Österreichische Forschungs- und Hochschulpolitik weitgehend planlos – und warum Hochschul- und Forschungspolitik europäisch geregelt werden müsste

Fast müsste ich mich bei Prof. Badelt, dem Vorsitzenden der Österreichischen Rektorenkonferenz entschuldigen: Im Herbst hatten wir uns in “Der Presse” und im “Standard” duelliert, sogar polemischer, als es sonst unter Intellektuellen üblich ist: Naiv, wie ich war, hatte ich angenommen, dass die Regierung wohl in der Lage sein müsste, den geringfügigen Anteil, den die damals gültigen  Studiengebühren zur Hochschulfinanzierung beigetragen hatten, den Universitäten zu ersetzen, wie die Regierung dies auch versprochen hatte. Badelt hatte so seine Zweifel, und fast hätte er auch Recht behalten. Nur ein Aufschrei der Medien, allen voran des KURIERs, gegen die Kürzungspläne des Finanzministeriums verhinderte, dass die Pläne des Finanzministeriums Österreichs Forschung und universitäre Ausbildung auf ein Niveau zurückgeführt hätte, das die Idee der Informationsgesellschaft, aber auch der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, auf Hochglanz-Fremdenverkehrsprospekte reduziert hätte…
Fast aber nur hätte ich mich entschuldigt: Was bleibt, ist, dass Badelt nur der Verwalter der gegenwärtigen Misere der österreichischen Hochschulen ist. Jene 5%, die Studentinnen und Studenten mit ihren Studiengebühren zur Erhaltung der Universitäten beigetragen hätten, ändern überhaupt nichts an der Misere. Die Verquickung des Themas der Krise der Universitäten mit den Studiengebühren von konservativer Seite und der Universitätskonferenz ist vielmehr symptomatisch für die Absenz jeglichen Interesses dieser Kreise an Wissenschaft, Forschung und an der Fortentwicklung der Universitäten. Statt eine ausreichende Universitätsfinanzierung, verbesserte Arbeitsbedingungen für Studierende und Lehrende zu fordern und Modelle dafür zu entwickeln, dass Studierende ohne materielle Sorge und Nebenerwerbstätigkeit ihren Studien nachzugehen, treten diese Kreise für ständische Interessen ein. Aber auch die Widersacher dieser Kreise haben außer der konzeptlosen Forderung nach Öffnung wenig anzubieten.
Das ist zwar nicht neu; jahrzehntelang hat sich die Politik nicht um grundlegende Strukturreformen gekümmert, und die Universitäten ebenso wenig. Wenn reformiert wurde, dann zum schlechteren. Das UOG 2002 ist ein gutes Beispiel dafür: Autonomie der Universitäten zu verkünden, ohne diese organisatorisch und finanziell zu unterstützen, ist schlicht zynisch. Und was von den viel gepriesenen Uni-Räten zu halten ist, hat man in den letzten Jahren gesehen: ein massiver Zuwachs der extremen Rechten. Ein hübsches Beispiel dafür: Am 30.Jänner 2009 findet der Ball des Wiener Korporations Rings (WKR) der  Burschenschaften wie der rechtsextreme Olympia oder der Teutonia statt. Letztes Jahr übernahmen gleich fünf der 21 Rektoren der Österreichischen Unis den Ehrenschutz des WKR: Peter Skalicky von der TU Wien, Hans Sünkel von der TU Graz, Wolf Dietrich Fircks-Burgstaller von der VetMed Wien, Reinhart Gutzeit vom Mozarteum Salzburg sowie Stephan Schmidt-Wulffen von der Bildenden. Zur Erinnerung: Die Bestellung der Rektoren wird ja dank des UOG 2002 immer stärker von der Politik beeinflusst.
Österreich liegt sowohl in der Zahl der Studierenden als auch der Akademikerinnen und Akademiker weit unter dem OECD-Durchschnitt. Die Antwort der Politik war bisher entweder Zugangsbeschränkungen  zum Studium fordert, oder konzeptlose generelle Öffnung. Damit stellt Österreich einen Sonderfall in Europa dar: Mit den Lissabon-Zielen haben sich die EU-Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, den Schwerpunkt der Politik auf Wissenschaft und Forschung  auszurichten.
Österreich braucht mehr Studienplätze und eine deutliche Verbesserung des Verhältnisses von Studierenden und Lehrenden. Die Schaffung von zusätzlichen 1′050 Studienplätzen allein für das Medizinstudium und zumindest eben so vieler für das Psychologiestudium kostet massive Investitionen und generell den Ausbau und Neubau von Universitäten. Statt dessen den Zugang zum Studium beschränken, ist ein Weg zurück ins 19. Jahrhundert, wo akademische Ausbildung ein Privileg der begüterten Schichten war. Ohne massiven Ausbau der Universitäten freilich hilft die Öffnung der Universitäten auch nicht.
Symptomatisch auch der peinliche Umgang mit ausländischen Studierenden: Während das wesentlich effizienter Universitätssystem in Großbritannien stolz darauf ist, einen hohen Anteil an ausländischen Studierenden aufzuweisen, herrscht in Österreich ein Eiertanz zwischen Xenophobie und “Piefke-Kannibalismus”  einerseits, dem europäischen Recht andererseits vor. Das “Verbrechen” der deutschen Kolleginnen und Kollegen: Sie schneiden bei den Eingangstests besser ab als die Österreicherinnen und Österreicher. Entzückende Argumentationsstrategie der Befürworterinnen und Befürworter der Quotenregelungen: Die Deutschen seien “Numerus-Clausus-Flüchtlinge”, also die Minderqualifizierten. Wieso diese aber immer noch besser abschneiden als die österreichischen Kandidatinnen und Kandidaten? Das Argument ist wohl der berühmte Schuss ins Knie.
Gerade hier wird deutlich, dass Hochschulpolitik nicht national, sondern auf europäischer Ebene geregelt werden müsste. Das Subsidiaritätsprinzip besagt ja, dass Probleme auf europäischer Ebene gelöst werden müssen, wenn dies effizienter und effektiver auf der europäischen Ebene geregelt werden kann als auf der nationalen. Liberale fordern deshalb einheitliche Zugangsbestimmungen zu Universitäten und Hochschulen auf europäischer Ebene, auf Grundlage des freien Wettbewerbs der Lehr- und Forschungseinrichtungen. Politik und private Investoren müssen für ausreichende Versorgung der Hochschulen Sorge tragen, die Universitäten selbst Verantwortung übernehmen, und, wie in Großbritannien, die Möglichkeit haben, sich Lehrende, Studierende, Forscherinnen und Forscher sowie Managementstrukturen selbst auszuwählen.

“Liberale fordern eine ausreichende Finanzierung der Universitäten, günstige Kredite für Studierende zur Deckung ihres Lebensunterhalts und die Grundsicherung, damit die Schuldenbelastung bei Berufsantritt nicht zu hoch wird. Die Universitätskonferenz soll sich darum kümmern und nicht um die Erhaltung der derzeitigen Privilegien der Akademikerinnen und Akademiker und im besonderen der Universitätsangehörigen.”

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KommentareTop

  1. Miriam 05.02.2009 07:10

    @ Häferl
    wenn Du das alte LIF-Modell meinst: jedem würde die Grundsicherung im Rahmen einer Negativsteuer zustehen. D.h., daß der Rechtsanwalt Grundsicherung bekommt – und zwar in der Höhe von 0 Euro, weil er mehr als – damals etwa ÖS 20.000/Monat verdient. Insofern trifft sich das auch mit dem Bürgergeld.
    ——-
    Bei der Arbeitswilligkeit gefällt mir das alte LIF-Modell besser als das Bürgergeld der FDP, weil es Arbeit nicht ausschließlich als Erwerbsarbeit definiert. Auch Menschen, die sich um ihre pflegebedürftigen Verwandten kümmern, sind damit abgesichert und nicht von AMS-MitarbeiterInnen abhängig, die ein Auge zudrücken oder eben auch nicht.

    Antworten »

    Lieber Aal 05.02.2009 08:27

    genauso deckt man aber auch arbeitsunwillige und das kann nicht die zielsetzung einer liberalen und leistungsorientierten partei sein.

    Miriam 05.02.2009 09:07

    dann müssen wir uns der schwierigen politischen Entscheidung stellen , was als leistungsorientiert aus liberaler Sicht gilt:
    - Pflege von Menschen ?
    - Ehrenamt bei Feuerwehr, Rettung, etc. ?
    - Kindererziehung ?
    - .. ?
    Nach welchen Kriterien gehen wir da vor?

    Lieber Aal 05.02.2009 11:29

    sinn eines ehrenamtes ist es gerade kein geld dafür zu enthalten. bei kindern gibt es andere geldleistungen. ich sehe keinen sinn darin leute für aufgaben zu bezahlen die vom markt losgekoppelt sind, will ich geld beziehen suche ich mir einen job, statt mich vom staat durchfüttern zu lassen.

    Häferl 05.02.2009 13:20

    Was ist das für eine eigenartige Definition von “Ehrenamt”, wenn man sich vom Rest der Steuerzahler dafür bezahlen lässt? Sollen jetzt die zig-tausenden freiwilligen Feuerwehrmänner zu Hause bleiben können, um auf einen Brand zu warten? Was ist mit Menschen, die einfach zu Hause bleiben und sich die tollen Talkshows am Nachmittag im TV reinziehen wollen, aber keine Lust auf Feuerwehr, Rettung und dgl. haben? Warum soll der Steuerzahler, die Pflege von potentiell sehr wohlhabenden Angehörigen zahlen oder “Ehrenämter”?
    +++
    Der Verzicht auf eine Bedarfs- und Leistungsorientierung ist vollkommen unverzichtbar – der Kommunismus ist tot!

    Miriam 05.02.2009 13:31

    Wenn wir vom mündigen, eigenverantwortlichen Menschen ausgehen, wird sich wohl kaum einer den ganzen Tag vor den Fernseher setzen und zudröhnen. Und den Betrag der Grundsicherung muß man eben so ansetzen, daß es eben wirklich nur Wohnen und Essen abdeckt und somit jeder und jede interessiert daran ist, sich selbst mehr zu erarbeiten.

    Ehrenamt soll Ehrenamt bleiben. Da hast Du Recht. Mir ging es nur darum, darzustellen, daß es viele wichtige “Arbeiten” für die Gesellschaft gibt. Und die Frage ist, wieviel ist das einer Gesellschaft wert.

    Nachdem auch heute keiner verhungert, können wir davon ausgehen, daß auch die Arbeitsunwilligen ihre Wege gefunden haben, sich von der Gesellschaft durchfüttern zu lassen (Notstand, Sozialhilfe, etc.). Da gibt es viele Möglichkeiten.

    Ich will ja das LIF-Modell nicht verherrlichen, aber einer der revolutionären Punkte war auch, daß heute sehr komplexe System von Notstandshilfe, Wohnbeihilfe, Sozialhilfe, etc. auf ein einfaches Instrument, nämlich der Negativsteuer zu reduzieren. Damit würde auch der Verwaltungsapparat beträchtlich reduziert.

    U. Biber 05.02.2009 13:55

    Muß man wegen einer sicherlich einstelligen Zahl an Arbeitsunwilligen ein so komplexes System aufrechterhalten? Kann man nicht durch gezieltes Einsetzen von Anreizen die Leistungsorientierung sogar zum heutigen System verstärken?

    Lieber Aal 05.02.2009 16:42

    @miriam-

    nicht jeder mitmensch ist ehrlich und vernünftig genug das sozialsystem in verträglicher weise zu nützen, da darf man nicht blauäugig sein. natürlich gibt es auch jetzt betrüger, nur werden viele erfasst und zweitens ist es immer besser den betrug zu erschweren, was bei einer grundsicherung nicht der fall wäre.

    ich gebe auch zu bedenken dass viele die knapp über der grundischerung verdienen würden, es sich überlegen würden ob es nicht doch besser wäre den ganzen tag vor der glotze zu hängen.

    beom fdp modell des bürgergeldes wird der verwaltungsapparat auch erheblich reduziert.

    Miriam 06.02.2009 06:08

    @ Lieber Aal
    Du schreibst: ich gebe auch zu bedenken dass viele die knapp über der grundischerung verdienen würden, es sich überlegen würden ob es nicht doch besser wäre den ganzen tag vor der glotze zu hängen.

    Nicht, wenn es einen gleitenden Übergang gibt. D.h. wer z.B. € 300 verdient, verliert nur einen Teil der Grundsicherung. Heute: wer € 300 geringfügig beschäftigt ist, verliert die gesamte Arbeitslose.

    Nachdem ich das FDP Modell nicht kenne, vielleicht kannst Du mir das in einer ruhigeren Stunde einmal erklären.

    Lieber Aal 06.02.2009 08:32

    http://www.fdp-bundespartei.de/files/363/Abschlb-Buergergeld.pdf

    Miriam 06.02.2009 08:38

    falsch: ich habe geschrieben – Heute: wer € 300 geringfügig beschäftigt ist, verliert die gesamte Arbeitslose.

    Richtig ist: wer mehr als geringfügig beschäftigt ist – und zwar € 1 – verliert die gesamte Arbeitslosenunterstützung / Notstand. Damit ist es für manche interessanter, statt Vollzeit nebenher geringfügig arbeiten zu gehen. Zusätzlich die Wohnbeihilfe und schon hat man locker € 1000 für ein paar Stunden Arbeit nebenher.

    Häferl 06.02.2009 13:15

    Dass ein Negativstereuermodell der einzig sinnvolle Ansatz sein muss, um es möglichst attraktiv zu machen wieder in die Erwerbstätigkeit zu kommen (in welchem Umfang auch immer), da sich nur damit jeder zusätzlich verdiente Euro für die Betroffenen rentiert, steht damit wohl ausser Frage.
    +++
    Die Frage Bürgergeld vs. Grundsicherung unterscheidet sich demnach nur darin, ob der Staat Arbeitswilligkeit überprüft und sanktioniert oder nicht.
    +++
    Da wir Liberale uns zwar eigenverantwortliche und selbstbestimmte Menschen wünschen, viele Menschen aber leider nicht so denken (und uns deshalb auch nicht wählen (sondern stattdessen hirnlose Zachntechniker, Lebensmenschen, Negerwirtzeerzähler und dgl.), muss man davon ausgehen, dass ein solche laze fair Handhabung von Steuergeld in der Praxis zu groben Missbrauch von vielen Menschen führen würde.
    +++
    Auch wenn ich als Liberaler absolut kein Freund von einem Überwachunsgsstatt bin, aber ohne wird es im Sinne des sozialen Friedens in diesem Bereich nicht gehen = der Staat muss Arbeitswilligkeit (und natürlich auch Arbeitsfähigkeit) als Voraussetzung für den Bezug kontrollieren, um in der Sozialpolitik nicht noch mehr Gieskanne zu spielen sondern den wirklich bedüftigen zu helfen.

    Ronald J Pohoryles 09.02.2009 11:04

    Liebe Miriam

    Du sprichst mir aus der Seele!

  2. Besserwisser 04.02.2009 14:44

    Im Archiv der Votings zu diesem Blog findet sich ein interessantes Abstimmungsergebnis: 53 % (211 Stimmen) würden die Einführung der Grundsicherung nach altem LIF-Programm unfair, 47 % (187 Stimmen) indes fair finden.

    Antworten »

    Alleswisser 05.02.2009 13:21

    … dann stelle diese Frage bitte aber mal den Wählern des LIF und nicht nur den Funktionären, da wird ein sehr viel deutlichers Ergebnis gegen eine BEDINGUNGSLOSE Grundsicherung herauskommen!

  3. Alexander Hofmann 03.02.2009 10:46

    Der Staat muss den Bedarf nicht regeln. Das regelt der Markt besser. Ein Studium ist Investition in verbesserte Verdienstchancen. Wer die Kosten dafür selbst tragen muss, wird aus freier Entscheidung einen Zweig wählen, damit sich sein Investment rechnet.

    Die Qualität einer Universität hängt nicht davon ab, mit wieviel Geld sie vom Staat subventioniert wird. Staatliche Finanzierung, gleich welcher Art von Aufgaben, führt unweigerlich auch zu Verschwendung, mangelnder Effizienz und politischer Patronage. In bestimmten Bereichen kann man darauf nicht verzichten (Rechtspflege, Sicherheit, vielleicht auch öffentliche Daseinsvorsorge). UNIS muss der Staat aber nicht betreiben. Tut er es, so führt das dann auch zu so merkwürdigen Ballveranstaltungen, wie Ronald Pohoryles sie erwähnt.

    Die Finanzierung auch durch angemessene Studienbeiträge und das Recht der UNIS, sich ihre Studenten auszusuchen, wären der einzige Weg, um die Qualität zu heben.

    Das Recht auf freien Zugang zur Bildung wäre dadurch sicher nicht betroffen. Sozial schwachen aber guten Studenten kann man mit Stipendien helfen. Der Staat könnte auch Stiftungen zur Förderung begabter Studenten steuerlich privilegieren. Die Grundsicherung braucht man da eigentlich nicht; sie würde die eigenverantwortliche Finanzierungsentscheidung nur durch falsche Anreize stören.

    Bill Clinton und Barack Obama kamen nicht aus der Oberschicht und haben unter den von mir verlangten Voraussetzungen trotzdem den Weg nach ganz oben geschafft. Warum?

    Andererseits ist Österreich mit staatlich finanzierten UNIS ohne Aufnahmebeschränkungen dennoch ein Land mit vergleichsweise geringer Akademikerquote. Warum?

    Aber wenn ich Ronald Pohoryles so verstehe, dass er durch europäische Rahmenbedingungen das britische UNI System auch bei uns einführen will, kann ich ihm folgen. Das Studium in Oxford und Cambridge ist nicht gratis und diese UNIS suchen sich ihre Studenten aus. Sie zählen auch zu den besten der Welt.

    Antworten »

    Miriam 03.02.2009 13:27

    Ja, das kann ich 100%ig unterschreiben. In alten LSF-Zeiten haben wir auch heftig diskutiert, ob wir uns Studiengebühren vorstellen können, wobei es da durchaus zwei Lager gab – Befürworter und Gegner.
    —–
    Wir haben uns damals mit verschiedenen Systemen beschäftigt und – wenn ich mich richtig erinnere, war es ein Kreditsystem in Australien, daß zumindest den Befürwortern gut gefallen hat. Da hätte man eine Art Kredit erhalten, den man später in der Berufstätigkeit je nach Möglichkeit über Steuern zurückgezahlt hat
    —–
    Was ich jetzt höre, gibt es 100.000 Ausnahmen und keiner kennt sich mehr aus. Einer zahlt, der andere nicht. Da führt der Schnellschuß vor den NR-Wahlen zum völligen Chaos. Angeblich steht an der Uni Wien bereits eigenes Info-Personal zur Verfügung.
    —–
    Wer zahlt, fordert auch! Das ist für mich einer der wesentlichen Vorteile, wobei ich schon der Meinung bin, daß eine universitäre Ausbildung neben dem Individuum auch für die Volkswirtschaft einen wesentlichen Mehrwert darstellt.
    ——-
    Allerdings halte ich die staatliche Subventionierung von Wissenschaft & Forschung an der Uni für unumgänglich. Allein aus Drittmittel von Unternehmen wird man Forschung nicht finanzieren können und rein vom Markt gelenkte Forschung wird seltener grundlagenorientiert sein.

    Simon Ritter 03.02.2009 18:04

    [i"Das Recht auf freien Zugang zur Bildung wäre dadurch sicher nicht betroffen. Sozial schwachen aber guten Studenten kann man mit Stipendien helfen. Der Staat könnte auch Stiftungen zur Förderung begabter Studenten steuerlich privilegieren. Die Grundsicherung braucht man da eigentlich nicht; sie würde die eigenverantwortliche Finanzierungsentscheidung nur durch falsche Anreize stören."[/i]

    Bill Clinton und Barack Obama kamen nicht aus der Oberschicht und haben unter den von mir verlangten Voraussetzungen trotzdem den Weg nach ganz oben geschafft.
    Das stimmt nicht wirklich:
    Sowohl Obamas Vater als auch er selbst haben in Havard studiert, Clinton in Oxford und Yale.
    Freier Bildungzugang richtet sich an eine soziale Schicht, die – auch mit dem (keineswegs nur auf die soziale Bedürftigkeit ausgerichtetes) Stipendiensystem – nie nach Havard oder Yale käme.

    Wenn die Grundsicherung die Entscheidung stören würde, stimmt mit den Menschen etwas nicht.

    Lieber Aal 03.02.2009 18:23

    @simon ritter-

    leider falsch. obama hat seinen uni abschluss durch stipendien und somit ausgezeichneter leistung gemeistert, er kam definitiv nicht aus der oberschicht.

    Alexander Hofmann 04.02.2009 12:13

    Bei solchen Diskussionen muss ich immer an den sarkastischen Prof. Fillitz aus Schnitzler’s “Professor Bernahrdi” denken: Einem armen Landarzt, der Fillitz um wohlwollende Begutachtung eines unterlaufenen Kunstfehlers bittet und hierbei auch auf seine ärmliche Herkunft anspielt, antwortet dieser: “Mein Vater war Millionär und aus mir ist auch etwas geworden.”

  4. Hannes Müllner 02.02.2009 21:35

    “Bildung muss frei sein!”

    schallt es durchs Land, wenn Studiengebühren erwähnt werden und der liberale Geist ist fast gewillt dem zuzustimmen. Aber halt! Sind unsere Universitäten denn tatsächlich Bildungseinrichtungen? Die Lehre an den Universitäten dient meiner Meinung nach heutzutage der AUSbildung, d.h. der Vorbereitung und Qualifizierung für bestimmte Berufe.

    Bildung ist ein Menschenrecht.
    Der Aufruf sich zu bilden, lebenslang zu Lernen und Dinge kritisch zu hinterfragen, um sich aus der eigenen Unmündigkeit zu befreien, gehört wohl zum Fundament des Liberalismus.
    Bildung ist Aufgabe des Schulwesen, des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Volkshochschulen und bestimmte gemeinnützige Vereine fördern die Bildung und wir sollten uns durchaus Gedanken machen, was wir vom liberalen Standpunkt tun können, um die Bildung zu fördern.

    Für meine AUSbildung aber will ich selbst verantwortlich sein. Ich will mir von niemanden vorschreiben lassen, welche Ausbildung ich mache und wo ich sie mache. Ich will eine breite Auswahl haben. Und ich bin bereit für eine bessere Ausbildung einen höheren Preis zu zahlen. Denn sie ist es mir wert, mit einer besseren Ausbildung werde ich später ziemlich sicher mehr verdienen.

    Nur wenn Studierende ihr Studium selbst bezahlen, können sie Druck auf die Universitäten ausüben und eine bessere Lehre fordern. Nur dann wird sich eine Vielfalt an Studienrichtungen entfalten, die sich automatisch an die Marktsituation anpasst, da muss man staatlich überhaupt keine Steuerungsmechanismen installieren.

    Natürlich müssen wir aufpassen, dass wir dadurch nicht Reiche begünstigen, das wäre auch sehr unliberal. Wir brauchen Stipendien, Versicherungen für den Studienabbruchsfall, eine Grundsicherung, Kampagnen, die die Leute ermutigen bestimmte Ausbildungen zu machen (Ermutigend wäre übrigens auch eine geringere Steuerprogression…), etc…

    Ich möchte ein breites Ausbildungsangebot in Österreich, von sehr spezifischen Fachhochschulen hin bis zu Liberal Art Colleges, die Allgemeinwissen und allgemeine Intellektuelle Fähigkeiten fördern.

    Und ich stimme Prof. Pohoryles völlig zu: Forschungs- und Hochschulpolitik gehören auf die Europa-Ebene (wie übrigens auch Energie-, Klima und Umweltpolitik), es ist längst überfällig.

    Antworten »

  5. Simon Ritter 01.02.2009 12:58

    “Nein lieber Herr Professor, der Zugang muß ein anderer, ein volkswirtschaftlich vertretbarer, ein bedarfsorientierter, ein vor allem aber auch leistungsorientierter sein!”

    Bemerkung am Rande: “Bedarfsorientiert” ist nicht liberal, sondern mit Zwang verbunden.

    “Schmerzlich vermisse ich seit Jahrzehnten geeignete Steuerungsmechanismen um jungen Menschen bei der Wahl des richtigen Studiums zu helfen.”

    Das richtige Studium kann doch nur eines ein, das der Persönlichkeit des/der Studierenden entspricht.
    Vielmehr sollte man den Menschen helfen: bei der Wahl ihrer Interessen und später beim Umsetzen in der Wirtschaft – stichwort: Unternehmensgründung, wem das liegt.
    Was passiert mit all den aussortierten StudentInnen? Sie werden alleine gelassen.

    Die Idee, sozial schwächere StudentInnen in die Kreditfalle zu stoßen, betrachte ich mit Skepsis.

    Antworten »

    Alex 01.02.2009 18:01

    Die bedarfsorientierte Herangehensweise,
    funktioniert vermutlich auch nicht,
    denn woher soll man wissen,
    welche Studienrichtung in 5Jahren am “Markt” benötigt wird ?(abgesehen vom Zwangfaktor)
    ***
    Techniker sind zu wenige am “Markt”,
    das liegt sicher auch daran,
    dass viele die eine HTL abgeschlossen haben,
    lieber arbeiten gehen als weiter zu lernen
    (was sie sowieso müssen, jedoch gegen “Bezahlung”)
    und AHS Schüler/innen ungenügend informiert werden.
    ***
    Das Finanzierungssystem auf Kreditbasis ist sowieso ein Schwachsinn,
    dann bricht vielleicht jemand sein Studium ab
    (aus welchen Gründen auch immer)
    und steht plötzlich vor einem Schuldenberg.
    ***
    Die Studiengebühr gehört wieder eingeführt, sogar mehr als bisher,
    aber gleichzeitig die Stipendien und sonstigen Unterstützungen gestärkt,
    auch gehört mehr Geld für die Unis zur Verfügung gestellt.
    Die Idee vom Grundgehalt auch für Studenten,
    kann es auch nicht wirklich sein, denn wer soll dies über Jahre zahlen ?!
    ***
    Worüber ich immer wieder lachen kann ist,
    dass man jahrelang bei Sozialleistungen den Sparstift angesetzt hat,
    unter Berufung darauf,
    dass dieses Geld einfach nicht zur Verfügung steht,
    aber für die Banken Milliarden einfach “mir nichts dir nichts”
    aus dem Hut zaubert.
    Da ist die Investition in die zukünftige Entwicklung(Studenten) besser,
    als in die Verfehlungen der Vergangenheit(Banken) und Gegenwart.
    Leider geht es nicht ohne Banken,
    jedoch auch nicht ohne Studenten.
    Die schlecht ausgebildeten Studenten von heute,
    sind die Bankdirektoren und Manager von morgen.
    Im Endeffekt dreht sich eh wieder alles um das liebe Geld,
    wo man es wie einsetzt.

    Dr.MiaoMiao 01.02.2009 18:05

    das kreditsystem kann auch vorsehen dass studienabbrecher nichts zahlen müssen und die rückzahlungen bzw. die raten sich am einkommen orientieren und erst dann eingehoben werden sobald eine bestimmte einkommenshöhe überschritten wird.

    ein kreditsystem ist desw. von vorteil weil es die studierenden während des studiums nicht belastet (keine nebenjobs etc.) und zusätzliches geld für die unis reinkommt.

    Simon Ritter 02.02.2009 18:51

    “Worüber ich immer wieder lachen kann ist,
    dass man jahrelang bei Sozialleistungen den Sparstift angesetzt hat,
    unter Berufung darauf,
    dass dieses Geld einfach nicht zur Verfügung steht,
    aber für die Banken Milliarden einfach “mir nichts dir nichts”
    aus dem Hut zaubert.”

    Das bringt mich auch zum Lachen. ÖVP-Logik halt.
    http://derstandard.at/?url=/?id%3d1226250806475%26sap%3d2%26_pid%3d11206659

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/427016/index.do?from=suche.intern.portal

    Was mich wieder zur Grundicherung bringt. Wenn sogar Molterer sagt, dass genug Geld da ist … kann man es auch sinnvoll verwenden.

    btw, HEUTE war ich zum erstenmal in einem Spar-Supermarkt einkaufen, wo die Kunden selbst-tätigt, also OHNE Kassierin ausgecheckt und bezahlt haben.

    Ronald J Pohoryles 03.02.2009 14:49

    Das Studienkreditsystem funktioniert in einer Reihe von Ländern, darunter im besonderen in dem EU weit führenden Großbritannien. Zurückzahlen müssen Studierende erst nach Abschluss, wenn sie einen Mindestbetrag jährlich verdienen. Hier gilt der Vertrauensgrundsatz. Auch Studienabbrecher müssen zahlen, wenn sie diesen Mindestbetrag auch verdienen. Bei Erwerbslosigkeit muss man nichts zahlen, gleiches gilt für temporäre Arbeitsunterbrechung etwa durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit.
    Dies gilt für ALLE Studienfächer, nicht nur für die wirtschafts- oder technologieorientierten.
    Von einer Kreditfalle kann hier wohl nicht die Rede sein.
    Effekt: Studierende werden wie Kunden behandelt, die Betreuung ist vom ersten Studientag an vorzüglich, es gibt kleine Tutorengruppen.
    Die soziale Durchmischung ist deutlich besser als in Österreich, und britische Universitäten sind stolz auf die Studierenden aus dem Ausland.
    Das in Österreich zu ermöglichen – Wäre das nicht hübsch?

    Alexander Hofmann 04.02.2009 12:17

    Finanzierung durch Student Loans: Selbstverständlich!

    Lieber Aal 04.02.2009 17:14

    @pohoryles/hofmann-

    aber bitte nicht nach englischen vorbild. zwar zahlt man diese erst ab einer bestimmten einkommenshöhe, allerdings ist die rate unflexibel und kann zu einer enormen belastung werden. die höhe der rate muss sich am einkommen orientieren. der schutz dass die zahlungen erst ab einer gewissen höhe fällig werden ist für sich alleine zu wenig.

  6. tachyles 31.01.2009 19:35

    soso, nun sind wir also wieder beim Humboldt’schen Ideal. Jeder soll studieren wonach ihm (ihr) lustig ist, ohne Rücksicht auf Verluste oder volkswirtschaftliche Randbedingungen.
    .
    Sorry, aber ganz so wirds wohl heute nicht mehr gehen…
    .
    gut, der freie Bildungszugang ist eine Errungenschaft die höher gar nicht eingeschätzt werden kann und gerade in der Umgestaltung unserer Gesellschaft von einer postindustriellen zu einer rein wissensbasierten unendlich wichtig ist.
    .
    Doch freier Bildungszugang heißt nicht Selbstbedienungsladen ohne Eigenverantwortung. Während in einer der wichtigsten Phasen der menschlichen Entwicklung (dem Vorschulalter) noch immer eine kostenlose Kinderbetreuung verweigert wird, während Hunderttausende Lehrlinge für ihre Ausbildung im Dualen System arbeiten und Sozialversicherung, teilweise sogar Steuern bezahlen müssen, soll der / die künftige Akademiker(in) ausschließlich mit Samthandschuhen angefasst werden?
    .
    …nett, wenn wir es uns leisten können. Fragen wir doch mal die Lehrlinge ob es so ist?
    .
    Nein lieber Herr Professor, der Zugang muß ein anderer, ein volkswirtschaftlich vertretbarer, ein bedarfsorientierter, ein vor allem aber auch leistungsorientierter sein!
    .
    Akademische Ausbildung auf Kosten der Solidargemeinschaft ist kein Selbstzweck, sondern ein (nicht unwesentlicher) Teil der Qualifizierung für eine moderne Welt, vor allem aber auch für die Anforderungen von Arbeitsmarkt und Gesellschaft.
    .
    Schmerzlich vermisse ich seit Jahrzehnten geeignete Steuerungsmechanismen um jungen Menschen bei der Wahl des richtigen Studiums zu helfen. Wir lamentieren um das unterschiedliche Durchschnittseinkommen männlicher und weiblicher Akademiker/innen ohne in Betracht zu ziehen daß das fast völlige Fehlen von Studentinnen an technischen Universitäten vielleicht damit in Zusammenhang stehen könnte?
    .
    Wir lamentieren um die Notwendigkeit von Auswahlverfahren aufgrund zu geringer Studienplätze bei Medizinern und über tausende arbeitslose Jus-, Germanistik- und Archäologieabsolventen ohne uns Gedanken zu machen wie ein Studienumfeld, wie aber auch die Information der jungen Menschen beschaffen zu sein hätte um junge Leute (manche sagen – demografisch besonders interessant – auch “Humankapital” dazu) wenigstens darauf aufmerksam zu machen daß die Wahl des Studiums halt doch eine Bedeutung für den Lebensweg hat…
    .
    Diese Liste liese sich endlos fortsetzen, man könnte auch auf die sarkastische Bemerkung von wegen Schuß ins Knie wegen Aufnahmetests eingehen, wüßte man es nicht besser in welcher intensiven Form sich deutsche Studieninteressenten ausschließlich auf diese Tests vorbereiten, mit welchen juristischen Spitzfindigkeiten sie nachher die Ergebnisse beeinspruchen.
    Aber das führt hier zu weit. Die notwendigen Maßnahmen – hier gebe ich Herrn Dr. P. durchaus recht, sind einschneidend, schmerzhaft und müssen weit mehr umfassen als die Studiengebühren wieder vollinhaltlich einzuführen.
    .
    Der Fisch fängt beim Kopf zu stinken an.
    Aber Denken hilft :-)

    Antworten »

    Häferl 01.02.2009 08:51

    “Schmerzlich vermisse ich seit Jahrzehnten geeignete Steuerungsmechanismen”
    -> ich überhaupt nicht!!!!!
    Im Gegenteil, als Liberale möchte ich auf keinen Fall, dass mir die Bürokratie vorgibt, was ich zu studieren habe. Staatliche Studiensteuerung lehne ich deshalb strikt ab und kann in der praxis auch niemals funktionieren, wie die Geschichte ausgiebig gezeigt hat -> die Welt verändert sich schneller, als das die Hofräte und Amtsdirektoren in den verantwortlichen Ministerien das überhaupt nur bemerken würden – reagieren würden sie sicher um jahre zu spät. Da erscheint mir ein marktorientierter Zugang, wenn auch wie derzeit sicher nicht optimal funktionierend, noch 1000mal besser.
    +++
    “wüßte man es nicht besser in welcher intensiven Form sich deutsche Studieninteressenten ausschließlich auf diese Tests vorbereiten” -> warum tun das nur die bösen deutschen und nicht auch die österreicher? Wer hindert die österreicher an einer ebensolchen vorbereitung?
    +++
    Bei Eigenverantwortung und Leistungsorientierung bin ich aber voll bei Dir und ob studieren wirklich kostenlos sein muss, bezweiflich auch ich massiv – meiner Meinung nach wäre ein kreditfinanzierts Modell, dass man später über höhere Steuern zurückzahlt, auch leistugsorientierter (tatsächliche kosten sind zurückzuzahlen) und auch sozial fairer (gegenüber dem Steuerzahler, den Lehrlingen, …).

    Ronald J Pohoryles 03.02.2009 14:56

    Lieber Kollege, liebe Kollegin
    das Psoting hat mich erschreckt; Planungsphantasien wie im Kommunismus, das einzige System, das ich kenne, das, um das Geld der Allgemeinheit zu schützen, 5 Jahrespläne für den Bedarf an akademisch Ausgebildeten festgelegt hat; man hat gesehen, wo das hinführt!

    Bildung ist ein Grundrecht, und ich bin dafür, dass man es nachfragegesteuert gewährleistet. Der Nachfrager hier ist der oder die einzelne Bildungsinteressierte, nicht aber der Staat oder die Wirtschaft.

    Finanzielle Beiträge dafür können von den Interessierten aber durchaus verlangt werden, in einem sozial gestaffelten Kreditsystem, das erst ab einer bestimmten Einkommenshöhe zurückbezahlt werden muss, dann aber natürlich schon. So funktioniert das britische Universitätssystem, und es funktioniert hervorragend, wie das Uni-Ranking beweist.

    Im übrigen bin ich nach wie vor für das gesicherte Grundeinkommen für alle. Dies würde Studierenden erlauben, sich voll aufs Studium zu konzentireren, statt unsinnigen Jobs nachzugehen.

    Besserwisser 04.02.2009 14:23

    Nur eine Frage: Bekommt die Grundsicherung nach diesem Konzept auch der Sohn eines wohlbestallten Rechtsanwaltes, der sich im 15. Semester noch immer mit seinem Jusstudium abmüht?

    Häferl 04.02.2009 14:31

    @Besserwisser: Das hängt davon ab, ob Du die bedingungslose oder die bedarfsorientierte Grundsicherung meinst. Bei der vom LIF in der Vergangenheit (und zukünftig hoffentlich nicht mehr) vertretenen bedingungslosen Grundsicherung bekommt er sie und und der wohlbestallte Rechtsanwalt selbst auch = jeder!
    +++
    Die FDP propagiert das Bürgergeld, dass auch mir deutlich besser gefällt als die Grundsicherung, weil es auf Negativsteuern basiert (und keiner Auszahlung), damit ein Arbeitsanreiz gegeben ist weil jeder dazu verdiente Euro sich rentiert und nicht bis €750 verloren geht, bzw. auch nur von Arbeitswilligen in Anspruch genommen werden kann = Menschen die sich entscheiden, aus dem Erwerbsleben auszusteigen und sich zukünfitg Ihrem Hobby dem Malen widmen, müssen nicht von den restlichen Erwerbstätigen ernährt werden.

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