbieten und reglementieren. der liberale zugang ist es präventions- und informationskampagnen in den vordergrund zu stellen wie es die überwiegende mehrheit der liberalen parteien is europa tun. durch dieses lächerliche rauchverbot raucht kein raucher weniger, er raucht höchstens woanders. über die tatsache dass die unternehmen den bach runter gehen höre ich von ihrer seite nur eines: beharrliches schweigen.
Netter Uul 10.02.2009 16:45
In Italien gibt es nur Nichtraucherlokale und keine Probleme diesbezüglich.
Der Schutz der Nichtraucher und der Bediensteten geht jedenfalls vor der Ausübung einer Sucht.
Angebliche Rückgänge sind eine Mähr und angesichts voller Lokale, die man in der ganzen Stadt sieht, nicht glaubhaft.
Der liberale Ansatz: Freiheit hört dorf auf,wo andere Bürger gesundheitlich gefährdet werden.
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Lieber Aal 11.02.2009 07:25
ich war gestern in der ersten bank. ein paar tage zuvor in der bawag. strahlende gesichter wohin man sieht! von einer bank krise keine spur!!! die bank krise ist nicht glaubhaft.
Ludwig Paischer 11.02.2009 08:08
Was hat die Bank, außer daß sie generelle Nichtraucherzone ist, damit zu tun, da Du eine Krise ansprichst? Eine Raucherkrise? Oder willst Du damit sagen, daß die Menschen ohne Rauch glücklich sind?
Lieber Aal 11.02.2009 08:17
@ludwig paischer – der user “lieber Uul” meinte er sehe lauter befüllte lokale, die vermeldeten umsatzrückgänge der gastwirte seien scheinbar hirngespinnste. darauf meine sarkastische antwort dass ich in banken auch dauernd strahlende angestellte sehe und es deswegen auch keine bank krise gibt. mit anderen worten: seine aussage war nicht gerade von objektivität getränkt…
Netter Uul 11.02.2009 19:41
Nochmals: In Italien funktioniert das Rauchverbot tadellos. Best Practice.
Lieber Aal 11.02.2009 20:20
@netter uul-
das kann nur jemand sagen der sich nicht auskennt. die italienische lösung benachteiligt kleine betriebe immens da die gesetzliche voraussetzung einer getrennten lüftung und absoluter isolierung für normale betriebe nicht leistbar ist. die tatsache dass viele betriebe dicht machen mussten hat selbst nichtraucher auf den plan gerufen die das gesetz als übertrieben bezeichnen.
Netter Uul 13.02.2009 04:57
Mit dem Argument, daß es noch andere gefährliche Dinge gibt, kann man alles totschlagen. Dann befolge ich auch Verkehrsregeln nicht, auch wenn ich dadurch jemanden verletzte. Der könnte ja auch durch andere Dinge verletzt werden, also kann er auch durch mich verletzt werden. Relativieren Relativieren Relativieren.
Lieber Aal 13.02.2009 11:28
@netter uul- tatsache ist dass die erwähnten dinge ebenfalls gesundheitsschädlich sind. konsequent wäre es wenn sie ein absolutes rauchverbot forderten.
ich empfehle ihnen auch studien die eindeutig belegen dass die gefahr des passivrauchens geringer ist als erwartet:
http://www.bmj.com/cgi/content/full/326/7398/1057
http://praevention.portal.bgn.de/files/8804/BGN_Aussagen_zur_Passivrauchproblematik301107.pdf