Der Standard über den Neustart

Rosa Winkler-Hermaden berichtet heute auf derstandard.at vom Neuaufbau der Liberalen.

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KommentareTop

  1. Marie 04.05.2010 18:02

    Könnt ihr mir bitte helfen und diesen Fragenbogen ausfüllen? Das ist zur Bachelorarbeit über tschechisch-österreichischen Beziehungen: http://7819.vyplnto.cz/ Danke.

    Antworten »

  2. Marie 28.03.2010 12:44

    Es ist nötig diesen Fragebogen über Tschechen und Österreicher auszufüllen. Könnt ihr mir helfen und nur ein paar Fragen beantworten? Ich brauche das zur meinen Bachelorarbeit.
    http://www.askallo.com/lz71ew5b/survey.html
    Danke.

    Antworten »

  3. ian.walton 23.10.2008 15:57

    Betrifft: Namensänderung.
    Denke an Great Britain als “The Liberal Party” and the “Democratic Party” fusioniert wurde – wegen zu wenig National annerkennung. The “Lib-Dems” wurde gegründet und ein Partei von 5% ist jetzt ein Partei von 15-18% geworden. Vielleicht ein möglicher Namen für uns?
    Auf all fälle viel Glück

    Ian

    Antworten »

  4. Cora 20.10.2008 11:34

    Zur Namensgebung möchte ich folgendes sagen: Ein Forum ist für mich eine DIskussionsplattform.(Forum leut Wikipedia: z.b. Marktplatz…) bei der es zu ewigen Diskussionen kommt.Diskussionen, die sich teilweise im Kreis drehen. Gespräche sollen natürlich im Vordergrund stehen. Aber der Begriff FORUM ist für mich leider nicht zielführend für eine Partei, die politisch etwas aussagen möchte und gute Ideen an den Wähler bringen möchte. Es kommt mir vor, als würde ewig diskutiert werden, und am Ende kommt nix gscheites raus. Und den Anschein hatte für mich auch das Parteiprogramm des LIF.

    Antworten »

  5. Julian 17.10.2008 16:43

    Da viele appellieren, wir sollten mehr über Inhalte denn über links-rechts diskutieren. Ich will es einmal versuchen, und schnell ein paar Eckpunkte eines möglichen Programmes anführen:

    * Weiter wie bisher: Einsatz für die Homo-Ehe
    * Mehr Ideen im Bereich Umweltpolitik (mir persönlich ein sehr wichtiges Anliegen)
    * Das mehrgliedrige Bildungssystem unbedingt aufrechterhalten – keine Gesamtschule!
    * Grundsicherung von ca. 750€ MIT Flat Tax (Grundsicherung nicht zu hoch ansetzen, denn sonst verliert arbeiten zu gehen an Reiz)
    * Klares Bekenntnis zur EU sowie zum EU-Vertrag
    * Eventuell Sozialdienste für Langzeitarbeitslose
    * Keine Vermögens(zuwachs)steuer, keine Erbschaftssteuer
    * Notwendige Pensionsreform, um das Gewährleistens unseres Systemes zu garantieren
    * Keine positive Diskriminierung
    * Vorgehen gegen die Klientelpolitik (SPÖ-Pensionisten und ÖVP-Bauern)
    * Ausländerpolitik mit Green Card ist ok, vielleicht sich nicht zu sehr an die Grünen anlehnen; Toleranz kann es nur geben, wenn Einwanderer bereit sind, sich zu integrieren.

    Ich bezeichne mich als xenophil, werde aber oft nachdenklich über den jetzigen Zustand. Es gilt hervorzuheben, dass Ausländer allgemein erfolgreicher als gebürtige Österreicher sind und eine Bereicherung darstellen. Nur sind das eben Ausländer aus Schweden, Deutschland, Ungarn, Tschechien, Slowakei etc. Bei Migranten aus der Türkei stellt es sich anders (und viel katastrophaler) dar.

    Antworten »

    Christoph G. 17.10.2008 21:32

    Ich denke nicht, dass dies hier wirklich gut funktioniert. Dies sollte von den Leuten, die sich aktiv im Rahmen des LIF beteiligen wollen, erarbeitet und erörtert werden. Spezielle Eckpunkte sind schnell mal gefunden, aber es bedarf der Auseinandersetzung mit der Materie, die gegenseitigen Wechselbeziehungen und Auswirkungen usw.

    Noch dazu bedarf es eines neuen bzw. überarbeiteten Grundsatz-Programmes, um den Rahmen bzw. die Basis dafür vorzugeben.

    LIFisch 18.10.2008 02:16

    Ich finde die Idee gut. Es lesen ja viele wichtige LIF-Leute hier mit. ;-)

    Ich versuche, das mal abzuarbeiten. *g*

    *Homo-Ehe:
    Ja, obwohl diese Bezeichnung von der Kronenzeitung sein könnte^^. Unbedingt auch auf Rehabilitierung von wegen früher geltenden Homosex-Verboten Verurteilten drängen, damit diese nicht mehr als “vorbestraft” gelten!
    *damit kein quasi neuer Zwangsdienst neben dem ebenfalls überholten Wehr- / Zivildienst entsteht.

    *Keine Vermögens(zuwachs)steuer / keine Erbschaftssteuer:
    100 % Zustimmung^^

    *Pensionsreform:
    Das ist ein Dauerthema und somit auch eine Dauerreform. ;-)

    *Keine positive Diskriminierung:
    Ich kenne den Begrif “positive Diskriminierung” nur in Zusammenhang mit Homosexuellen, die von Wolfgang Schüssel (ÖVP) mit dieser Wortwahl verhöhnt wurden. Dazu steht eh schon was oben. Oder war was anderes gemeint?

    *Kampf gegen SPÖ- und ÖVP- Klientelpolitik:
    Na sowieso!
    8-)

    *Ausländerpolitik:
    …muss auf der einen Seite strenger, auf der anderen Seite herzlicher werden, insgesamt aber “logischer”. Die extrem langen Asylverfahren können durch Verwaltungseinsparungen an anderer Stelle, mit dem frei gewordenen Personal verkürzt werden.

    Noch einige eigene Punkte:

    *Drogen:
    Einteilung von Suchtmitteln in verschiedene Gefährlichkeitsgruppen und dementsprechend unterschiedliche Strafen für Drogenhändler. Heroin z.B. lebenslänglich. Generell sollten die Hintermänner ausgeforscht werden und die “Verteiler” können zwischen Bekanntgabe der Quellen und längerer Haft wählen. Süchtige bzw. generell Konsumenten sind generell nicht als straffällig anzusehen. Personen, die augenscheinlich nicht mehr mit ihrem Leben zurecht kommen, ist zu helfen, unabhängig ob Alkohol oder illegale Drogen der Grund sind. Aufgrund der Tatsache, dass einige legale Drogen schädlicher sind (hochprozentiger Schnaps) als manche illegale Droge (Haschich, Marihuana) sollte man entweder harten Alkohol verbieten oder Haschisch und Marihuana legal verkaufen. Die Schweiz hat sich in einer Volksabstimmung vor einigen Jahren für letzteres entschieden und kiffen ist dort seither legal und entsprechendes Zubehör – wie in Belgien und Holland – in entsprechenden Läden zu bekommen. Eine breit angelegte Infokampagne im ORF soll zuvor einen Diskussionsprozess in Gang bringen, damit erkannt wird, dass Droge nicht gleich Droge ist und legal nicht zwangsläufig gesünder, sondern dass hier vielmehr die Traditionen und das Brauchtum zu den derzeitigen Bestimmungen geführt haben.

    *Ladenöffnungszeiten:
    Ladenschlussgesetz abschaffen, aber für das Offenhalten zu “unchristlichen” Zeiten höhere Gehälter vorschreiben, was sich auch in Form von höheren Preisen für die Kunden niederschlagen kann und wird. Das soll generell für Arbeiten in Dienstleistungsbetrieben gelten, also auch in allen Lokalen, Kinos, in Vergnügungsbetrieben im Prater oder auf der Kirmes, in Schwimmbädern, Sportstätten etc. Da wird es – ebenfalls brauchtumsbedingt – als ganz selbstverständlich angesehen, dass diese Angestellten immer eingesetzt werden können, ohne gesetzliches Recht auf höheres Gehalt. Selbstverständlich müssen die derzeitigen Gummiparagrafen überarbeitet werden, damit die derzeit schon stattfindenden Schikanen zwischen Montag und Samstag gegen Kassiererinnen (wo viele mehr Mittagspause eingetragen wird, damit sie am Abend länger bleiben können, um die gesetzliche Arbeitszeit nicht zu überschreiten) abgestellt werden können. Unternehmer müssen wirklich Angst haben, Mitarbeiter auszubeuten und das geht nur mit einkommensabhängigen Strafen bis hin zu ein paar Tagen Gefängnis bei Extremfällen von Unbelehrbaren Kapitalisten ohne jede soziale Ader!
    Jedenfalls ist es sachlich nicht gerechtfertigt, wenn 2 nebeneinanderliegende Betriebe, die das gleiche (Nahrung) verkaufen unterschiedlichen Gesetzen unterliegen, nur weil der eine das Essen zum Tisch serviert und man im anderen damit zur Kassa geht.
    Also weg mit dem Öffnungszeitengesetz, her mit einem strengen ARBEITSZEITENgesetz!!

    *Wehrpflicht:

    Die muss unbedingt weg. Nur noch die deutschsprachigen und skandinavischen Länder leisten sie sich in der westlichen Welt. Dass die europäische Menschenrechtskonvention hier eine Ausnahme vom Zwangsarbeitsverbot zulässt (was auch nur traditionsbedingt erfolgt ist), heisst nicht, dass Österreich als eines der letzten Länder von dieser Ausnahme Gebrauch machen muss. Hier ist die Karte der Blamage^^
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrpflicht

    *Sterbehilfe:

    Morphium ist ein sehr wirksames, aber sehr schädliches Anti-Schmerzmittel. Letztendlich stirbt der Patient daran und nicht an seiner Krankheit. Wir haben in Österreich also aktive Sterbehilfe. Wenn es sich um eine wirklich unheilbare Krankheit handelt und der Tod unmittelbar (<2 Wochen) bevorsteht, sollte diese Sterbehilfe auch offiziell angeboten werden dürfen, also mit tödlicher Injektion. Psychische Krankheiten sollen aber ausgenommen sein und generell muss es ganz strenge Auflagen geben.

    *Prostitution:

    Prostitution soll ein ganz normaler Beruf werden, mit Sozialversicherung, Urlaubsanspruch usw., vor allem damit das AMS Umschulungskurse anbieten kann, die zum Ausstieg aus dem Gewerbe helfen können. Zur Zeit ist es ja offiziell sittenwidrig und wird nicht als Arbeit anerkannt.

    *Medien:

    Abschaffung der ORF-Gebühren, stattdessen Einführung einer Mediensteuer, die allen Medien für journalistische Tätigkeiten und niveauvolle Sendungen und Zeitungsberichte erhalten. Solange die ORF-Gebühren existieren: Keine Einhebung für Computer!
    Förderung des Wettbewerbs!

    *Rauchen:

    Rücknahme des wettbewerbsverzerrenden Gesetzes, das ab 2009 gilt und grosse Lokale benachteiligt (siehe “Wein & co.”). Das davor angedachte Konzept hätte die kleinen benachteiligt. Die Position kann also nur lauten: Entweder überall Rauchverbot (im Sinne des Arbeitnehmerschutzes, der hier brauchtumsbedingt mal wieder nur für bestimmte Branchen gilt und nicht für die Gastronomie) oder alles so lassen wie es ist. Alles andere dazwischen klingt vielleicht kompromissorientiert, funktioniert aber nicht und früher oder später wird – wie in einigen deutschen Bundesländern – der Verfassungsgerichtshof Gleichheit für alle fordern. Das neue Gesetz ist so, als würde man nur einspurige Strassen mit Alkoholverbot belegen, während man am Pannenstreifen von Autobahnen alkoholisiert fahren darf. :-)

    *Rechtschreibreform:

    Das scharfe ß wird wie in der Schweiz abgeschafft und durch “ss” ersetzt. Alternativ kann das freigegeben werden, falls der ß-Buchstabe einige Nostalgiker glücklich macht. ;-)

    *Pornografie:

    Es ist absurd, 14jährigen zu erlauben, Sex zu haben, ihn aber nicht sehen zu dürfen. Ausserdem wird Sex mit Gewalt gleichgesetzt, wenn beides erst ab 18 erlaubt ist, was DVDs betrifft. Also Erotik und Pornos (mit “normalen” und nicht brutalen Inhalten) prinzipiell ab 14 erlauben. Das hilft auch den Videothekenbetreibern, weil sich das heute sowieso jeder 12jährige im Internet anschauen kann, wenn er will.

    * Inzestverbot:

    So wie in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Schweden und Portugal ist der Geschlechtsverkehr zwischen Geschwistern straffrei zu stellen, weil es sich hier einmal mehr um traditionsbedingte und sachlich nicht gerechtfertigte Verbote handelt, sondern nur um moralische Wertvorstellungen. Es kommt immer wieder vor, dass Geschwister, die nicht zusammen aufgewachsen sind, füreinander etwas empfinden, aber Angst vor dem Gesetz haben müssen. Viele erfahren erst später, dass sie Geschwister sind. Bei nicht zusammen aufwachsenden Personen gibt es diese natürliche Abneigung einfach nicht. Wenn diese beiden Personen nun miteinander glücklich sind, sollte man sie auch nicht bevormunden, auch nicht, wenn sie Kinder bekommen wollen, denn es gibt Krankheiten, die zu 100 Prozent an Nachkommen weitervererbt werden, während ein Erbschaden durch Inzest eine geringere Wahrscheinlichkeit darstellt und niemand würde einem (nicht blutsverwandten) Paar, das ein behindertes Kind zur Welt bringt, Vorwürfe machen, weil das doch vorher abzusehen war.
    Wenn das Inzestverbot abgeschafft wird, ist aber sexueller Kontakt zwischen Eltern und Kindern trotzdem automatisch weiterhin strafbar, weil es schon den Paragrafen für “Missbrauch eines Authoritätsverhältnisses” gibt, der ja zur Zeit auch greift, wenn es sich um Stiefgeschwister oder Adoptivkinder handelt. Die jetzige Situation ist sogar ethisch etwas bedenklich, weil ein Vater, der seine leibliche Tochter missbraucht, härter bestraft wird als wenn er “nur” seine Adoptivtochter missbraucht. Bestraft werden sollte jedoch nur, in welchem rechtlichen Verhältnis die Betroffenen zueinander stehen und nicht in welchem blutsverwandten Verhältnis. Der Ausdruck “Blutschande” für diesen Tatbestand ist ebenfalls so ein Ausdruck, der mich eher an einen religiösen Gottesstaat denken lässt.
    In Deutschland haben sich übrigens die Grünen für die Abschaffung des Inzestparagrafen ausgesprochen

    *0,0 Promille im Strassenverkehr!

    *Mehr Generika statt teurer Markenmedikamente (die gleichwertig sind)

    *Legalisierung von Musik-Downloads in Tauschbörsen:
    Nachdem man das nicht verhindern kann, sollte das Downloadverhalten in die offiziellen Charts einbezogen werden, also eben auch bei diversen Tauschbörsen (wird teilweise andernorts praktiziert).

    *Religionsunterricht:
    Es muss, OHNE Zustimmung der Eltern möglich sein, nicht daran teilzunehmen.

    *Studiengebühren:
    Vielleicht irgendwann mal, aber dann mit Sitzplatzgarantie und das ist das mindeste. Im Moment müssten Studenten teilweise eigentlich was bezahlt bekommen, dass sie überhaupt studieren. ;-)
    Dann müssten sie aber sozial gestaffelt sein. Aber zur Zeit ist das eh kein Thema.
    Man sollte übrigens von der starren Vorstellung loskommen, dass nur ein Unigebäude zum Lernen und für Vorlesungen geeignet ist. Warum nicht die am Vormittag und frühen Nachmittag ohnehin schlecht bis gar nicht besuchten Kinos dafür verwenden. Das wurde mal während eines Unigebäudenumbaus gemacht, könnte aber die Regel werden, wo doch Kinositze zudem recht bequem sind.

    *Abschaffung von Bedarfsprüfungen, bürokratischen Hürden etc. bei der Gründung eines neuen Unternehmens.

    *Rassistische Inserate
    Trotz Verbot findet man tagtäglich Stellenanzeigen wie “Nur Österreicher” oder”keine Ausländer”. Das sollte stark bestraft werden. “Gute Deutschkenntnisse” wäre die gerechte Ausdrucksweise, die jedem grundsätzlich die gleiche Möglichkeiten eröffnet.

    *Abschaffung der Kammerzwangsmitgliedschaften

    *Verbot von Transfetten wie in Dänemark und Kalifornien:
    Gehärtete Pflanzenfette sind extrem ungesund und einfach unnötig. Schmeckt ohne genau so gut.

    *Zulassung von sogenannten Heilpraktikern und Naturheiltherapteuten:
    In Deutschland und in der Schweiz gibt es diesen Berufsstand quasi als zweite Säule neben der Medizin. In Österreich dürfen laut Gesetz nur Ärzte heilen. Homöopathische Methoden werden teilweise von Seiten der Medizin vereinnahmt, aber generell wird die Thematik in Österreich zu sehr belächelt als ernst genommen – bei aller gebotener gesunder Skepsis.

    Hunde:

    *Viel mehr und vor allem grosse eingezäunte Hundezonen, wo sich die Hunde austoben und herumlaufen können. Ausserhalb dieser Zonen endlich strenge Strafen gegen leinenlose grosse Hunde. Auch stärkeres Augenmerk auf die international viel weiter verbreitete Praxis des Hundekot entsorgens. Abschaffung der Hundesteuer!

    *Vorsorgeuntersuchung:

    Personen, die regelmässig zur Vorsorgeuntersuchung gehen, sollten finanziell belohnt werden.

    *Vergnügungsparks:
    Der Prater hat fast ein Monopol auf Achterbahnen. In Deutschland und vielen anderen Ländern gibt es auch hier einen guten Wettbewerb, weil private Freizeitparks in Westeuropa ein ganz normaler Wirtschaftszweig sind, während man in Österreich aus ideologischen(?) Gründen alle bisherigen Projekte verhindert hat (und somit auch zigtausende Arbeitsplätze).

    *Gentechnik:
    In Jahrzehnten reden wir weiter, vielleicht gibt es dann eindeutige Beweise für die Harmlosigkeit für den Menschen. Zur Zeit: Lieber nicht.^^

    *Atomkraft:
    Im Prinzip nein, allerdings bezieht Österreich 10 – 15 Prozent seines Strombedarfs aus Atomkraftwerken, z.B. aus dem so geächteten Temelin, was schon eine gewisse Heuchelei ist, wenn man es mal nett ausdrücken will.
    Österreich soll keine Atomkraftwerke bauen!!

    __________________________________________________________

    Das wären jetzt ein paar Anregungen meinerseits, die mir so durch den Kopf gegangen sind.

    :-D

    kinte 18.10.2008 21:25

    “Ausländer aus Schweden, Deutschland, Ungarn, Tschechien, Slowakei etc.” sind EU-Bürger und vom Fremdenrecht nicht betroffen.

    Du sprichst von Toleranz: Genau diese Einstellung vieler Österreicher ist eine Hürde vor erfolgreicher Integration. Menschen werden sich kaum wirklich integrieren können wenn sie immer damit konfrontiert werden dass sie toleriert also eigentlich unerwünscht sind. Diese Mentalität hat Österreich schon einige kluge Köpfe gekostet – ich selber kenne da einige Türken die nach dem Studium in Österreich zurückgegangen sind weil sie sich nicht willkommen fühlten.

    Ein türkischer Mitbürger der legal in Österreich lebt und arbeitet (sprich durch seine Steuern das Studium der Inländer mitfinanziert) muss weiterhin Studiengebühren zahlen wenn seine Kinder studieren wollen. Ist das fair? Kann man ihm das verübeln wenn er sich ausgegrenzt fühlt?
    Integration fordern ist schön und gut; man muss aber auch die Rahmenbedingungen dafür schaffen.

    Nicht EU-Bürger haben teilweise eine Aufenthaltsgenehmigung aber keine Arbeitsbewilligung was auch ein großes Hinderniss darstellt; am meisten sind Frauen betroffen die als Familiennachzug nach Österreich gekommen sind. Eine “green card” ist deshalb unbedingt notwendig.
    Es wird sich auch beim Thema Grundsicherung u.a.die Frage stellen, wie ausländische Mitbürger behandelt werden. Wenn man sie nämlich ausschließt oder benachteiligt, wird erfolgreiche Integration nicht möglich sein. Und mit “wem’s nicht passt, der kann ja eh gehen” a la BZÖ/FPÖ wird man genau die Ausländer “vertreiben” die (wie du richtig sagst) eine Bereicherung darstellen.

    Last but not least: Dass meine Anwesenheit in Österreich keine Bereicherung sondern eine Katastrophe ist, dem kann ich leider auch nicht zustimmen.

    Simon Ritter 18.10.2008 22:59

    * Grundsicherung von ca. 750€ MIT Flat Tax (Grundsicherung nicht zu hoch ansetzen, denn sonst verliert arbeiten zu gehen an Reiz)
    –> ich denke, es geht nicht um jene, die nicht arbeiten wollen, sondern um jene, die wollen, aber zu alt, zu krank, zu behindert, zuviele Betreuungspflichten, zu anders sind, um eine nicht-prekäre Anstellung zu finden.( das jetzige Sozialnetz, fängt solche “Sonderfälle” NICHT auf)
    Die Grundsicherung sollte auf jeden Fall hoch genug sein, um ihren Namen zu verdienen.

    –> * Eventuell Sozialdienste für Langzeitarbeitslose
    Zwangsarbeit ist nicht mit der liberalen Idee vereinbar – aber es gibt (wirklich mit Preisen) ausgezeichnete Projekte
    auf freiwilliger Basis, mit der Idee, auch Arbeitslosen ein Netzwerken, Sozialkontakte und sinnvolle Tätigkeiten zu ermöglichen.

    Julian 19.10.2008 10:01

    @Simon Ritter: Ich weiß, Sozialdienste für Langzeitarbeitslose sind nicht wirklich liberal. Aber irgendwie fühle ich mich verarscht, wenn die sich vom Staat über Jahr(zent)e ihr Leben erhalten lassen, während andere jeden Job annehmen, um ihr eigenes Geld zu verdienen.

    @Christoph G.: Über was reden wir hier dann? Über eine Positionierung des neuen LIF in der links-rechts-Skala darf nicht geredet werden, über etwaige Inhalte aber auch nicht? Mir ist schon klar, dass wir nicht ein neues, professionelles Parteiprogramm erstellen werden, aber jeder sollte seine persönlichen Vorstellungen präsentieren, um im Rahmen dieses Blogs darüber diskutieren zu können.

    Julian 19.10.2008 10:11

    Noch etwas wegen der Studiengebühren, die kinte ansprach: Das LIF sollte endlich klarstellen, ob es für oder gegen Studiengebühren ist. Das LSF ist dafür, das LIF will sie in einer anderer Form. Begründet wird dies mit der unsozialen Form der jetzigen Gebühren. Hallo?? Es geht doch noch viel, viel ungerechter!

    Gerade diejenigen, die bis dato Studiengebühren zahlen mussten, weil sie “reiche” (ja,ja, sehr schwammig, ich weiß) Eltern hatten, bekommen diese jetzt erlassen. Für die Ärmeren ändert sich nichts.

    Die Oberschicht wird es dem LIF danken. Die meisten LIFler aber wollten den Ärmeren helfen, oder?

    Da jetzt Zugangsbeschränkungen auch fallen, wüsste ich gerne, wie das LIF einen (möglichen) Zustrom ausländischer Studenten erträglich macht. Unsere Unis sind (auch vom Platzangebot) jetzt schon nicht die besten.

    kinte 19.10.2008 11:37

    Kleiner Nachtrag:
    Vielleicht ist die Brochüre der Pro Austria (Zentrum für Integrationspolitik) verständlicher als meine angebrachten Beispiele:
    http://www.proaustria.org/proaustria_brochure_08.pdf

    David 19.10.2008 13:31

    Ich kann mich eigentlich ganz gut mit Deinen Vorschlägen identifizieren, außer mit der Idee “Sozialdienste für Langzeitarbeitslose”.
    Jeder, der “gratis” solche Dienste verrichten muss, und auch nur dann wenn er/sie gebraucht wird, hat wohl kaum die Möglichkeit, sein/ihr Selbstwertgefühl zu steigern, woraus folgt, dass er/sie kaum den Eindruck oder die Chance hat, sein/ihr Leben selbst zu bestimmen ( das würde ich als Kernthese der liberalen Politik sehen ).
    Ich bin der Meinung, wenn gemeinnützige Arbeit verrichtet wird, soll diese auch anständig entlohnt werden bzw. es sollen Jobs dafür geschaftt werden. Wenn es für den Staat oder wen auch immer nicht leistbar ist, dann wird die Arbeit eben nicht verrichtet.
    Von diesen Zwangsarbeiten zur starren Systemerhaltung, worunter für mich auch die Wehrpflicht fällt, halte ich absolut gar nichts.

    Laura 19.10.2008 18:27

    @Julian: Ich finde auch, dass die Abschaffung der Studiengebühren in dieser von Spö-Fpö-Grünen beschlossenen Form noch unsozialer und ungerechter ist, als es die Studiengebührenregelung bisher war, denn das einzige, was sich in diesem neuen Pseudo-Modell ändert, ist, dass wie du sagst Kinder von “Reichen” nun auch nichts mehr zu bezahlen brauchen, denn “Arme” haben die Studiengebühren bislang ohnedies refundiert bekommen. Die kleine Gruppe in der Mitte, die sich die Gebühren zwar gerade noch leisten konnte aber doch finanziell gespürt, aber gerade nicht mehr refundiert bekommen hat, und die jetzt auch nichts mehr bezahlen braucht, ist meines Erachtens das einzig Positive an der neuen Gebührenfreiheit, das betrifft aber eben nur einen total kleinen Teil der Menschen, da hätte man sich schon ein besseres Modell überlegen können, wovon mehr Menschen etwas hätten.
    Ich bin außerdem nicht für eine Quantität-vor-Qualität-Studiengebührenregelung, wie sie das neue Modell vorsieht,welches schnelle pseudo-StudentInnen auch noch für dieses “Schein-”studieren bezahlt, und jene, die etwas länger brauchen aber sich dafür ernsthaft damit befassen, mit Studiengebühren dafür bestraft, dass sie viel qualifizierter sind als die anderen. Das gilt vor allem für geisteswissenschaftliche Studien, für die die Mindeststudiendauer meines Erachtens ein Witz ist, wenn man das Studium ernsthaft betreiben möchte.
    Ich bin im Unterschied zur bisherigen Lif-Positionierung gegen jegliche Form von Studiengebühren, da freie Bildung für alle zu meinen gesellschaftlichen Grundwerten gehört. Das einzige was ich mir eventuell noch vorstellen könnte sind einkommensabhängige Gebühren, nicht aber zeitabhängige.
    Wenn die Unis überlaufen sind (das stimmt ja auch nur für bestimmte Fächer), dann braucht es eben mehr Unipersonal, sprich mehr Geld für die Unis und für Bildung allgemein, nicht aber Zugangsbeschränkungen, außerdem ein neues Schulsystem, in dem, mit den einzelnen SchülerInnen zusammen, viel besser als es im derzeitigen System möglich ist, herausgearbeitet werden kann, welcher weitere Bildungsweg für den jew. Schüler am Geeignetsten wäre.

    Christoph G. 19.10.2008 18:37

    @ Julian:

    Bitte zuerst meinen vorherigen Blog lesen und auch verstehen und sich dann darüber aufregen! Ich schrieb: “Ich denke nicht, dass dies hier wirklich gut funktioniert.” Das ist meine persönliche Meinung und ich habe mit keinem Wort gesagt, dass hier nicht über etwaige Inhalte geredet werden soll. Wenn Sie dies so verstanden haben, dann haben Sie in meine Worte etwas hinein interpretiert, dass so nicht existent war! Dann wäre ich gegen Meinungsfreiheit und -vielfalt!

    Also zuerst lesen und verstehen und dann erst aufregen!

    Zum Thema Langzeitarbeitslose: Sie scheinen in meinen ugen alle über einen Kamm zu scherren, wenn Sie sagen: Aber irgendwie fühle ich mich verarscht, wenn die sich vom Staat über Jahr(zent)e ihr Leben erhalten lassen, während andere jeden Job annehmen, um ihr eigenes Geld zu verdienen.”

    Bei jedem ist die Situation anders. In einem vor Jahren gezeigten Bericht, ging es um einen gelernten “‘Diamantenpolier” oder so ähnlich. Von diesen Arbeitsplätzen mit diesem Qualifikationsprofil gab es zum damaligen Zeitpunkt gerade mal ein paar in Österreich. Er wurde arbeitslos und fand keinen Job mehr mit seiner Ausbildung. Andere Unternehmen nahmen ihn für andere Jobs aus unterschiedlichen Gründen nicht, vor allem, weil er schon über 55 Jahre alt war. Eine Umschulung gab es auch nicht, weil er dafür schon zu alt war. In Pension konnten sie ihn nicht schicken. Er war schon länger arbeitslos, ich weiß nicht mehr, ob er schon als Langzeitarbeitsloser galt. Der Mnn wollte gerne arbeiten, aber was tun, wenn er nicht umgeschult wird und ihn kein Unternehmen nimmt?

    Es gehört dazu, Dinge in seinen multiplen Dimensionen zu sehen. Ja, es gibt Menschen, die lassen sich vom Sozialsystem bewußt erhalten lassen. Aber deren Zahl ist eine geringe. Es kommt mir so vor, als wird eine Gruppe anhand derer be- und dann in weiterer Folge verurteilt, die sich in den Augen der Gesellschaft schlecht benehmen. Dadurch werden auch Unschuldige stigmatisiert. Sind alle Polizisten gut, weil sie bei der Polizei sind und für Recht und Ordnung sorgen? Sind alle Sanitäter gute Menschen, weil sie Menschen retten? Ist ein Unternehmen gut, wenn es etwas für die Gesellschaft leistet, aber dafür Kinderarbeit in der dritten Welt unter menschenunwürdigen Bedingungen heran zieht?

    Die angeführten Gruppierungen sind zufällig gewählt und sollen hier nur exemplarisch ohne Wertung angeführt werden. Sollte sich dennoch jemand angegriffen fühlen, bitte ich diese um Verzeihung!

    Chepschefaa 19.10.2008 20:41

    Ich bin mit Julians Ideen soweit einverstanden. Endlich diskutieren wir hier über Inhalte, nicht über rechts-links-blabla.

    @Christian: Ihre Behauptung, die Sozialschmarotzer seien gegenüber denen, die es unschuldig trifft, in der Minderheit, ist ein Blödsinn der Extraklasse!

    Sie können hier nicht ein x-beliebiges Beispiel nehmen, und es verallgemeinern. SIE verallgemeinern, nicht Julian.

    Außerdem ist Sozialdienst für Arbeitsunwillige sicher nicht weniger liberal als Gesamtschule, Abschaffen des Sitzenbleibens oder die sonstigen von der SPÖ abgekupferten Vorschläge.

    Jeder darf hier seine Ideen bezügl. eines liberalen Programmes kundtun, auch wenn es Christoph G. nicht gefällt!

    Christoph G. 20.10.2008 00:46

    @Chepschefaa

    1.) Wie argumentieren Sie, dass meine Aussage nicht richtig ist?

    2.) Ihre Ausdrucksweise bezeichne ich nicht als “Blödsinn der Extraklasse”, auch wenn die Bezeichnung dazu vielleicht passend wäre. Sie können meine Behauptung als wahr oder unwahr werten und sie zu Punkt 1.) auch argumentieren.

    3.) Es war die Rede von Langzeitarbeitslosen und nicht von Arbeitsunwilligen!!! So genannte “Sozialschmarotzer” finden sich in jeder Gruppierung, Schicht, System, Institution usw. Ich sehe auch Vorstände und Aufsichtsräte als Schmarotzer, wenn sie sich in ihrem Streben nach noch mehr Profit auf Kosten anderer bereichern. Vielleicht können Sie mir erklären, wieso man mehrere mehrere Aufsichtsratsmandate haben kann, bis zu zehn, wenn ich mich jetzt nicht irre? Da frage ich mich doch, ob man bei so vielen Mandaten noch die Zeit hat, seine Arbeit in jedem dieser zehn Mandate gewissenhaft zu erfüllen!

    4.) Kennen Sie mich, dass Sie behaupten können, dass mir Ideen nicht gefallen? :-) Ich bin kritischer Rationalist und hinterfrage nun mal alles gerne. Zum Thema Gesamtschule habe ich mich aber bisher noch nicht ausreichend informiert. Zum Thema Sitzenbleiben bin ich für eine Misch-Lösung: Warum die ganze Klasse wiederholen, wenn man nur in einem Fach durchfällt? Zudem sollte man denjenigen fördern und heraus finden, warum er in dem Fach “Ungenügend” ist.

    Laura 20.10.2008 00:52

    @ Chepschefaa: Auf welchen “Christian” beziehst du dich hier? :-)
    Aber nun zum Inhalt: Ich bin hier eher auf der Seite von Christoph G. Immerhin gibt es etliche Studien und Belege darüber, dass “Sozialschmarotzer” (grausliches Wort) tatsächlich in der Minderzahl sind zu denen, die arbeiten wollen. Ich frage mich immer wieder, warum sich diese aggressiven Vorurteile Arbeitslosen gegenüber immer noch halten… Wenn die Bezeichnung Sozialschmarotzer auf irgendjemanden auf der Welt zutrifft, dann wohl auf die Großkapitalisten, die vom Elend der 3. Welt leben (wie wir alle, aber wir sind wenigstens nicht die Drahtzieher dieses Systems). Es gibt auf der Welt wohl weit größere Übel und Ungerechtigkeiten die kritisiert werden sollten, als die paar Arbeitslosen, die mithilfe der spärlichen Almosen welche ihnen der Staat gewährt ihr Dasein fristen müssen, und auf die alles projiziert wird.

    Ingo 21.10.2008 00:04

    @julian & LIFisch:
    keine Vermögenszuwachssteuer wäre allerdings gegenteilig zu dem bisher vom LIF geforderten “Fairnessprogramm”…

    Ik_kom_van_Dietsland 27.02.2010 16:58

    Ik stem met Chepschefaa en Julian overeen.

  6. Serotonin 17.10.2008 14:43

    Ist der von mir befürchtete Fall eingetreten und das hier schon eingeschlafen? Nicht die Kommentare, aber die Site. Genau wie lif.at, wo immer noch die alten Nachrichten stehen…

    Wenigstens Termine und so könnte man aktualisieren, mit dem Bürgerforum z.B.

    Antworten »

    Bastl 18.10.2008 19:39

    ich denke die befürchtung hegen einige… aber immerhin, es gibt einen neuen beitrag :-)
    ein weiteres wichtiges thema für das bundesforum ist sicher die verbesserung des web auftrittes. (aktualität, stellungnahmen,….)
    ich würd mir auch wünschen, dass es bald eigene landes-lifs gibt, und die dann auch so eine art eigene, selbst betreute websites haben. (im rahmen einer gemeinsamen lif site natürlich!!!)

  7. Ö-Patient 16.10.2008 14:09

    Das LIF verfügt wahrscheinlich über eine Satzung wie die anderen Parteien in Österreich. Es wäre zur demokratischen Information der interessierten Öffentlichkeit sehr hilfreich, den Text dieser Satzung über das Internet kennen lernen zu können. Kann jemand den Text ins Internet stellen oder ist dieser geheim? Wenn er geheim bleiben soll, aus welchem Grund?

    Antworten »

    Liberaler Neustart 16.10.2008 14:54

    … auf http://www.liberale.at rechts unter Download zu finden, oder direkt unter
    http://www.liberale.at/site/index.siteswift?SWS=e956ceaa6087ec5fa8e07de3f6758f95&so=all&do=all&c=download&d=article%3A206%3A1

    Liberaler Neustart 16.10.2008 14:55

    …auf http://www.liberale.at rechts unter Download zu finden oder direkt unter
    http://www.liberale.at/site/index.siteswift?SWS=e956ceaa6087ec5fa8e07de3f6758f95&so=all&do=all&c=download&d=article%3A206%3A1

    guy inkognito 17.10.2008 12:50

    Satzung/Statuten sind dort keine zu finden, nur das Programm. Ich schließe mich dem aber an: Statuten hätte ich auch gerne gesehen, nur um zu wissen, wie das LIF eigentlich funktioniert …

    Bastl 17.10.2008 13:05

    Soweit ich weiß, werden auch diese überarbeitet bzw. deren überarbeitung angedacht.

    Christoph G. 17.10.2008 13:21

    Es wird im Zuge der Neugestaltung des Projektes “LIF” voraussichtlich auch eine Neugestaltung der Statuten geben wie etwa eine geplante Dezentralisierung der Landesgruppen. Auch wenn mir die Statuten zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt sind, wüßte ich jetzt auch nicht, wo diese zu finden wären.

    Werner Becher 17.10.2008 15:19

    Die Satzung des Liberalen Forums ist nicht geheim und kann von jedermann/-frau beim Innenministerium für eine Gebühr von EUR13,– behoben werden, bzw. stelle ich Sie gerne in elektronischer Form bereit (Anfragen an w.becher@lif.at).

    Ö-Patient 17.10.2008 17:04

    Ein aufmerksamer Betrachter wird das alles kaum für eine offene Informationspolitik halten können. Das LIF ist übrigens mit dieser Haltung nicht allein. ÖVP und FPÖ sind auf ihren Websites genauso diskret. SPÖ und Grüne dagegen weisen ihre Statuten aus.

    Bastl 17.10.2008 19:04

    kostet das dann auch 13 euro?

  8. Simon Ritter 16.10.2008 04:05

    Lif ist gut
    läßt sich mit
    leben
    In
    freiheit
    bewerben

    Antworten »

  9. Walter 15.10.2008 11:22

    Die Wähler haben klar gesprochen. Heide Schmid hat dies nun endilich erkannt und ehrenhaft die Konsequenz gezogen (und bleibt hoffentlich dabei), nun ist es Zeit das LIF aufzulösen. Genug ist genug.

    Antworten »

    Christoph G. 15.10.2008 11:46

    Die Wähler haben bei dieser Wahl gesprochen. Aber wieso ist es an der Zeit das LIF aufzulösen, wenn es Menschen gibt, die an eine Sache glauben und diese neu aufleben lassen wollen? Noch dazu, wo es Menschen gibt, die sich von anderen Parteien vertreten oder angesprochen oder ihrer Probleme wahrgenommen fühlen….Wer kann schon sagen, wann es genug ist?

    Werner Becher 15.10.2008 11:53

    Mehr als 100.000 Österreicher haben “klar gesprochen” und uns gewählt!

    Warum sollte man das LIF auflösen – um gleich wieder eine oder mehrere neue liberale Bewegung zu gründen oder
    aufzugeben und nie wieder liberale Interessen in Österreich zu vertreten?

    Sollen wir einfach unsere Werte vergessen und in Zukunft schlicht und einfach konservativ, rechts aussen, sozialistisch, die Christenpartei oder wer weiss noch wen allen wählen?

    Auflösen sollte man nur dann etwas, wenn NIEMAND mehr daran glaubt und mitarbeiten möchte – kann ich aber derzeit so nicht erkennen, eher das Gegenteil ist der Fall und wir erhalten sehr viele Anfragen von Interessenten die PartnerIn werden wollen und zukünftig aktiv mitarbeiten wollen.

    Meiner Meinung nach ist es auch nicht unbedingt demokratisch, für eine Auflösung einer Gemeinschaft einzutreten, nur weil man selber vielleicht keine Motivation, Kraft, Mut, … mehr hat.

    @Walter: Vielleicht überlegst Du es Dir ja noch anders und kommst am 25.10. zum Bundesforum und hörst Dir einfach an, wie es weitergehen wird und entscheidest dann, ob das liberale Projekt tot ist.

    Liberaler Neustart 15.10.2008 12:06

    @Walter

    Man kann das auch anders sehen. Über 100.000 Wählerinnen und Wähler haben trotz einem nur extrem kurzen Wahlkampf bekundet daß sie auf eine Alternative nicht verzichten möchten.

    Und viele haben auch nach der Wahl diesen Wunsch geäussert.

    Es wäre unverantwortlich, den Wunsch dieser Mitbürger zu ignorieren…

    liebe Grüsse
    O. Handle

    Daniel 15.10.2008 12:47

    Ich kann meinen Vorpostern zu diesem Thema nur zustimmen. Jetzt aufzugeben und die Idee die hinter dem LIF steht sterben zu lassen, wäre der gänzlich falsche Weg. Natürlich hätte das Wahlergebnis besser sein können doch bin ich der festen Überzeugung dass die politische Ausrichtung deutlich mehr Wähler anspricht als das das Wahlergebnis vermuten lässt.

    Es hat – meiner Meinung nach – weniger am Programm als an der Umsetzung und der langandauernden Basisarbeit gefehlt.

    Ich kann nur von mir und Menschen aus meinem Bekanntenkreis sprechen wenn ich sage, dass gerade das Ergebnis mich motiviert hat mich politisch mehr zu engagieren. Ich (wir) waren schon immer politisch sehr interessiert und vom politischen Spektrum von links bis liberal (Definitionen lassen wir mal außen vor) beheimatet.
    Ich (wir) als relative Junge Wähler (zwischen 20 und 28) wollen/können einfach nicht glauben dass es keine breite Unterstützung für uns wichtige Ideen geben soll.

    Hier heißt es sich zu engagieren und die Situation zu verändern anstatt zu resignieren.

    Amir Ahmed 15.10.2008 16:54

    das lif auflösen? bestimmt nicht! in den bezirken 1, 3-9 und 18 haben wir mit 5-8% einen klaren wählerauftrag, genauso wie in graz und innsbruck. die liberale bewegung braucht ein alleinstellungsmerkmal, ein aktuelles programm und eine neue schwerpunktsetzung um stärker zu werden. die partei braucht starke und selbständige länderorganisationen, funktionierenden fundraisings und den aufbau einer basis.

    mit dieser weichenstellung ist der kurs längerfristig auf erfolg gerichtet.

    Julian 17.10.2008 16:25

    @Walter: Aus diesem Wahlergebnis den Schluss zu ziehen, die Gelben aufzulösen, ist für mich nicht wirklich logisch. Lösen sich denn KPÖ, Christen oder Fritz auf?

    @Amir Ahmed: Diese 3,6% in Graz sind für mich leider kein Wählerauftrag. Es ist schade, dass wir nicht einmal in Graz über 4% kamen, obwohl ich einsehe, dass Graz nicht die Wiener Ringbezirke sind.

    Aufgeben ist dennoch der gänzlich falsche Weg!!!

  10. Tom 14.10.2008 17:44

    bin ich der einzige mit der meinung, dass dieser “LIB vs LIF” teil des artikels nicht wirklich die aktuelle situation widerspiegelt, und damit eine verzerrung der tatsachen darstellt?

    Antworten »

    Julian 14.10.2008 18:48

    Nein. Ich kannte den Vorschlag zur Änderung des Namens auf “LIB” noch gar nicht, und den kann ich hoffentlich bald wieder vergessen, weil ein Buchstabe bringt bei der nächsten Wahl auch nicht gleich 3% plus.

    “LIF” bleibt hoffentlich “LIF”.

    Moritz 14.10.2008 18:57

    Was ist die aktuelle Situation? Ich denke, die Diskussion ist nicht zu Ende.

    guy inkognito 14.10.2008 19:21

    Na ja, schaut ein wenig so aus, als hätte Rosa Winkler-Hermaden diesen Blog bzw. die Einträge gelesen, das aber etwas oberflächlich. Sie lässt halt die Umbennungs-Diskussion dann ganz weg und beschränkt das auf das Kürzel …

    Sonst finde ich den Artikel aber nicht schlecht gelungen (ohne jetzt genaueren Einblick zu haben, ob da nicht noch andere Dinge falsch drinstehen).

    Arnold 14.10.2008 19:54

    Gegen Lib ist Lif direkt ein Ohrenschmauß. Am besten gefällt mir immer noch der Vorschlag irgendwo im Blog mit Liberaldemokraten, Abkürzung wäre dann LDP.

    Arnold 14.10.2008 22:40

    Aufgrund dem “Lib vs. Lif” habe ich jetzt nochmal über alle mögliche Alternativnamen nachgedacht. Aber erlichgesagt gefällt mir nach dem ich jetzt länger darüber nachgedacht habe, gar nichts. Zumindest fällt mir nichts ein. Liberaldemokraten erinnert mich plötzlich zuviel an die SPÖ. Aber Lif oder nicht Lif, wichtiger sind die Inhalte.

    Tom 14.10.2008 23:24

    @moritz: also ansich wurde das thema vorerst geschlossen, denn es macht keinen sinn zum jetzigen zeitpunkt darüber zu diskutieren (das wäre wie eine wand anzumalen, die noch gar nicht steht). trotzdem lassen es sich die leute natürlich nicht nehmen (imo, weil sich ja über einen namen leichter diskutieren lässt, als über politische themen).
    #
    @Julian: sehr interessant. ich glaube ich habe es ein mal wo gelesen … ein mal.
    #
    man stelle sich vor dies wäre irgendwo abgedruckt worden, wo es hunderttausende menschen gelesen hätten. wenn man von den reaktionen in den kommentaren auf der standard seite .. und hier … ausgeht … wäre es gar nicht gut für das LIF. und das nur, weile eine person einen artikel schreiben kann, und in diesem etwas steht was nicht vollkommen den tatsachen entspricht.
    #
    kann man sich gegen so etwas eigentlich effektiv wehren? zb gerichtlich? wer weiß was in zukunft auf uns zukommt, wir sollten wissen was zu tun ist, wenn mal etwas ernsthaftes passiert.

    Andreas Lindinger 14.10.2008 23:32

    LDP wäre auch mein Favorit, allerdings ist ldp.at genausowenig frei wie lib.at, von daher suboptimal. Höchstens man kommuniziert immer “LDP – Die Liberalen” und setzt auf die bestehenden Domains liberale.at bzw. dieliberalen.at.

    Werner Becher 15.10.2008 11:37

    Bitte diesen Artikel nur auf eine Diskussion über Buchstabenreihenfolgen für einen potentiell neuen Namen reduzieren – wird zu gegebener Zeit auch zu diskutieren und dann zu entscheiden sein.

    Wesentlicher für unsere hoffentlich erfolgreiche Zukunft wird aber meiner Meinung nach die gemeinsame Diskussion über unsere neue Positionierung sein -> dazu nur einige beispielhafte Fragen:
    a) wie wirtschaftsliberal sollen/wollen wir zukünftig sein
    b) weiter eher brav oder doch mehr eckig/kantig in der Kommunikation
    c) USP = klares unverweselbares Profil u. Abgrenzung zu Mitbewerb
    d) nur neues Programm oder sehr KONKRETE liberale Antworten zu den jeweils aktuell in der Öffentlichkeit diskutierten Themen
    e) Liberale Antworten zu “heissen” Themen wie bspw. Migration

    Neben der aus meiner Sicht wesentlichsten Aufgabe einer inhaltlichen Neupositionierung, ist aber auch eine Restrukturierung unserer Organisation erforderlich -> vom bestehenden Forum hin zu einer Mitgliederpartei mit starken Landesorganisationen.

    Weiters müssen wir unsere zukünftige Finanzierung auch noch auf Schiene bringen, möglichst viele Interessenten zu einer Partizipation motivieren und Partnerschaft einladen, am 25.10. ein Bundesforum durchführen, Landesorganisationen aufbauen, …

    … es wird viel zu tun geben!

    Christoph G. 15.10.2008 11:51

    @ Werner Becher

    Genau so ist es!

    @ alle:

    Kommt und beteiligt euch aktiv daran!

    RS 15.10.2008 12:14

    Weil’s auch hier dazupaßt bzw. -gehört, kopiere ich mich selbst respektive ein Posting, das ich zum Thema Namensänderung in einem anderen Thread an Christoph G. gerichtet habe:

    Inhaltlich haben Sie völlig recht (daß nämlich die Diskussion über liberale Position, grob geschätzt, 40 Mrd. mal wichtiger ist als die Namensdiskussion, Anm.). Marketingtechnisch (leider!) nicht. Siehe den Bericht des Online-Standard: da war die (mögliche? wahrscheinliche?) Umbenennung gleich ein Hauptthema. So funktioniert Journalismus nun einmal: An Hand der Frage, ob der Name beibehalten oder geändert wird, entscheidet sich, ob das als Übernahme einer bestehenden (gescheiterten) Partei durch neue, unbekannte Leute etikettiert wird, oder als “liberale Neugründung”. Und deswegen muß der Name, obwohl auch ich ihn theoretisch lieber ganz am Schluß diskutieren möchte, gleich von Beginn weg diskutiert werden. Ist ja nur gut, daß das, was die Reste des LIF nun tun, öffentliche Beachtung findet! Dann muß man aber auch mit der Funktionsweise von medialer Öffentlichkeit umzugehen wissen – die Namensdiskussion ans Ende zu verschieben, wäre nur gegangen, wenn die Liberalen sich sofort nach der Wahl auf eine Alm ohne Telefonanschluß und ohne Handyempfang zurückgezogen und ihre Diskussion dort geführt hätten :) Und bitte nicht jammern, daß der Journalismus ist, wie er eben ist; solange man nur damit umzugehen weiß, hat er mehr gute als schlechte Seiten.

    Christoph G. 15.10.2008 12:38

    …und um das Bild abzurunden, hier meine kopierte Antwort an RS vom anderen Thread:

    Eigentlich gehöre ich nicht zur Sorte Mensch der jammert :-)

    Ich gebe Ihnen auch recht, dass die NAmensgebung wichtig ist und von Beginn an auch diskutiert werden sollte. Aber mir fällt auf, dass viele hier die NAmensgebung diskutieren und dies leider zu Lasten von Inhalten, die man vertritt. Sagen wir, ich orte da ein Ungleichgewicht….

    RS 15.10.2008 13:42

    Das “Jammern” war übrigens eh nicht auf Sie persönlich gemünzt – wir kennen einander ja (noch?) gar nicht. Es entspricht nur meiner wirklich langjährigen Erfahrung, daß an der Schnittstelle von Politik und Öffentlichkeit IRGENDEINER immer zu jammern anfängt über die (je nachdem) “bürgerliche”, “linke”, “niveaulose”, you name it Presse. Bloß: es gibt halt keine andere (Presse, meine ich).
    Aber mit dem Ungleichgewicht haben Sie natürlich recht, und ich werde, um nicht immer nur mit der leidigen Namensdiskussion aufzufallen, demnächst hier einen inhaltlichen Versuchsballon steigen lassen. Da wär’ halt das bereits diskutierte Wiki oder wenigstens ein handelsübliches Forum – Internet-, nicht Liberales :) – praktisch…seufz.

    Christoph G. 15.10.2008 14:08

    @RS

    Ob wir einander kennen, weiß ich auch nicht. Vielleicht sieht man sich ja bei einer der Montagsrunden in Wien, sofern Wien ihr Wohnort, auf jeden Fall wär´s eine schöne Diskussion unter vier Augen.

    Das mit der Presse ist wie in jedem System. Ich freue mich einfach über den Pluralismus der Presse und bilde mir aus Gelesenem meine eigene Meinung und hinterfrage einfach selbst nach :-) Da greife ich auch gerne zur Kronenzeitung, der Sportteil ist dort einfach am informativsten :-)

    Das mit dem inhaltlichen Versuchsballon klingt spannend…wie wäre es mit aktiver Beteiligung?!

  11. guy inkognito 14.10.2008 15:57

    Hmmm – vor einiger Zeit habe ich auf einen weiteren Medienartikel über die Zukunft des LIF hingewiesen, offenbar wurde der nicht freigeschalten oder ist sonst irgendwie verschwunden …

    Ich probier’s nochmal. :) Dort spricht auch Zach davon, nicht mehr mitmachen zu wollen: http://www.chilli.cc/index.php?id=84-1-3

    Antworten »

  12. echt 14.10.2008 15:55

    Bitte lasst’s blos die Innsbrucker nicht ran, das “Liberale Innsbruck” ist eine Scheinliste der Tiroler ÖVP. Den Beweis findet man bereits auf ihrer Homepage: http://www.liberales-innsbruck.at/aktuelles/aktuelles_43_vanstaa.html

    “Wir unterstützen LH DDr. Herwig van Staa weil er ein Garant für eine liberalere und zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik für das Land Tirol ist.”

    Wenn ich jetzt diese Neugründungsoffensive der Tiroler sehe, dann wird mir Angst und Bange. Eine Steigbügelhalterpartei für die Konservativen??

    Antworten »

    Christoph G. 14.10.2008 17:29

    Das ist eine Bürgerinitiative, wenn ich das richtig lese:
    “Das liberale innsbruck ist eine unabhängige Fraktion von liberalen Bürgerinnen und Bürgern in Innsbruck.
    Wir sind eingebunden in das liberale Netzwerk und pflegen Kontakte zu Liberalen in allen Teilen Europas.”

    http://www.liberales-innsbruck.at/partner.html

    Julian 14.10.2008 18:36

    Na und? Ich persönlich würde zwar Herwig van Staa nicht unterstützen, ich habe aber auch weder Heinz Fischer bei der BP-Wahl 2004 noch die SPÖ bei der NR-Wahl 2006 unterstützt, so wie das Heide Schmidt schändlicherweise tat.
    Wenn ein Liberaler, einen SPÖler unterstützt, ist das in den Augen mancher Pseudo-Liberaler ok, ÖVP-Kandidaten sind aber pfui, oder wie sehe ich das???

    Das LIF ist weder Steigbügelhalten für “Konservative” noch für “Sozialisten”!!

    Liberaler Neustart 14.10.2008 20:18

    @echt
    ich verwehre mich gegen die Bezeichnung “Scheinliste der Tiroler ÖVP”

    Liebe Grüsse
    Otto Handle

    Walter Wratschko 14.10.2008 20:50

    Die “Scheinliste” ist natürlich eine Frechheit.
    Aber die Wahlempfehlung für “Euren” Oberösterreicher mußt mir schon erklären….

    Herwig van Staa war wie wenig andere ein Machtpolitiker der alten Schule, der in allen Gremien seine Parteigänger verteilte und ihm nicht konforme Aktionen im Keim erstickte.

    Bei allen Inhaltslosen Populismus vom “Onkel Fritz”, wäre hier doch ein Wahllempfehlung deutlich passender gewesen, oder?

    guy inkognito 15.10.2008 15:39

    “Scheinliste” ist wohl falsch. Aber als Liberaler Herwig Van Staa zu unterstützen, der als Inbegriff des Konservativismus und der sturen Machtpolitik _ohne_ jeglichen Liberalismus galt/gilt, ist auch ein starkes Stück. Gleiches gilt übrigens für die Innsbrucker Bürgermeisterin Hilde Zach, mit deren Gemeinderats-Fraktion (”Für Innsbruck”, eine VP-Abspaltung) “Liberales Innsbruck” sogar gemeinsame Klubsitzungen abhält. “Liberal” ist bei Hilde Zach und ihrer Truppe maximal die Wirtschaftspolitik, aber nicht einmal das so richtig.

  13. Ein Freund des LIF 14.10.2008 15:07

    Werbemittel nicht optimal zielgerichtet !

    Beispielsweise bei derstandard.at. Bei derstandard.at wurden Werbebanner geschaltet. Derstandard. at etablierte sich jedoch als
    fundamentale Fangemeinde der Grünen welche in einer beispiellosen
    Diffamierungsaktion die Personen Heide Schmidt, Haselsteiner und Zach
    diffamierten und diskreditierten. Auch ein Peter Pilz der Grünen, dort als
    sog. powerposter bekannt, veröffentlichte auf derstandard.at ein Hetzposting der Person Zach betreffend. Einserseits wird derstandard.at
    als Qualitätszeitung völlig überschätzt, andererseits tummeln sich gerade
    dort militante Tirschützer und radikale Grüne Aktivisten welche die Foren
    teilweise geradezu zunichte machen, deren Aktivitäten das LIF entsprechend schädigte. Auch eine dort stark vertretene Frauengruppe
    diffamierte dort das LIF in niederträchtigster Weise. Aus dieser Sichtweise förderten somit gerade die eingesetzten Werbebanner bei
    derstandard.at einen kontraproduktiven Schub.

    Antworten »

    Markus 14.10.2008 16:22

    Ich denke, wir müssen lernen, uns zur Wehr zu setzen. Beispielsweise gegen Peter Pilz. Jemand, der in hetzerischer Weise Falschinformationen verbreitet, muß als Gegner nicht nur erkannt werden, wir müssen uns auch verteidigen.

    Uns hat in diesem Wahlkampf die Verteidigungsstrategie völlig gefehlt. Und aus anfangs einzelnen Lügen – wie bezahlen von Unterschriften – ist schlußendlich ein ziemliches Lügenmeer geworden. Eine Woche vor der Wahl war dann aufgrund der zahlreichen Anschuldigungen – die selbst Heide Schmidt unschuldigerweise trafen – keine Möglichkeit mehr, sich entsprechend zu wehren.

    Politische Haltung zu wahren heisst nicht, sich nicht gegen Gegner zu wehren, die mit unlauteren Mitteln kämpfen.

    Peter Krall 14.10.2008 20:19

    Bitte keine Kriege der judäischen Volkfront gegen die Volksfront von Judäa!
    -
    Funktionäre und Aktivisten haben oft eine ausgeprägte Abneigung gegen Funktionäre und Aktivisten jener Parteien, mit der sie um dieselben Wähler konkurrieren. Nur: gerade weil es eine Konkurrenz um dieselben Wähler ist, teilen diese potentiellen Wähler die Abneigung ganz und gar nicht. Daher haben die Attacken der Grünen nicht nur dem LIF, sondern auch den Grünen selbst geschadet. Und daher würden Attacken der Liberalen auf die Grünen nicht nur den Grünen, sondern auch den Liberalen schaden.
    -
    Meines Erachtens sollten wir uns klar werden, wofür wir stehen; insbesondere auch in Hinblick auf die Fragen, bei denen es nun mal objektive Interessensgegensätze gibt. Wenn es nach mir geht, sind die Liberalen einerseits rechts- und gesellschaftspolitisch liberal, aber auch ganz klar die Lobby der qualifizierten Berufstätigen – also jener, welche entweder selbst sehr gut verdienen, oder gerne gut bezahlte Jobs in Unternehmen hätten, die es nur gibt, wenn das Land für die beruflich sehr erfolgreichen attraktiv ist. Und ich denke, man soll den Mut haben, diese Interessen auch gegen konkurrierende Interesse zu vertreten. Das bedeutet keine Rücksichtslosigkeit oder Unfähigkeit zum Kompromiss, aber man muss sich zum Beispiel klar sein, dass eine Senkung der Belastung hoher Einkommen auch eine höhere Belastung von Vermögen und Erbschaften impliziert und daher die Interessen der beruflich erfolgreichen unter anderem auch mit denen minder erfolgreicher Erben konkurrieren.
    -
    Und dann denke ich, dass man primär seine Konzepte präsentieren und die Auseinandersetzung mit anderen Parteien inhaltlich führen soll. Unqualifizierte Angriffe soll man dagegen soweit als möglich ignorieren.

    Ein Freund des Lif 14.10.2008 21:21

    Entgegen der Meinung des Herrn Peter Krall ist meine Empfindung dahingehend dass die Grünen mit dem LIF nicht junktimierbar sind.
    Einzige Ausnahme dabei sehe ich bei gesellschaftspolitischen Themen.
    Der zwar völlig richtige Ansatz von Dr. Heide Schmidt, die Grünen seien
    der natürliche Partner des LIF, wird meinerseits auch auf diese Themen
    reduziert, nicht jedoch auf die Methodik der Grünen insbesondere des
    Wahlkampfstil, auch nicht deren Aktivitäten bezüglich militanter Tierschützer und derlei Schwachsinnigkeiten. Das LIF sollte sich als
    völlig eigenständige Partei/Gruppe darstellen, ohne Affinitäten zu einer
    anderen Partei. Der Fehler bestand eben auch darin die Wählerstimmen
    vielmehr bei Grün zu suchen als vielleicht bei einem BZÖ. Ich hoffe diese
    Meinung mit dem BZÖ wird nicht mißinterpretiert.

    Arnold 14.10.2008 22:43

    BZÖ Wähler kommen doch hauptsächlich aus der ÖVP Ecke, oder irre ich mich da? Ganz klar sollte man auch diese Stimmen abwerben.

    Peter Krall 15.10.2008 00:44

    @Freund des LIF.
    Ich denke auch, dass sich das LIF als eigenständige Partei etablieren muss. Das bedeutet aber beides: nicht über die Affinität zu den Grünen, aber auch nicht über Streit mit den Grünen.
    Insbesondere auf der persönlichen Ebene – wie wenig mag wer Pilz oder Zach – und auf der von Vorwürfen über taktische Fragen oder auch mögliche Fehleinschätzungen – wer hat beim Fall Omofuma oder Balluch was falsch gemacht – wird das nur als Gezänk wahrgenommen.
    -
    Deshalb mein Appell an die Grünen, aber auch an uns: Lasst uns Gezänk vermeiden und inhaltliche Positionen entwickeln. Die können dann auch kontroversiell diskutiert werden.
    -
    Etwas konkreter: versuchen wir, uns als Partei fortschrittlicher, liberaler, erfolgsorientierter Bürgerlicher zu positionieren. Als Partei jener, die erfolgreich arbeiten und davon etwas haben wollen; als Partei jener, die vom Staat Schutz ihrer Freiheit und nicht Bevormundung haben wollen. Aus dieser Position heraus kann man dann inhaltlich diskutieren und in der Diskussion seine Position präsentieren.

    Markus 15.10.2008 09:03

    Sehr geehrter Herr Krall,
    es geht nicht um Gezänk, es geht mir auch nicht um Untergriffe. Sondern es geht darum, Angriffe mit Sachpolitik zu beantworten.

    In vielen der bisherigen Wahlkämpfe ist bisher irgendwann ein Angriff mit unterschiedlicher Qualität gekommen. Da waren Wahrheiten und Unwahrheiten dabei, und der Konter des LIF war nicht immer überragend.

    Ein Verteidigungsstrategie kann viele Ausprägungen haben, aber es muss sie in einem Wahlkampf geben. Genau wie eine Angriffstrategie (nicht falsch verstehen: Angriff kann ganz einfach auch eine politische Positionierung gegen die bisherigen Usancen bedeuten).

    Bastl 15.10.2008 21:38

    Ich sehe auch nicht einen unmittelbaren zusammenhang zw. sich wehren und einen gegenangriff zu starten.
    eine vernünftiges krisen und riskmanagement würde dem lif sicher nicht schaden!

  14. Bastl 14.10.2008 15:06

    Weil man bei div. Diskussionen immer wieder hört “Glaubst du wirklich, dass sich die Medien, für die Posts usw. vom Heide Schmidt blod usw. interessieren?”
    Der Standard-Artikel zeigt – sie tun es!

    Antworten »

    Tom 14.10.2008 17:08

    gut .. ich gebe mich hiermit _beinah_ geschlagen ..hehe.
    ich glaube zwar das hier nur eine sehr kleine zielgruppe mit der botschaft erreicht wurde, was imo an bedeutungslosigkeit grenzt, aber sie ist tatsächlich nach außen getreten – meine vorannahme ist also widerlegt!
    grund zur freude :)

    Bastl 15.10.2008 21:26

    :-) danke. eine auswertung von dem blog betreibern wäre interessant, wieviele, vorallem verschiedene leute hier jeden tag rein schaun!

  15. darkwin 14.10.2008 14:16

    glaube kaum, dass die derzeitigen Standard-Poster jemals das LIF-Programm gelesen haben, noch dass man die Postings ernst nehmen sollte.
    Das LIF hat so ziemlich alles richtig gemacht im Wahlkampf. Das Problem ist halt, dass man in so polarisierten Zeiten nicht aus dem Nichts über die 4%-Hürde springen kann.
    Hätte es das LIF nicht gegeben, hätte ich diesmal ungültig gewählt.

    Antworten »

    Daniel 14.10.2008 15:56

    Ich wage zu bezweifeln, dass der Großteil der LIF-Wähler das GANZE Parteiprogramm gelesen haben. Ich habe dies vor der Wahl gemacht und aus diesem Grund meine Stimme dem LIF gegeben (das erste Mal).

    So komisch das auch klingt. Ein gutes Parteiprogramm hilft noch zu einem guten Wahlergebnis. Es muss auch in einfache und klar erkennbare Botschaften (die eben das komplexe Programm repräsentieren) umgewandelt werden. Und genau hier hat es meiner Meinung gemangelt.

    Ich schätze mal dass österreichweit – quer über alle Parteien – weniger als 10% der Wähler jeweils das Parteiprogamm “ihrer” Partei gesehen geschweige denn zur Gänze gelesen haben.

    Ferdi 14.10.2008 16:45

    Gerade bei dieser Wahl sah ich keineswegs eine links-rechts-Polarisierung.
    Wenn, dann gab es Lagerwahlkampf schwarz-grün gegen rot-blau.

    Die Liberalen hätten sich halt irgendwo anhängen müssen, also schwarz-grün-gelb gegen die Prolos.

    Walter Wratschko 14.10.2008 21:03

    @daniel: Ich wage zu bezweifeln, daß ein Großteil der LIF-AktivistInnen das Parteiprogramm zur Gänze gelesen haben ;-)

    In den letzten 6 Jahren wurde gänzlich darauf vergessen, die sachpolitische Drecksarbeit zu machen und liberale Thesenpapiere zu erarbeiten bzw. aktuell zu halten. Und selbst “Dinosaurier” mit 15 Jahren als aktiver Liberaler wie ich, tat sich in Sachdiskussionen oft sehr schwer ohne thematisches Fundament.

    Christoph G. 14.10.2008 23:47

    ICh denke, dass sich auch nur bestimmte Menschen das Parteiprogramm einer Partei überhaupt durchlesen. Jeder schaut halt auf was anderes, und wenn die Entscheidung anhand den ersten Beurteilungskriterien nicht erfolgt, “würfelt” man oder sucht nach weiteren Kriterien zur Beurteilung. Ich persönlich glaube, dass ein Parteiprogramm bei den meisten da eher ganz weit hinten angesiedelt ist.

    Zum Parteiprogramm noch: es wird auch eingeleitet, dass ein neues bzw. neu adaptiertes oder wie auch immer als Grundlage des zukünftigen LIF erarbeitet wird.

    Bastl 15.10.2008 21:29

    @ ferdi: also soweit ich weiß hat das lif eine regierungsbeteiligung mit grün schwarz angestrebt!

  16. guy inkognito 14.10.2008 13:42

    Einen ähnlichen Artikel habe ich letzte Woche schon gelesen, hier: http://www.chilli.cc/index.php?id=84-1-3

    Jetzt springt offenbar die Presse verstärkt auf, hoffentlich bleibt deren Interesse erhalten. Bei allen Meckereien, Medienpräsenz ist halt doch wichtig …

    Antworten »

  17. Denkender Wähler 14.10.2008 12:46

    hmm… die Kurzlebigkeit des nicht mehr vorhandenen Artikels ist wohl kein Omen…

    Antworten »

    RS 14.10.2008 13:59

    Wieso? Den Artikel gibt’s doch ohnehin, der Link funktioniert, und nach den Usancen des Standard wird er noch wochenlang funktionieren.

  18. RS 14.10.2008 12:43

    Alle, die dafür sind, daß die neuen Liberalen den Namen LIF/Liberales Forum beibehalten, sollten aufmerksam die Postings auf derstandard.at lesen! Und immer daran denken, daß vor der Wahl die Standard-Poster unter allen denkbaren Wählergruppen in Österreich die LIF-freundlichste waren, mit Abstand. (Wenn nur die Standard-Poster hätten wählen dürfen, hätte das LIF wohl an die 40 Prozent bekommen.)

    Antworten »

    Ein Freund des LIF 14.10.2008 15:16

    Dieser Eindruck täuscht meines Erachtens gewaltig. Die dortige
    Mobilisation gegen das LIF war enorm und reduzierte die dort eingesetzten Werbebanner des LIF auf ein Minimum.

    Walter Wratschko 14.10.2008 21:20

    Der Standard wird nächste Woche 20, er entstand also ziemlich genau zwischen den Geburtswehen der grünen (78-84) und der liberalen Bewegungen (87-93). Daher findest Du bei den Standard-Lesern und speziell bei den Power-Postern, nach meinen Beobachtungen überwiegend die Grünen und Liberalen Stammwähler.

    Das LIF-Bashing der Grünen war enorm, das ist richtig, hätte ohne Alex schlechtes Krisenmanangment aber kein Futter bekommen…..

    AUsserdem habe ich zwar die Banner gesehen, aber deswegen nicht die Posts gelesen…..

    Bastl 15.10.2008 21:33

    zur umbennenung… ich mag den namen “LIF” den asoziere ich immer mit live…

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