Die sozialistische Förderkeule verstärkt die Wirkung der Wirtschaftskrise

Der Überbringer der schlechten Nachricht hat meistens keinen leichten Stand. Doch die Wirtschaftskrise weiter zu verleugnen, bringt nichts. Sie ist auch nicht nur in der Automobilindustrie angelangt – wie so mancher behauptet – sondern zieht internationale Kreise bis hin zum Maschinenbau, der Stahlindustrie, der chemischen Industrie und anderen Branchen.

Die Auftragseinbrüche, von denen Firmen in Österreich, Deutschland, Osteuropa und auch Asien berichten, sind nicht zu verleugnen und auch nicht unerheblich. Und Umsatzrückgänge in der Wirtschaft treffen schließlich auch die Gesellschaft: Wer weniger Überstunden hat oder gar von Kurzarbeit  oder Arbeitslosigkeit bedroht ist, spart nicht nur beim Autokauf, sondern schließlich auch bei anderen Luxusgütern wie Urlaub, Bekleidung oder Nachhilfestunden.

Die österreichische Politik reagiert mit altbewährten Maßnahmen: Garantien und Förderungen für die Banken und die Automobilindustrie, Investitionen in Baumaßnahmen und Kurzarbeit für die Industrie. Zugegeben, angesichts ähnlicher Pakete in ganz Europa, könnte man das wohl auch als einen nicht völlig falschen Weg  sehen – insbesondere, weil wir uns schon lange in dieser staatlichen Förderfalle befinden, in die wir tagtäglich brav einzahlen.
Man beachte aber: Was ausgegeben wird, muss auch wieder verdient werden. Werden größere Beträge schlagend, muss es langfristig zu Steuererhöhungen kommen.  Und all diese Maßnahmen können eines nicht stoppen – den Anstieg der Arbeitslosenzahlen 2009.

Jetzt Steuern senken

Neben der einseitigen Geldausgabe-Politik der österreichischen Parteien, wäre es längst Zeit für eine kräftige Steuersenkung (gemeint ist hier nicht ein Café Latte Paket© a la österreichischer Bundesregierung). Insbesondere für Klein- und Mittelverdiener käme  eine deutliche Entlastung jetzt zum richtigen Zeitpunkt – und würde die regionale Kaufkraft stärken.

Wirklich wesentlich, da nachhaltiger, wäre aber eine spürbare Senkung der Lohnnebenkosten, da damit der steuerlich benachteiligte Faktor Arbeit gegenüber Kapital zumindest reduziert werden könnten und damit helfen würde, Arbeitsplätze nicht nur in der Industrie, sondern auch bei  vielen Klein- und Mittelbetrieben zu erhalten bzw. potentiell auch neue Arbeitsplätze zu schaffen.  Gerade für die Wirtschaft wäre ein Verlust von langjährig aufgebautem Know-how ein schwerer Schlag. Während die Politik bei Industriebetrieben mit Möglichkeiten der Kurzarbeit reagiert, fallen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von KMUs bislang durch den Rost.

Liebe Parlamentsparteien: Nicht nur versuchen zu lenken, sondern auch denken.

Doch von einer Steuersenkung oder einer Lohnnebenkostensenkung ist bislang keine Reden, denn der politische Mainstream zielt auf die übermäßige, lenkende Hand des Staates: Hohe Steuersätze bedeuten Macht, ein aufgeblähter Verwaltungsapparat bedeutet Einfluss und  das Einkommen des Einzelnen hoch zu besteuern bedeutet Abhängigkeit. Das Umsorgen von Menschen mit möglichst vielen Leistungen, die durchaus auch von privaten Unternehmen durchgeführt werden könnten, ermöglicht eine Steuerung der Gesellschaft und das Hochhalten der Unmündigkeit.

Alles in allem viele Gründe, um den Status quo aufrechtzuerhalten: Viel Steuern einnehmen, einen aufgeblähten Verwaltungsapparat erhalten und das hart erarbeitete Steuergeld  im Sinne von – Brot und Spiele für das Volk – an uns wieder zu verteilen, anstatt sich tagtäglich die Frage zu stellen: Auf welche Aufgaben kann der Staat reduziert werden und wo kann der Staat bei sich einsparen?

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KommentareTop

  1. Marie 27.03.2010 13:05

    Es ist nötig diesen Fragenbogen auszufühlen. Kann mir jemand helfen? Das ist zur Bachelorarbeit.
    http://tschechisch-osterreichische-beziehungen.vyplnto.cz/

    Auf dieser Seite klicken Sie auf den Druckknopf “vyplnit dotazník”.

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  2. Heimo 20.02.2010 16:29

    Nieder mit dem Sozialismusse !!

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  3. Miriam 03.02.2009 10:38

    Eine Art “Good Bank” vom Staat soll es ab Mai geben, damit Firmen Kredite in der Höhe von 200 Mio Euro bekommen.
    ——–
    Einerseits definitiv keine staatliche Aufgaben, andererseits ein Ausweg für viele Firmen, die keinen Kredit von einer Bank bekommen. Immerhin hätten die Banken auch die volkswirtschaftliche Aufgabe, Kredite zu vergeben.
    ———-
    Aus liberaler Sicht müsste man zur Ankurbelung des Kreditmarktes wohl eher Anreize für Banken schaffen. Frage mich nur eben, wie das aussehen könnte. Vielleicht indem man verstärkt Haftungen übernimmtl.
    ———-
    Die “Good Bank” könnte aber auch den Markt ein wenig ankurbeln und so manche Bank zur verstärkten Kreditvergabe bewegen.

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    Miriam 03.02.2009 10:42

    Infos vom Standard.at, 3.2.2009:
    Start im Mai
    Die Kreditvergabe über die Förderbank soll laut Austria Presseagentur schon im kommenden Mai starten. Der Antrag auf eine Erweiterung der bereits bestehenden Banklizenz wurde gestellt, betonte aws-Chef Johann Moser. Es sei geplant, noch heuer ein Kreditvolumen von 200 Millionen Euro unterzubringen. Eine Ausweitung auf 600 Millionen Euro sei möglich, so Moser. Bevorzugt werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Energieprojekte.

    Derzeit müssen Unternehmen, die einen aws-Kredit brauchen, bei ihrer Hausbank ansuchen. Die Mittel kommen dann aus dem ERP-Topf, der heuer auf 600 Mio. Euro aufgestockt wurde. Für jeden Kleinkredit erhalten die Banken 500 Euro plus 0,5 Prozent des aushaftenden Obligos. Um diesen Betrag fallen die Banken um, wenn aws den Kredit direkt vergibt.

    Die Banken sind über den Mitterlehner-Plan nicht glücklich, berichtet die “Presse” am Dienstag. Ein direkter Einstieg des Staates ins Bankgeschäft sei nicht sinnvoll, zitiert die Zeitung den Generalsekretär des Sparkassenverbandes, Michael Ikrath. Bei den Sparkassen gebe es keine Kreditklemme. Man haben die entsprechenden Mittel sogar aufgestockt. Bietet der Staat nun möglicherweise direkt Kredite an, bestehe die Gefahr, dass sich in Österreich die “guten Banken” in “Bad Banks” entwickeln. (APA/red)

  4. Murat 02.02.2009 22:04

    So eine Überschrift “Sozialistische Förderkeule” wäre unter der Gutmenschenherrschaft Heide Schmidts (die ich nichtsdestotrotz sehr sehr schätze) noch völlig undenkbar gewesen.
    Ich begrüße des LIFs Neuausrichtung!!

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  5. Miriam 30.01.2009 06:58

    Georg Soros auf Standard.at
    ————-
    Krise schlimmer als erwartet”
    “Eigentlich ist das Finanzsystem kollabiert”, die milliardenschweren Rettungspakete der USA und anderer Staaten seien “eine künstliche Lebenshilfe” sagt George Soros im Interview.

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  6. Mises Institute 22.01.2009 07:51

    Die erste Forderung eines jeden denkenden und liberal gesinnten Menschen sollte in diesem Zusammenhang sein, die desaströse Politik des “Fractional Reserve Banking” und des “Fiat Money” zu bekämpfen und entschieden für deren Abschaffung einzutreten. http://mises.org/story/3300

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    Häferl 22.01.2009 08:13

    1) the reestablishment of a 100% reserve requirement on all bank demand deposits and equivalents;
    2) the elimination of central banks as lenders of last resort (which will be unnecessary if the first principle is applied, and harmful if they continue to act as financial central-planning agencies); and
    3) the privatization of the current, monopolistic, and fiduciary state-issued money and its replacement with a classic gold standard.
    +++
    “100% reserve requirement” finde ich super und sehr naheliegend -Banken sollen nur so viel Geld verborgen dürfen (Kredite), wie sie auch in Form von Einlagen zur Verfügung haben – und nicht mehr – auch nicht in Osteuropa :-) -> siehe Ö-Banken und Probleme, die erst so richtig auf uns zukommen!

    Die restlichen beiden Forderungen erscheinen mir zwar theoretisch ebenfalls als sehr sinnvoll, allerdings in der Praxis wohl kaum durchführbar.

  7. Miriam 21.01.2009 06:59

    Österreicher größte Kreditgeber
    Auf die jahrelang herrschende “Ost-Fantasie” wettet derzeit niemand. Im Gegenteil: Es haben sich zuletzt häufig Kommentare gefunden, die das starke Engagement österreichischer Banken in Ost- und Südosteuropa infolge des dortigen wirtschaftlichen Abschwungs als immer unkalkulierbareres Risiko sehen. Immerhin sind Geldgeber aus Österreich die mit Abstand größten in der Region: Sie haben 300 Mrd. Dollar an Krediten offen. Die Summe entspricht fast 70 Prozent des heimischen BIP. Für die FMA heißt die “größte Herausforderung” nun Krisenmanagement.

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    Miriam 21.01.2009 07:00

    Mehr Info unter http://www.orf.at/090120-34102/index.html

    Ira 21.01.2009 10:56

    Geförderte Kurzarbeit in Österreich
    ———
    Anfang Dezember 2008: 8900 Betroffene – Kosten etwa 25 Mio Euro
    Jänner 2009: 15.200 Betroffene
    Februar 2009 ???
    ———
    aktuell auf ORF at: Kurzarbeit bei Magna Powertrain beantragt
    Der Autozulieferer Magna Powertrain wird Ende dieser Woche für seine beiden Standorte Lannach und Ilz Kurzarbeit beantragen. Insgesamt sind rund 700 Mitarbeiter aus Produktion und Montage betroffen.
    ———
    Für das Magna-Steyr-Werk in Graz werden derzeit Überlegungen angestellt, das bereits eingeführte Kurzarbeitsmodell zu verlängern – derzeit sind hier 2.616 Beschäftigte in unterschiedlichen Produktionen in Kurzarbeit.
    ———
    Voest schickt vorerst etwa 400 MitarbeiterInnen in Kurzarbeit

    Häferl 21.01.2009 14:51

    Soweit mir die liberale Literatur bekannt ist, werden dort Förderungen nirgends “gelobt” – im Gegenteil, Förderungen wirken marktverzerrend und verzögern in der Praxis in vielen Fällen einfach nur die Marktbereinigung von strukturell nicht länger überlebensfähigen Unternehmen.
    +++
    Dies gilt auch für Banken, auch wenn diese quasi als “Blutkreislauf” der Wirtschaft eine wesentliche Funktion im System wahrnehmen – aber es sollen und dürfen nur gesunde Unternehmen überleben.
    +++
    Ich habe die von Dir erwähnten Zahlen auch gelesen (70% des Ö-BIP als Kredite im Osten vergeben) und teile Deine Sorge: Was passiert, wenn jetzt bspw. nur 10% von diesen Krediten im Osten durch die Wirtschaftskrise ausfallen? Antwort: Die Banken können gar nicht genug Eigenkapital haben, um das abzufangen, auch nicht mit der einen oder anderen Milliarde staatlichen Partizipationskapitals!
    +++
    Auch aus meiner Sicht, liegt das wirkliche dicke Ende für die Ö-Banken noch vor uns und speziell im Finanzbereich wird deshalb die Arbeitslosigkeit 2009 noch dramatisch steigen, da meiner Einschätzung nach die eine oder andere Ö-Grossbank die nächsten Monate nicht überleben wird, auch wenn wir uns das heute (noch) nicht vorstellen können …

    Ira 22.01.2009 09:29

    Staat beginnt, Risikoanleger abzusichern
    ———-
    siehe http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/445828/index.do?_vl_backlink=/home/index.do und auch auf standard.at
    ———-
    Ist das Aufgabe des Staates? Wer mit seinem Geld spekuliert, sollte auch das Risiko höchstpersönlich tragen.

    Häferl 22.01.2009 13:09

    @Ira: Wenn ich mal wieder ins Casion gehe, hätte ich bitte gerne auch mein Geld wieder retour -> aber nur, wenn ich verloren haben sollte, sonst brauche ich diesen Schutz nicht!

    Im Unterschied zum Liberalismus, der von selbstbestimmten und damit auch eigenverantwortlichen Menschen ausgeht, ist hier der Unterschied in der Denke der Sozialisten und Konservativen sehr gut zu erkennen -> aus deren Sicht sind die “Bürger” dumme Hascherl die der Staat vor sich selber schützen muss und auch gleich überwachen muss …

  8. Häferl 19.01.2009 11:51

    Selbstverständlich ist es wichtig und sogar sehr sehr wichtig, im Unterschied zur Vergangenheit, sich ganz klar von den Grünen zu distanzieren, weil die Gemeinsamkeiten Grüner mit Liberaler Politik in Wahrheit sehr sehr klein sind!

    Noch wichtiger ist das in den letzten Wochen geworden, seit die Realos bei den Grünen von den Fundis verjagt wurden und nun Attac sowie radiakle Tierschutzgegner gemeinsam mit verkappten Kommunisten den Ton angeben.

    Im Bereich der Grundwerte gibt es praktisch übereinstimmende Meinungen und das soll und muss auch so bleiben, denn da sind die Grünen wie sie selber zugeben LIBERAL.

    ABER das planwirtschaftliche und staatlich nterventionistische (”an die Leine mit der Wirtschaft”) Wirtschaftsverständnis der Grünen, dass von der Denke her mit dem sozialistischen Wirtschaftsprogramm ident ist und die Wirtschaft als notwendiges Übel bzw. Unternehmer als Halbkrimminielle sieht, muss als klarer Gegensatz zu liberalen Standpunkten aufgezeigt werden udn zwar KLAR und DEUTLICH!

    Frau Luncaek hat es beim Bundeskonkgress gestern ja ausdrücklich und sehr deutlich formuliert: Sie ist gegen den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr, gegen die Globalisierung, gegen internationale Konzerne, …. was ist das wenn nicht “nationalistisch”? Wenn man sich vor Ausländern (internationalen Konzernen, Globailisierung, …) abschotten will, dann muss man sich in Kürze sicher auch Vergleiche mit den Rechten gefallen lassen, die genau gleich argumentieren, nur noch einen oben drauf setzen und das Abendland und deutsch-national offen aussprechen – die sogenannten “bürgerlichen Grünen Wähler” wird das nicht gerade freuen. sollen sich aber ihre eigene Meinung bilden!

    Antworten »

    Hayekfan 19.01.2009 18:32

    OK, beim Schutz der Grundrechte sind wir mit den Grünen auf einer Linie und da schätzen wir sie als Mitstreiter wirklich sehr – aber sonst?

    WIRTSCHAFT: Die Grünen wünschen sich eine Zitat: “Wirtschaft an der kurzen Leine” und sind “gegen den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr” – damit ist schon sehr viel über ihr Verständnis von Wirtschaft und ihrer Ablehnung der freier Marktwirtschaft gesagt… Ordoliberale wünschen sich im Vergleich dazu eher eine “grossflächige Weide” = einen klar definierten Ordnungsrahmen für die Wirtschaft, der stabile und faire Rahmenbedingungen für private Unternehmen schafft, aber keine staatliche Planwirtschaft, willkürlichen Eingriffe der Politik, Reverstaatlichung von Unternehmen, Verteufelung internationaler Konzerne, etc.

    GESELLSCHAFT: Welche Ideologie steckt hinter Anti-Globalisierung, Anti-EU, Anti-Amerikanismus, etc.? Wer fürchtet sich da jetzt plötzlich auch vor Ausländern und wodurch unterscheidet sich diese Denke eigentlich in seiner Grundlage noch von extrem-rechtem Gedankengut? Weltoffenheit ade bei den Grünen, seit die Fundis die Realos verjagt haben.

    Alex 19.01.2009 19:41

    Bei den Grundrechten, bin ich bei Ihnen.
    ___
    Wirtschaft:
    fordern die Grünen die stärkere Förderung alternativer Energie,
    hier könnte sich Österreich etablieren, in der Entwicklung zB.

    Schauen sie sich doch einmal das Verhalten der Amerikaner an,
    die fangen als Musterland des Neoliberalismus,
    bereits an Banken zu reverstaatlichen,
    wenn es in der Autoindustrie so weitergeht,
    wird es auch dort ein Thema.

    “Wirtschaft an die kurze Leine”,
    würde der Regulierung der Banken gleichkommen,
    das fordern auch die Amerikaner.
    Planwirtschaft wäre nat. ein Schwachsinn.
    Nicht jeder internationale Konzern, schert sich um Kinderrechte !!!
    Auch der Datenschutz wird regelmäßig verletzt usw.
    ___
    ad Globalisierung:
    Also wenn man sich die letzten Jahre so ansieht,
    hat Globalisierung nur den Verlust von Arbeitsplätzen
    und jetzt dank der Finanzkrise auch von jeder Menge Geld geführt.

    Wenn man bedenkt was man alles in anderen Regionen billiger produzieren bzw anbieten kann(Deutsche Unternehmen lagern bereits die Buchhaltung nach Indien aus), dann bleiben nur noch regionale unentbehrliche Bereiche/Berufe(Elektriker, Installateur,…) übrig.
    Auch die Politik, könnte man gänzlich der EU überlassen,
    aus Rationalisierungsgründen, wer braucht bei einer baldigen gemeinsamen Verfassung und vielleicht bald bei einem gestärkten Parlament, noch die Österreichische Bundesregierung ?
    Wenn sie meinen dies klingt nationalistisch,
    dann bedenken Sie, dass Protektionismus wieder stark im Kommen ist.

    Der Zucker kommt von Übersee, statt von Österreichischen Zuckerrübenbauern, es drängen verstärkt Hybritsorten auf den Markt,…(es bilden sich vermehrt Monopole, was tun wenn diese zuerst den Markt leeren und dann die Preise erhöhen) ???
    das Fleisch kommt aus Irland oder Osteuropa,…

    Und schlussendlich darf man nicht vergessen,
    dass der Prozess der Globalisierung extrem Fehleranfällig ist, (Bankenkrise zB, mitgehangen, mitgefangen)
    wenn eine Kette reisst, besteht die Gefahr dass die ganze Maschine steht.
    ____
    Es ist alles auf eine ständige Expansion ausgelegt,
    die gesamte Wirtschaft, sogar die Bevölkerung(Überalterung der Gesellschaft), dass die Resourcen der Erde weniger werden, dass Anbaufläche knapp werden könnte und somit Hungersnöte und darausfolgende Kriege um sauberes Trinkwasser, Öl, Nahrung,… unausweichlich sind, daran dürfte bei Globalisierung keiner denken.

    Dieser Prozess hat nur ein Ziel: Produktions- und Gewinnmaximierung,
    dass unsere Erde dafür nicht ausgelegt ist,
    scheint noch kein Problem zu sein.

    Ira 20.01.2009 05:48

    Ich denke auch, daß eine ganz klare Abgrenzung zu den Grünen – wie zu jeder anderen Partei – wichtig ist. Es war seit 1999 Strategie der Grünen, die liberalen Wähler für sich zu gewinnen. Und das haben sie auch – leider – sehr erfolgreich gemacht.
    ——–
    Die Grünen waren aber immer wirtschaftsfeindlich und staatsgläubig. Und wer glaubt, daß der Staat besser wirtschaftet, als Unternehmer, der irrt. Die alleinige Ansage, daß die Förderung alternativer Energien Arbeitsplätze bringt, ist allein schon ein staatlicher Eingriff und zeigt die Denke der Grünen.
    ——–
    @ Alex
    Globalisierung bedeutet natürlich Veränderung. Nicht jede Veränderung ist schlecht. Globalisierung kann auch als Chance begriffen werden.
    ———
    Vielleicht sollten Sie sich einmal fragen, ob es nicht wichtiger wäre, sich für Österreich ein starkes soziales Netz (Stichwort Umverteilung, Grundsicherung) zu spannen, dann bräuchten Sie auch keine Angst haben, daß Buchhaltung in Indien gemacht wird. Im Übrigen: nicht nur die Handwerker bleiben übrig, sondern die Chance für Österreich liegt in Forschung, Entwicklung und Dienstleistung. Und selbst in der Produktion gibt es tolle Chancen für heimische Zulieferer, da die Transportwege nach Asien lang und die Maschinen z.T. nicht auf dem gleichen Stand sind.
    ———
    Die Grünen haben Angst vor Veränderung und Fortschritt. Ihr Problem – unsere Chance.

    Miriam 20.01.2009 07:26

    @ Häferl
    Du schreibst: Lunacek hat sich am Sonntag gegen den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr ausgesprochen: also Grenzen wieder rauf, Zollämter wieder aufstellen (die Wirtschaft wird ihr danken).
    Nachdem der freie Waren- und Dienstleistungsverkehr ein Grundsatz der EU ist, hat sich Lunacek damit als EU-Gegnerin geoutet.

    Alex 20.01.2009 08:50

    Klar “kann man versuchen” sich von anderen Parteien abzugrenzen,
    nur wenn man sich die Programme anschaut,
    sieht man wie Mainstream diese teilweise werden
    und findet etliche Überschneidungen in den Ansichten,
    trotz angeblich unterschiedlicher “Ideologie”.
    Und wenn man bedenkt, dass sich das Liberale Forum,
    der ÖVP und der SPÖ vor Kurzem noch angebiedert hat,
    frag ich mich was die jetztige “Schmoll”(wir sind nicht dabei, obwohl die Anderen nicht besser sind als wir) und Abgrenzung zu anderen Parteientaktik soll ?!
    Man muss sich nicht von Anderen abgenzen, um Inhalte zu haben.

    @Ira:
    ad Globalisierung bedeutet Veränderung: das sind ja alles nette Phrasen,
    nur dürfte sich keiner darüber gedanken machen, wo ein exponentiales
    Wirtschaftswachstum enden soll, aber darauf ist die Wirtschaft ausgelegt. Diesen Umstand kann man auch an der Staatsverschuldung erkennen, bei den Amerikanern sieht man es besonders schön, obwohl die sich aus der Wirtschaft größtenteil rausgehalten haben.
    ___
    Die Stützung der Banken ist auch wettbewerbsverzerrend und ein “unerlaubter” Eingriff des Staates in den freien Wettbewerb !!!
    Wie viele Banken nehmen das Geld, sanieren sich selbst statt der Wirtschaft Kredite zu geben oder kaufen Anteile(zb Bank of America kaufte Anteile der China Construction Bank, trotz Inanspruchnahme von Staatshilfe) anderer Institute damit?!
    Marode Banken müssten demnach in Konkurs gehen und von gesunden aufgekauft werden, wollen Sie das etwa einem Finanzminister raten ?!
    Wenn große Banken in Konkurs gehen, sind Millionen Menschen davon betroffen(siehe Lehman Brothers) und es trifft auch die restliche Wirtschaft, dank der Vernetzung(Globalisierung).
    ___
    ad Buchhaltung:
    Sie schrieben “die Chance für Österreich liegt in Forschung, Entwicklung und Dienstleistung”, Buchhaltung ist eine Dienstleistung
    und das Bsp habe ich nicht gewählt weil ich darin tätig bin, sondern um zu zeigen, was man alles auslagern kann. China und Indien haben Milliarden Einwohner Billigarbeiter und top ausgebildete Akademiker,
    da haben sie in Zukunft auch in der Forschung keine Chance, als ein Land mit 8Millionen Hanseln !!!
    ___
    wegen Grüne: Ich finde es nicht sinnvoll, andere geradezu zu “verteufeln”, oder sie als “ängstlich” darzustellen,
    nur weil sie andere Ansichten vertreten.
    ___
    ad Chancen:
    Auch der Wert des heutigen Geldes liegt in Wirklichkeit nur noch in der Chance der zukünftigen Entwicklung und ist “praktisch nichts mehr wert”.
    (Siehe Staatsverschuldung, Handelsdefizit USA, ständiges Drucken von ungedecktem Geld, dadurch praktische Wertlosigkeit des Dollars und dem Umstand dass die Europäischen Länder diesen in großen Ausmaß als Währungssicherung haben und selber Drucken wie die Wahnsinnigen, somit ist auch der Euro nicht gesichert)

    Ira 20.01.2009 14:53

    @ Alex
    Sie schreiben: Klar “kann man versuchen” sich von anderen Parteien abzugrenzen, nur wenn man sich die Programme anschaut, sieht man wie Mainstream diese teilweise werden und findet etliche Überschneidungen in den Ansichten, trotz angeblich unterschiedlicher “Ideologie”.
    —————-
    Zurecht beklagen Sie die Schwammigkeit der anderen Parteien. Das Liberale Forum hat den entscheidenden Vorteil, Problemen mit klar definierten Werten wie Freiheit, Eigenverantwortung, etc. zu begegnen. Damit sind die Liberalen für die Wähler und Wählerinnen einschätzbar. So mag es zwar sein, daß manches Mal gleiche Ziele bestehen, doch die Wege zum Ziel unterschiedlich sind (siehe Debatte über die Quotenfrau: Grüne für Zwangsmaßnahmen, Liberale für Anreize und Gleichberechtigung)

    Alex 20.01.2009 16:40

    @Ira:
    Es gibt Männerdomänen,
    in denen sich Fauen auch trotz “Anreize” schwerer tun,
    bzw diese kaum, bis gar nicht möglich sind !
    Beispiel Politik: was für Anreize sollte man hier denn setzen ???
    Den Parteien mehr Förderung versprechen ?
    Natürlich sollte sich immer die/der Geeignetste durchsetzen,
    nur fehlt es dann halt oft an der Objektivität der Bemessungsgrundlage,
    wer die/der Geeignetste ist.
    Und die Unterdrückung der Frauen oder Rassismus,
    sind Punkte wo es halt auffällig ist.
    Wenn der Amerikanische Präsident immer ein Weißer war,
    will man auch in Zukunft einen Weißen sehen.
    McCain:Obama sehe “nicht wie alle jene anderen Präsidenten auf den Dollarscheinen” aus(hier hat sich der Bessere durchgesetzt, wäre er eine Sie gewesen, sehe es ganz anders aus).
    A. Smith sagte einmal(frei übersetzt): Wenn man jemanden immer unter sich hatte(auf Rang bezogen, hier also auf Männer/Frauen Verhältnis bezogen), dann würde MANn es nicht ertragen, diese plötzlich über sich stehen zu haben(vermutlich würde man es zu verhindern wissen).

    Egal,
    Themenwechsel:
    Auf der Seite findet man immer wieder den Namen Heide Schmidt,
    ist sie jetzt doch noch da oder noch immer weg ?
    Oder wurde die Seite blos noch nicht geändert ?

    Ira 21.01.2009 05:47

    @ Alex
    Stell Dir vor, Du leitest eine Partei und gehst in die Wahlen. Für wen würdest Du entscheiden: für das richtige Geschlecht oder für den/die besten Kandidaten/in?
    ————
    Ich vote für den oder die Beste(n), um die Wahlen zu gewinnen – da würde mich auch ein finanzieller Anreiz zu keiner anderen Entscheidung bringen. Im übrigen müßte der so hoch sein, daß er u.U. auch Verluste abdeckt und das kann man dann vergessen. Die Verantwortung trägt jede Partei für sich selbst und sollte auch selbst entscheiden.
    ————
    Und wer sagt, daß der beste Spitzenkandidat nicht eine Frau sein kann, und damit die Geeigneste. Das ist ein Vorurteil Deinerseits! Bei uns Liberalen waren bei der letzten NR-Wahl relativ gesehen viel Frauen ganz vorn.
    ———–
    Die “Objektivität” von der Politik definieren zu lassen, ist einerseits ein staatlicher Eingriff und zweitens sprechen wir dann nicht mehr von der Objektivität, sondern von Lenkung.

    Alex 21.01.2009 06:50

    @Ira:
    Und was tun wenn zwei gleichwertige Kandidaten zur Wahl stehen,
    einer männlich, einer weiblich ?
    Hatte ein Fischer wirklich mehr Qualitäten, als eine Waldner ?

    ad mein Vorurteil:
    Ich habe nichts gegen einen weiblichen Spitzenkandidaten,
    ich habe lediglich festgestellt, dass wenn in Amerika eine schwarze Frau mit den Qualitäten eines Obamas angetreten wäre,
    sie keine Chance auf das Amt gehabt hätte.

    ad Wahl/Objektivität:
    Wahlsieger der letzten Wahlen waren ein Strache und ein Haider,
    soll das heissen die waren die Besten Kandidaten,
    rein objektiv gesehen, dann war eine Heide Schmidt, was ?
    Unqualifiziert ?
    Das glaube ich nicht.
    Drum habe ich auch geschrieben: “fehlt es dann halt oft an der Objektivität der Bemessungsgrundlage, wer die/der Geeignetste ist”.

    Ira 21.01.2009 07:12

    @ Alex
    Die “Gefahr” bzw. Wahrscheinlichkeit von zwei gleichwertigen Kandidaten sehe ich nicht. Fischer steht für eine völlig andere Politik bzw. Weltbild als Ferrero-Waldner.
    ————
    Würden zwei KandidatInnen in der Politik für mich zur Wahl stehen (für eine Spitzenposition), würde ich eine Bewertung u.a. bezüglich Werthaltungen, Positionen, Fingerspitzengefühl für politische Themen, Auftreten und Persönlichkeit, Sympathie, Führungsqualität und Teamfähigkeit durchführen.
    ————
    Strache, Haider, Glawischnig & Co. fallen bei mir bereits bei den Werthaltungen durch und sind für mich daher unwählbar. Eine objektive Bemessungsgrundlage kann nicht von mir kommen, sondern nur von der Mehrheit der Wähler und Wählerinnen.

  9. Thomas 19.01.2009 11:50

    Ich glaub, dass Steuersenkungen kontraproduktiv sind. In Zeiten, in denen allen Leuten eingeredet wird dass alles so schrecklich ist, wird Geld eher gebunkert als ausgegeben. Demenstsprechend wird das Geld, dass bei einer Steuersenkung der Bürger mehr hat nicht in den Wirtschaftskreislauf zurückgegeben, sondern gespart.

    In meinen Augen wäre wesentlich sinnvoller eine Investition des Staates in die Infrastruktur, Bahn, Wohnen, Bildung. Investitionen in diese Bereiche sichert im Gegensatz zu einer Steuersenkung Arbeitsplätze, und Arbeitslosigkeit ist – gerade in solchen Zeiten – doppelt und dreifach gefährlich. Arbeitslosigkeit kostet dem Staat Geld (Arbeitslosengeld), die Leute haben weniger Geld zum Ausgeben, das widerum schadet der Wirtschaft.

    Das allerwichtigste ist Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Steuersenkung kann nur ein kleines Zusatzzuckerl, sozusagen ein Placebo für die Stimmung, sein.

    Antworten »

    Hayekfan 19.01.2009 13:40

    Milton Freidman argumentiert verkürzt wie folg zum Thema staatliche Investitionen vs. Steuersenkungen:

    1) Von der staatlichen Bürokratie geplante und durchgeführter Investitionen haben gewisse “Streuverluste” und kommen nicht 1:1 bei den Menschen an = die Blürokratie der Abwicklung kostet Steuergeld und es wird nicht immer in die richtigen Projekte investiert, der Staat bekommt Leistungen auch nicht immer zu einem marktgerechten Preis. Alleine diese “Streuverluste” lassen sich gegen das zu erwartende Sparen gegenrechnen und damit neutralisieren. ABER: Beim Sparen ist das Geld dann noch immer bei den Menschen da, das falsch investierte Steuergeld und von der Bürokratie verbrauchte Geld ist aber weg!

    2) Investitionen des Staates haben eine Vorlaufzeit. Der Staat ist verpflichtet, öffentliche und großteils EU-weite Ausschreibungen durchzuführen. Diese muss er vorbereiten, durchführen, die entsprechenden gesetzlichen Angebotsfristen einhalten, einen Zuschlag erteilen, wieder die entsprechenden Stillhaltefristen abwarten und erst dann ist der Auftrag mal erteilt. Dann beginnt der Auftragnehmer mal zu planen und vorzubereiten, usw. Bis vorallem große Investitionen dann wirklich Arbeitsplätze schaffen, weil bspw. Baurabeiter beschäftigt werden, vergehen in der Praxis leider Jahre. In den allermeisten Fällen, wird die Wirtschaftskrise schneller vorbei sein, als der erste Bauarbeiter zu arbeiten beginnt, denn leider gibt es praktisch keine bereits vorbereiteten und starklaren Projekte.

    Steuersenkungen sind sehr einfach durchzuführen, können sehr rasch umgesetzt werden, kommen direkt bei den Menschen an, erzeugen keinen bürokratischen Aufwand, …

    Abgesehen davon, würde mir eine Lohnnebenkostensenkung ohnehin viel besser gefallen, als eine Steuersenkung. Hat die gleichen Vorteile wie eine Steuersenkung und hilft gleichzeitig die aktuelle Ungerechtigkeit in der unfair höheren Besteuerung von Arbeit gegenüber Kapital zu verrringern!

    Ira 20.01.2009 06:03

    @ Thomas
    Investitionen in die Infrastruktur werden zwar kurzfristig Arbeitsplätze in der Baubranche schaffen und die Arbeitsmarktzahlen beschönigen -aber nachhaltig finde ich das Konzept nicht.
    ——–
    Weiters stellt sich die Frage, wer diese Milliardenpakete bezahlen soll. Unsere Generation und die nächste? D.h. die Politik blockiert für Jahre die Budgets und lebt jetzt bereits auf Kosten der nachfolgenden Generationen. Damit blockiert sie für lange Zeit die Gestaltungsmöglichkeiten.
    ——–
    Wer wenig Geld hat, wird eine Steuersenkung 1:1 ausgeben und die Wirtschaft ankurbeln.

  10. Bastl 19.01.2009 11:49

    Ich denke, dass Investionen zB in Schul und Universitätsgebäude durchaus sinnvoll wären.
    Natürlich kann dies nicht die einzige Maßnahme sein, um die österr. Wirtschaft anzukurbeln und Arbeitsplätze zu sichern. LNK senken wie von div. Experten gefordert, sollte auf jedenfall im Maßnahmenpaket enthalten sein.

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    Häferl 19.01.2009 18:40

    Grundsätzlich würde auch ich nachhaltige und wertschöpfende Investitionen begrüssen, also konkret bspw. in Bildung und Infrastruktur, aber als azyklische Investition jetzt kurzfristig und schnell taugen sie nicht, weil sie erst zu spät bei den eigentlich erwünschten Empfängern ankommen würden – nämlich dann, wenn die Wirtschaftskrise (hoffentlich) schon wieder vorbei ist.
    -
    Bevor jetzt überhastet Geld in gar nicht oder unzureichend vorbereitete Investitionen gepumpt wird, sollte es besser gelassen werden. In fix und fertig vorbereitete Projekte soll aber sofort investiert werden. Faymann konnte aber auf Nachfrage von Journalisten keine konkreten Projekte für sein EUR 8Mrd Geschenk nennen, es soll aber eine Arbeitsgruppe dafür eingesetzt werden :-)

  11. Bastl 19.01.2009 11:48

    Und die, die in der Oberstufe in Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft aufgepasst haben, wissen, dass ein Wirtschaftswachstum auch eine Rezession braucht. Ups and Downs sind in einer volkswirtschaft normal.

    Die meisten scheinen das vergessen zu haben, oder trauten sich bis vor kurzem nicht die Worte “stagnieren, Rezession, Krise” auszusprechen und haben sich nicht darauf vorbereitet!

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  12. Alex 19.01.2009 11:47

    Ein, ein wenig sozialistischer Gedanke dieser Art der Steuerung ?!
    Man könnte auch die treibstoffintensiven Autos vom Markt nehmen
    und den Kauf von treibstoffarmen anordnen, hätte das nicht um es mit Ihren Worten zu sagen “einen ähnlichen Effekt” ?! :D

    Nicht das Angebot regelt die Nachfrage, sondern umgekehrt.
    Bis jetzt war es chic das größte, beste, breiteste Auto zu fahren,
    dies hatte jedoch den Nachteil treibstoffintensiv zu sein,
    sinnvoll wäre es die Mineralölsteuer zu erhöhen,
    die würde auch die LKW auf die Schienen befördern,
    ist jedoch bis jetzt nur ein Grünen-Anliegen gewesen
    und wenn man sich die Meldungen hier auf der Lif Seite öfter durchliest,
    dürfte es nichts Wichtigeres geben, als sich von ihnen zu distanzieren ?!
    Was “Bruderkriege” anrichten, darüber kann man in der Zeitung lesen.

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  13. Irene 19.01.2009 11:46

    Die nächste Förderung ist schon im Anmarsch – die Verschrottungsprämie. Wäre es nicht besser, mit dem gleichen Effekt einfach die NOVA abzuschaffen – mit Lenkungseffekt: nur für CO2-arme Autos?? Kennt sich da jemand aus?

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  14. Hayekfan 19.01.2009 11:45

    Unser Dauergrinser (auch Bundeskanzler genannt) präsentierte stolz, dass jetz EUR 8 Mrd “für die Bürger” investiert wird. In welche Projekte konkret investiert werden soll, steht aber noch nicht fest, “dazu wird es eine Arbeitsgruppe geben”.

    Die 8 Mrd werden nicht FÜR die Menschen sondern VON den Menschen investiert, denn das ist unser Steuergeld!

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die “Arbeitsgruppe” noch vor dem Ende der Wirtschaftskrise konkrete Ergebnisse liefert, geht gegen null – wie man als gelernter Österreicher weiss! Ganz zu schweigen von einer zeitgerechten Umsetzung dieser Projekte, so dass diese dann tatsächlich Arbeitsplätze schaffen/sichern würden.

    Hat der Grinser keine Ahnung oder hält er uns für so blöd?

    Antworten »

    Tachyles 19.01.2009 13:35

    @hayekfan:
    Stimmt schon, die Investition kommt (wie immer) von den Bürgerinnen und Bürgern (die sich bei der Wahl hätten wehren können) und unseren Kindern (die sich zwar nicht wehren können, aber in 20 Jahren alles ausbaden und die Schuldzinsen zahlen dürfen)

    Stimmt auch, daß hin und wieder die politische Meinungsbildung etwas zu spät dran ist (vgl. Inflation – im Sommer diskutiert, am 24. September sanktioniert und aus heutiger sicht – äh – nix passiert … jetzt sind wir wieder bei 1.8%…)

    Allerdings sollte man vielleicht berücksichtigen daß die volkswirtschaftliche “Schlagkraft” Österreichs gegen die aktuellen Krisenerscheinungen ohnehin etwas gering erscheint. Konkret scheint dies eher ein Thema unserer Europäischen Union zu sein.

    Schade, daß die österreichischen Liberalen hier wohl nicht mehr allzusehr mitgestalten werden können – oder gibt es schon konkrete Pläne einer Kandidatur im Juni?

    Schulversuch 19.01.2009 14:45

    EU-Wahl?
    Sehr mutig … glaubst Du wirklich daß die LIF-ler das schon stemmen können?

  15. Hayekfan 19.01.2009 11:44

    Ist tatsächlich mal ein fundierter Artikel zu diesem Thema und zeigt auch auf, dass die derzeit häufig zu hörenden Rufe nach “mehr Staat” nur mit Dummheit erklärt werden können.

    Zitat aus Artikel: “Zu kurz gegriffen ist auch die Forderung nach einer Verstaatlichung des Bankensektors. Wenn eine staatliche Bank nicht permanent mit Steuergeldern unterstützt werden soll, kann sie sich im kapitalistischen Markt auch nicht viel anders verhalten als eine Privatbank.”

    Der Staat hat in der Definition der Spielgregeln versagt und die ohnehin nur mangelhaften Spielregeln dann auch noch amateurhaft von finanztechnisch unbedarften Günstlingen kontrollieren lassen – “FMA als Grasser-Fanclub”!

    Zitat Artikel: “Nicht die jeweiligen Spieler (ob öffentlich oder privat) sind das Problem, sondern die Spielregeln”.

    Es sind also nicht die Banken und auch nicht die freie Marktwirtschaft schuld sondern der Gesetzgeber = der Staat = die Politik hat versagt!

    Wern kann da nach mehr Staat rufen?

    Und jetzt den Bank

    Antworten »

  16. Arnold 19.01.2009 11:42

    Wie viele andere auch bin ich der Meinung wir haben gar keine Bankenkrise (wo auch die machen doch immer noch das was ihre Aufgabe ist, sie erwirtschaften für ihre Eigentümer immer noch Gewinn; von einer Bankenkrise kann man da nicht sprechen) sondern eine Strukturkrise.
    Hier mal ein wirklich guter Artikel:
    http://www.taz.de/1/debatte/theorie/artikel/1/die-spielregeln-nicht-die-spieler/

    Antworten »

  17. Häferl 19.01.2009 11:40

    Aus liberaler und wohl auch aus rationaler Sicht, wäre eine Steuersenkung und/oder Lohnnebenkostensenkung einer staatlichen/ planwirtschaftlichen Investition von Steuergeldern in mehr oder weniger sinnvolle Infrastrukturprojekte eindeutig vorzuziehen – siehe bspw. Milton Friedman.

    Geringere Lohnnebenkosten würde wie seit vielen Jahren von allen politischen Parteien bejammert endlich die steuerlichen Nachteil von Arbeit gegenüber Kapital beheben oder zumindest verbessern. Eine Lohnebenkostensenkung entlastet den Faktor Arbeit und würde damit x-mal mehr zur Sicherung von Arbeitsplätzen beitragen, als irgend welche Investitionen, bei denen immer nur ein Teil in Arbeitskräftebedarf resultiert und noch dazu den Wirtschaftsstandort Österreich einen Dienst erweisen.

    Warum wohl, ist es unseren sozialistischen und konservativen Regierungspolitikern (und aus selbigem Grund auch leider vielen Politikern in den anderen EU-Ländern) dann wohl wider jeder Logik lieber, Steuergeld zu investieren anstatt einfach die Steuern zu senken oder die LNK zu reduzieren?
    Wer Geld ausgeben kann, verfügt über Macht!

    Einmal erhöhte Budgets für Investitionen tendieren in der Praxis dazu, in den Folgejahren nicht wieder reduziert zu werden = der Bedarf des Staates an Steuergeld und damit Macht wird nachhaltig von den einzelnen Individuen immer weiter zum Staat weiter verlagert.

    Steuern und/oder LNK senken, wäre übrigens auch viel einfacher als sich erst Investitionsprojekte ausdenken zu müssen, dann Ausschreibungen vorzubereiten und durchzuführen, einen Zuschlag zu erteilen, das Projekt zu planen, …

    Die von Kynes vorgeschlagene azyklische Budgetpolitik kann für die in Ö geplanten Infra-Investitionen nicht als Ausrede benutzt werden, denn bis die Investitionen tatsächlich am Arbeitskräftemarkt (bspw. bei den Bauarbeitern) ankommen werden, wird die aktuelle Wirtschaftskrise vermutlich schon lange wieder vorbei sein, denn in der Praxis vergehen bis dahin mehrere Jahre (vorher Ausschreibungen, Planung, etc.).

    Zur Sicherung von Arbeitsplätzen JETZT woe es notwendig wäre, helfen die geplanten Investitionen genau gar nichts!

    Antworten »

  18. Mag. Wolfgang Grabensteiner 19.01.2009 11:35

    Eine ganz wichtige Geschichte wäre es, den internationalen Finanzmarkt wieder klar vom Glücksspielmarkt zu trennen. Flöttl & Co können ja gerne ins Casino gehen, wenn ihnen das soviel Spaß macht, aber bitte nicht mit dem Geld von Steuerzahlern und Kleinanlegern.
    Die Begleitmaßnahmen des Bankenhilfspakets sind dabei skandalös zahnlos. Von sinnvoll geschalteten Ampeln – wie Ivan Prandhzev das sehr anschaulich nennt – keine Rede, nicht einmal die Managementgehälter werden nachhaltig auf ein menschliches Maß reduziert. Dass diese unmoralischen Bereicherungsmaschinerien dem Liberalismus in die Schuhe geschoben werden, ist sowieso ein Skandal, die funktionieren nämlich nur in einem unfreien – weil von wenigen Mächtigen in Geißelhaft genommenen – Turbokapitalismus, der von den Idealen des Liberalismus (freie Entfaltungsmöglichkeit jedes einzelnen Individuums) meilenweit entfernt ist – siehe die extremen Auswüchse in Russland. Dass jetzt die Superreichen am meisten verloren haben – no na, wer sonst? – ist ein allzu schwacher Trost.
    Last but not least sehe auch ich die Vorteile einer Krise darin, Dinge prinzipiell zu überdenken, z.B. ob es quasi naturgesetzmäßig ein Wirtschaftsystem geben muss, dass nur bei Wirtschaftswachstum funktioniert. Noch kein/e Naturwissenschaftler/in konnte den Nachweis erbringen, dass die Ressourcen dieser unserer zur Zeit einzig verfügbaren Erde jedes Jahr um x% wachsen, eher das Gegenteil ist der Fall. Wenn wir diesen Systemfehler nicht alle paar Jahrzehnte durch einen Weltkrieg korrigieren wollen – wie das im 20. Jahrhundert “funktioniert” hat, sollten wir es prinzipiell überdenken, ob unserem Wirtschaften nicht auch in dieser Hinsicht sinnvolle Ampeln aufgestellt werden sollten, bevor man mit Höchstgeschwindigkeit gegen die Wand kracht.
    Dass sich die Industrienationen (Österreich als löbliche Ausnahme) in diesem Zusammenhang seit Jahrzehnten einer Energiegewinnungstechnik bedienen, dessen Müllendlagerung noch gar nicht geklärt ist, ist ein beredtes Beispiel, dass manche Ampeln nur eine Farbe bräuchten – rot.

    Antworten »

    Arnold 19.01.2009 11:37

    Wer in der Oberstufe in Mathematik aufgepasst hat, weiß dass unser Wirtschaftsystem mit seinem unbedingt notwendigen Wachstum nicht auf Dauer funktionieren kann. Unser WIrtschaftsystem entspricht eigentlich einfachsten Exponentialfunktionen. Aber etwas besseres als ein auf Wachstum basierendes System ist leider nicht in Sichtweite um das immer größer werdende Problem zu lösen. Zumindest sehe ich keines.

    Tom 19.01.2009 11:38

    @Arnold: so etwas kommt auch nicht aus dem Nichts in herangeflogen, man muss es erarbeiten.
    Jene die, wie so schon gesagt, “in der Oberstufe Mathematik aufgepasst” haben, kritisieren die Mängel unseres Wirtschaftssystems ohnehin schon lange. Dort kann man sich die grundlegenden Informationen holen, und vielleicht auch schon erste Vorschläge für eine Neuregelung.

  19. Ivan Prandzhev 19.01.2009 11:32

    “Auf welche Aufgaben kann der Staat reduziert werden und wo kann der Staat bei sich einsparen?”

    Es ist erstaunlich, wie wenige Menschen sich diese Frage stellen, während sie das bei weitem unnötig schwere Staatsaparat mit ihrem verdienten Geld tragen. Die Unmündigkeit ist insoweit selbstverschuldet.

    ———————

    @Alexander Hofmann

    “Die Politik wird aus dem Geschehen für die Zukunft aber hoffentlich die richtigen Lehren ziehen.”

    Erst recht werden wir erfahren, welche Chancen die Krise bietet. Die Stärkund der Aufsichsmöglichkeiten der internationalen Organisationen und Instituionen wird hoffentlich zu mehr Sicherheit und Vertrauen im Verhalten der anderen Akteure in der Wirtschaft beitragen können und damit zu mehr Unternehmensrisiko, Kreativität und Wachsum.

    ——————–

    Nicht auf das Geld der Steuerzahler, sondern auf die Bonität der Partner vertraut man in der Privatwirtschaft und die Politik (auch international) hat versagt, die Bedingungen dafür zu schaffen.

    ——————————

    Oder würde jemand über die Kreuzung fahren, wenn es trotz starkem Verkehr keine Ampeln gibt? Der Staat kann niemandem die Angst vor dem Tod nehmen, indem er Schadenersatz (für die Bonitätlosigkeit anderer!) zu leisten vrspricht. Viel mehr soll er eine Ampel auftellen und damit die freie Teilnahme aller ermöglichen. Danach braucht er sich nicht einmischen.

    ————————–

    Ganz nach dem Prinzip “form follows function” entsteht das Recht, wenn die wirtschaftlichen bedingungen es verlangen. Offenbar waren sie aber überreif. Die Politik wird jetzt lernen, wie das Kind lernt den Ofen nicht berühren, weil es weh tut. Nur im Fall userer Politiker ist die Unmündigkeit eben selbstverschuldet.

    ————————-

    Oder sind Politiker frei und mündig in ihren Entscheidungen, wenn sie in der Tasche einer Bank stehen? Das Bankenhilfspaket ist das notwendige Ergebnis einer erpresserischen Entführung: unsere rote und unsere schwarze Banken haben uns einmal als Kunden als Geiseln genommen und einmal als Steuerzahler mit dem gemeinsamen wirtschaftlichen Untergang genötigt und erpresst. Ohne den braven Beitrag ihrer roten und schwarzen “Volksvertreter” wäre dies kaum möglich. Ist das Demokratie?

    Antworten »

  20. Alexander Hofmann 19.01.2009 11:29

    Führende Ökonomen sind sich mittlerweile einig, dass die Ursachen der Finanzkrise nicht in einem überzogenen LIberalismus liegen, sondern vielmehr in verfehlten lenkungspolitischen Maßnahmen der Staaten.

    Die Notenbanken (insbes. die US-Fed) haben zu viel Geld zur Verfügung gestellt. Die überschüssige Liquidität hat zu einem Kreditüberhang geführt. Das hat die Gesetzte des Marktes künstlich außer Kraft gesetzt. Kredit bekam auch, wer keine Bonität hatte. Und irgendwann einmal musste die Blase platzen.

    Starre Wechselkurse sind enbenfalls marktfeindlich und führen zu einem Ungleichgewicht, das sich mit schlimmen Folgen entladen muss.

    Auch eine zu laxe Aufsicht über die Märkte und fehlende Haftungsregelungen für Manager, die unangemessene Risken eingehen oder überhaupt betrügen, senden falsche Anreize aus; mit fatalen Folgen

    Nun muss der Staat in den durch eine zu großzügige Geldpolitik ruinierten Markt noch mehr Geld pumpen. Man weiß: Ein Glas Bier nach einer durchzechten Nacht kann den unerträglichen Kopfschmerz des Katers kurzfristig linden. Eine nachhaltige Lösung verspricht das aber nicht.

    Freilich wollen wir keine weltfremden Dogmatiker sein. In der jetzigen Situation muss der Staat verantwortlich handeln. Die Politik wird aus dem Geschehen für die Zukunft aber hoffentlich die richtigen Lehren ziehen.

    Antworten »

    Bastl 19.01.2009 11:33

    Interpretativ zusammengefasst würde ich sagen: mann vertraut zu sehr darauf, dass die Wirtschaft unermesslich weiterwächst.
    Die Eventualität einer Rezession/einen Rückgang der allgemeinen Liquidität/eines Verlustes im Gegensatz zu added Value wird von vornherei ausgeschlossen.

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